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| | Eine Liste der in Österreich anerkannten, natürlichen ortsgebunden Heilvorkommen hat - erstmals seit 28 Jahren - der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) aktualisiert und veröffentlicht unter wissenschaftlicher Leitung von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl. <ref>[http://www.kurfibel.at/heilvorkommen/aufzählung-der-ortsgebundenen-heilvorkommen.html www.kurfibel.at/ortsgebundene Heilvorkommen in Österreich]</ref> | | Eine Liste der in Österreich anerkannten, natürlichen ortsgebunden Heilvorkommen hat - erstmals seit 28 Jahren - der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) aktualisiert und veröffentlicht unter wissenschaftlicher Leitung von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl. <ref>[http://www.kurfibel.at/heilvorkommen/aufzählung-der-ortsgebundenen-heilvorkommen.html www.kurfibel.at/ortsgebundene Heilvorkommen in Österreich]</ref> |
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| − | In Bad Gastein besteht das natürliche ortsgebundene [[Heilvorkommen]] aus dem natürlich schwach mineralisierten und von Natur aus heißen [[Wasser]] (= [[Thermalwasser]]). Das Thermalwasser tritt mit ca. 46 Grad Celsius aus 17 gefassten Quellen am Fuße des [[Badberg]] aus. Insgesamt gibt es 44 Quellen. Im Thermalwasser ist zusätzlich das ''schwach radioaktive'' Edelgas [[Radon]]-[[Radon-Zerfallsprodukte|222]] gelöst. <ref>[http://www.gastein.com/de/thermen-gesundheit/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser http://www.gastein.com/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser]</ref> <br /> | + | In Bad Gastein besteht das natürliche ortsgebundene [[Heilvorkommen]] aus dem natürlich schwach mineralisierten und von Natur aus heißen [[Wasser]] (= [[Thermalwasser]]). Das Thermalwasser tritt mit ca. 46 Grad Celsius aus 17 gefassten Quellen am Fuße des [[Badberg]] aus. Insgesamt gibt es 44 Quellen. Im Thermalwasser ist zusätzlich das ''schwach radioaktive'' Edelgas Radon-222 <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref> <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon-Zerfallsprodukte de.wikipedia.org/ Radon-Zerfallsprodukte/Radon-222]</ref> gelöst. <ref>[http://www.gastein.com/de/thermen-gesundheit/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser http://www.gastein.com/gasteiner-kur/radontherapie/gasteiner-thermalwasser]</ref> <br /> |
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| | Für Badekuren verwendet man Thermalwasser mit einem Radongehalt von mehr als 370 Bq/kg. | | Für Badekuren verwendet man Thermalwasser mit einem Radongehalt von mehr als 370 Bq/kg. |
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| − | Das Element [[Radon]] ist erst seit etwa [[1923]] als solches bekannt. Zuvor, um [[1900]] wurde die Radium-[[Emanation]] entdeckt. [[1908]] wurde erstmals eine ausreichende Menge als Gas isoliert und seine Dichte bestimmt. Etwa ab [[1930]] wurden die Wirkungen des Elementes Radon näher erforscht. | + | Das Element Radon ist erst seit etwa [[1923]] als solches bekannt. Zuvor, um [[1900]] wurde die Radium-Emanation entdeckt. [[1908]] wurde erstmals eine ausreichende Menge als Gas isoliert und seine Dichte bestimmt. Etwa ab [[1930]] wurden die Wirkungen des Elementes Radon näher erforscht. |
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| | Das „heilende Baden“ hat historisch in Bad Gastein eine lange Tradition. Ein Bad '' in der Gastein '' wird erstmals 1350 erwähnt und ist ein regulärer Bade-betrieb ist seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nach [[Fritz Gruber]] nachweisbar. | | Das „heilende Baden“ hat historisch in Bad Gastein eine lange Tradition. Ein Bad '' in der Gastein '' wird erstmals 1350 erwähnt und ist ein regulärer Bade-betrieb ist seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nach [[Fritz Gruber]] nachweisbar. |
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| | === medizinische und physiologische Wirkungen === | | === medizinische und physiologische Wirkungen === |
