| | Gruber verlangte von Mauracher Änderungen in jedem Werk:<br/>'''Hauptwerk:''' Den Principal 16' im Hauptwerk wollte Mauracher offenbar erst ab B ausbauen, Franz Xaver Gruber sen. schlug den vollen Ausbau der großen Oktav mit eng mensurierten und gedeckten Holzpfeifen vor.<br/>'''Nebenwerk:''' sollte seiner Meinung nach eine Klangkrone erhalten, er schlug eine ''Mixtur 2Fuß 3fach'' oder (eine Erfindung des 19. Jahrhunderts) ''Progressio harmonika 2Fuß 1,2,3fach'' vor, sowie ein 16'-Register, gebildet aus dem alten Gedackt 8' plus neuen Pfeifen, mit der Bezeichnung ''Stillgedackt 16Fuß''.<br/>'''Pedal:''' Den Wegfall der Posaune 8' von Karl Mauracher aus dem Jahre [[1837]] wollte Gruber verhindern, ([…]'' wegwerfen dürfen wir sie nicht!''), zudem verlangte er einen ''Quintbass 10<sup>2</sup>/<sub>3</sub>Fuß''. | | Gruber verlangte von Mauracher Änderungen in jedem Werk:<br/>'''Hauptwerk:''' Den Principal 16' im Hauptwerk wollte Mauracher offenbar erst ab B ausbauen, Franz Xaver Gruber sen. schlug den vollen Ausbau der großen Oktav mit eng mensurierten und gedeckten Holzpfeifen vor.<br/>'''Nebenwerk:''' sollte seiner Meinung nach eine Klangkrone erhalten, er schlug eine ''Mixtur 2Fuß 3fach'' oder (eine Erfindung des 19. Jahrhunderts) ''Progressio harmonika 2Fuß 1,2,3fach'' vor, sowie ein 16'-Register, gebildet aus dem alten Gedackt 8' plus neuen Pfeifen, mit der Bezeichnung ''Stillgedackt 16Fuß''.<br/>'''Pedal:''' Den Wegfall der Posaune 8' von Karl Mauracher aus dem Jahre [[1837]] wollte Gruber verhindern, ([…]'' wegwerfen dürfen wir sie nicht!''), zudem verlangte er einen ''Quintbass 10<sup>2</sup>/<sub>3</sub>Fuß''. |
| − | Gruber erlebte die Fertigstellung der Orgel im Oktober [[1864]] nicht mehr, seine Wünsche waren von Matthäus Mauracher erfüllt worden. Als Gratisleistung hatter er zudem ein drittes Manual für eine ''Physharmonika mit Piano-Zug'' eingebaut. Mit 32 Registern (incl. Nebenzügen) war die Halleiner Orgel damit, nach der [[Salzburger Domorgel]], die zweitgrößte Orgel Salzburgs.<ref>Walterskirchen: ''„… WEIL DER ORGANIST DOCH IMMER AM BESTEN VERSTEHT, WAS SEIN BEDARF IST“'', Salzburg 1992, S. 345–347.</ref><br/>1962/63 wurde die Matthäus-Mauracher-Orgel aus dem Jahre 1864 durch die Firma Dreher & Rheinisch so umfassend verändert, dass sie einem Neubau glich. | + | Gruber erlebte die Fertigstellung der Orgel im Oktober [[1864]] nicht mehr, seine Wünsche waren von Matthäus Mauracher erfüllt worden. Als Gratisleistung hatter er zudem ein drittes Manual für eine ''Physharmonika mit Piano-Zug'' eingebaut. Mit 32 Registern (incl. Nebenzügen) war die Halleiner Orgel damit, nach der [[Salzburger Domorgel]] und bis zur Fertigstellung der Orgel der [[Kollegienkirche]] [[1868]], die zweitgrößte Orgel Salzburgs.<ref>Walterskirchen: ''„… WEIL DER ORGANIST DOCH IMMER AM BESTEN VERSTEHT, WAS SEIN BEDARF IST“'', Salzburg 1992, S. 345–347.</ref><br/>1962/63 wurde die Matthäus-Mauracher-Orgel aus dem Jahre 1864 durch die Firma Dreher & Rheinisch so umfassend verändert, dass sie einem Neubau glich. |