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'''Schnee-Landwirtschaft''' (engl. ''snow farming'') nennt man das Anlegen von Schnee-Depots für schneearme Winter.
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'''Schnee-Lagerwirtschaft''' (engl. ''snow farming'') nennt man das Anlegen von Schnee-Depots für schneearme Winter.
    
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Formen der Schnee-Landwirtschaft gibt es unter anderem in so manchem Gletscherskigebiet Tirols, in Kitzbühel, im Salzburger Saalbach-Hinterglemm sowie in der steirischen Ramsau.
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Formen der Schnee-Lagerwirtschaft gibt es unter anderem in so manchem Gletscherskigebiet Tirols, in Kitzbühel, im Salzburger Saalbach-Hinterglemm sowie in der steirischen Ramsau.
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== Schnee Landwirtschaft in Salzburg ==
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== Schnee Lagerwirtschaft in Salzburg ==
 
Vorreiter spielte hier die [[Pinzgau]]er [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sgemeinde</nowiki> [[Saalbach-Hinterglemm]].  
 
Vorreiter spielte hier die [[Pinzgau]]er [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sgemeinde</nowiki> [[Saalbach-Hinterglemm]].  
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== Zukunftsinvestition ==
 
== Zukunftsinvestition ==
Längerfristige Erfahrungswerte gibt es bereits aus Finnland und aus der Schweiz. Dort wird Schnee-Landwirtschaft bereits seit längerem in größerem Ausmaß angewendet. Dabei geht es um die Saisonsicherung sowohl auf ausgewählten Skipisten, Langlaufloipen und Sprungschanzen. Die Kosten für derartige Depots belaufen sich derzeit auf 50 bis 60 Euro pro angelegtem Kubikmeter Schnee.
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Längerfristige Erfahrungswerte gibt es bereits aus Finnland und aus der Schweiz. Dort wird Schnee-Lagerwirtschaft bereits seit längerem in größerem Ausmaß angewendet. Dabei geht es um die Saisonsicherung sowohl auf ausgewählten Skipisten, Langlaufloipen und Sprungschanzen. Die Kosten für derartige Depots belaufen sich derzeit auf 50 bis 60 Euro pro angelegtem Kubikmeter Schnee.
    
Das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos hat vor sieben Jahren (2009) eine richtungsweisende Studie vorgelegt, derzufolge die Anlage von mit einer 30 bis 40 Zentimeter dicken Schicht aus Sägemehl oder Spänen abgedeckten Schneedepots sich im Vergleich zur Abdeckung mit Planen, die bisher hauptsächlich verwendete Methode, überlegen ist. Den vergleichsweise geringeren Schneeverlust bei der Sägespäne-Abdeckung – 20 bis 25 Prozent – führten die Forscher auf den effektiveren Strahlenschutz zurück. Das SLF berät sowohl Schweizer als auch internationale Wintersportgebiete, wie zum Beispiel das Südtiroler Martelltal.
 
Das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos hat vor sieben Jahren (2009) eine richtungsweisende Studie vorgelegt, derzufolge die Anlage von mit einer 30 bis 40 Zentimeter dicken Schicht aus Sägemehl oder Spänen abgedeckten Schneedepots sich im Vergleich zur Abdeckung mit Planen, die bisher hauptsächlich verwendete Methode, überlegen ist. Den vergleichsweise geringeren Schneeverlust bei der Sägespäne-Abdeckung – 20 bis 25 Prozent – führten die Forscher auf den effektiveren Strahlenschutz zurück. Das SLF berät sowohl Schweizer als auch internationale Wintersportgebiete, wie zum Beispiel das Südtiroler Martelltal.
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==Schnee-Landwirtschafts-Methoden wurden in Antike zur Kühlung verwendet==
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==Schnee-Lagerwirtschafts-Methoden wurden in Antike zur Kühlung verwendet==
Die Wurzeln der Schnee-Landwirtschaft reichen, der gängigen neudeutschen Bezeichnung (''snow-farming'') zum Trotz, bis weit in die Vergangenheit zurück. In Europa legte man spätestens in der Antike, in Griechenland und auch im alten Rom Eis- und Schneedepots an, die im Sommer zur Kühlung von Lebensmitteln, zur Klimatisierung von Räumlichkeiten und sogar zur Herstellung von Speise-Eis verwendet wurde. Als Abdeckung verwendete man damals allerdings Materialien wie [[Torf]] oder Erde.
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Die Wurzeln der Schnee-Lagerwirtschaft reichen, der gängigen neudeutschen Bezeichnung (''snow-farming'') zum Trotz, bis weit in die Vergangenheit zurück. In Europa legte man spätestens in der Antike, in Griechenland und auch im alten Rom Eis- und Schneedepots an, die im Sommer zur Kühlung von Lebensmitteln, zur Klimatisierung von Räumlichkeiten und sogar zur Herstellung von Speise-Eis verwendet wurde. Als Abdeckung verwendete man damals allerdings Materialien wie [[Torf]] oder Erde.
    
Auch in Fernost wurden ähnliche Methoden angewandt. In Afghanistan ging es vorwiegend um die Bereitstellung von Trinkwasser-Reserven in Dürreperioden und in besonders heißen Sommern.
 
Auch in Fernost wurden ähnliche Methoden angewandt. In Afghanistan ging es vorwiegend um die Bereitstellung von Trinkwasser-Reserven in Dürreperioden und in besonders heißen Sommern.

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