| − | Die biologische Halbwertzeit von [[Radon]]-[[Radon-Zerfallsprodukte|222]] beträgt nur 15- bis 20 Minuten. Die physikalische Halbwertszeit von Radon-222 ist etwa 3 bis 4 Stunden. <br /> | + | Die biologische Halbwertzeit von Radon-222 beträgt nur 15 bis 20 Minuten. Die physikalische Halbwertszeit von Radon-222 ist etwa 3 bis 4 Stunden. <br /> |
| − | In den menschlichen Körper gelangt Radon-222 über die Haut und die Atmung (Lunge). Radon-222 ist ein Alphastrahler und wirkt direkt auf die Zellen, das Bindegewebe, die Muskeln und Knorpeln ein und es stimuliert die Zellen zur Ausschüttung von entzündungshemmenden [[Zytokin]]en. <br /> | + | In den menschlichen Körper gelangt Radon-222 über die Haut und die Atmung (Lunge). Radon-222 ist ein Alphastrahler und wirkt direkt auf die Zellen, das Bindegewebe, die Muskeln und Knorpeln ein und es stimuliert die Zellen zur Ausschüttung von entzündungshemmenden Zytokinen. <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Zytokin de.wikipedia.org/ Zytokin]</ref> <br /> |
| − | Wärme bzw. [[Hyperthermie]] sind wichtige Verstärkungsfaktoren. Sie stimulieren den Kreislauf und steigern die Durchblutung. Durch [[Hyperventilation]] kommt es sogar zu vermehrter Radonaufnahme. <br /> | + | Wärme bzw. Hyperthermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperthermie de.wikipedia.org/ Hyperthermie]</ref> sind wichtige Verstärkungsfaktoren. Sie stimulieren den Kreislauf und steigern die Durchblutung. Durch Hyperventilation <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperventilation de.wikipedia.org/ Hyperventilation]</ref> kommt es sogar zu vermehrter Radonaufnahme. <br /> |
| − | Das gesundheitsförderliche Durchwärmen des Körpers und die gezielte Überwärmung des Körpers auf 38 Grad Celsius und mehr (=[[Therapeutische Hyperthermie]]) führt dazu, dass das Radon-222 in den tieferen Schichten des menschlichen Körpers verstärkt, insbesondere auf Muskulatur und Skelett, einwirken kann. <br /> | + | Das gesundheitsförderliche Durchwärmen des Körpers und die gezielte Überwärmung des Körpers auf 38 Grad Celsius und mehr (= Therapeutische Hyperthermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische Hyperthermie de.wikipedia.org/ Therapeutische Hyperthermie]</ref>) führt dazu, dass das Radon-222 in den tieferen Schichten des menschlichen Körpers verstärkt, insbesondere auf Muskulatur und Skelett, einwirken kann. <br /> |
| | Der Körper versucht nun, die überschüssige Wärme durch eine Aktivierung des Kreislaufs sofort an die Körperoberfläche zu bringen, sodass durch Gefäßerweiterung und vermehrte Sauerstoffzufuhr die im Körper und den Organen befindlichen Schadstoffe und abgelagerten Schlacken vermehrt abtransportiert werden. Das natürliche Edelgas Radon regt zudem durch seinen kurzzeitigen Strahlenreiz den Stoffwechsel der Zellen besonders an. | | Der Körper versucht nun, die überschüssige Wärme durch eine Aktivierung des Kreislaufs sofort an die Körperoberfläche zu bringen, sodass durch Gefäßerweiterung und vermehrte Sauerstoffzufuhr die im Körper und den Organen befindlichen Schadstoffe und abgelagerten Schlacken vermehrt abtransportiert werden. Das natürliche Edelgas Radon regt zudem durch seinen kurzzeitigen Strahlenreiz den Stoffwechsel der Zellen besonders an. |
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| | Besonders geeignet und medizinisch wirksam ist die Gasteiner Kur deshalb insbesondere für alle rheumatische Krankheiten und die Krankheiten des Bewegungsapparates. | | Besonders geeignet und medizinisch wirksam ist die Gasteiner Kur deshalb insbesondere für alle rheumatische Krankheiten und die Krankheiten des Bewegungsapparates. |
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| − | Das gleiche Prinzip der [[Therapeutische Hyperthermie|Therapeutischen Hyperthermie]] wirkt beim Aufenthalt im [[Gasteiner Heilstollen]]. | + | Das gleiche Prinzip der Therapeutischen Hyperthermie wirkt beim Aufenthalt im [[Gasteiner Heilstollen]]. |
