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| | === Oktober 2015 === | | === Oktober 2015 === |
| | + | * ''' 31. Oktober 2015, Samstag''': |
| | + | : Wurden in den letzten Tage zwischen 30 und 50 Flüchtlinge pro Stunde von den deutschen Behörden am Grenzüberübergang übernommen, so waren es heute an die 100 Personen pro Stunde. |
| | + | : In den letzten beiden Wochen wurden neue Standorte für Flüchtlings-Notlager publik. So sollen auf dem Werksgelände des [[Zementwerk Leube GmbH|Zementwerks Leube]] und in [[Kaltenhausen]] entstehen, ein Zelt am Parkplatz des [[Salzburger Freilichtmuseum]]s in [[Großgmain]] steht bereits. Da die Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof nicht winterfest gemacht werden kann, bauten gestern Soldaten des Österreichischen Bundesheeres ein stabiles Zelt für 220 Personen an der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der [[Lastenstraße]], auf. Nachdem in der ehemaligen Straßenmeisterei der Autobahn Salzburg-Mitte ein baufällige Gebäude gesperrt werden musste, wurde ein Zelt für bis zu 520 Personen aufgestellt. Weitere Gebäude sollen für 250 Personen adaptiert werden. |
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| | * ''' 29. Oktober 2015, Donnerstag''': | | * ''' 29. Oktober 2015, Donnerstag''': |
| | :'''Salzburg''': Am Vormittag brachten sieben Busse aus der Steiermark 400 Flüchtlinge in die alte Autobahnmeisterei in Liefering, wo sich am Abend rund 800 Menschen inkl. rund 100 Asylbewerber, die in Österreich bleiben, aufhielten. An der Grenze warteten rund 300 Flüchtlinge. Die Abfertigung funktioniert ohne Probleme, durchschnittlich werden 50 Personen pro Stunde von den deutschen Behörden übernommen. In der Tiefgarage des Hauptbahnhofes befanden sich rund 700 Migranten. | | :'''Salzburg''': Am Vormittag brachten sieben Busse aus der Steiermark 400 Flüchtlinge in die alte Autobahnmeisterei in Liefering, wo sich am Abend rund 800 Menschen inkl. rund 100 Asylbewerber, die in Österreich bleiben, aufhielten. An der Grenze warteten rund 300 Flüchtlinge. Die Abfertigung funktioniert ohne Probleme, durchschnittlich werden 50 Personen pro Stunde von den deutschen Behörden übernommen. In der Tiefgarage des Hauptbahnhofes befanden sich rund 700 Migranten. |
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| | :Augen- und Ohrenzeugen der örtlichen Einsatzleitung und Betreuer der Dolmetscher hätten bestätigt, dass mehrere Dolmetscher instruiert wurden, die Leute zum Gehen zu bewegen, betonte Schaden weiter. “''Menschen in Rollstühlen und auf Krücken wollten die Garage eigentlich nicht verlassen''.” Die Polizei habe dann schließlich über 1 000 Flüchtlinge durch die Stadt zur Grenze eskortiert. “''Das ist offensichtlich die Linie der Wiener Stäbe''”, sagte Schaden. | | :Augen- und Ohrenzeugen der örtlichen Einsatzleitung und Betreuer der Dolmetscher hätten bestätigt, dass mehrere Dolmetscher instruiert wurden, die Leute zum Gehen zu bewegen, betonte Schaden weiter. “''Menschen in Rollstühlen und auf Krücken wollten die Garage eigentlich nicht verlassen''.” Die Polizei habe dann schließlich über 1 000 Flüchtlinge durch die Stadt zur Grenze eskortiert. “''Das ist offensichtlich die Linie der Wiener Stäbe''”, sagte Schaden. |
