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Der '''Austro Vau''' war eine österreichische Variante der Formel-V-Rennsportserie in den [[1960er]] bis [[1980er]] Jahren.

==„VW-Rennwagen für Jedermann“==
Der „VW-Rennwagen für Jedermann“, der Formel V, war für viele spätere Automobil-Weltmeister das Einstiegsmodell in den Rennsport. [[Ernst Piëch]] eröffnete am [[3. September]] [[2015]], am 140. Geburtstag seines Großvaters [[Ferdinand Porsche]], eine Sonderschau dieser populären Rennwagenserie in seinem [[Mattsee (Ort)|Mattseer]] Automobilmuseum „[[Fahr(t)raum|fahr(T)raum]]“.

=== Formel V ===
Der Amerikaner Hubert L. Brundage, ein Geschäftsmann und Hobbyrennfahrer aus Florida, entwickelte in den 1960er in den USA einen Rennwagen mit Teilen überwiegend aus einem gewöhnlichen VW Käfer. Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein brachte 1965 die ersten zehn Formel-V-Wagen aus den USA nach Deutschland und es entstand die größte Nachwuchsrennserie, die es je gegeben hat. 1970 zählte man rund 3 000 Formel-V-Rennwagen weltweit. Mit dem Ende der Produktion des VW Käfers um 1980 wurde diese Formel wieder eingestellt.

=== Porsche Alpenstraße Salzburg war Austro-Vau-Rennsport-Center ===
Nachdem 1965 in Deutschland das erste Formel-V-Rennen stattgefunden hatte, beauftragte Ernst Piëch, der damals in der Geschäftsführung von Porsche in [[Salzburg]] tätig war, die [[Porsche Alpenstraße |Porsche-Alpenstraße-Filiale]] einen Austro-Vau-Rennwagen zu konstruieren. Der ehemalige Motorradrennfahrer [[Paul Schwarz|Paul „Pauli“ Schwarz]] wurde von Motorsportchef [[H. P. Fürst]] in die [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] geholt und entwickelte den sehr erfolgreichen Austro Vau.

1966 hatte Ernst Piëch die Idee, ein Formel-V-Team zu der „Nassau Speed Week“ auf den Bahamas zu schicken, die damals als „inoffizielle Weltmeisterschaft“ angesehen wurde. Am [[2. Dezember]] [[1966]] starteten dann der Deutsche unter österreichischer Fahrerlizenz fahrende Jochen Rindt sowie die beiden Österreicher Günther Huber und Michael Walleczek und gewannen in dieser Reihenfolge auch das Rennen. Die Sensation! Ein österreichisches Team schlägt die Weltelite. Während Rindt bei der Siegerehrung den Pokal entgegen nahm, schwitzten noch die Mechaniker. Denn die Rennkommissare ließen sich die drei österreichischen Formel-V-Rennwagen zerlegen und überprüften jedes Detail, ob es auch regelkonform war. Sie waren es!

=== Der große Gegner in Österreich hieß Kurt Bergmann ===
Der Wiener Mechaniker Kurt Bergmann stieg 1966 ins Formel-V-Renngeschäft ein und konstruierte den Formel Kaimann. 1968 hatte er seinen eigenen Rennstall und spätere Größen des Motorsports wie [[Niki Lauda]], Dr. Helmut Marko, Günther Huber, Joe Gartner, Harald Ertl, Helmut Koinigg, Dieter Quester, Jochen Mass und Keke Rosberg fuhren in diesem Kaimann-Team von Bergmann zu ihren ersten Erfolgen. Bergmann ging in die Geschichte des Rennsports als „Masta“ Bergmann ein.

==2015: Am Eröffnungsabend der Ausstellung wurden Erinnerungen wach ==
Ernst Piëch erzählte aus dem Leben seines Großvaters Prof. Ferdinand Porsche, der am 3. September [[1875]] in Maffersdorf in Böhmen, vor genau 140 Jahren, das Licht der Welt erblickt hatte. Der Bogen seiner interessanten Erinnerungen spannte sich bis zur Rennschmiede in der Alpenstraße und dem legendären Dreifachsieg in Nassau - Piëch nahm dabei die Trophäe dieses Triumphs auf den Bahamas in die Hand und hielt sie triumphierend seinen Gästen entgegen.

Karl Holzinger, der am Wochenende 4./6. September 2015 am [[Salzburgring]] zu Rennen mit seinem Kaimann Formel Super Vau, Baujahr 1974, antrat, brachte sein Fahrzeug am Eröffnungsabend nach Mattsee. „Masta“ Bergmann startete den Motor und ließ den unverwechselbaren VW-Vau-Sound in den Hallen von „fahr(T)raum“ erschallen. Verbunden mit dem Geruch nach Motoröl und Treibstoff fühlten sich die zahlreichen Gäste, darunter viele, die noch Formel-V-Rennen selbst erlebt hatten, in diese vergangene Motorsport-Ära zurückversetzt.

== Weblinks ==
* [http://peterkrackowizer.zenfolio.com/p538443580/h5637b0f6#h5637b0f6 alle Bilder des Eröffnungsabends der Ausstellung in "fahr(T)raum" am 3. September 2015]
== Quellen ==
* {{Quelle mosaico|4. September 2015}}
* {{wikipedia-de|Formel_V}}

[[Kategorie:Sport]]
[[Kategorie:Sport (Geschichte)]]
[[Kategorie:Sport in der Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Motorsport]]
[[Kategorie:Motorsport (Geschichte)]]

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