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| | == Behandlungen und Therapien == | | == Behandlungen und Therapien == |
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| | === Erkrankungen des Bewegungsapparates === | | === Erkrankungen des Bewegungsapparates === |
| | : chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen: | | : chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen: |
| − | * [[Spondylitis ankylosans|Morbus Bechterew]] bzw. Spondylarthropathien | + | * Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) bzw. Spondylarthropathien <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Spondylitis ankylosans de.wikipedia.org/ Spondylitis ankylosans]</ref> |
| − | * [[Arthritis psoriatica]] | + | * Arthritis psoriatica <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthritis psoriatica de.wikipedia.org/ Arthritis psoriatica]</ref> |
| − | * [[Rheumatoide Arthritis|Chronische Polyarthritis]] | + | * Rheumatoide Arthritis (Chronische Polyarthritis) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheumatoide Arthritis de.wikipedia.org/ Rheumatoide Arthritis]</ref> |
| − | * [[Fibromyalgie]] | + | * Fibromyalgie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie de.wikipedia.org/ Fibromyalgie]</ref> |
| | * Weichteilrheumatismus | | * Weichteilrheumatismus |
| | : degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule: | | : degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule: |
| − | * [[Arthrose]]n und [[Polyarthrose]]n | + | * Arthrosen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arthrose de.wikipedia.org/ Arthrose]</ref> und Polyarthrosen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Polyarthrose de.wikipedia.org/ Polyarthrose]</ref> |
| | * Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen | | * Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen |
| − | * Degenerative [[Diskopathie]] (Bandscheibenschaden) | + | * Degenerative Diskopathie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Diskopathie de.wikipedia.org/ Diskopathie]</ref> (Bandscheibenschaden) |
| − | * [[Polyneuropathie]]n | + | * Polyneuropathien <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Polyneuropathie de.wikipedia.org/ Polyneuropathie]</ref> |
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| | === Erkrankungen der Atemwege === | | === Erkrankungen der Atemwege === |
| − | * [[Chronisch obstruktive Lungenerkrankung]] (COPD) | + | * Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Chronisch obstruktive Lungenerkrankung de.wikipedia.org/ Chronisch obstruktive Lungenerkrankung]</ref> |
| − | * [[Asthma]] bronchiale | + | * Asthma bronchiale <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Asthma de.wikipedia.org/ Asthma]</ref> |
| − | * [[Heuschnupfen]] | + | * Heuschnupfen <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Heuschnupfen de.wikipedia.org/ Heuschnupfen]</ref> |
| − | * Chronische [[Sinusitis]] | + | * Chronische Sinusitis <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Sinusitis de.wikipedia.org/ Sinusitis]</ref> |
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| | === Erkrankungen der Haut === | | === Erkrankungen der Haut === |
| | * Verzögerte Wundheilung | | * Verzögerte Wundheilung |
| − | * [[Ulcus cruris]] | + | * Ulcus cruris <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ulcus_cruris de.wikipedia.org/ Ulcus cruris]</ref> |
| − | * [[Neurodermitis]] | + | * Neurodermitis <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodermitis de.wikipedia.org/ Neurodermitis]</ref> |
| − | * [[Psoriasis]] vulgaris | + | * Psoriasis vulgaris <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Psoriasis de.wikipedia.org/ Psoriasis]</ref> |
| − | * [[Sklerodermie]] | + | * Sklerodermie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Sklerodermie de.wikipedia.org/ Sklerodermie]</ref> |
