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| − | Dieser Artikel versucht die '''Flüchtlingswelle im September 2015''' übersichtlich darzustellen. <small>Dieser Artikel ist im Aufbau (Stand 16. September 2015, 19:50 Uhr)</small> | + | Dieser Artikel versucht die '''Flüchtlingswelle im September 2015''' übersichtlich darzustellen. <small>Dieser Artikel ist im Aufbau (Stand 16. September 2015, 20:15 Uhr)</small> |
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| | == Einleitung == | | == Einleitung == |
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| | == Chronologie der Ereignisse == | | == Chronologie der Ereignisse == |
| | + | === September 2015 === |
| | {{#ev:youtube|gg8df5k31tw|280|right|16. September: Inmitten der Verzweiflung spielen sich gerade berührende Szenen in der Bahnhofsgarage ab. Eine Gruppe von Freiwilligen macht Musik, ein Dutzend Flüchtlinge, darunter viele Kinder singen und tanzen voller Freude mit.}} | | {{#ev:youtube|gg8df5k31tw|280|right|16. September: Inmitten der Verzweiflung spielen sich gerade berührende Szenen in der Bahnhofsgarage ab. Eine Gruppe von Freiwilligen macht Musik, ein Dutzend Flüchtlinge, darunter viele Kinder singen und tanzen voller Freude mit.}} |
| − | * 16. September: | + | * '''16. September, Mittwoch:''' |
| − | : Salzburg: Erneut schliefen am Salzburger Bahnhof mehr als 1000 Flüchtlinge in der Tiefgarage. Zudem verbrachten rund 400 Flüchtlinge die Nacht in einem bereitgestellten Zug. Am Vormittag meldet die Stadt Salzburg eben in einer Presseaussendung, dass sich sich um 10 Uhr etwa 2 000 Flüchtlinge am Bahnhof aufhalten. Die Deutsche Bahn hat den Bahnverkehr von Salzburg Richtung Bayern eingestellt. Gleichzeitig nimmt der Zustrom mit Taxis, Bussen, Schleusern etc zu. Das Notquartier in der [[Straniakstraße]] in [[Kasern]] wird seitens der Flüchtlinge nicht angenommen, sie hoffen auf Züge Richtung Deutschland und wollen im Bahnhofsbereich bleiben. Ein neuer Not-Stützpunkt in der früheren [[Autobahnmeisterei Liefering|Autobahnmeisterei]] in [[Liefering]] soll nun den Hauptbahnhof entlasten. Dort stehen 600 Plätze zur Verfügung. Gegen 18 Uhr halten sich wieder rund 800 Flüchtlinge im Salzburger Hauptbahnhof auf. | + | : '''Salzburg''': Erneut schliefen am Salzburger Bahnhof mehr als 1000 Flüchtlinge in der Tiefgarage. Zudem verbrachten rund 400 Flüchtlinge die Nacht in einem bereitgestellten Zug. Am Vormittag meldet die Stadt Salzburg eben in einer Presseaussendung, dass sich sich um 10 Uhr etwa 2 000 Flüchtlinge am Bahnhof aufhalten. Die Deutsche Bahn hat den Bahnverkehr von Salzburg Richtung Bayern eingestellt. Gleichzeitig nimmt der Zustrom mit Taxis, Bussen, Schleusern etc zu. Das Notquartier in der [[Straniakstraße]] in [[Kasern]] wird seitens der Flüchtlinge nicht angenommen, sie hoffen auf Züge Richtung Deutschland und wollen im Bahnhofsbereich bleiben. Ein neuer Not-Stützpunkt in der früheren [[Autobahnmeisterei Liefering|Autobahnmeisterei]] in [[Liefering]] soll nun den Hauptbahnhof entlasten. Dort stehen 600 Plätze zur Verfügung. Gegen 18 Uhr halten sich wieder rund 800 Flüchtlinge im Salzburger Hauptbahnhof auf. |
| − | : Österreich: Österreich hatte heute um 07:00 Uhr mit Grenzkontrollen aufgrund des Flüchtlingszustroms begonnen. Die Nacht vom 15. auf 16. September haben 13 000 Flüchtlinge in organisierten und betreuten Quartieren in Österreich verbracht. | + | : '''Österreich''': Österreich hatte heute um 07:00 Uhr mit Grenzkontrollen aufgrund des Flüchtlingszustroms begonnen. Die Nacht vom 15. auf 16. September haben 13 000 Flüchtlinge in organisierten und betreuten Quartieren in Österreich verbracht. |