| | :Die Exekutive widersprach dieser Version weiterhin: Am Vormittag hätten sich zunächst rund 50 Personen vom Vorplatz des Hauptbahnhofs auf den Fußweg zur Grenze gemacht, weil sie schon mehrere Tage in der Bahnhofsgarage warten mussten und mit ihrer Geduld am Ende waren. Der Aufbruch sprach sich dann aber offenbar rasend schnell herum. Kurz darauf hatte sich das Transitquartier fast völlig geleert. Um eine Massenpanik und Eskalation zu vermeiden, habe man die Garagentore geöffnet und Absperrungen und Barrieren zur Seite geräumt, betonte die Polizei. | | :Die Exekutive widersprach dieser Version weiterhin: Am Vormittag hätten sich zunächst rund 50 Personen vom Vorplatz des Hauptbahnhofs auf den Fußweg zur Grenze gemacht, weil sie schon mehrere Tage in der Bahnhofsgarage warten mussten und mit ihrer Geduld am Ende waren. Der Aufbruch sprach sich dann aber offenbar rasend schnell herum. Kurz darauf hatte sich das Transitquartier fast völlig geleert. Um eine Massenpanik und Eskalation zu vermeiden, habe man die Garagentore geöffnet und Absperrungen und Barrieren zur Seite geräumt, betonte die Polizei. |
| − | :Die Lage beruhigte sich im Laufe des Nachmittags wieder einigermaßen. Gegen 17 Uhr befanden sich am Samstag rund 1 100 Menschen an der Grenze zu Deutschland, weitere 500 in der Bahnhofsgarage. Seit dem Nachmittag ist auch das Transitquartier in der ehemaligen Autobahnmeisterei Liefering wieder geöffnet. Dort hielten sich am frühen Abend rund 80 Flüchtlinge auf. Die zwei großen Zelte in der Asfinag bieten Schlafplätze für rund 650 Personen. Sie sind fertig hergerichtet und stehen erstmals zur Verfügung. Gegen 19.30 Uhr wird der nächste Zug mit etwa 500 Flüchtlingen erwartet. Weitere Züge sind noch nicht bekannt. Das teilte die Stadt Salzburg am frühen Abend in einer Aussendung mit. | + | :Die Lage beruhigte sich im Laufe des Nachmittags wieder einigermaßen. Gegen 17 Uhr befanden sich am Samstag rund 1 100 Menschen an der Grenze zu Deutschland, weitere 500 in der Bahnhofsgarage. Seit dem Nachmittag ist auch das Transitquartier in der ehemaligen Autobahnmeisterei Liefering wieder geöffnet. Dort hielten sich am frühen Abend rund 80 Flüchtlinge auf. Die zwei großen Zelte in der Asfinag bieten Schlafplätze für rund 650 Personen. Sie sind fertig hergerichtet und stehen erstmals zur Verfügung. Gegen 19:30 Uhr wird der nächste Zug mit etwa 500 Flüchtlingen erwartet. Weitere Züge sind noch nicht bekannt. Das teilte die Stadt Salzburg am frühen Abend in einer Aussendung mit. |
| − | :Der Koordinator der Freiwilligen, Mike Vogl, hat „aus Sicherheitsgründen“ mittlerweile alle privaten Helfer von der Grenze abgezogen. Er sagt: „Diese unkontrollierte Lage ist nicht zu verantworten. Das ist für unsere Leute viel zu riskant.“ Die Verantwortung und Versorgung an der Grenze obliegt nunmehr der Polizei, hieß es auch von Seiten der Stadt. Ein Verbindungsmann der Stadt Salzburg bleibt vor Ort. Die Berufsfeuerwehr ist weiter samt Fahrzeug vertreten. Auch die Müllentsorgung geht, soweit möglich, seitens der Stadt Salzburg weiter. | + | :Der Koordinator der Freiwilligen, [[Mike Vogl]], hat „aus Sicherheitsgründen“ mittlerweile alle privaten Helfer von der Grenze abgezogen. Er sagt: „Diese unkontrollierte Lage ist nicht zu verantworten. Das ist für unsere Leute viel zu riskant.“ Die Verantwortung und Versorgung an der Grenze obliegt nunmehr der Polizei, hieß es auch von Seiten der Stadt. Ein Verbindungsmann der Stadt Salzburg bleibt vor Ort. Die Berufsfeuerwehr ist weiter samt Fahrzeug vertreten. Auch die Müllentsorgung geht, soweit möglich, seitens der Stadt Salzburg weiter. |
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| | * ''' 21. Oktober 2015, Mittwoch''': | | * ''' 21. Oktober 2015, Mittwoch''': |