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| | === Medizinischer Hinweis === | | === Medizinischer Hinweis === |
| − | Dieser Artikel behandelt ein ''Gesundheitsthema''. Er dient nicht der ''Selbstdiagnose'' und ersetzt keine ''Arztdiagnose''. <br /> Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten! | + | Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. <br /> Bitte hierzu diese [[Hinweise zu Gesundheitsthemen]] beachten! |
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| − | === natürliche ortsgebundene Heilvorkommen === | + | === Natürliche ortsgebundene Heilvorkommen === |
| − | Der (Rechts-)Begriff des natürlichen ortsgebundenen Heilvorkommen ist im österreichischen Bundesgesetz über Krankenanstalten und Kuranstalten, StF: BGBl. Nr. 1/1957 idgF definiert. <ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010285 vgl. KaKuG § 42a (2) und § 2 (2) lit.c) e contrario]</ref> Im Landesrecht der österreichischen Bundesländer wird der (Rechts-)Begriff, sowie die Voraussetzungen für eine Anerkennung als natürliches ortsgebundenes Heilvorkommen näher ausgeführt, zB § 1 ff u. § 8 Salzburger Heilvorkommen- und Kurortgesetz, StF: LGBl Nr 101/1997 (WV) idgF, sowie Anhang 1, 2 und 3 dieses Gesetzes. | + | Der (Rechts-)Begriff des natürlichen ortsgebundenen Heilvorkommen ist im österreichischen Bundesgesetz über [[Krankenanstalt]]en und [[Kuranstalt]]en, StF: BGBl. Nr. 1/1957 idgF definiert. <ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010285 vgl. KaKuG § 42a (2) und § 2 (2) lit.c) e contrario]</ref> Im Landesrecht der österreichischen Bundesländer wird der (Rechts-)Begriff, sowie die Voraussetzungen für eine Anerkennung als natürliches ortsgebundenes Heilvorkommen näher ausgeführt, zB § 1 ff u. § 8 Salzburger Heilvorkommen- und Kurortgesetz, StF: LGBl Nr 101/1997 (WV) idgF, sowie Anhang 1, 2 und 3 dieses Gesetzes.<ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10001039 Salzburger Heilvorkommen- und Kurortge-setz(S.HVK)]</ref> |
| − | <ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10001039 Salzburger Heilvorkommen- und Kurortge-setz(S.HVK)]</ref> | |
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| − | Eine Liste der in Österreich anerkannten, natürlichen ortsgebunden Heilvorkommen hat der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) - erstmals seit 28 Jahren - aktualisiert und neu veröffentlicht unter wissenschaftlicher Leitung von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl. <ref>[http://www.kurfibel.at/heilvorkommen/aufzählung-der-ortsgebundenen-heilvorkommen.html www.kurfibel.at/ortsgebundene Heilvorkommen in Österreich]</ref> | + | Eine Liste der in Österreich anerkannten, natürlichen ortsgebunden Heilvorkommen hat der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) - erstmals seit 28 Jahren (Stand 2015) - aktualisiert und neu veröffentlicht unter wissenschaftlicher Leitung von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl.<ref>[http://www.kurfibel.at/heilvorkommen/aufzählung-der-ortsgebundenen-heilvorkommen.html www.kurfibel.at/ortsgebundene Heilvorkommen in Österreich]</ref> |
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| − | In Bad Gastein besteht das natürliche ortsgebundene [[Heilvorkommen]] aus dem natürlich schwach mineralisierten und von Natur aus heißen [[Wasser]] (= [[Thermalwasser]]). Das Thermalwasser tritt mit ca. 46 Grad Celsius aus 17 gefassten Quellen am Fuße des [[Badberg]]es aus. Insgesamt gibt es 44 Quellen. Im Thermalwasser ist zusätzlich das ''schwach radioaktive'' Edelgas Radon-222 <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref> <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon-Zerfallsprodukte de.wikipedia.org/ Radon-Zerfallsprodukte/Radon-222]</ref> gelöst. <ref>[http://www.gastein.com/de/thermen-gesundheit/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser http://www.gastein.com/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser]</ref> <br /> Für Badekuren verwendet man Thermalwasser mit einem Radongehalt von mehr als 370 Bq/kg. | + | In [[Bad Gastein]] besteht das natürliche ortsgebundene [[Heilvorkommen]] aus dem natürlich schwach mineralisierten und von Natur aus heißen [[Wasser]] (= [[Thermalwasser]]). Das Thermalwasser tritt mit ca. 46° Grad Celsius aus 17 gefassten Quellen am Fuße des [[Badberg]]es aus. Insgesamt gibt es 44 Quellen. Im Thermalwasser ist zusätzlich das schwach radioaktive Edelgas Radon-222<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref> <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon-Zerfallsprodukte de.wikipedia.org/ Radon-Zerfallsprodukte/Radon-222]</ref> gelöst. <ref>[http://www.gastein.com/de/thermen-gesundheit/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser http://www.gastein.com/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser]</ref> <br />Für Badekuren verwendet man Thermalwasser mit einem Radongehalt von mehr als 370 Bq/kg. |
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| − | Das Element Radon ist erst seit etwa [[1923]] als solches bekannt. Zuvor, um [[1900]] wurde die Radium-Emanation entdeckt. [[1908]] wurde erstmals eine ausreichende Menge als Gas isoliert und seine Dichte bestimmt. Etwa ab [[1930]] wurden die Wirkungen des Elementes Radon näher erforscht. | + | Das Element Radon ist erst seit etwa [[1923]] als solches bekannt. Zuvor, um [[1900]] wurde die Radium-Emanation entdeckt. [[1908]] wurde erstmals eine ausreichende Menge als Gas isoliert und seine Dichte bestimmt. Etwa ab [[1930]] wurden die Wirkungen des Elementes Radon näher erforscht. |
| − | Das „heilende Baden“ hat historisch in Bad Gastein eine lange Tradition. Ein Bad '' in der Gastein '' wird erstmals 1350 erwähnt und ist ein regulärer Badebetrieb ist seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nach [[Fritz Gruber]] nachweisbar. | + | |
| | + | Das „heilende Baden“ hat historisch in Bad Gastein eine lange Tradition. Ein Bad ''in der Gastein'' wird erstmals [[1350]] erwähnt und ist ein regulärer Badebetrieb ist seit der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s nach [[Fritz Gruber]] nachweisbar. |
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| − | Eine Kur kann von Gesunden und Kranken angewendet werden. Im [[Fremdenverkehr]] spielen Kuren eine nicht unbedeutende Rolle. | + | Eine Kur kann von Gesunden und Kranken angewendet werden. Im [[Fremdenverkehr]] spielen [[Kur]]en eine nicht unbedeutende Rolle. |
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| − | Bad Gastein ist ein sogenannter Real-Kurort, d.h. er ist bereits allgemein als Heilbad und Kurort angesehen worden, bevor Gesetze die Voraussetzungen dazu reglementierten. Das gleiche gilt für die Quellen, die sogenannte Real-Heilquellen sind. Die Quellen und ihre Nutzung werden jedoch durch die Behörden regelmäßig wasserhygienisch überwacht. | + | Bad Gastein ist ein sogenannter Real-Kurort, d. h. er ist bereits allgemein als Heilbad und Kurort angesehen worden, bevor Gesetze die Voraussetzungen dazu reglementierten. Das gleiche gilt für die Quellen, die sogenannte Real-Heilquellen sind. Die Quellen und ihre Nutzung werden jedoch durch die Behörden regelmäßig wasserhygienisch überwacht. |
