| − | Um 1843/1845 nennt Richard Schlegel sich „Magister der Chirurgie und Operateur“, 1848 ist er „k.k. Kreiswundarzt“ in Salzburg. Im Heiratsvertrag von 1846 nennt er sich zusätzlich „Secundar-Arzt im [[St. Johanns-Spital|St. Johannspitale]]“ in Salzburg. Er wird promoviert zum Dr. med. in Wien im Juli 1851. 1865 ist er (auf der Subskriptionsliste zu einem Buch) „Dr. Schlegel, praktischer Arzt, Salzburg“, 1878 in einer Todesanzeige aus seiner Familie „Dr. Richard Schlegel, Stadtarzt“. | + | Um 1843/1845 nennt Richard Schlegel sich „Magister der Chirurgie und Operateur“, 1848 ist er „[[Reich#k._k.|k. k.]] Kreiswundarzt“ in Salzburg. Im Heiratsvertrag von 1846 nennt er sich zusätzlich „Secundar-Arzt im [[St. Johanns-Spital|St. Johannspitale]]“ in Salzburg. Er wird im Juli 1851 in Wien zum Dr. med. promoviert . 1865 ist er (auf der Subskriptionsliste zu einem Buch) „Dr. Schlegel, praktischer Arzt, Salzburg“, 1878 in einer Todesanzeige aus seiner Familie „Dr. Richard Schlegel, Stadtarzt“. |
| − | Sie schreibt in einem Brief vom 1. November 1847 stolz: „[Richard hat eine] Operation gemacht, die der Hr. Professor [doppelt unterstrichen] nicht zu unternehmen gewagt hatte.“ Und am 23. Januar 1847 berichtet sie ihrer Freundin Betti: „Richard hat eine Patientin in Wals... [und] bekam eine Flasche Champagner von ihr.“<ref>Briefe im Besitz der Familie (aus dem Nachlass Fanni und Franz Spängler).</ref>Richard Schlegels erste Frau stirbt 1848 bei der Geburt der Tochter, Franziska (Fanni) Schlegel (* 1848, † 1905), die 1872 in Salzburg den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den gebürtigen Salzburger Dr. Franz Xaver [[Spängler]] (* 1839, † 1912; [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]]) heiratet. In zweiter Ehe heiratet Richard Schlegel Katharina Arrigler (* 1831, † 1911) und hat mit ihr weitere Kinder (und Nachkommen in den Salzburger Familien [[Wessely]], [[Teschner]], [[Bergstätter]] u. a.). | + | Sie schreibt in einem Brief vom 1. November 1847 stolz: „[Richard hat eine] Operation gemacht, die der Hr. Professor [doppelt unterstrichen] nicht zu unternehmen gewagt hatte.“ Und am 23. Januar 1847 berichtet sie ihrer Freundin Betti: „Richard hat eine Patientin in Wals... [und] bekam eine Flasche Champagner von ihr.“<ref>Briefe im Besitz der Familie (aus dem Nachlass Fanni und Franz Spängler).</ref>Richard Schlegels erste Frau stirbt 1848 bei der Geburt der Tochter, Franziska (Fanni) Schlegel (* 1848, † 1905), die 1872 in Salzburg den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den gebürtigen Salzburger Dr. Franz Xaver [[Spängler]] (* 1839, † 1912; [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]]) heiratet. In zweiter Ehe heiratet Richard Schlegel Katharina [[Arrigler]] (* 1831, † 1911) und hat mit ihr weitere Kinder (und Nachkommen in den Salzburger Familien [[Wessely]], [[Teschner]], [[Bergstätter]] u. a.). |
| − | Richard Schlegel, Schwiegersohn in erster Ehe der „[[Höllbräu]]<nowiki>wirtin</nowiki>“ [[Franziska Kobler]], wohnt ebenfalls im „Höllbräuhaus“.<ref>Belege im Besitz der Familie: Geburtsurkunden, „Heiratsvertrag“ 1846, Trauschein, Briefe der Stiefmutter Katharina Schlegel, Todesanzeigen u. a.</ref>Die Beziehung zur Schwiegermutter aus der ersten Ehe bleibt ein Leben lang eng; er nennt sich weiterhin „ihr dankbarer Sohn“ und sie unterstützt ihn beim Studium 1850/1851 in Wien mit erheblichen finanziellen Mitteln. Am 28. Juli [1851] schreibt er dann an Franziska Kobler, die „Liebe Schwiegermutter! Vivat, der letzte Brief!!!“ Er hat die Promotion mit „sehr gut“ geschafft und freut sich auf die Rückkehr nach Salzburg.<ref>Siehe abgebildeten Brief von seiner Hand. Mehrere Briefe von Richard Schlegel aus Wien vom 19. März 1850 bis zum 28. Juli 1851 im Besitz der Familie (wie oben).</ref>. Auch in der zweiten Ehe mit Katharina Arrigler bleibt der Höllbräu die Wohnung der Familie (bis 1858).<ref>Vgl. Thomas Weidenholzer, in: Erich Marx, Hrsg., Das »Höllbräu« zu Salzburg, Salzburg 1992, S. 90: „Im zweiten Stock wohnte Kreiswundarzt Richard Schlegel. Schlegel hatte in den vierziger Jahren Amalia Kobler geheiratet.“ und S. 127, Anmerkung 246.</ref> | + | Richard Schlegel, Schwiegersohn in erster Ehe der „[[Höllbräu]]<nowiki>wirtin</nowiki>“ [[Franziska Kobler]], wohnt ebenfalls im „Höllbräuhaus“.<ref>Belege im Besitz der Familie: Geburtsurkunden, „Heiratsvertrag“ 1846, Trauschein, Briefe der Stiefmutter Katharina Schlegel, Todesanzeigen u. a.</ref> Die Beziehung zur Schwiegermutter aus der ersten Ehe bleibt ein Leben lang eng; er nennt sich weiterhin „ihr dankbarer Sohn“ und sie unterstützt ihn beim Studium 1850/1851 in Wien mit erheblichen finanziellen Mitteln. Am 28. Juli [1851] schreibt er dann an Franziska Kobler, die „Liebe Schwiegermutter! Vivat, der letzte Brief!!!“ Er hat die Promotion mit „sehr gut“ geschafft und freut sich auf die Rückkehr nach Salzburg.<ref>Siehe abgebildeten Brief von seiner Hand. Mehrere Briefe von Richard Schlegel aus Wien vom 19. März 1850 bis zum 28. Juli 1851 im Besitz der Familie (wie oben).</ref>. Auch in der zweiten Ehe mit Katharina Arrigler bleibt der Höllbräu die Wohnung der Familie (bis 1858).<ref>Vgl. [[Thomas Weidenholzer]], in: [[Erich Marx]], Hrsg., Das »Höllbräu« zu Salzburg, Salzburg 1992, S. 90: „Im zweiten Stock wohnte Kreiswundarzt Richard Schlegel. Schlegel hatte in den vierziger Jahren Amalia Kobler geheiratet.“ und S. 127, Anmerkung 246.</ref> |