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== Die Trümmerfrauen==
 
== Die Trümmerfrauen==
Mit [[15. Oktober]] [[1944]] begannen die Bombenangriffe auf die Stadt Salzburg. Die Männer waren im Krieg, die Last in Heimat trugen die Frauen. Der erste Angriff traf das [[Elisabeth-Vorstadt|Bahnhofsviertel]] und [[Itzling]], wo nur mehr Trümmerfelder übrig blieben. Auch das [[Kaiviertel]], [[Lehen]] und [[Gnigl]] wurden schwer getroffen. Tausende standen vor den Ruinen ihrer Häuser.  
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Mit [[15. Oktober]] [[1944]] begannen die Bombenangriffe auf die Stadt Salzburg. Die Männer waren im Krieg, die Last in der Heimat trugen die Frauen. Der erste Angriff traf das [[Elisabeth-Vorstadt|Bahnhofsviertel]] und [[Itzling]], wo nur mehr Trümmerfelder übrig blieben. Auch das [[Kaiviertel]], [[Lehen]] und [[Gnigl]] wurden schwer getroffen. Tausende standen vor den Ruinen ihrer Häuser.  
    
Es war die Stunde der Trümmerfrauen. Sie wühlten mit bloßen Händen im Schutt nach Habseligkeitn und noch brauchbaren Ziegeln mit denen sie in Hauswänden Löcher stopften. Mit geborgenen Brettern vernagelten sie kaputte Fenster und machten beschädigte Wohnungen wieder bewohnbar. Noch vor Kriegsende mussten Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter des [[Nationalsozialismus|Nazi-Regimes]] die Schuttberge wegschaufeln.
 
Es war die Stunde der Trümmerfrauen. Sie wühlten mit bloßen Händen im Schutt nach Habseligkeitn und noch brauchbaren Ziegeln mit denen sie in Hauswänden Löcher stopften. Mit geborgenen Brettern vernagelten sie kaputte Fenster und machten beschädigte Wohnungen wieder bewohnbar. Noch vor Kriegsende mussten Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter des [[Nationalsozialismus|Nazi-Regimes]] die Schuttberge wegschaufeln.
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Doch nicht nur mit Aufräum- und Reparturarbeiten waren die Trümmerfrauen beschäftigt. Sie betreuten Kinder und alte Menschen, denen sie mit den wenigen vorhandenen Lebensmitteln eine Essen zubereiteten. Bei Fliegeralarm rannten sie mit Kindern und Notgepäck in die Luftschutzstollen. Bei Brennholzausgaben standen sie in langen Schlangen an, stets ihr Leiterwagerl dabei habend und waren natürlich in Sorge um Ehemann und Kinder, die an den Fronten kämpften. Vielen Frauen waren damals froh, wenn sie keine Post erhielten. Denn diese enthielt nur zu oft die Nachricht, dass der Mann, Vater oder Sohn "''für [[Adolf Hitler|Führer]], Volk und Reich''" gefallen sei. Traf dann doch eine solche Nachricht ein, dann verlangte das Regime "''stolze Trauer''".  
 
Doch nicht nur mit Aufräum- und Reparturarbeiten waren die Trümmerfrauen beschäftigt. Sie betreuten Kinder und alte Menschen, denen sie mit den wenigen vorhandenen Lebensmitteln eine Essen zubereiteten. Bei Fliegeralarm rannten sie mit Kindern und Notgepäck in die Luftschutzstollen. Bei Brennholzausgaben standen sie in langen Schlangen an, stets ihr Leiterwagerl dabei habend und waren natürlich in Sorge um Ehemann und Kinder, die an den Fronten kämpften. Vielen Frauen waren damals froh, wenn sie keine Post erhielten. Denn diese enthielt nur zu oft die Nachricht, dass der Mann, Vater oder Sohn "''für [[Adolf Hitler|Führer]], Volk und Reich''" gefallen sei. Traf dann doch eine solche Nachricht ein, dann verlangte das Regime "''stolze Trauer''".  
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Während man in vielen deutschen Städten den Trümmerfrauen ein Denkmal setzte, fehlt ein solches in der Stadt Salzburg.
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Während man in vielen deutschen Städten den Trümmerfrauen ein Denkmal setzte, fehlt ein solches in der Stadt Salzburg.
    
== Quelle ==
 
== Quelle ==
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