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| | [[Datei:2007-11-28, Bürgermeisterloch 048.jpg| thumb|Eintritt des Almkanalsarms in den [[Mönchsberg]] unterhalb vom [[Bürgermeisterloch]] auf [[Nonntal]]er Seite]] | | [[Datei:2007-11-28, Bürgermeisterloch 048.jpg| thumb|Eintritt des Almkanalsarms in den [[Mönchsberg]] unterhalb vom [[Bürgermeisterloch]] auf [[Nonntal]]er Seite]] |
| | [[Datei:Stiftsarm des Almkanals in Salzburg.jpg|thumb|Stiftsarm des Almkanals in Salzburg]] | | [[Datei:Stiftsarm des Almkanals in Salzburg.jpg|thumb|Stiftsarm des Almkanals in Salzburg]] |
| − | Der '''Almkanal''' stellt eine der interessantesten technischen Meisterleistungen der Vergangenheit in der [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] dar. | + | Der '''Almkanal''' stellt eine der interessantesten technischen Meisterleistungen der Vergangenheit in der [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Wasserversorgung der Stadt Salzburg]] dar. Sein Stiftsarmabschnitt durch den [[Mönchsberg]] ist das älteste [[Mittelalter|mittelalterliche]] Stollensystem Mitteleuropas und steht heute unter [[Denkmalschutz]]. Es diente zur Versorgung der Stadt mit Nutz-, Trink- und Löschwasser sowie dem Mühlenbetrieb. |
| − | Sein Stiftsarmabschnitt durch den Mönchsberg ist das älteste mittelalterliche Stollensystem Mitteleuropas und steht heute unter Denkmalschutz. Es diente zur Versorgung der Stadt mit Nutz-, Trink- und Löschwasser sowie dem Mühlenbetrieb. | |
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| | ==Verlauf== | | ==Verlauf== |
| | Der Almkanal wird noch auf bayerischer Seite im [[Berchtesgadener Land]] von der [[Königseeache]] abgeleitet. Er verläuft durch [[Grödig]], in früheren Zeiten an zahlreichen, heute nur mehr wenigen Mühlen vorbei durch [[Eichet]], die [[Eichethofsiedlung]], [[Gneis]] und östlich des [[Leopoldskroner Weiher]]s, wo er sich teilt: | | Der Almkanal wird noch auf bayerischer Seite im [[Berchtesgadener Land]] von der [[Königseeache]] abgeleitet. Er verläuft durch [[Grödig]], in früheren Zeiten an zahlreichen, heute nur mehr wenigen Mühlen vorbei durch [[Eichet]], die [[Eichethofsiedlung]], [[Gneis]] und östlich des [[Leopoldskroner Weiher]]s, wo er sich teilt: |
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| − | * Der Hauptarm, die ''Stifts Almleitung'', führt geradewegs durch den [[Mönchsberg]], etwa auf der Höhe des [[Bürgermeisterloch]]s, und erreicht die [[Altstadt]] zwischen dem [[Petersfriedhof]] und der [[Festungsgasse]]; dort teilt sich dieser Arm (von Süden nach Norden) in: | + | * Der Hauptarm, die ''Stifts Almleitung'', führt geradewegs durch den Mönchsberg, etwa auf der Höhe des [[Bürgermeisterloch]]s, und erreicht die [[Altstadt]] zwischen dem [[Petersfriedhof]] und der [[Festungsgasse]]; dort teilt sich dieser Arm (von Süden nach Norden) in: |
| | ** den ''Unteren Kapitalarm'', der etwa bei der [[Gewerbeschule Salzburg]] in die [[Salzach]] mündet; | | ** den ''Unteren Kapitalarm'', der etwa bei der [[Gewerbeschule Salzburg]] in die [[Salzach]] mündet; |
| − | ** den ''Höllbräuarm'', der beim ehemaligen ''Gasthof Höllbräu'', heute [[Radisson Altstadthotel]], in die Salzach mündet; | + | ** den ''Höllbräuarm'', der beim ehemaligen [[Gasthof Höllbräu]], heute [[Radisson Altstadthotel]], in die Salzach mündet; |
| | ** den ''Oberen Kapitelarm'', der die [[Kapitelschwemme]] und die Häuser am [[Kapitelplatz]] versorgte; | | ** den ''Oberen Kapitelarm'', der die [[Kapitelschwemme]] und die Häuser am [[Kapitelplatz]] versorgte; |
| − | ** den ''St. Peter-Arm'', der durch das [[Erzstift St. Peter]] führt, dann entlang zum [[Hofmarstall]], wo er sich teilt: | + | ** den ''St. Peter-Arm'', der durch die [[Erzabtei St. Peter]] führt, dann entlang zum [[Hofmarstall]], wo er sich teilt: |