| − | : Deutschland: In der Nacht wieder 720 Flüchtlinge im Freilassinger Notquartier. Die meisten Flüchtlinge, die den Salzburger Bahnhof verlassen, haben den Grenzübergang Freilassing als nächste Zwischenstation. Nach Angaben der Bundespolizei haben bis zum Nachmittag wohl 600 Menschen die Brücke über die Saalach überquert. | + | : '''Deutschland''': In der Nacht wieder 720 Flüchtlinge im Freilassinger Notquartier. Die meisten Flüchtlinge, die den Salzburger Bahnhof verlassen, haben den Grenzübergang Freilassing als nächste Zwischenstation. Nach Angaben der Bundespolizei haben bis zum Nachmittag wohl 600 Menschen die Brücke über die Saalach überquert. |
| − | : Ungarn: Nach dem Inkrafttreten verschärfter Einwanderungsregeln hat die ungarische Polizei am Mittwoch eine erste Bilanz gezogen: Demnach wurden am Dienstag 367 Flüchtlinge bei dem Versuch festgenommen, die Grenze nach Ungarn zu überwinden. Ein ungarisches Strafgericht hat zum ersten Mal einen Flüchtling verurteilt, weil er die Sperranlage an der Grenze zu Serbien überwunden hatte. Das Urteil lautete auf Landesverweis für ein Jahr mit sofortiger Wirkung. Der Iraker gab in der 80-minütigen Verhandlung am Mittwoch an, nicht gewusst zu haben, dass das Übersteigen des Zauns ein Verbrechen sei, berichtete die Internet-Zeitung „index.hu“. Die ungarische Polizei hat an der serbischen Grenze bei Röszke Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt. Zuvor hätten am Mittwoch mehrere Hundert Menschen Polizisten mit Gegenständen beworfen und das Grenztor eingedrückt, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. | + | : '''Ungarn''': Nach dem Inkrafttreten verschärfter Einwanderungsregeln hat die ungarische Polizei am Mittwoch eine erste Bilanz gezogen: Demnach wurden am Dienstag 367 Flüchtlinge bei dem Versuch festgenommen, die Grenze nach Ungarn zu überwinden. Ein ungarisches Strafgericht hat zum ersten Mal einen Flüchtling verurteilt, weil er die Sperranlage an der Grenze zu Serbien überwunden hatte. Das Urteil lautete auf Landesverweis für ein Jahr mit sofortiger Wirkung. Der Iraker gab in der 80-minütigen Verhandlung am Mittwoch an, nicht gewusst zu haben, dass das Übersteigen des Zauns ein Verbrechen sei, berichtete die Internet-Zeitung „index.hu“. Die ungarische Polizei hat an der serbischen Grenze bei Röszke Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt. Zuvor hätten am Mittwoch mehrere Hundert Menschen Polizisten mit Gegenständen beworfen und das Grenztor eingedrückt, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. |
| − | : International: Glückliches Ende einer traurigen Flucht: Ein syrischer Flüchtling, dem eine TV-Reporterin an der ungarischen Grenze vor laufenden Kameras ein Bein gestellt hatte, als er mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm von der Polizei weglief, bekommt in Spanien einen Job. Man werde den Mann einstellen, teilte das Nationale Fußballtrainer-Ausbildungszentrum Cenafe am Mittwoch mit. Der Syrer werde noch am Abend in Spanien eintreffen | + | : '''International''': Glückliches Ende einer traurigen Flucht: Ein syrischer Flüchtling, dem eine TV-Reporterin an der ungarischen Grenze vor laufenden Kameras ein Bein gestellt hatte, als er mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm von der Polizei weglief, bekommt in Spanien einen Job. Man werde den Mann einstellen, teilte das Nationale Fußballtrainer-Ausbildungszentrum Cenafe am Mittwoch mit. Der Syrer werde noch am Abend in Spanien eintreffen |
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| − | * 15. September: | + | * '''15. September, Dienstag:''' |