| − | * Periphere [[Durchblutungsstörung]]en leichten Grades | + | * Periphere Durchblutungsstörungen leichten Grades <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Durchblutungsstörung de.wikipedia.org/ Durchblutungsstörung]</ref> |
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| | == Kontraindikation == | | == Kontraindikation == |
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| − | Die [[Kontraindikation]] oder Gegenanzeige ist ein Umstand, der die Anwendung eines diagnostischen oder therapeutischen Verfahrens bei an sich gegebener Indikation in jedem Fall verbietet oder nur unter strenger Abwägung sich dadurch ergebender Risiken zulässt. <br /> | + | Die Kontraindikation <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Kontraindikation de.wikipedia.org/ Kontraindikation]</ref> oder Gegenanzeige ist ein Umstand, der die Anwendung eines diagnostischen oder therapeutischen Verfahrens bei an sich gegebener Indikation in jedem Fall verbietet oder nur unter strenger Abwägung sich dadurch ergebender Risiken zulässt. <br /> |
| | Für die Anwendungen der Gasteiner Kur sind folgende Kontraindikationen bekannt: | | Für die Anwendungen der Gasteiner Kur sind folgende Kontraindikationen bekannt: |
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| − | * Akute Infekte und [[Infektionskrankheit]]en | + | * Akute Infekte und Infektionskrankheiten <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Infektionskrankheit de.wikipedia.org/ Infektionskrankheit]</ref> |
| − | * Krankheitszustände mit schweren Funktionseinschränkungen verschiedener [[Organsystem]]e ([[Herz]]-. [[Leber]]-, [[Nieren]] [[insuffizienz]]) | + | * Krankheitszustände mit schweren Funktionseinschränkungen verschiedener Organsysteme <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Organsystem de.wikipedia.org/ Organsystem]</ref> (Herz-. Leber-, Nieren insuffizienz) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/insuffizienz de.wikipedia.org/ insuffizienz]</ref> |
| − | * Akute [[Psychose]] | + | * Akute Psychose <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Psychose de.wikipedia.org/ Psychose]</ref> |
| − | *aktive [[Krebserkrankung]] (Rücksprache mit dem behandelnden Arzt) | + | * aktive Krebserkrankung (Rücksprache mit dem behandelnden Arzt) <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Krebserkrankung de.wikipedia.org/ Krebserkrankung]</ref> |
| − | * [[Schwangerschaft]] | + | * Schwangerschaft <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaft de.wikipedia.org/ Schwangerschaft]</ref> |
| − | * unbehandelte Überfunktion der Schilddrüse [[Hyperthyreose]] | + | * unbehandelte Überfunktion der Schilddrüse Hyperthyreose <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperthyreose de.wikipedia.org/ Hyperthyreose]</ref> |
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| | == Grundlagen == | | == Grundlagen == |
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| | 1936 forschte Dr. von Wikullil, Chefarzt im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] über Therapieerfolge mit dem Senkbad. Er führte ähnliche Studien durch, die schon Dr. Ludwig Wick, Arzt im Badehospiz, zwischen 1900 und 1920 durchgeführt hatte. <br /> | | 1936 forschte Dr. von Wikullil, Chefarzt im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] über Therapieerfolge mit dem Senkbad. Er führte ähnliche Studien durch, die schon Dr. Ludwig Wick, Arzt im Badehospiz, zwischen 1900 und 1920 durchgeführt hatte. <br /> |
| | In den 1950er und 1960er war Univ. Prof. Dr. [[Ferdinand Schleminzky]] der Leiter im Forschungsinstitut. Ab 1952 fanden in der neu errichteten Unterwassertherapiestation im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] medizinisch-wissenschaftliche Studien in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck unter Leitung von Dr. Halhuber, Dr. Inama und Dr. Günther statt. <br /> | | In den 1950er und 1960er war Univ. Prof. Dr. [[Ferdinand Schleminzky]] der Leiter im Forschungsinstitut. Ab 1952 fanden in der neu errichteten Unterwassertherapiestation im [[Kurtherme Badehospiz | Badehospiz]] medizinisch-wissenschaftliche Studien in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck unter Leitung von Dr. Halhuber, Dr. Inama und Dr. Günther statt. <br /> |