| | *** Der ''Gamperarm'', führt durch den [[Furtwänglerpark]] – [[Universitätsplatz]] (wo man ihn heute wieder sehen kann) – [[Getreidegasse]] – [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], wo er in die [[Salzach]] mündet; | | *** Der ''Gamperarm'', führt durch den [[Furtwänglerpark]] – [[Universitätsplatz]] (wo man ihn heute wieder sehen kann) – [[Getreidegasse]] – [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], wo er in die [[Salzach]] mündet; |
| | *** der ''Hofstallarm'' fließt am [[Sigmundstor]] vorbei, versorgte früher das [[Bürgerspital]] und erreicht die Salzach auf Höhe des heutigen [[Haus der Natur|Hauses der Natur]]. | | *** der ''Hofstallarm'' fließt am [[Sigmundstor]] vorbei, versorgte früher das [[Bürgerspital]] und erreicht die Salzach auf Höhe des heutigen [[Haus der Natur|Hauses der Natur]]. |
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| | Heute sind in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] an folgenden Stellen Almkanal-Zweige zu sehen: | | Heute sind in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] an folgenden Stellen Almkanal-Zweige zu sehen: |
| | * In der Talstation der [[Festungsbahn]] – siehe ''Tipp'' –, | | * In der Talstation der [[Festungsbahn]] – siehe ''Tipp'' –, |
| − | * bei der Mühle von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]], | + | * bei der Mühle der [[Stiftsbäckerei St. Peter|Stiftsbäckerei]] der [[Erzabtei St. Peter|St. Peter]], |
| | * am [[Max-Reinhardt-Platz]] beim Zugang zur [[Aula Academica|Großen Aula]], | | * am [[Max-Reinhardt-Platz]] beim Zugang zur [[Aula Academica|Großen Aula]], |
| | * am [[Universitätsplatz]] vor der [[Kollegienkirche]], | | * am [[Universitätsplatz]] vor der [[Kollegienkirche]], |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | ====Anfänge====
| + | ===Anfänge=== |
| | Die Anfänge des Almkanalnetzes reichen in das [[8. Jahrhundert]] zurück. Das ältestes Teilstück führte damals schon nach Mülln, wo es Mühlen antrieb und einem ganzen Stadtviertel seinen Namen gab. | | Die Anfänge des Almkanalnetzes reichen in das [[8. Jahrhundert]] zurück. Das ältestes Teilstück führte damals schon nach Mülln, wo es Mühlen antrieb und einem ganzen Stadtviertel seinen Namen gab. |
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| | Mitte des [[14. Jahrhundert]]s gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Bürgern der Stadt, für ihren Wasserbedarf im nördlichen Stadtbereich einen zweiten Wasserleitungsstollen durch den [[Mönchsberg]] zu schlagen. Den stadtseitigen Stollenausgang, heute etwa bei der [[Pferdeschwemme]], nutzten neben dem [[Bürgerspital]] auch zahlreiche Mühlen, Walken, Schleifereien, Schmieden und Sägen die Wasserkraft. Rund um das Gstättentor entwickelte sich ein Zentrum des städtischen Gewerbes. | | Mitte des [[14. Jahrhundert]]s gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Bürgern der Stadt, für ihren Wasserbedarf im nördlichen Stadtbereich einen zweiten Wasserleitungsstollen durch den [[Mönchsberg]] zu schlagen. Den stadtseitigen Stollenausgang, heute etwa bei der [[Pferdeschwemme]], nutzten neben dem [[Bürgerspital]] auch zahlreiche Mühlen, Walken, Schleifereien, Schmieden und Sägen die Wasserkraft. Rund um das Gstättentor entwickelte sich ein Zentrum des städtischen Gewerbes. |
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| − | ====Ende des Mittelalters====
| + | ===Ende des Mittelalters=== |