| − | : Salzburg: rund 4 500 Flüchtlinge waren mit der ÖBB über den Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland weitergereist. | + | : '''Salzburg''': Rund 600 Flüchtlinge übernachteten am Bahnhof Salzburg; 08:25 Uhr: der Nahverkehr zwischen Salzburg und [[Freilassing]] bleibt weiterhin unterbrochen. Die S-Bahn fahre zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Salzburg Liefering. Die Züge des Nahverkehrs in Bayern fahren der Aussendung zufolge bis Freilassing und von dort wieder retour. Eine durchgehende Fahrt mit Nahverkehrszügen zwischen Freilassing und Salzburg sei derzeit nicht möglich. 1 700 Flüchtlinge verließen Salzburg. 16:21 Uhr: Aufbruchstimmung am Salzburger Hauptbahnhof. Emotionale Szenen spielen sich hier gerade ab. Hunderte Flüchtlinge strömen auf Bahnsteig 7, teils kommen sie über die Gleise angelaufen. Ihr Ziel: ein Zug, bereitgestellt für die Reise nach Deutschland. |
| − | : Deutschland: Am Münchner Hauptbahnhof sind am Dienstag etwa 1 400 Flüchtlinge angekommen – deutlich weniger als in den Tagen zuvor. | + | :: „Gemma Flüchtlinge am Bahnhof schaun“. Am Salzburger Hauptbahnhof macht sich mittlerweile auch eine Art „Katastrophentourismus“ breit. Schaulustige kommen eigens zum Bahnhof, zücken ihr Handy und fotografieren die Menge oder machen gar Selfies. |
| | + | : '''Österreich''': 1 500 waren in den frühen Morgenstunden seit Mitternacht in Nickelsdorf eingetroffen, rund 4 500 Flüchtlinge waren mit der ÖBB über den Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland weitergereist. Mehr als 6 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag in Wien verbracht. Am Westbahnhof befanden sich im Laufe dieses Tages mehr als 4 000 Migranten, am Hauptbahnhof waren es mehr als 1 000. |
| | + | : '''Deutschland''': Am Münchner Hauptbahnhof sind am Dienstag etwa 1 400 Flüchtlinge angekommen – deutlich weniger als in den Tagen zuvor. |
| | + | : '''Ungarn''': Nachdem Ungarn am 14. September abends das letzte Schlupfloch in seinem 175 Kilometer Grenzzaun bei Röszke geschlossen hatte, traf am Dienstagmorgen nach Beobachtungen eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kein Flüchtling mehr an dieser Stelle ein. |
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| − | * 6. September: erst jüngst in Salzburg aufgenommen Asylwerber halfen am Salzburger Hauptbahnhof bei der Betreuung ihrer Leidesgenossen mit
| + | :: Am Dienstag, 15. September, fand ein Treffen zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Berlin statt: |
| − | * 2. September: im Internet-Medium [[Salzburg24]] fragt jemand, wer den Müll auf Bildern im Netz wegräumen wird, ein anderer sorgt sich um "unser" Sozialsystem (nicht um Menschen), und wieder ein anderer weiß, dass die Kosten für die Flüchtlinge in Österreich die arbeitende Bevölkerung in Form von Steuern bezahlt und nicht die Flüchtlinge (sic!) und schließlich gibt es jemanden, der weiß, dass "wir uns so viele Flüchtlinge einfach nicht leisten" können; dehydrierte, unterzuckerte Menschen, Kinder mit offenen Wunden, schwangere Frauen bedrohen "unsere Ordnung"?
| + | ::: Faymann zu Merkel: “''Diskutieren wir jetzt oder helfen wir den Menschen? Geben wir ihnen etwas zu essen und versorgen sie medizinisch. Ich bin sehr dankbar, dass du bei dieser Entscheidung nicht zögerlich warst. Nein, es war eine Entscheidung zu sagen: Wir lassen diese Leute nicht im Stich. Wissend, dass wir wieder einen Normalbetrieb aufnehmen müssen. Es soll niemand sein Leben verlieren auf der Suche nach Schutz.'' |
| | + | ::: “''Dieses Problem kann nur gesamteuropäisch gelöst werden''”, sagt Merkel. |
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| − | * 31. August: Montagabend wurden Flüchtliche am Wiener Westbahnhof am Applaus empfangen - ein Gedächtnisprotokoll eines freiwilligen Helfers<ref>siehe [http://derstandard.at/2000021569088/Ein-gutes-Land Der Standard online]</ref>
| + | :: In der Nacht auf Dienstag gab es laut Innenministeriums rund 20 000 Quartiere in ganz Österreich. Alleine am Montag waren aber etwa 19 700 Flüchtlinge nach Österreich gekommen, am Dienstag bis zu Mittag 4 000, wobei eine “größere Zahl erwartbar” sei. “Wir haben eine krisenhafte Situation”, so der BMI-Sprecher. |