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| | === Ärztliche Anordnung und Aufsicht=== | | === Ärztliche Anordnung und Aufsicht=== |
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| | In dem der gesamte Körper im Thermalwasser versenkt oder soweit untergetaucht wird, dass nur mehr der Kopf heraus sieht, wird über die Haut und den Körper eine maximale Kontaktoberfläche zum ortsgebundenen Kurmittel, dem wirksam heilenden ''agens'', hergestellt. Dazu kommt, dass Radon sehr flüchtig ist. Es hat ein höheres spezifisches Gewicht als die Luft. Daher sammelt sich das Radon in hoher Konzentration über der Wasseroberfläche an. Es entweicht rasch aus dem Thermalwasser und ist nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche in der dort wabernden Dunstglocke im Wasserdampf gefangen, bevor es entweder zerfällt oder rasch nach oben entweicht. In dem Kopf und Nase zusätzlich genau in diese Dunstglocke hinein gehalten werden, kann das natürliche Edelgas Radon zusammen mit der Atemluft in die Lungen eingeatmet werden. Dort geht es zum Teil in den Blutkreislauf über. Vice-versa wird es über die Atmung wieder ausgeschieden. Nach ungefähr 3 Stunden ist das natürliche Edelgas Radon jedenfalls vollständig abgebaut. | | In dem der gesamte Körper im Thermalwasser versenkt oder soweit untergetaucht wird, dass nur mehr der Kopf heraus sieht, wird über die Haut und den Körper eine maximale Kontaktoberfläche zum ortsgebundenen Kurmittel, dem wirksam heilenden ''agens'', hergestellt. Dazu kommt, dass Radon sehr flüchtig ist. Es hat ein höheres spezifisches Gewicht als die Luft. Daher sammelt sich das Radon in hoher Konzentration über der Wasseroberfläche an. Es entweicht rasch aus dem Thermalwasser und ist nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche in der dort wabernden Dunstglocke im Wasserdampf gefangen, bevor es entweder zerfällt oder rasch nach oben entweicht. In dem Kopf und Nase zusätzlich genau in diese Dunstglocke hinein gehalten werden, kann das natürliche Edelgas Radon zusammen mit der Atemluft in die Lungen eingeatmet werden. Dort geht es zum Teil in den Blutkreislauf über. Vice-versa wird es über die Atmung wieder ausgeschieden. Nach ungefähr 3 Stunden ist das natürliche Edelgas Radon jedenfalls vollständig abgebaut. |
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| − | === medizinische und physiologische Wirkungen === | + | === Medizinische und physiologische Wirkungen === |
| | Die biologische Halbwertzeit von Radon-222 beträgt nur 15 bis 20 Minuten. Die physikalische Halbwertszeit von Radon-222 ist etwa 3 bis 4 Stunden. <br /> | | Die biologische Halbwertzeit von Radon-222 beträgt nur 15 bis 20 Minuten. Die physikalische Halbwertszeit von Radon-222 ist etwa 3 bis 4 Stunden. <br /> |
| − | In den menschlichen Körper gelangt Radon-222 über die Haut und die Atmung (Lunge). Radon-222 ist ein Alphastrahler und wirkt direkt auf die Zellen, das Bindegewebe, die Muskeln und Knorpeln ein und es stimuliert die Zellen zur Ausschüttung von entzündungshemmenden Zytokinen. <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Zytokin de.wikipedia.org/ Zytokin]</ref> <br /> | + | In den menschlichen Körper gelangt Radon-222 über die Haut und die Atmung (Lunge). Radon-222 ist ein Alphastrahler und wirkt direkt auf die Zellen, das Bindegewebe, die Muskeln und Knorpeln ein und es stimuliert die Zellen zur Ausschüttung von entzündungshemmenden Zytokinen.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Zytokin de.wikipedia.org/ Zytokin]</ref> <br /> |
| | Wärme bzw. Hyperthermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperthermie de.wikipedia.org/ Hyperthermie]</ref> sind wichtige Verstärkungsfaktoren. Sie stimulieren den Kreislauf und steigern die Durchblutung. Durch Hyperventilation <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperventilation de.wikipedia.org/ Hyperventilation]</ref> kommt es sogar zu vermehrter Radonaufnahme. <br /> | | Wärme bzw. Hyperthermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperthermie de.wikipedia.org/ Hyperthermie]</ref> sind wichtige Verstärkungsfaktoren. Sie stimulieren den Kreislauf und steigern die Durchblutung. Durch Hyperventilation <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperventilation de.wikipedia.org/ Hyperventilation]</ref> kommt es sogar zu vermehrter Radonaufnahme. <br /> |
| | Das gesundheitsförderliche Durchwärmen des Körpers und die gezielte Überwärmung des Körpers auf 38 Grad Celsius und mehr (= Therapeutische Hyperthermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische Hyperthermie de.wikipedia.org/ Therapeutische Hyperthermie]</ref> ) führt dazu, dass das Radon-222 in den tieferen Schichten des menschlichen Körpers verstärkt, insbesondere auf Muskulatur und Skelett, einwirken kann. <br /> | | Das gesundheitsförderliche Durchwärmen des Körpers und die gezielte Überwärmung des Körpers auf 38 Grad Celsius und mehr (= Therapeutische Hyperthermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische Hyperthermie de.wikipedia.org/ Therapeutische Hyperthermie]</ref> ) führt dazu, dass das Radon-222 in den tieferen Schichten des menschlichen Körpers verstärkt, insbesondere auf Muskulatur und Skelett, einwirken kann. <br /> |
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| | == Behandlungen und Therapien == | | == Behandlungen und Therapien == |
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| − | Die Kurmittel der ''' '' Gasteiner Kur '' ''' sind durch Dr. med. univ. | + | Die Kurmittel der Gasteiner Kur sind durch Dr. med. univ. [[Hermann Greinwald]] , aaO, ausführlich beschrieben. |
| − | [[Hermann Greinwald]] , aaO, ausführlich beschrieben. <br /> | |
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| | Die Gasteiner Kur kennt folgende wesentliche Behandlungen und Therapien: | | Die Gasteiner Kur kennt folgende wesentliche Behandlungen und Therapien: |
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| | : '''Intensiv''' wirkende Kurmittel sind: | | : '''Intensiv''' wirkende Kurmittel sind: |
| | * Radon-Thermalbad (Sitzbad) | | * Radon-Thermalbad (Sitzbad) |
| − | * Einfahrt in den [[Gasteiner Heilstollen]] ( „Heilstollen-Therapie“ ) <ref>[http://www.gasteiner-heilstollen.com/de/heilstollen-therapie.html Gasteiner-heilstollen / Heilstollen-Therapie]</ref> | + | * Einfahrt in den [[Gasteiner Heilstollen]] ( „Heilstollen-Therapie“ )<ref>[http://www.gasteiner-heilstollen.com/de/heilstollen-therapie.html Gasteiner-heilstollen / Heilstollen-Therapie]</ref> |
| | * Unterwassertherapie (mit Einzel- oder Gruppengymnastik, mit Druckstrahlmassage) | | * Unterwassertherapie (mit Einzel- oder Gruppengymnastik, mit Druckstrahlmassage) |
| | * Dunstbad | | * Dunstbad |
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| | : '''Mild''' wirkende, zusätzliche Kurmittel sind: | | : '''Mild''' wirkende, zusätzliche Kurmittel sind: |
| | * Terrainkur | | * Terrainkur |
| − | * Thermalbewegungsbad im ''radonfreien'' Thermalwasser (Thermal-Schwimmbad) | + | * Thermalbewegungsbad im radonfreien Thermalwasser (Thermal-Schwimmbad) |
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| | : '''Lokal''' wirkende, zusätzlich angewandte Kurmittel sind: | | : '''Lokal''' wirkende, zusätzlich angewandte Kurmittel sind: |
