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| | Als in diesen Mai-Tagen der Salzburger Gastronom und Neos-Nationalratsabgeordneten [[Josef Schellhorn|Sepp Schellhorn]] sein Personalhaus in [[Badbruck]] im [[Pongau]]er Kurort [[Bad Gastein]] für Asylbewerber für einige Monate, bis die Saison wieder beginnen würde, zur Verfügung stellten wollte, schäumte [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister]] [[Gerhard Steinbauer]] ([[ÖVP]]). Er habe zwar Verständnis für die Probleme bei der Unterbringung, seine Gemeinde beherberge aber seit über zehn Jahren durchgehend 60 Asylbewerber und leiste einen überproportionalen Anteil an der Unterbringung in Österreich und Salzburg. Von 2 300 österreichischen Gemeinden würden rund 1 800 keinen einzigen Flüchtling beherbergen. Er werde alle Mittel in Bewegung setzen, um eine Einquartierung zu verhindern, ließ er zunächst verlauten. Jedoch lenkte er nach einigen Tagen, wohl auch unter dem Druck von Protesten gegen seine Haltung, ein und stimmte der Unterbringung von Asylwerbern in Schellhorns Personalhaus zu<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/gastein-ortschef-gibt-widerstand-gegen-asylquartier-auf-151622/ www.salzburg.com] und [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/asylpolitik-in-salzburg-jeder-gegen-jeden-151026/ jeder gegen jeden]</ref>. | | Als in diesen Mai-Tagen der Salzburger Gastronom und Neos-Nationalratsabgeordneten [[Josef Schellhorn|Sepp Schellhorn]] sein Personalhaus in [[Badbruck]] im [[Pongau]]er Kurort [[Bad Gastein]] für Asylbewerber für einige Monate, bis die Saison wieder beginnen würde, zur Verfügung stellten wollte, schäumte [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister]] [[Gerhard Steinbauer]] ([[ÖVP]]). Er habe zwar Verständnis für die Probleme bei der Unterbringung, seine Gemeinde beherberge aber seit über zehn Jahren durchgehend 60 Asylbewerber und leiste einen überproportionalen Anteil an der Unterbringung in Österreich und Salzburg. Von 2 300 österreichischen Gemeinden würden rund 1 800 keinen einzigen Flüchtling beherbergen. Er werde alle Mittel in Bewegung setzen, um eine Einquartierung zu verhindern, ließ er zunächst verlauten. Jedoch lenkte er nach einigen Tagen, wohl auch unter dem Druck von Protesten gegen seine Haltung, ein und stimmte der Unterbringung von Asylwerbern in Schellhorns Personalhaus zu<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/gastein-ortschef-gibt-widerstand-gegen-asylquartier-auf-151622/ www.salzburg.com] und [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/asylpolitik-in-salzburg-jeder-gegen-jeden-151026/ jeder gegen jeden]</ref>. |
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| − | Am Abend des [[31. August]] 2015 trafen rund 1 200 Flüchtlinge mit Züge von Budapest über Wien in Salzburg ein. Auch tagsüber waren hunderte von Flüchtlingen mit Zügen durch Österreich unterwegs mit Ziel Deutschland gewesen. Da die Züge abends in Salzburg endeten, verbrachten die Flüchtlinge die Nacht am [[Hauptbahnhof Salzburg]]. Eine Welle der Hilfsbereitschaft sorgte seit den späten Nachmittagsstunden für die Versorgung der erschöpften Flüchtlinge. In den Morgenstunden des 1. September 2015 konnten sie mit den ersten Zügen nach München weiterreisen. An diesen beiden Tagen war das sogenannte "Dublin Abkommen", das die Aufnahme und Registrierung von Flüchtlingen am ersten Ort des Betretens von EU-Gebiet regelt, außer Kraft gewesen bzw. wurde von den Staaten ignoriert. | + | Am Abend des [[31. August]] 2015 trafen rund 1 200 Flüchtlinge mit Züge von Budapest über Wien in Salzburg ein. Auch tagsüber waren hunderte von Flüchtlingen mit Zügen durch Österreich unterwegs mit Ziel Deutschland gewesen. Da die Züge abends in Salzburg endeten, verbrachten die Flüchtlinge die Nacht am [[Hauptbahnhof Salzburg]]. Eine Welle der Hilfsbereitschaft sorgte seit den späten Nachmittagsstunden für die Versorgung der erschöpften, unterzuckerten und dehydrierten Flüchtlinge. Der [[Magistrat Salzburg]] forderte die Unterstützung des [[Rotes Kreuz Salzburg|Roten Kreuzes Salzburg]] an. In den Morgenstunden des 1. September 2015 konnten sie mit den ersten Zügen nach München weiterreisen. An diesen beiden Tagen war das sogenannte "Dublin Abkommen", das die Aufnahme und Registrierung von Flüchtlingen am ersten Ort des Betretens von EU-Gebiet regelt, außer Kraft gewesen bzw. wurde von den Staaten ignoriert. |
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| | === Fragen und Antworten === | | === Fragen und Antworten === |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | * [http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Asylwesen/statistik/start.aspx Bundesministerium für Inneres, Asylwesen, aktuelle Statistiken und Daten] | | * [http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Asylwesen/statistik/start.aspx Bundesministerium für Inneres, Asylwesen, aktuelle Statistiken und Daten] |
| | + | * [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/bis-zu-1500-fluechtlinge-naechtigten-am-salzburger-hauptbahnhof-164044/ Situation in der Nacht vom 31. August auf 1. September am Hauptbahnhof Salzburg] |
| | + | * [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/tausende-fluechtlinge-warten-an-den-bahnhoefen-auf-die-weiterreise-164192/ Situation am 2. September 2015 auf dem Budapester Bahnhof] |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * {{Quelle SN|8. April, 23. September 2014, 29. Jänner und 6. Juni 2015}} | | * {{Quelle SN|8. April, 23. September 2014, 29. Jänner und 6. Juni 2015}} |