| − | * 26. August: "Dieses elende Wort Wirtschaftsflüchtling - wenn ich das schon höre. Ich habe mit Ingenieuren gesprochen, Kinderärzten, früheren Galeristen, Journalisten und Studenten. Die stehen mit gebeugtem Kopf, tief beschämt, bei den Zuteilungen von Kleidung und Essen." ... Eine Frau, die viel Erfahrung mit Flüchtlingen hat, beschreibt die Situation in Salzburg und [[Wals]] - ein Interview mit der ehemaligen [[Landesrat|Landesrätin]] und Hilfsorganisation-Initiatorin [[Doraja Eberle]] in den Salzburger Nachrichten<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/eberle-kritisiert-zustaende-in-der-kaserne-als-unvorstellbar-163223/ www.salzburg.com]</ref>
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| − | * 22. August: am Westbahnhof in Wien warten Hunderte Flüchtlinge, die aus Ungarn gekommen waren, auf die Weiterfahrt nach Deutschland;
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| − | * 12. August: der [[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim]] [[Joachim Maislinger]] ([[ÖVP]]) hat Angst um seine Kindergartenkinder, weil doch die Asylbeweber "nur 200 Meter vom Kindergarten entfernt" untergebracht sind:
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| − | * 28. Juli: spiegel.de<ref>Quelle [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-am-brenner-passkontrolle-a-1045089.html www.spiegel.de]</ref> berichtet, wie Flüchtlinge über den Brenner aus Italien kommen - unkontrolliert und mit Hilfe von Freiwilligen, durch Österreich reisen und in Rosenheim systematisch aus den Zügen geholt werden - ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt - nur ein Punkt gibt mir zu bedenken: ein befragter Flüchtling will nicht sagen, woher er das Geld für die Überfahrt von Libyen nach Italien bekam; | + | * '''14. September, Montag:''' |
| − | * 22. Juli: Hotel Moar-Gut im Salzburger Großarl zeigt, wie es auch gehen kann und organisiert ein Picknick für Flüchtlinge
| + | :'''Salzburg''': Rund 500 Personen haben wegen des stockenden Zugverkehrs nach Deutschland den Bahnhof zu Fuß oder mit anderen Transportmöglichkeiten verlassen, heißt es seitens der Polizei. Die Höchstzahl von Flüchtlingen, die sich am Montag am Salzburger Hauptbahnhof befanden, lag laut Polizei-Sprecher Michael Rausch bei 2 200, berichtet die APA. |
| − | * 14. Juli: Große Resonanz fand die Informationsveranstaltung über das Thema Flüchtlingsunterbringung in [[Thalgau]] in der Turnhalle der Neuen Mittelschule. Über 400 interessierte Thalgauer waren erschienen. Offensichtlich besteht für die Lage der Flüchtlinge viel Verständnis und es gab keine ablehnende Stimmung. Derzeit sind ca. 50 Flüchtlinge in der ehemaligen Hörmann-Firmenhalle untergebracht, die Unterbringung von 150 Flüchtlingen ist vorgesehen<ref>Quelle [[Franz Fuchs]] in den Bezirksblättern online</ref>
| + | :'''Österreich''': Im Laufe des Montags waren laut einem Vertreter des Einsatzstabes der Polizei im Burgenland insgesamt 19 736 Flüchtlinge aufgegriffen worden. In den Abendstunden ab 18:00 Uhr hätten bis zu 6 000 Personen von Ungarn aus die Grenze passiert, hieß es auf Anfrage am Montagabend. Rund 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag im Notquartier in einem ehemaligen Einkaufszentrum in Graz-Straßgang verbracht. In Traiskirchen haben Flüchtlinge am Montag etwa 200 Asylanträge gestellt. Das überfordere die Infrastruktur in der Erstaufnahmestelle, teilte Markus Haindl von der Landespolizeidirektion Nö mit. |
| − | * 7. Juli: Bilder aus dem Lager Traiskirchen gehen durch die Medien. Rund 700 Menschen haben kein Bett, nicht einmal einen Matratze. Das ist seit Wochen bekannt. ORF Religionsmagazin Orientierung zeigt die Missstände auf.