| | Das [[1548]] erbaute [[Erzbischöfliches Brunnhaus|Brunnhaus]], ein mit Almwasser betriebenes Grundwasserhebewerk, versorgte zahlreiche Stadthäuser und Brunnen sogar am gegenüberliegenden Salzachufer. Zusätzlich lieferten vom Stiftsarmstollen ausgehende hölzerne Almbrunnleitungen an über 80 Ausläufen Wasser für Brunnen, Waschhäuser, [[Salzburger Badehäuser|Bäder]], [[Pferdeschwemme]]n und Fischkalter. Das [[1664]] am Südhang des [[Festungsberg]]es errichtete Wasserpumpwerk des Erzbischöflichen Brunnhauses förderte mit hohem Druck Wasser für die Fontäne des [[Residenzbrunnen]]s und für die höher gelegenen Häuser im [[Nonntal]] und im [[Kaiviertel]]. | | Das [[1548]] erbaute [[Erzbischöfliches Brunnhaus|Brunnhaus]], ein mit Almwasser betriebenes Grundwasserhebewerk, versorgte zahlreiche Stadthäuser und Brunnen sogar am gegenüberliegenden Salzachufer. Zusätzlich lieferten vom Stiftsarmstollen ausgehende hölzerne Almbrunnleitungen an über 80 Ausläufen Wasser für Brunnen, Waschhäuser, [[Salzburger Badehäuser|Bäder]], [[Pferdeschwemme]]n und Fischkalter. Das [[1664]] am Südhang des [[Festungsberg]]es errichtete Wasserpumpwerk des Erzbischöflichen Brunnhauses förderte mit hohem Druck Wasser für die Fontäne des [[Residenzbrunnen]]s und für die höher gelegenen Häuser im [[Nonntal]] und im [[Kaiviertel]]. |
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| | Vom [[16. Jahrhundert|16.]] bis ins [[19. Jahrhundert]] entwickelte sich der Almkanal immer mehr zur Lebensader für Gewerbe und Fabriken innerhalb und außerhalb der Stadt. Der Köckablass im [[Thumegger-Bezirk]] lieferte zusätzliches Triebwasser für die Mühlen am [[Hellbrunner Bach]]. Über den [[Kreuzbrücklbach]] und den [[Ganshofbach]] wurde in [[Maxglan]] die Wasserführung von [[Glan]] und [[Glanmühlbach]] aufgebessert. Mühlen, Sägen, Walken, Schleifereien, Polierwerke, [[Kugelmühle]]n, Schmieden, Hammerwerke, Wasserpumpwerke, Bleiweiß- und Lederfabriken, Gewürz- und Lehmstampfe, Pulverfabriken, Malzmühlen, [[Bier|Brauereien]] und Feigenkaffeefabriken wurden betrieben, zahlreiche Teiche für die Eisgewinnung (siehe [[Bier#Bierkühlung|Bier]]) wurden angelegt. [[Grödig]] war Zentrum der Eisenverarbeitung und der Zementindustrie. | | Vom [[16. Jahrhundert|16.]] bis ins [[19. Jahrhundert]] entwickelte sich der Almkanal immer mehr zur Lebensader für Gewerbe und Fabriken innerhalb und außerhalb der Stadt. Der Köckablass im [[Thumegger-Bezirk]] lieferte zusätzliches Triebwasser für die Mühlen am [[Hellbrunner Bach]]. Über den [[Kreuzbrücklbach]] und den [[Ganshofbach]] wurde in [[Maxglan]] die Wasserführung von [[Glan]] und [[Glanmühlbach]] aufgebessert. Mühlen, Sägen, Walken, Schleifereien, Polierwerke, [[Kugelmühle]]n, Schmieden, Hammerwerke, Wasserpumpwerke, Bleiweiß- und Lederfabriken, Gewürz- und Lehmstampfe, Pulverfabriken, Malzmühlen, [[Bier|Brauereien]] und Feigenkaffeefabriken wurden betrieben, zahlreiche Teiche für die Eisgewinnung (siehe [[Bier#Bierkühlung|Bier]]) wurden angelegt. [[Grödig]] war Zentrum der Eisenverarbeitung und der Zementindustrie. |
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| − | ====Neuzeit====
| + | ===Neuzeit=== |
| | Im Zuge der Säkularisierung übernahm der Staat [[1803]] von den drei kirchlichen Almherrnhöfen auch die Verwaltung und Erhaltungspflicht für das Kanalsystem. Zur wirtschaftlichen Blütezeit des Almkanales wurden Ende des [[19. Jahrhundert]]s 63 Werke mit über 100 Wasserrädern und einer Gesamtleistung von nahezu 2000 PS sowie 353 sonstige Wasserrechte registriert. | | Im Zuge der Säkularisierung übernahm der Staat [[1803]] von den drei kirchlichen Almherrnhöfen auch die Verwaltung und Erhaltungspflicht für das Kanalsystem. Zur wirtschaftlichen Blütezeit des Almkanales wurden Ende des [[19. Jahrhundert]]s 63 Werke mit über 100 Wasserrädern und einer Gesamtleistung von nahezu 2000 PS sowie 353 sonstige Wasserrechte registriert. |