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| | == Indikationen == | | == Indikationen == |
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| − | Für die Gasteiner Kur sind folgende Indikationen anerkannt: | + | Für die Gasteiner Kur sind folgende Indikationen anerkannt<ref>[http://www.gastein.com/de/thermen-gesundheit/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-indikationsliste www.gastein.com/ gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-indikationsliste]</ref><ref>[http://www.badehospiz.at/indikationen.html webseite: Kurtherme Ba-dehospiz]</ref>: <br /> |
| − | <ref>[http://www.gastein.com/de/thermen-gesundheit/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-indikationsliste www.gastein.com/ gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-indikationsliste]</ref> | |
| − | <ref>[http://www.badehospiz.at/indikationen.html webseite: Kurtherme Ba-dehospiz]</ref> <br /> | |
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| | === Erkrankungen des Bewegungsapparates === | | === Erkrankungen des Bewegungsapparates === |
| | : chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen: | | : chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen: |
| | * Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) bzw. Spondylarthropathien <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Spondylitis ankylosans de.wikipedia.org/ Spondylitis ankylosans]</ref> | | * Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) bzw. Spondylarthropathien <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Spondylitis ankylosans de.wikipedia.org/ Spondylitis ankylosans]</ref> |
| − | * Arthritis psoriatica <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthritis psoriatica de.wikipedia.org/ Arthritis psoriatica]</ref> | + | * Arthritis psoriatica<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthritis psoriatica de.wikipedia.org/ Arthritis psoriatica]</ref> |
| | * Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheumatoide Arthritis de.wikipedia.org/ Rheumatoide Arthritis]</ref> | | * Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheumatoide Arthritis de.wikipedia.org/ Rheumatoide Arthritis]</ref> |
| − | * Fibromyalgie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie de.wikipedia.org/ Fibromyalgie]</ref> | + | * Fibromyalgie<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie de.wikipedia.org/ Fibromyalgie]</ref> |
| | * Weichteilrheumatismus | | * Weichteilrheumatismus |
| | : degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule: | | : degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule: |
| − | * Arthrosen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthrose de.wikipedia.org/ Arthrose]</ref> und Polyarthrosen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Polyarthrose de.wikipedia.org/ Polyarthrose]</ref> | + | * Arthrosen<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthrose de.wikipedia.org/ Arthrose]</ref> und Polyarthrosen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Polyarthrose de.wikipedia.org/ Polyarthrose]</ref> |
| | * Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen | | * Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen |
| − | * Degenerative Diskopathie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Diskopathie de.wikipedia.org/ Diskopathie]</ref> (Bandscheibenschaden) | + | * Degenerative Diskopathie<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Diskopathie de.wikipedia.org/ Diskopathie]</ref> (Bandscheibenschaden) |
| − | * Polyneuropathien <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Polyneuropathie de.wikipedia.org/ Polyneuropathie]</ref> | + | * Polyneuropathien<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Polyneuropathie de.wikipedia.org/ Polyneuropathie]</ref> |
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| | === Erkrankungen der Atemwege === | | === Erkrankungen der Atemwege === |
| − | * Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Chronisch obstruktive Lungenerkrankung de.wikipedia.org/ Chronisch obstruktive Lungenerkrankung]</ref> | + | * Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Chronisch obstruktive Lungenerkrankung de.wikipedia.org/ Chronisch obstruktive Lungenerkrankung]</ref> |
| − | * Asthma bronchiale <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Asthma de.wikipedia.org/ Asthma]</ref> | + | * Asthma bronchiale<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Asthma de.wikipedia.org/ Asthma]</ref> |
| − | * Heuschnupfen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heuschnupfen de.wikipedia.org/ Heuschnupfen]</ref> | + | * Heuschnupfen<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heuschnupfen de.wikipedia.org/ Heuschnupfen]</ref> |
| − | * Chronische Sinusitis <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Sinusitis de.wikipedia.org/ Sinusitis]</ref> | + | * Chronische Sinusitis<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Sinusitis de.wikipedia.org/ Sinusitis]</ref> |
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| | === Erkrankungen der Haut === | | === Erkrankungen der Haut === |
| | * Verzögerte Wundheilung | | * Verzögerte Wundheilung |
| − | * Ulcus cruris <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ulcus_cruris de.wikipedia.org/ Ulcus cruris]</ref> | + | * Ulcus cruris<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ulcus_cruris de.wikipedia.org/ Ulcus cruris]</ref> |
| − | * Neurodermitis <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodermitis de.wikipedia.org/ Neurodermitis]</ref> | + | * Neurodermitis<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodermitis de.wikipedia.org/ Neurodermitis]</ref> |
| − | * Psoriasis vulgaris <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Psoriasis de.wikipedia.org/ Psoriasis]</ref> | + | * Psoriasis vulgaris<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Psoriasis de.wikipedia.org/ Psoriasis]</ref> |
| − | * Sklerodermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Sklerodermie de.wikipedia.org/ Sklerodermie]</ref> | + | * Sklerodermie<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Sklerodermie de.wikipedia.org/ Sklerodermie]</ref> |
| | * Periphere Durchblutungsstörungen leichten Grades <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Durchblutungsstörung de.wikipedia.org/ Durchblutungsstörung]</ref> | | * Periphere Durchblutungsstörungen leichten Grades <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Durchblutungsstörung de.wikipedia.org/ Durchblutungsstörung]</ref> |
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| | == Kontraindikation == | | == Kontraindikation == |
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| − | Die Kontraindikation <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Kontraindikation de.wikipedia.org/ Kontraindikation]</ref> oder Gegenanzeige ist ein Umstand, der die Anwendung eines diagnostischen oder therapeutischen Verfahrens bei an sich gegebener Indikation in jedem Fall verbietet oder nur unter strenger Abwägung sich dadurch ergebender Risiken zulässt. <br /> | + | Die Kontraindikation<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Kontraindikation de.wikipedia.org/ Kontraindikation]</ref> oder Gegenanzeige ist ein Umstand, der die Anwendung eines diagnostischen oder therapeutischen Verfahrens bei an sich gegebener Indikation in jedem Fall verbietet oder nur unter strenger Abwägung sich dadurch ergebender Risiken zulässt.<br /> |
