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==Geschichte==
 
==Geschichte==
Vermutlich zwischen [[807]] und [[810]] wurde vom Erzbischof [[Arn]] die Kirche mit dem Patrozinium St. Zeno gegründet. Da das Gebiet um Reichenhall durch seine Talkessellage schon von jeher von Überschwemmungen bedroht war (damit auch die Salzquellen von Reichenhall), fiel die Wahl auf den heiligen Zeno als Kirchenpatron, der als Schutzheiliger gegen Überschwemmungen galt.  
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:''Hauptartikel [[St. Zeno (Geschichte)]]''
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Vermutlich zwischen [[807]] und [[810]] wurde vom [[Erzbischof]] [[Arn]] die Kirche mit dem Patrozinium St. Zeno gegründet. Da das Gebiet um Reichenhall durch seine [[Reichenhaller Becken|Talkessellage]] schon von jeher von Überschwemmungen bedroht war (damit auch die Salzquellen von Reichenhall), fiel die Wahl auf den heiligen Zeno als Kirchenpatron, der als Schutzheiliger gegen [[Hochwasser|Überschwemmungen]] galt.  
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Der [[Altstadt|Salzburger]] [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abensberg]] schuf als einzige Neugründung seiner Regierungszeit dann [[1136]] das Augustiner Chorherrenstift San Zeno. Das Stift wurde mit Gütern und Anteilen am [[Salzzehent]] ausgestattet.
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Der Salzburger] Erzbischof [[Konrad I. von Abensberg]] schuf als einzige Neugründung seiner Regierungszeit dann [[1136]] das Augustiner Chorherrenstift San Zeno. Das Stift wurde mit Gütern und Anteilen am [[Salzzehent]] ausgestattet.
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Die Weihe fand [[1228]] statt. [[1342]] wurde von den [[Bad Reichenhall|Reichenhaller]] Mönchsherren zu San Zeno in einem bestehenden Gebäude im heutigen [[Hotel Kasererbräu]] in [[Salzburg]], [[Kaigasse]], ein Klosterherberge eingerichtet.
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Die Weihe fand [[1228]] statt. [[1342]] wurde von den Reichenhaller Mönchsherren zu San Zeno in einem bestehenden Gebäude im heutigen [[Hotel Kasererbräu]] in [[Salzburg]], [[Kaigasse]], ein Klosterherberge eingerichtet.
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Leider veränderte sich das Erscheinungsbild der bis dahin größten romanischen Kirche Oberbayerns (90 m lang, 30 m breit) stark mit der Brandkatastrophe von [[1512]].  
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Leider veränderte sich das Erscheinungsbild der bis dahin größten [[Romanik|romanischen]] Kirche [[Oberbayern |Oberbayerns]] (90 m lang, 30 m breit) stark mit der [[Brände (Geschichte)|Brandkatastrophe]] von [[1512]].  
    
Das Kloster, das auch über das Recht der freien Propstwahl verfügte, fiel [[1803]] der [[Säkularisation]] zum Opfer.
 
Das Kloster, das auch über das Recht der freien Propstwahl verfügte, fiel [[1803]] der [[Säkularisation]] zum Opfer.
    
==San Zeno==
 
==San Zeno==
San Zeno war der achte Bischof von Verona (Veneto, [[Italien]]) und starb um [[372]]. Wie aus Aufzeichnungen von Papst Gregor dem Großen zu entnehmen ist, geschah anno dazumal in Verona ein Wunder, das dem Hl. Zeno die Verehrung als Patron gegen Wassergefahren brachte: ein verheerendes Hochwasser der Etsch, die durch Verona fließt, ließ deren Bewohner in die Kirche mit dem Grab von Zeno fliehen - sie war dann auch die einzige Kirche der Stadt, die von den Fluten verschont geblieben war.  
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San Zeno war der achte Bischof von Verona (Veneto, [[Italien]]) und starb um [[372]]. Wie aus Aufzeichnungen von Papst Gregor dem Großen zu entnehmen ist, geschah anno dazumal in Verona ein Wunder, das dem hl. Zeno die Verehrung als Patron gegen Wassergefahren brachte: ein verheerendes Hochwasser der Etsch, die durch Verona fließt, ließ deren Bewohner in die Kirche mit dem Grab von Zeno fliehen - sie war dann auch die einzige Kirche der Stadt, die von den Fluten verschont geblieben war.  
    
==Im Kircheninneren==
 
==Im Kircheninneren==
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===Taufbecken===
 
===Taufbecken===
Betritt man den Kirchenhauptraum, so befindet sich links die Taufkapelle. Der spätgotische Taufstein ist aus [[Adneter Marmor]]. Am Beckenrand sind zwölf Flachreliefs mit den Aposteln zu sehen. Der achtseitige Taufsteinsockel symbolisiert die schon seit frühchristlicher Zeit wichtige Zahl Acht bei der Gestaltung von Tauforten.  
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Betritt man den Kirchenhauptraum, so befindet sich links die Taufkapelle. Der [[Gotik|spätgotische]] Taufstein ist aus [[Adneter Marmor]]. Am Beckenrand sind zwölf Flachreliefs mit den Aposteln zu sehen. Der achtseitige Taufsteinsockel symbolisiert die schon seit frühchristlicher Zeit wichtige Zahl Acht bei der Gestaltung von Tauforten.  
    
===Grabmäler===
 
===Grabmäler===
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== Weitere Bilder ==
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=== weitere Bilder ===
 
{{Commonscat|Kloster Sankt Zeno Reichenhall}}
 
{{Commonscat|Kloster Sankt Zeno Reichenhall}}
==Weblink==
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* siehe auch [[St. Zeno (Geschichte)]]
      
==Quellen==
 
==Quellen==