Brand, Pest und Besetzungen haben der Stadt wirtschaftlich schwer geschadet und die ersten Jahrzehnte des [[17. Jahrhundert]]s benötigte die Stadt, um sich davon einigermaßen zu erholen. Es war auch die Zeit der Hexenverfolgungen, die [[1749]] auch Mühldorf erreichten. Von den Hexenprozessen ist ein Fall vollständig dokumentiert, nämlich jener der 16-jährigen Dienstmagd [[Maria Pauer]], die im August 1749 inhaftiert wurde. Nach Monate langer Inhaftierung im so genannten „Hexenkammerl“ im Mühldorfer Rathaus sowie endlosen Verhandlungen wurde mit dem Urteil vom [[10. September]] [[1750]] vom Salzburger Hofrat die Pauerin für der Hexerei schuldig erkannt und verurteilte sie zur Strafe des Schwertes mit nachgehender Verbrennung der Leiche. Das Todesurteil gegen das Mädchen wurde im Oktober 1750 in Salzburg vollstreckt. | Brand, Pest und Besetzungen haben der Stadt wirtschaftlich schwer geschadet und die ersten Jahrzehnte des [[17. Jahrhundert]]s benötigte die Stadt, um sich davon einigermaßen zu erholen. Es war auch die Zeit der Hexenverfolgungen, die [[1749]] auch Mühldorf erreichten. Von den Hexenprozessen ist ein Fall vollständig dokumentiert, nämlich jener der 16-jährigen Dienstmagd [[Maria Pauer]], die im August 1749 inhaftiert wurde. Nach Monate langer Inhaftierung im so genannten „Hexenkammerl“ im Mühldorfer Rathaus sowie endlosen Verhandlungen wurde mit dem Urteil vom [[10. September]] [[1750]] vom Salzburger Hofrat die Pauerin für der Hexerei schuldig erkannt und verurteilte sie zur Strafe des Schwertes mit nachgehender Verbrennung der Leiche. Das Todesurteil gegen das Mädchen wurde im Oktober 1750 in Salzburg vollstreckt. |