| | Für die Anwendungen der Gasteiner Kur sind folgende Kontraindikationen bekannt: | | Für die Anwendungen der Gasteiner Kur sind folgende Kontraindikationen bekannt: |
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| − | * Akute Infekte und Infektionskrankheiten <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Infektionskrankheit de.wikipedia.org/ Infektionskrankheit]</ref> | + | * Akute Infekte und Infektionskrankheiten<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Infektionskrankheit de.wikipedia.org/ Infektionskrankheit]</ref> |
| − | * Krankheitszustände mit schweren Funktionseinschränkungen verschiedener Organsysteme <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Organsystem de.wikipedia.org/ Organsystem]</ref> (Herz-. Leber-, Nieren insuffizienz) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/insuffizienz de.wikipedia.org/ insuffizienz]</ref> | + | * Krankheitszustände mit schweren Funktionseinschränkungen verschiedener Organsysteme<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Organsystem de.wikipedia.org/ Organsystem]</ref> (Herz-. Leber-, Nieren insuffizienz) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/insuffizienz de.wikipedia.org/ insuffizienz]</ref> |
| − | * Akute Psychose <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Psychose de.wikipedia.org/ Psychose]</ref> | + | * Akute Psychose<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Psychose de.wikipedia.org/ Psychose]</ref> |
| − | * aktive Krebserkrankung (Rücksprache mit dem behandelnden Arzt) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Krebserkrankung de.wikipedia.org/ Krebserkrankung]</ref> | + | * aktive Krebserkrankung (Rücksprache mit dem behandelnden Arzt)<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Krebserkrankung de.wikipedia.org/ Krebserkrankung]</ref> |
| − | * Schwangerschaft <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaft de.wikipedia.org/ Schwangerschaft]</ref> | + | * Schwangerschaft<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaft de.wikipedia.org/ Schwangerschaft]</ref> |
| − | * unbehandelte Überfunktion der Schilddrüse Hyperthyreose <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperthyreose de.wikipedia.org/ Hyperthyreose]</ref> | + | * unbehandelte Überfunktion der Schilddrüse Hyperthyreose<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperthyreose de.wikipedia.org/ Hyperthyreose]</ref> |
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| | == Grundlagen == | | == Grundlagen == |
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| − | Mit der '' '' Gasteiner Kur '' '' und ihren Grundlagen haben sich zahlreiche namhafte Personen und Institutionen befasst, Untersuchungen dazu angestellt, Forschung darüber betrieben und ihre Erkenntnisse immer wieder veröffentlicht. Speziell auf dem Gebiet der Medizin, der Naturwissenschaften und Geologie wurden eine erhebliche Anzahl an wissenschaftlichen Studien und Forschungsprojekten durchgeführt. <br /> | + | Mit der Gasteiner Kur und ihren Grundlagen haben sich zahlreiche namhafte Personen und Institutionen befasst, Untersuchungen dazu angestellt, Forschung darüber betrieben und ihre Erkenntnisse immer wieder veröffentlicht. Speziell auf dem Gebiet der Medizin, der Naturwissenschaften und Geologie wurden eine erhebliche Anzahl an wissenschaftlichen Studien und Forschungsprojekten durchgeführt. <br /> |
| | Für interessierte Leser und für Experten wird hier erstmals eine Zusammenschau über alle bekannten und auch verfügbaren Quellen geboten. | | Für interessierte Leser und für Experten wird hier erstmals eine Zusammenschau über alle bekannten und auch verfügbaren Quellen geboten. |
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| | === Forschungsinstitut Gastein Tauernregion === | | === Forschungsinstitut Gastein Tauernregion === |
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| − | Das Forschungsinstitut Gastein Tauernregion wurde 1936 gegründet. Seither befasste es sich mit der Erforschung der Radon-Thermalquellen und war die institutionelle Drehscheibe für viele im Einzelnen bedeutende Aktivitäten von engagierten Persönlichkeiten, namhaften Institutionen in Bad Gastein und Bad Hofgastein und die Kooperation mit namhaften Institutionen in ganz Österreich. 2006 wurde es als Forschungsinstitut Gastein (FOI) dem Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg angegliedert. <br /> | + | Das [[Forschungsinstitut Gastein Tauernregion]] wurde [[1936]] gegründet. Seither befasste es sich mit der Erforschung der Radon-Thermalquellen und war die institutionelle Drehscheibe für viele im Einzelnen bedeutende Aktivitäten von engagierten Persönlichkeiten, namhaften Institutionen in Bad Gastein und Bad Hofgastein und die Kooperation mit namhaften Institutionen in ganz Österreich. 2006 wurde es als Forschungsinstitut Gastein (FOI) dem Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg angegliedert. |
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| | 1936 forschte Dr. von Wikullil, Chefarzt im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] über Therapieerfolge mit dem Senkbad. Er führte ähnliche Studien durch, die schon Dr. Ludwig Wick, Arzt im Badehospiz, zwischen 1900 und 1920 durchgeführt hatte. <br /> | | 1936 forschte Dr. von Wikullil, Chefarzt im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] über Therapieerfolge mit dem Senkbad. Er führte ähnliche Studien durch, die schon Dr. Ludwig Wick, Arzt im Badehospiz, zwischen 1900 und 1920 durchgeführt hatte. <br /> |
| − | In den 1950er und 1960er war Univ. Prof. Dr. [[Ferdinand Schleminzky]] der Leiter im Forschungsinstitut. Ab 1952 fanden in der neu errichteten Unterwassertherapiestation im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] medizinisch-wissenschaftliche Studien in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck unter Leitung von Dr. Halhuber, Dr. Inama und Dr. Günther statt. <br /> | + | In den [[1950er]] und [[1960er]] war Univ. Prof. Dr. [[Ferdinand Schleminzky]] der Leiter im Forschungsinstitut. Ab 1952 fanden in der neu errichteten Unterwassertherapiestation im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] medizinisch-wissenschaftliche Studien in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck unter Leitung von Dr. Halhuber, Dr. Inama und Dr. Günther statt. <br /> |
| − | 1970 wurde eine Kooperation mit dem Forschungszentrum Seibersdorf (heute: Austrian Institute of Technology <ref>[http://www.ait.ac.at/ offizielle Homepage /Austrian Institute of Technology]</ref> ) eingegangen und spezielle Studien und Forschungen zur Wirkung der alpha-Strahlung im Radon bis 1980 durchgeführt. Zuletzt wurde auch der spezielle Einfluss der Höhenlage erforscht. <br /> | + | 1970 wurde eine Kooperation mit dem Forschungszentrum Seibersdorf (heute: Austrian Institute of Technology<ref>[http://www.ait.ac.at/ offizielle Homepage /Austrian Institute of Technology]</ref> ) eingegangen und spezielle Studien und Forschungen zur Wirkung der alpha-Strahlung im Radon bis 1980 durchgeführt. Zuletzt wurde auch der spezielle Einfluss der Höhenlage erforscht. <br /> |