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| | Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] und die darauf folgende Wirtschaftskrise, aber auch der Ausbau des Stromnetzes führten zur Stillegung vieler Anlagen und zum fortschreitenden Verfall des Kanalsystemes. [[1937]] zog sich der Staat als Almkanalbetreiber zurück und bestimmte mit einem speziellen Bundesgesetz die Wasserwerksgenossenschaft-Almhauptkanal, die Wasserwerksgenossenschaft Stiftsarm und die Stadt Salzburg für den [[Neutor]]arm zu den neuen Erhaltungsträgern. Mit der technischen Leitung des Gesamtsystemes wurde ein "Almmeister" betraut. Aber auch diese Konstellation konnte den langsamen Verfall des Kanalsystemes nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht entscheidend aufhalten. | | Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] und die darauf folgende Wirtschaftskrise, aber auch der Ausbau des Stromnetzes führten zur Stillegung vieler Anlagen und zum fortschreitenden Verfall des Kanalsystemes. [[1937]] zog sich der Staat als Almkanalbetreiber zurück und bestimmte mit einem speziellen Bundesgesetz die Wasserwerksgenossenschaft-Almhauptkanal, die Wasserwerksgenossenschaft Stiftsarm und die Stadt Salzburg für den [[Neutor]]arm zu den neuen Erhaltungsträgern. Mit der technischen Leitung des Gesamtsystemes wurde ein "Almmeister" betraut. Aber auch diese Konstellation konnte den langsamen Verfall des Kanalsystemes nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht entscheidend aufhalten. |
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| − | ====Seit 1970====
| + | ===Seit 1970=== |
| | Anfang der [[1970er]]-Jahre war das Kanalsystem bereits so desolat, dass die Wasserführung reduziert werden musste und sich die noch bestehenden Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sahen. Wasseraustritte und Überflutungen, insbesondere in den aufgedämmten Kanalabschnitten, waren an der Tagesordnung. Angesichts einer Uferlänge des Almhauptkanales von rund 24 km reichten die bescheidenen Genossenschaftsmittel nicht einmal für die notwendigsten Reparaturen der meist hölzernen, großteils völlig vermorschten Uferverbauungen aus. Kurz vor einer endgültigen Auflassung und der drohenden Zuschüttung der Kanäle fiel [[1979]] nach langwierigen Verhandlungen die Entscheidung für eine aus öffentlichen Mitteln geförderte Generalsanierung. So konnte glücklicherweise der Fortbestand des Salzburger Almkanales, eines in Mitteleuropa einzigartigen Kulturdenkmals historischer Wasserbaukunst, gesichert werden. | | Anfang der [[1970er]]-Jahre war das Kanalsystem bereits so desolat, dass die Wasserführung reduziert werden musste und sich die noch bestehenden Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sahen. Wasseraustritte und Überflutungen, insbesondere in den aufgedämmten Kanalabschnitten, waren an der Tagesordnung. Angesichts einer Uferlänge des Almhauptkanales von rund 24 km reichten die bescheidenen Genossenschaftsmittel nicht einmal für die notwendigsten Reparaturen der meist hölzernen, großteils völlig vermorschten Uferverbauungen aus. Kurz vor einer endgültigen Auflassung und der drohenden Zuschüttung der Kanäle fiel [[1979]] nach langwierigen Verhandlungen die Entscheidung für eine aus öffentlichen Mitteln geförderte Generalsanierung. So konnte glücklicherweise der Fortbestand des Salzburger Almkanales, eines in Mitteleuropa einzigartigen Kulturdenkmals historischer Wasserbaukunst, gesichert werden. |
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| | ==Daten== | | ==Daten== |