| − | 1970 wurde eine Kooperation mit dem Forschungszentrum Seibersdorf (heute: [[Austrian Institute of Technology]] ) eingegangen und spezielle Studien und Forschungen zur Wirkung der alpha-Strahlung im Radon bis 1980 durch-geführt. Zuletzt wurde auch der spezielle Einfluss der Höhenlage erforscht. <br /> | + | 1970 wurde eine Kooperation mit dem Forschungszentrum Seibersdorf (heute: Austrian Institute of Technology <ref>[http://www.ait.ac.at/ offizielle Homepage (Austrian Institute of Technology)]</ref> ) eingegangen und spezielle Studien und Forschungen zur Wirkung der alpha-Strahlung im Radon bis 1980 durchgeführt. Zuletzt wurde auch der spezielle Einfluss der Höhenlage erforscht. <br /> |
| | 1978 erklärten Univ. Prof. Dr. Braunsteiner und Univ. Prof. Dr. Robert Günther, dass die erste Phase Forschungen über die medizinischen Wirkungen der Gasteiner Kur abgeschlossen sind. Die medizinischen Erfolge der Gasteiner Kur am Kurpatienten gelten seither als wissenschaftlich nachgewiesen. <br /> | | 1978 erklärten Univ. Prof. Dr. Braunsteiner und Univ. Prof. Dr. Robert Günther, dass die erste Phase Forschungen über die medizinischen Wirkungen der Gasteiner Kur abgeschlossen sind. Die medizinischen Erfolge der Gasteiner Kur am Kurpatienten gelten seither als wissenschaftlich nachgewiesen. <br /> |
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| − | 1978 wurde eine Kooperation mit dem [[Ludwig Boltzmann-Institut]] eingegangen. Die Forschungen wurden auf die angewandte Bäderkunde, sowie die Klimaheilkunde erweitert und dieser in Richtung fortgesetzt. <br /> | + | 1978 wurde eine Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann-Institut <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanusch-Krankenhaus offizielle Homepage (Ferdinand Hanusch-Krankenhaus / Ludwig Boltzmann-Institut für Leukämieforschung)]</ref> |
| | + | eingegangen. Die Forschungen wurden auf die angewandte Bäderkunde, sowie die Klimaheilkunde erweitert und dieser in Richtung fortgesetzt. <br /> |
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| | Über das Forschungsinstitut Gastein Tauernregion sind etwa 500 wissenschaftliche Beiträge in medizinischen Fachzeitschriften dokumentiert. | | Über das Forschungsinstitut Gastein Tauernregion sind etwa 500 wissenschaftliche Beiträge in medizinischen Fachzeitschriften dokumentiert. |
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| | : ''medizinische Schriften und Bücher'' : | | : ''medizinische Schriften und Bücher'' : |
| | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Ulcus cruris''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Ulcus cruris''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], |
| − | : 1966 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für [[Phlebologie]], Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | + | : 1966 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Phlebologie de.wikipedia.org/ Phlebologie]</ref> |
| | + | , Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur das '''postthrombotische Syndrom''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur das '''postthrombotische Syndrom''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], |
| − | : 1967 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für [[Phlebologie]], Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | + | : 1967 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Varicosis''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | | * Phlebologische Indikationen der Gasteiner Kur – '''Varicosis''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], |
| − | : 1969 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für [[Phlebologie]], Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | + | : 1969 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| | * Phlebologische Probleme bei '''Skiverletzungen''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], | | * Phlebologische Probleme bei '''Skiverletzungen''' von Dr. [[Hermann Greinwald]], |