| | 1978 erklärten Univ. Prof. Dr. Braunsteiner und Univ. Prof. Dr. Robert Günther, dass die erste Phase Forschungen über die medizinischen Wirkungen der Gasteiner Kur abgeschlossen sind. Die medizinischen Erfolge der Gasteiner Kur am Kurpatienten gelten seither als wissenschaftlich nachgewiesen. <br /> | | 1978 erklärten Univ. Prof. Dr. Braunsteiner und Univ. Prof. Dr. Robert Günther, dass die erste Phase Forschungen über die medizinischen Wirkungen der Gasteiner Kur abgeschlossen sind. Die medizinischen Erfolge der Gasteiner Kur am Kurpatienten gelten seither als wissenschaftlich nachgewiesen. <br /> |
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| − | 1978 wurde eine Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann-Institut <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanusch-Krankenhaus offizielle Homepage /Ferdinand Hanusch-Krankenhaus/ Ludwig Boltzmann-Institut für Leukämieforschung]</ref> | + | 1978 wurde eine Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann-Institut<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanusch-Krankenhaus offizielle Homepage /Ferdinand Hanusch-Krankenhaus/ Ludwig Boltzmann-Institut für Leukämieforschung]</ref> |
| | eingegangen. Die Forschungen wurden auf die angewandte Bäderkunde, sowie die Klimaheilkunde erweitert und dieser in Richtung fortgesetzt. <br /> | | eingegangen. Die Forschungen wurden auf die angewandte Bäderkunde, sowie die Klimaheilkunde erweitert und dieser in Richtung fortgesetzt. <br /> |
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| | Über das Forschungsinstitut Gastein Tauernregion sind etwa 500 wissenschaftliche Beiträge in medizinischen Fachzeitschriften dokumentiert. | | Über das Forschungsinstitut Gastein Tauernregion sind etwa 500 wissenschaftliche Beiträge in medizinischen Fachzeitschriften dokumentiert. |
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| − | Das Edelgas Radon, dem lange Zeit eine Krebs erregende Wirkung nachgesagt wurde, ist das '' geeignete Mittel '' im Kampf gegen Schmerzen und zur Schmerzlinderung, das Beheben von funktioniellen Bewegungseinschränkungen und einer Verminderung des Medikamentenverbrauches, meinte Univ. Prof. Dr. [[Peter Deetjen]], emeritierter Vorstand des Physiologischen Instituts der Universität Innsbruck und Leiter des Forschungsinstituts Gastein Tauernregion, anlässlich des 12. Gasteiner Symposium, Morbus Bechterew, vom 23. – 25. September 2004. <ref >[http://www.gasteiner-heilstollen.com/pdf/einl_morbus.pdf Morbus Bechterew Symposium, Bad Gastein 2004]</ref> | + | Das Edelgas Radon, dem lange Zeit eine Krebs erregende Wirkung nachgesagt wurde, ist das '' geeignete Mittel '' im Kampf gegen Schmerzen und zur Schmerzlinderung, das Beheben von funktioniellen Bewegungseinschränkungen und einer Verminderung des Medikamentenverbrauches, meinte Univ. Prof. Dr. [[Peter Deetjen]], emeritierter Vorstand des Physiologischen Instituts der Universität Innsbruck und Leiter des Forschungsinstituts Gastein Tauernregion, anlässlich des 12. [[Gasteiner Symposium]], Morbus Bechterew, vom 23. bis 25. September 2004.<ref >[http://www.gasteiner-heilstollen.com/pdf/einl_morbus.pdf Morbus Bechterew Symposium, Bad Gastein 2004]</ref> |
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| | === Dr. Hermann Greinwald === | | === Dr. Hermann Greinwald === |
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| | Medizinalrat Dr. med. univ. [[Hermann Greinwald]] (* [[21. Jänner]] [[1927]] in [[Bad Gastein]]; † [[25. Dezember]] [[1990]] ebenda) war Arzt für Allgemeinmedizin (Praktischer Arzt), Kurarzt, Bergrettungsarzt und Sprengelarzt in [[Bad Gastein]]. <br /> | | Medizinalrat Dr. med. univ. [[Hermann Greinwald]] (* [[21. Jänner]] [[1927]] in [[Bad Gastein]]; † [[25. Dezember]] [[1990]] ebenda) war Arzt für Allgemeinmedizin (Praktischer Arzt), Kurarzt, Bergrettungsarzt und Sprengelarzt in [[Bad Gastein]]. <br /> |
| | : ''medizinische Schriften und Bücher'' : | | : ''medizinische Schriften und Bücher'' : |
| − | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Ulcus cruris''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | + | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Ulcus cruris''' von Dr. Hermann Greinwald, |
| − | : 1966 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Phlebologie de.wikipedia.org/ Phlebologie]</ref> | + | : 1966 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Phlebologie de.wikipedia.org/ Phlebologie]</ref> |
| | , Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | | , Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| − | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur das '''postthrombotische Syndrom''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | + | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur das '''postthrombotische Syndrom''' von Dr. Hermann Greinwald, |
| | : 1967 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | | : 1967 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| − | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Varicosis''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | + | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Varicosis''' von Dr. Hermann Greinwald, |
| | : 1969 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | | : 1969 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| − | * Phlebologische Probleme bei '''Skiverletzungen''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | + | * Phlebologische Probleme bei '''Skiverletzungen''' von Dr. Hermann Greinwald, |
| | : 1971 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | | : 1971 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| − | * ''' Ärztliche Ratschläge für den Gasteiner Kurgast ''', von Dr. [[Hermann Greinwald]], undatiert | + | * ''' Ärztliche Ratschläge für den Gasteiner Kurgast ''', von Dr. Hermann Greinwald, undatiert |
| − | : Sonderdruck aus dem Badgasteiner Badeblatt, Verlag der Kurverwaltung Badgastein, 44 Seiten, | + | : Sonderdruck aus dem [[Bad Gasteiner Badeblätter]], Verlag der Kurverwaltung Badgastein, 44 Seiten, |
| | : 1969 erstmals veröffentlicht als Badgasteiner Badeblatt Nr. 6, 8, 15, 20, 22, 24 und 38. | | : 1969 erstmals veröffentlicht als Badgasteiner Badeblatt Nr. 6, 8, 15, 20, 22, 24 und 38. |
| − | * ''' Die Gasteiner Kur ''' — Ein Ratgeber für Gesunde und Kranke, von Dr. [[Hermann Greinwald]], undatiert, (Anmerkung: handschriftlich: ca. 1986), Verlag der Interessengemeinschaft Gasteinertal, 78 Seiten | + | * ''' Die Gasteiner Kur ''' — Ein Ratgeber für Gesunde und Kranke, von Dr. Hermann Greinwald, undatiert, (Anmerkung: handschriftlich: ca. 1986), Verlag der Interessengemeinschaft Gasteinertal, 78 Seiten |
| − | * ''' Die Gasteiner Kur ''' — Therme und [[Gasteiner Heilstollen | Heilstollen]] — Ein Ratgeber für Heilungssuchende und Gesunde , von Dr. [[Hermann Greinwald]], 1986, Verlag Dr. Maria Krauth, Badgastein. | + | * ''' Die Gasteiner Kur ''' — Therme und [[Gasteiner Heilstollen | Heilstollen]] — Ein Ratgeber für Heilungssuchende und Gesunde , von Dr. Hermann Greinwald, 1986, Verlag Dr. Maria Krauth, Badgastein. |