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| | + | * '''6. September:''' erst jüngst in Salzburg aufgenommen Asylwerber halfen am Salzburger Hauptbahnhof bei der Betreuung ihrer Leidesgenossen mit |
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| | + | * '''2. September:''' im Internet-Medium [[Salzburg24]] fragt jemand, wer den Müll auf Bildern im Netz wegräumen wird, ein anderer sorgt sich um "unser" Sozialsystem (nicht um Menschen), und wieder ein anderer weiß, dass die Kosten für die Flüchtlinge in Österreich die arbeitende Bevölkerung in Form von Steuern bezahlt und nicht die Flüchtlinge (sic!) und schließlich gibt es jemanden, der weiß, dass "wir uns so viele Flüchtlinge einfach nicht leisten" können; dehydrierte, unterzuckerte Menschen, Kinder mit offenen Wunden, schwangere Frauen bedrohen "unsere Ordnung"? |
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| | + | === August === |
| | + | * '''31. August:''' Montagabend wurden Flüchtliche am Wiener Westbahnhof am Applaus empfangen - ein Gedächtnisprotokoll eines freiwilligen Helfers<ref>siehe [http://derstandard.at/2000021569088/Ein-gutes-Land Der Standard online]</ref> |
| | + | * '''26. August:''' "Dieses elende Wort Wirtschaftsflüchtling - wenn ich das schon höre. Ich habe mit Ingenieuren gesprochen, Kinderärzten, früheren Galeristen, Journalisten und Studenten. Die stehen mit gebeugtem Kopf, tief beschämt, bei den Zuteilungen von Kleidung und Essen." ... Eine Frau, die viel Erfahrung mit Flüchtlingen hat, beschreibt die Situation in Salzburg und [[Wals]] - ein Interview mit der ehemaligen [[Landesrat|Landesrätin]] und Hilfsorganisation-Initiatorin [[Doraja Eberle]] in den Salzburger Nachrichten<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/eberle-kritisiert-zustaende-in-der-kaserne-als-unvorstellbar-163223/ www.salzburg.com]</ref> |
| | + | * '''22. August:''' am Westbahnhof in Wien warten Hunderte Flüchtlinge, die aus Ungarn gekommen waren, auf die Weiterfahrt nach Deutschland; |
| | + | * '''12. August:''' der [[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim]] [[Joachim Maislinger]] ([[ÖVP]]) hat Angst um seine Kindergartenkinder, weil doch die Asylbeweber "nur 200 Meter vom Kindergarten entfernt" untergebracht sind. |
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| | + | === Juli === |
| | + | * '''28. Juli:''' spiegel.de<ref>Quelle [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-am-brenner-passkontrolle-a-1045089.html www.spiegel.de]</ref> berichtet, wie Flüchtlinge über den Brenner aus Italien kommen - unkontrolliert und mit Hilfe von Freiwilligen, durch Österreich reisen und in Rosenheim systematisch aus den Zügen geholt werden - ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt - nur ein Punkt gibt mir zu bedenken: ein befragter Flüchtling will nicht sagen, woher er das Geld für die Überfahrt von Libyen nach Italien bekam; |
| | + | * '''22. Juli:''' Hotel Moar-Gut im Salzburger Großarl zeigt, wie es auch gehen kann und organisiert ein Picknick für Flüchtlinge |
| | + | * '''14. Juli:''' Große Resonanz fand die Informationsveranstaltung über das Thema Flüchtlingsunterbringung in [[Thalgau]] in der Turnhalle der Neuen Mittelschule. Über 400 interessierte Thalgauer waren erschienen. Offensichtlich besteht für die Lage der Flüchtlinge viel Verständnis und es gab keine ablehnende Stimmung. Derzeit sind ca. 50 Flüchtlinge in der ehemaligen Hörmann-Firmenhalle untergebracht, die Unterbringung von 150 Flüchtlingen ist vorgesehen<ref>Quelle [[Franz Fuchs]] in den Bezirksblättern online</ref> |
| | + | * '''7. Juli:''' Bilder aus dem Lager Traiskirchen gehen durch die Medien. Rund 700 Menschen haben kein Bett, nicht einmal einen Matratze. Das ist seit Wochen bekannt. ORF Religionsmagazin Orientierung zeigt die Missstände auf. |
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| | + | === Juni === |
| | Ende Juni - Anfang Juli beherrschte noch die Wirtschaftskrise von Griechenland die Medien. | | Ende Juni - Anfang Juli beherrschte noch die Wirtschaftskrise von Griechenland die Medien. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | + | * Einträge ab 15. September 2015: [[Salzburger Nachrichten]], online |
| | <references/> | | <references/> |
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| | [[Kategorie:Gesellschaftliches]] | | [[Kategorie:Gesellschaftliches]] |
| | [[Kategorie:Ausländer]] | | [[Kategorie:Ausländer]] |