| − | Der Almkanal erreicht von [[Hangendenstein]] eine Länge von 11,8 km, bevor er in Mülln die Salzach erreicht. Die Gesamtlänge des Almnetzes beläuft sich auf 18 km. Das Gesamtgefälle auf dieser Strecke beträgt 45 m, die durchschnittliche Neigung 1 – 3,5 ‰, der Hauptkanal führt etwa 5,5 m³/sek., womit sich eine theoretische Leistung von 3.342 Roh-PS ergäbe. Der Hauptkanal hat einen Rechteckquerschnitt von 1,5 – 1,5 m × 5 m. | + | Der Almkanal erreicht von [[Hangendenstein]] eine Länge von 11,8 km, bevor er in Mülln die Salzach erreicht. Die Gesamtlänge des Almnetzes beläuft sich auf 18 km. Das Gesamtgefälle auf dieser Strecke beträgt 45 m, die durchschnittliche Neigung 1 – 3,5 ‰, der Hauptkanal führt etwa 5,5 m³/sek., womit sich eine theoretische Leistung von 3 342 Roh-PS ergäbe. Der Hauptkanal hat einen Rechteckquerschnitt von 1,5 – 1,5 m × 5 m. |
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| − | Der Almkanal versorgt auch sechs Teiche mit einer Fläche von 130.000 m² mit Wasser. | + | Der Almkanal versorgt auch sechs Teiche mit einer Fläche von 130 000 m² mit Wasser. |
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| | ==Besichtigungstipp== | | ==Besichtigungstipp== |
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| | ==Kraftwerke am Almkanal== | | ==Kraftwerke am Almkanal== |
| − | Insgesamt liegen 17 Kraftwerke am Almkanal. Die Stromerzeugung dient zur Eigenversorgung und Einspeisung ins öffentliche Netz. Die Jahreserzeugung entspricht dem Stromverbrauch von 2.400 Haushalten. Damit kann die Verbrennung von 2,8 Mill. Litern Heizöl oder 6.000 Tonnen CO<sub>2</sub> ersetzt werden. | + | Insgesamt liegen 17 Kraftwerke am Almkanal. Die Stromerzeugung dient zur Eigenversorgung und Einspeisung ins öffentliche Netz. Die Jahreserzeugung entspricht dem Stromverbrauch von 2 400 Haushalten. Damit kann die Verbrennung von 2,8 Mill. Litern Heizöl oder 6 000 Tonnen CO<sub>2</sub> ersetzt werden. |
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| − | ====Kraftwerk Eichetmühle====
| + | ===Kraftwerk Eichetmühle=== |
| | :''Hauptartikel: [[Kraftwerk Eichetmühle]]'' | | :''Hauptartikel: [[Kraftwerk Eichetmühle]]'' |
| | Das Kraftwerk Eichetmühle in der Gemeinde [[Grödig]] ([[Flachgau]]) ist das älteste [[Wasserkraftwerke|Laufkraftwerk]] [[Bundesland Salzburg|Salzburgs]], das noch im Betrieb ist. | | Das Kraftwerk Eichetmühle in der Gemeinde [[Grödig]] ([[Flachgau]]) ist das älteste [[Wasserkraftwerke|Laufkraftwerk]] [[Bundesland Salzburg|Salzburgs]], das noch im Betrieb ist. |
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| − | ====Kraftwerk Müllnerbräu====
| + | ===Kraftwerk Müllnerbräu=== |
| | : ''Hauptartikel: [[Kraftwerk Müllnerbräu]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Kraftwerk Müllnerbräu]]'' |
| | Ab Herbst 2009 verfügt das [[Augustiner Bräu Kloster Mülln OG|Augustiner Bräu]] über ein eigenes Kraftwerk, das die [[Wasserkraftwerke|Wasserkraft]] des Almkanals nützt. | | Ab Herbst 2009 verfügt das [[Augustiner Bräu Kloster Mülln OG|Augustiner Bräu]] über ein eigenes Kraftwerk, das die [[Wasserkraftwerke|Wasserkraft]] des Almkanals nützt. |
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| − | ====Wasserrad im Erzstift St. Peter====
| + | ===Wasserrad in der Erzabtei St. Peter=== |
| − | Ein Wasserrad ist noch neben der [[Stiftsbäckerei St. Peter|Stiftsbäckerei]] des Erzstiftes St. Peter in Betrieb. Es handelt sich dabei um ein so genanntes „Oberschlächtiges“ Wasserrad, das die Kraftwerksnummer 15 am Almkanal trägt. Der Raddurchmesser beträgt vier Meter, die Breite zwei Meter und es macht sechs Umdrehungen in der Minute. Die Leistung beträgt 10 kW bei einem Verbrauch von 400 l/sec. | + | Ein Wasserrad ist noch neben der [[Stiftsbäckerei St. Peter|Stiftsbäckerei]] der Erzabtei St. Peter in Betrieb. Es handelt sich dabei um ein so genanntes „Oberschlächtiges“ Wasserrad, das die Kraftwerksnummer 15 am Almkanal trägt. Der Raddurchmesser beträgt vier Meter, die Breite zwei Meter und es macht sechs Umdrehungen in der Minute. Die Leistung beträgt 10 kW bei einem Verbrauch von 400 l/sec. |
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| − | ====Notstromaggregat Münzgasse====