| − | * ''' Die Gasteiner Kur ''' — Therme und [[Gasteiner Heilstollen | Heilstollen]] — Ein Ratgeber für Heilungssuchende und Gesunde, von Dr. [[Hermann Greinwald]], 2004, 2. Auflage (Nachdruck), Verlag Bernhard Feichter, Badgastein, 136 Seiten | + | * ''' Die Gasteiner Kur ''' — Therme und Heilstollen — Ein Ratgeber für Heilungssuchende und Gesunde, von Dr. Hermann Greinwald, 2004, 2. Auflage (Nachdruck), Verlag Bernhard Feichter, Badgastein, 136 Seiten |
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| | : '''Recherche''' beim Universität Innsbruck, Medizinische Fakultät in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. <br /> | | : '''Recherche''' beim Universität Innsbruck, Medizinische Fakultät in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. <br /> |
| | : ULB - Publikationsdatenbank: [http://www.ait.ac.at/publikationen AIT-Publikation] | | : ULB - Publikationsdatenbank: [http://www.ait.ac.at/publikationen AIT-Publikation] |
| − | :: '''Suche''' nach "Bad Gastein" bzw. "Badgastein" in do. Publikations-Datensätzen: <ref>[http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?ct=Next+Page&pag=nxt&pageNumberComingFrom=1&dscnt=0&vl(1UI0)=contains&frbg=&scp.scps=scope%3A(UIB_O_SFX)%2Cscope%3A(UIB)%2CUIB_EBSCO%2Cprimo_central_multiple_fe&tab=default_tab&dstmp=1445503577406&srt=rank&ct=search&mode=Basic&&dum=true&indx=1&vl(freeText0)=badgastein&vid=UIB&fn=search Suche "Bad Gastein" bzw. "Badgastein"]</ref> | + | :: '''Suche''' nach "Bad Gastein" bzw. "Badgastein" in do. Publikations-Datensätzen<ref>[http://search.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?ct=Next+Page&pag=nxt&pageNumberComingFrom=1&dscnt=0&vl(1UI0)=contains&frbg=&scp.scps=scope%3A(UIB_O_SFX)%2Cscope%3A(UIB)%2CUIB_EBSCO%2Cprimo_central_multiple_fe&tab=default_tab&dstmp=1445503577406&srt=rank&ct=search&mode=Basic&&dum=true&indx=1&vl(freeText0)=badgastein&vid=UIB&fn=search Suche "Bad Gastein" bzw. "Badgastein"]</ref> |
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| | : ''' '' Treffer '': ''' in Publikations-Datensätzen: nach Datum: '''aufsteigend''' sortiert, Titel: '''fett''' hervorgehoben: <br /> | | : ''' '' Treffer '': ''' in Publikations-Datensätzen: nach Datum: '''aufsteigend''' sortiert, Titel: '''fett''' hervorgehoben: <br /> |
| − | ''' Einzelnachweise''' : | + | ''' Einzelnachweise''': |
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| − | * ''' Gasteiner Kurzeitung : mit amtlicher Kurliste von Badgastein und Hofgastein''' <br /> | + | * ''' Gasteiner Kurzeitung: mit amtlicher Kurliste von Badgastein und Hofgastein''' <br /> |
| | : Badgastein: Gasteiner Kurzeitung Ges.m.b.H. 1924 - [Erscheinungsverlauf: 1924] <br /> | | : Badgastein: Gasteiner Kurzeitung Ges.m.b.H. 1924 - [Erscheinungsverlauf: 1924] <br /> |
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| | * ''' Gasteiner Badebüchlein : eine historisch-medizinische Studie''' | | * ''' Gasteiner Badebüchlein : eine historisch-medizinische Studie''' |
| − | : Gerke, Otto, 1878-1943 <br /> | + | : Gerke, Otto, * 1878,† 1943 <br /> |
| | : Wien: Braumüller 1947 <br /> | | : Wien: Braumüller 1947 <br /> |
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| | * ''' Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tales ''' <br /> | | * ''' Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tales ''' <br /> |
| − | : Zimburg, Heinrich von, 1895-1978 <br /> | + | : [[Heinrich von Zimburg|Zimburg, Heinrich von]], 1895-1978 <br /> |
| | : Wien: Braumüller 1948 <br /> | | : Wien: Braumüller 1948 <br /> |
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| | * ''' Die natürlichen Heilkräfte von Bad Gastein ''' <br /> | | * ''' Die natürlichen Heilkräfte von Bad Gastein ''' <br /> |
| − | : Windischbauer, Alois <br /> | + | : [[Alois Windischbauer|Windischbauer, Alois]] <br /> |
| | : Wien: Springer 1948 <br /> | | : Wien: Springer 1948 <br /> |
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| | * ''' Occupational exposure to radon in treatment facilities of the radon-spa ''' <br /> | | * ''' Occupational exposure to radon in treatment facilities of the radon-spa ''' <br /> |
| − | : Badgastein, Austria ''' <br /> | + | : Bad Gastein, Austria ''' <br /> |
| | : Lettner, H. ; Hubmer, A.K. ; Rolle, R. ; Steinhäusler, F. <br /> | | : Lettner, H. ; Hubmer, A.K. ; Rolle, R. ; Steinhäusler, F. <br /> |
| | : Environment International, 1996, Vol.22, pp.399-407 <br /> | | : Environment International, 1996, Vol.22, pp.399-407 <br /> |
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| | * ''' Untersuchung über Veränderungen der Blutgerinnung unter Hyperthermiebedingungen im Gasteiner Heilstollen ''' <br /> | | * ''' Untersuchung über Veränderungen der Blutgerinnung unter Hyperthermiebedingungen im Gasteiner Heilstollen ''' <br /> |
| | : Keuschnigg, Claudia <br /> | | : Keuschnigg, Claudia <br /> |
| − | : Medium?, 2008 <br /> | + | : Medium?, 2008 |
| − | <br />
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| | === Austrian Institute of Technology === | | === Austrian Institute of Technology === |
| | | | |
| − | Das Forschungsinstitut Seibersdorf (heute: Austrian Institute of Technology] war mit naturwissenschaftlichen Forschungen, insbesondere über die Wirkungen des schwach radioaktiven Edelgases Radon, befasst. | + | Das Forschungsinstitut Seibersdorf (heute: ''Austrian Institute of Technology'') war mit naturwissenschaftlichen Forschungen, insbesondere über die Wirkungen des schwach radioaktiven Edelgases Radon, befasst. |
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| | : Recherche beim Forschungsinstitut Seibersdorf (heute: Austrian Institute of Technology) <br /> | | : Recherche beim Forschungsinstitut Seibersdorf (heute: Austrian Institute of Technology) <br /> |
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| | ''' Einzelnachweise''' : | | ''' Einzelnachweise''' : |
| | <br /> | | <br /> |
| − | * Zeitschriftenartikel, Quelle: Publikationen der Austrian Research Centers 1976 - 2008 <br /> | + | * Zeitschriftenartikel, Quelle: Publikationen der ''Austrian Research Centers'' 1976 - 2008 <br /> |
| | : R. Günther, H. Altmann: <br /> | | : R. Günther, H. Altmann: <br /> |
| | : ''' DNA-Synthese und DNA-Repair bei chronischem Rheumatismus unter Einwirkung kleiner Dosen natürlicher Radioaktivität (Radon) '''; <br /> | | : ''' DNA-Synthese und DNA-Repair bei chronischem Rheumatismus unter Einwirkung kleiner Dosen natürlicher Radioaktivität (Radon) '''; <br /> |
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| | : Vortrag: 29th International Symposium Radioactive Isotopes in Clinical Medicine and Research, Bad Gastein; 16.01.2009 - 19.01.2009; in: "Nuklearmedizin", 48 (6) (2009), S. 143. <br /> | | : Vortrag: 29th International Symposium Radioactive Isotopes in Clinical Medicine and Research, Bad Gastein; 16.01.2009 - 19.01.2009; in: "Nuklearmedizin", 48 (6) (2009), S. 143. <br /> |
| | <br /> | | <br /> |
| − |
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| − | == Kur ==
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| − | Unter einer '''Kur''' wird in Österreich eine Vorsorge zur Stärkung einer (geschwächten) Gesundheit oder die Unterstützung der Genesung bei oder nach Krankheiten und Leiden verschiedener Art verstanden.