| − | : 1971 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für [[Phlebologie]], Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz | + | : 1971 erschienen im Zentralblatt für Phlebologie, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie, Verlag Hans Huber, Bern, Schweiz |
| | * ''' Ärztliche Ratschläge für den Gasteiner Kurgast ''', von Dr. [[Hermann Greinwald]], undatiert | | * ''' Ärztliche Ratschläge für den Gasteiner Kurgast ''', von Dr. [[Hermann Greinwald]], undatiert |
| | : Sonderdruck aus dem Badgasteiner Badeblatt, Verlag der Kurverwaltung Badgastein, 44 Seiten, | | : Sonderdruck aus dem Badgasteiner Badeblatt, Verlag der Kurverwaltung Badgastein, 44 Seiten, |
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| | == Fazit == | | == Fazit == |
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| − | Die ''' '' Gasteiner Kur '' ''' ist ausreichend wissenschaftlich forscht. Dies betrifft ihre physiologischen und medizinischen Wirkungen, die Wirksamkeit des Heilmittels, ebenso die besondere Rolle des Edelgases Radon und insbesondere die möglichen Risiken in Zusammenhang mit bestimmten Krankheiten. Medizinisch sind einige absolute Kontra-Indikationen bekannt, weshalb die Gasteiner Kur nur auf ''ärztliche Anordnung'' und nur unter ''ärztlicher Aufsicht'' angewendet werden darf. | + | Die ''' '' Gasteiner Kur '' ''' ist ausreichend wissenschaftlich erforscht. Dies betrifft ihre physiologischen und medizinischen Wirkungen, die Wirksamkeit des Heilmittels, ebenso die besondere Rolle des Edelgases Radon und insbesondere die möglichen Risiken in Zusammenhang mit bestimmten Krankheiten. Medizinisch sind einige absolute Kontra-Indikationen bekannt, weshalb die Gasteiner Kur nur auf ''ärztliche Anordnung'' und nur unter ''ärztlicher Aufsicht'' angewendet werden darf. |
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| | Die auf der Seite [https://de.wikipedia.org/wiki/Radonbalneologie| de.wikipedia.org/wiki/ Radonbalneologie] nicht näher ausgeführten Bedenken und genannten Risiken einer angeblichen Gefährdung durch Radon [<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref>] bzw. durch Radongas haben ihre Ursache wahrscheinlich in der generell begründeten Vorsicht beim Umgang mit radioaktiven Elementen ( Strahlenschutz <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenschutz de.wikipedia.org/ Strahlenschutz]</ref>, sowie der im Umweltschutz <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltschutz de.wikipedia.org/ Umweltschutz]</ref> tatsächlich bekannten und nachgewiesen negativen Wirkung von Radon als Sickergas in Gebäuden <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonmessung de.wikipedia.org/ Radonmessung]</ref> , insbesondere in Kellern <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonschutz de.wikipedia.org/ Radonschutz]</ref>. <br /> | | Die auf der Seite [https://de.wikipedia.org/wiki/Radonbalneologie| de.wikipedia.org/wiki/ Radonbalneologie] nicht näher ausgeführten Bedenken und genannten Risiken einer angeblichen Gefährdung durch Radon [<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radon de.wikipedia.org/ Radon]</ref>] bzw. durch Radongas haben ihre Ursache wahrscheinlich in der generell begründeten Vorsicht beim Umgang mit radioaktiven Elementen ( Strahlenschutz <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenschutz de.wikipedia.org/ Strahlenschutz]</ref>, sowie der im Umweltschutz <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltschutz de.wikipedia.org/ Umweltschutz]</ref> tatsächlich bekannten und nachgewiesen negativen Wirkung von Radon als Sickergas in Gebäuden <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonmessung de.wikipedia.org/ Radonmessung]</ref> , insbesondere in Kellern <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Radonschutz de.wikipedia.org/ Radonschutz]</ref>. <br /> |