| + | ===Notstromaggregat Münzgasse=== |
| − | Im Innenhof des Hauses [[Münzgasse]] 1 in der Salzburger Altstadt erzeugt ein Notstromaggregat seit 1904 etwa 60 Kilowatt. Das Gebäude hieß früher „Städtisches Kühlhaus“ und verkaufte auch Kunsteis. Es handelt sich bei der Turbine um eine ''Francisturbine'', die über ein Druckrohr mit 7,5 Metern Fallhöhe und einer Wassermenge von 1.400 Litern pro Sekunde versorgt wird. Während der alljährlich im September stattfindenden "Almabkehr'' stehen zwei Dieselaggregate zur Notstromerzeugung bereit. | + | Im Innenhof des Hauses [[Münzgasse]] 1 in der Salzburger Altstadt erzeugt ein Notstromaggregat seit [[1904]] etwa 60 Kilowatt. Das Gebäude hieß früher „Städtisches Kühlhaus“ und verkaufte auch Kunsteis. Es handelt sich bei der Turbine um eine ''Francisturbine'', die über ein Druckrohr mit 7,5 Metern Fallhöhe und einer Wassermenge von 1 400 Litern pro Sekunde versorgt wird. Während der alljährlich im September stattfindenden "Almabkehr'' stehen zwei Dieselaggregate zur Notstromerzeugung bereit. |
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| − | Der Einlauf zum Kraftwerk befindet sich hinter dem [[Gstättentor]]. Die Jahresleistung 2010 des Kleinkraftwerkes betrug 424.000 Kilowattstunden Strom. | + | Der Einlauf zum Kraftwerk befindet sich hinter dem [[Gstättentor]]. Die Jahresleistung 2010 des Kleinkraftwerkes betrug 424 000 Kilowattstunden Strom. |
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| | Den Großteil des Stroms nimmt die [[Salzburg AG]] ab. Mit dem Rest werden das [[Landestheater|Landes-]] und [[Salzburger Marionettentheater]] sowie das [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] versorgt. Dort wird bei einem Stromausfall die Notbeleuchtung mit Strom aus der Münzgasse versorgt. | | Den Großteil des Stroms nimmt die [[Salzburg AG]] ab. Mit dem Rest werden das [[Landestheater|Landes-]] und [[Salzburger Marionettentheater]] sowie das [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] versorgt. Dort wird bei einem Stromausfall die Notbeleuchtung mit Strom aus der Münzgasse versorgt. |
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| | == Siehe auch == | | == Siehe auch == |
| | * [[Konflikt Almkanal|Konflikt am Almkanal]] | | * [[Konflikt Almkanal|Konflikt am Almkanal]] |
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| − | ==Quellen==
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| − | {{Homepage|http://www.almkanal.at/}}
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| − | {{Homepage|http://www.stiftsarm.at/}}
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| − | * ''Historischer Atlas der Stadt Salzburg'', Schriftenreihe des [[Archiv der Stadt Salzburg|Archivs der Stadt Salzburg]], Nr. 11, 1999
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| − | * {{Quelle SN|12. September 2009 und 9. Mai 2011}}
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| − | * Salzburgwiki-Beiträge
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| − | <references/>
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| | == Weitere Bilder == | | == Weitere Bilder == |
| | {{Commonscat|Almkanal}} | | {{Commonscat|Almkanal}} |
| | + | ==Quellen== |
| | + | {{Homepage|http://www.almkanal.at/}} |
| | + | {{Homepage|http://www.stiftsarm.at/}} |
| | + | * ''Historischer Atlas der Stadt Salzburg'', Schriftenreihe des [[Archiv der Stadt Salzburg|Archivs der Stadt Salzburg]], Nr. 11, 1999 |
| | + | * {{Quelle SN|12. September 2009 und 9. Mai 2011}} |
| | + | * Salzburgwiki-Beiträge |
| | + | <references/> |
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| | + | [[Kategorie:Salzburgs Schätze]] |
| | [[Kategorie:Fluss]] | | [[Kategorie:Fluss]] |
| | [[Kategorie:Wissenschaft]] | | [[Kategorie:Wissenschaft]] |