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| − | Die Kur ist sanitätsrechtlich ein sog. ''"Anschluss-Heilverfahren"'', welches im Zusammenhang mit einer medizinisch notwendigen Behandlung nach Krankheit oder Unfall als Leistung der Krankenversicherung (§ 155 ASVG), der Unfallversicherung (§ 189 ASVG) oder der Pensionsversicherung (§ 307d ASVG) durchgeführt wird, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder die Folgen der Krankheit zu erleichtern, die Gesundheit nach Unfallbehandlung wiederherzustellen oder zu festigen oder nur als Gesundheitsvorsorge des Sozialversicherungsträgers, jeweils unter Bedachtnahme auf ihre finanzielle Leistungsfähigkeit und auf die Auslastung der zur Verfügung stehenden Einrichtungen.
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| − | Eine Kur kann man sich auch jederzeit privat finanzieren und als Kurgast in seinen Urlaub seine Gesundheit gezielt stärken oder durch die Kur auf die Linderung bei z. B. bei altersbedingten Beschwerden zusätzlich einzuwirken. Der Anteil der privat zahlenden Kurgäste ist - trotz Sozialversicherung - auch heute sehr beachtlich.
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| − |
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| − | Alle Anwendungen in einer Kur dürfen nur auf ''ärztliche Anordnung'' und unter „ärztlicher Aufsicht“ angewendet werden. Daher werden Kurmittel bzw. Heilmittel in der Regel in [[Kuranstalt]] oder zumindest einem Kurmittelhaus zur Anwendung gebracht, weil dort ärztliche Aufsicht und falls nötig Erste Hilfe <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Hilfe de.wikipedia.org/ Erste Hilfe]</ref> gewährleistet ist.
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| | == Fazit == | | == Fazit == |
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| − | Die ''' '' Gasteiner Kur '' ''' ist ausreichend wissenschaftlich erforscht. Dies betrifft ihre physiologischen und medizinischen Wirkungen, die Wirksamkeit des Heilmittels, ebenso die besondere Rolle des Edelgases Radon und insbesondere die möglichen Risiken in Zusammenhang mit bestimmten Krankheiten. Medizinisch sind einige absolute Kontra-Indikationen bekannt, weshalb die Gasteiner Kur nur auf ''ärztliche Anordnung'' und nur unter ''ärztlicher Aufsicht'' angewendet werden darf. | + | Die Gasteiner Kur ist ausreichend wissenschaftlich erforscht. Dies betrifft ihre physiologischen und medizinischen Wirkungen, die Wirksamkeit des Heilmittels, ebenso die besondere Rolle des Edelgases Radon und insbesondere die möglichen Risiken in Zusammenhang mit bestimmten Krankheiten. Medizinisch sind einige absolute Kontra-Indikationen bekannt, weshalb die Gasteiner Kur nur auf ''ärztliche Anordnung'' und nur unter ''ärztlicher Aufsicht'' angewendet werden darf. |
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| − | Die auf der Seite [https://de.wikipedia.org/wiki/Radonbalneologie| de.wikipedia.org/wiki/ Radonbalneologie] nicht näher ausgeführten Bedenken und genannten Risiken einer angeblichen Gefährdung durch Radon <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref> bzw. durch Radongas haben ihre Ursache wahrscheinlich in der generell begründeten Vorsicht beim Umgang mit radioaktiven Elementen ( Strahlenschutz <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenschutz de.wikipedia.org/ Strahlenschutz]</ref>, sowie der im Umweltschutz <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltschutz de.wikipedia.org/ Umweltschutz]</ref> tatsächlich bekannten und nachgewiesen negativen Wirkung von Radon als Sickergas in Gebäuden <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonmessung de.wikipedia.org/ Radonmessung]</ref> , insbesondere in Kellern <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonschutz de.wikipedia.org/ Radonschutz]</ref>. <br /> | + | Die auf der Seite in Wikipedia<ref>siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Radonbalneologie Radonbalneologie]</ref> nicht näher ausgeführten Bedenken und genannten Risiken einer angeblichen Gefährdung durch Radon<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref> bzw. durch Radongas haben ihre Ursache wahrscheinlich in der generell begründeten Vorsicht beim Umgang mit radioaktiven Elementen ( Strahlenschutz<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenschutz de.wikipedia.org/ Strahlenschutz]</ref>, sowie der im Umweltschutz<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltschutz de.wikipedia.org/ Umweltschutz]</ref> tatsächlich bekannten und nachgewiesen negativen Wirkung von Radon als Sickergas in Gebäuden<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonmessung de.wikipedia.org/ Radonmessung]</ref> , insbesondere in Kellern<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonschutz de.wikipedia.org/ Radonschutz]</ref>. <br /> |
| − | In der Radonbalneologie, der Radontherapie, dem Radonbad oder der Radoninhalationskur, ist die therapeutische Anwendung von Thermalwasser, in dem das natürliche schwach radioaktive Edelgas Radon enthalten ist, als medizinische '''Behandlungsmethode''' und als Therapiekonzept für bestimmte Indikationen weithin ''' anerkannt ''' und wird deshalb diese Therapieform in Heilbädern <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heildbad de.wikipedia.org/ Heilbad]</ref> und Heilstollen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heilstollen de.wikipedia.org/ Heilstollen (Speläotherapie)]</ref> durch [[Kurmedizin]] und Schulmedizin <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Schulmedizin de.wikipedia.org/ Schulmedizin]</ref> fortgesetzt und breit eingesetzt. <br /> | + | In der Radonbalneologie, der Radontherapie, dem Radonbad oder der Radoninhalationskur, ist die therapeutische Anwendung von Thermalwasser, in dem das natürliche schwach radioaktive Edelgas Radon enthalten ist, als medizinische '''Behandlungsmethode''' und als Therapiekonzept für bestimmte Indikationen weithin ''' anerkannt ''' und wird deshalb diese Therapieform in Heilbädern<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heildbad de.wikipedia.org/ Heilbad]</ref> und Heilstollen<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heilstollen de.wikipedia.org/ Heilstollen (Speläotherapie)]</ref> durch [[Kurmedizin]] und Schulmedizin<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Schulmedizin de.wikipedia.org/ Schulmedizin]</ref> fortgesetzt und breit eingesetzt. <br /> |
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| − | Die gesetzlichen Sozialversicherungen sind durch die Gesetze dazu verpflichtet, dass nur anerkannte Heilverfahren finanziert werden und haben im Sinne einer Garantenstellung darauf zu hinzuwirken, dass nur anerkannte Heilverfahren in der [[Kurmedizin]] und der Rehabilitation <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Rehabilitation de.wikipedia.org/ Rehabilitation]</ref> zur Anwendung gelangen. Die Sozialversicherung ist auch Betreiber einer großen Anzahl von eigenen Kur- und Reha-Einrichtungen. | + | Die gesetzlichen Sozialversicherungen sind durch die Gesetze dazu verpflichtet, dass nur anerkannte Heilverfahren finanziert werden und haben im Sinne einer Garantenstellung darauf zu hinzuwirken, dass nur anerkannte Heilverfahren in der [[Kurmedizin]] und der Rehabilitation<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Rehabilitation de.wikipedia.org/ Rehabilitation]</ref> zur Anwendung gelangen. Die Sozialversicherung ist auch Betreiber einer großen Anzahl von eigenen Kur- und Reha-Einrichtungen. |
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| − | Die Gesundheitsbehörde(n) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsbehörde de.wikipedia.org/ Gesundheitsbehörde]</ref> müsste(n)aktiv einschreiten und behördliche Maßnahmen setzen, wenn ihnen nennenswerte Risiken bekannt wären, eine akute Gesundheitsgefährdung von Kurgästen und Patienten zu erwarten wäre oder tatsächlich gegebenen ist. Behördlich werden regelmäßig Kuranstalten kontrolliert, jährlich im Zuge der regelmäßigen Überprüfung der Wasserhygiene und mehrjährig im Zuge der sanitären Aufsicht. | + | Die Gesundheitsbehörde(n)<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsbehörde de.wikipedia.org/ Gesundheitsbehörde]</ref> müsste(n)aktiv einschreiten und behördliche Maßnahmen setzen, wenn ihnen nennenswerte Risiken bekannt wären, eine akute Gesundheitsgefährdung von Kurgästen und Patienten zu erwarten wäre oder tatsächlich gegebenen ist. Behördlich werden regelmäßig Kuranstalten kontrolliert, jährlich im Zuge der regelmäßigen Überprüfung der Wasserhygiene und mehrjährig im Zuge der sanitären Aufsicht. |
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| | Bad Gastein ist ein sogenannter Real-Kurort, dh. er ist bereits allgemein als Heilbad und Kurort angesehen worden, bevor Gesetze die Voraussetzungen dazu reglementierten. Das gleiche gilt für die Quellen, die sogenannte Real-Heilquellen sind. Konsequenterweise ist die Gasteiner Kur eine Real-Heilbehandlung bzw. Real-Therapieverfahren. | | Bad Gastein ist ein sogenannter Real-Kurort, dh. er ist bereits allgemein als Heilbad und Kurort angesehen worden, bevor Gesetze die Voraussetzungen dazu reglementierten. Das gleiche gilt für die Quellen, die sogenannte Real-Heilquellen sind. Konsequenterweise ist die Gasteiner Kur eine Real-Heilbehandlung bzw. Real-Therapieverfahren. |
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| | Es steht Bad Gastein jederzeit frei, um eine staatliche Anerkennung ihres ortsgebundenen natürlichen Heilvorkommens anzusuchen. Der Status als Real-Kurort wird jedenfalls bewusst aufrecht gehalten. | | Es steht Bad Gastein jederzeit frei, um eine staatliche Anerkennung ihres ortsgebundenen natürlichen Heilvorkommens anzusuchen. Der Status als Real-Kurort wird jedenfalls bewusst aufrecht gehalten. |
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| | Klarstellung: Diese Publikation ist nicht durch eine Behörde oder ein Behördenorgan vorgenommen worden. Der Inhalt dieser Publikation ist keine Feststellung im Sinne des § 2 oder § 13 Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz, StF: LGBl Nr 101/1997 (WV), insbesondere kein Bescheid. <br /> | | Klarstellung: Diese Publikation ist nicht durch eine Behörde oder ein Behördenorgan vorgenommen worden. Der Inhalt dieser Publikation ist keine Feststellung im Sinne des § 2 oder § 13 Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz, StF: LGBl Nr 101/1997 (WV), insbesondere kein Bescheid. <br /> |
| | unterzeichnet: [[Benutzer:xxlstier | Mag. Thomas Schmiedbauer, 5020 Salzburg]] | | unterzeichnet: [[Benutzer:xxlstier | Mag. Thomas Schmiedbauer, 5020 Salzburg]] |
| | + | |
| | + | == Siehe auch== |
| | + | * [[Gasteiner Kur (Geschichte)]] |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * Dr. med. univ. [[Hermann Greinwald]], aaO | | * Dr. med. univ. [[Hermann Greinwald]], aaO |
| | * [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer, A-5020 Salzburg]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen aus allen derzeit bekannten und verfügbaren Quellen, aaO, nach eigener Recherche, insb. in Datenbanken und Bibliotheken, aaO, sowie auf Grundlage von Besichtigungen in mehreren Kuranstalten in Bad Gastein, Bad Hofgastein und Böckstein, sowie auf Grundlage von beruflichen Kontakten zu den Ärzten im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] Dr. med. univ. Waclaw Suchocki, Dr. med. univ. Günther Leiner, Dr. med. univ. Peter Laszloffy, Dr. med. univ. Gudrun Lind-Albrecht, Dr. med. univ. Martin Judendorfer, Dr. med. univ. Martina Knapp, Dr. med. univ. Wolfram Goebel in den Jahren 1998 bis 2015. | | * [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer, A-5020 Salzburg]] nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen aus allen derzeit bekannten und verfügbaren Quellen, aaO, nach eigener Recherche, insb. in Datenbanken und Bibliotheken, aaO, sowie auf Grundlage von Besichtigungen in mehreren Kuranstalten in Bad Gastein, Bad Hofgastein und Böckstein, sowie auf Grundlage von beruflichen Kontakten zu den Ärzten im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] Dr. med. univ. Waclaw Suchocki, Dr. med. univ. Günther Leiner, Dr. med. univ. Peter Laszloffy, Dr. med. univ. Gudrun Lind-Albrecht, Dr. med. univ. Martin Judendorfer, Dr. med. univ. Martina Knapp, Dr. med. univ. Wolfram Goebel in den Jahren 1998 bis 2015. |
| − | * Ao. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl, " Die Bedeutung natürlicher Heilmittel in der Kur ", veröffentlicht in Ärzte Exklusiv, Ausgabe 01+02/15, 19. Jahrgang, Seite 28 | + | * Ao. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl: "''Die Bedeutung natürlicher Heilmittel in der Kur''", veröffentlicht in Ärzte Exklusiv, Ausgabe 01+02/15, 19. Jahrgang, Seite 28 |
| − | * Dr. med. univ. Wolfgang Foisner, " Vom Wesen der Kur ", veröffentlicht in Ärzte Exklusiv, Ausgabe 01+02/15, 19. Jahrgang, Seite 20 | + | * Dr. med. univ. Wolfgang Foisner: "''Vom Wesen der Kur''", veröffentlicht in Ärzte Exklusiv, Ausgabe 01+02/15, 19. Jahrgang, Seite 20 |
| − | * Kur- und Rehabilitationszentrum Bad Hofgastein, " Die heilende Kraft des Edelgases Radon und die wohltuende Wirkung des Thermalwassers sind das Geheimnis der Gasteiner Kur ", veröffentlicht in Ärzte Exklusiv, Ausgabe 01+02/15, 19. Jahrgang, Seite 16-17 | + | * Kur- und Rehabilitationszentrum Bad Hofgastein: "''Die heilende Kraft des Edelgases Radon und die wohltuende Wirkung des Thermalwassers sind das Geheimnis der Gasteiner Kur''", veröffentlicht in Ärzte Exklusiv, Ausgabe 01+02/15, 19. Jahrgang, Seite 16-17 |
| | * [http://www.kurfibel.at/suche.html?search=Gastein www.kurfibel.at/Gastein] | | * [http://www.kurfibel.at/suche.html?search=Gastein www.kurfibel.at/Gastein] |
| | * [http://www.kurfibel.at/allgemeines/begriffe-z.b.-was-ist-eine-kur.html www.kurfibel.at/Begriffe] | | * [http://www.kurfibel.at/allgemeines/begriffe-z.b.-was-ist-eine-kur.html www.kurfibel.at/Begriffe] |
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| | <references/> | | <references/> |
| | | | |
| − | == Verweise ==
| |
| − | * [http://www.salzburg.com/wiki/Hermann Greinwald SalzburgWiki / Hermann Greinwald]
| |
| − | * [[Gasteiner Kur (Geschichte)]]
| |
| − | * [[Bad Gastein]]
| |
| − | * [[Bad Hofgastein]]
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