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| − | '''Gasteinkuren''' sind seit [[1230]] nachgewiesen und erreichten ihren Höhepunkt im [[19. Jahrhundert]]. | + | Die '''Gasteinkur''' ist seit [[1230]] nachgewiesen und erreichte ihren Höhepunkt im [[19. Jahrhundert]]. |
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| | ==Wesen der Gasteinkur== | | ==Wesen der Gasteinkur== |
| | Basierend auf zwei Grundsäulen hat sich die Gasteinkur entwickelt: | | Basierend auf zwei Grundsäulen hat sich die Gasteinkur entwickelt: |
| | * auf dem radonhältigen<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Radon Wikipedia Radon]</ref> Kurmittel | | * auf dem radonhältigen<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Radon Wikipedia Radon]</ref> Kurmittel |
| − | * auf der Bewegung in der so genannten ''Radonglocke'' in 900 bis 1.000 [[m ü. A.]]. | + | * auf der Bewegung in der so genannten ''Radonglocke'' in 900 bis 1 000 [[m ü. A.]]. |
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| − | Der erste Hinweis auf die Nutzung der bekannten [[Gasteiner Heilquellen]] findet sich bereits in dem aus dem Jahr 1230 stammenden Badegedicht "''Die Graserin in der Gastein''" des für die mittelhochdeutsche Literatur bedeutsamen Dichters Neidhart von Reuental. Die älteste sichere Darstellung einer medizinischen Nutzung des [[Heilwasser]]s stammt aus dem Jahr [[1350]]. | + | Der erste Hinweis auf die Nutzung der bekannten [[Gasteiner Heilquellen]] findet sich bereits in dem aus dem Jahr 1230 stammenden Badegedicht "''Die Graserin in der Gastein''" des für die mittelhochdeutsche Literatur bedeutsamen Dichters Neidhart von Reuental. Die älteste sichere Darstellung einer medizinischen Nutzung der [[Heilquellen]] stammt aus dem Jahr [[1350]]. |
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| | Der [[Gasteiner Heilstollen]] (ursprünglich als ''Heilstollen Böckstein'' bezeichnet) ist ein 2600 m langer ehemaliger [[Goldbergbau|Goldbergwerksstollen]] im [[Naßfeldtal]], der seit [[1952]] als Therapiestation genutzt wird. Er befindet sich in [[Böckstein]]. Bei einer 37 - 42° C Lufttemperatur atmen die Patienten das Heilgas Radon ein, das das Gestein abgibt. Es dient zur Therapie rheumatischer Beschwerden und entzündlicher Gewebserkrankungen. | | Der [[Gasteiner Heilstollen]] (ursprünglich als ''Heilstollen Böckstein'' bezeichnet) ist ein 2600 m langer ehemaliger [[Goldbergbau|Goldbergwerksstollen]] im [[Naßfeldtal]], der seit [[1952]] als Therapiestation genutzt wird. Er befindet sich in [[Böckstein]]. Bei einer 37 - 42° C Lufttemperatur atmen die Patienten das Heilgas Radon ein, das das Gestein abgibt. Es dient zur Therapie rheumatischer Beschwerden und entzündlicher Gewebserkrankungen. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Im Laufe der Geschichte und vor allem durch die Entwicklung zum [[Kurort|Kur-]] und Badeort wurde das [[Gasteinertal]] von vielen berühmten Gästen besucht. Dazu gehören unter anderem Kaiser Friedrich III. im [[15. Jahrhundert]] und der bekannte Arzt [[Paracelsus]] im [[16. Jahrhundert]]. Die bekanntesten Gäste des [[19. Jahrhundert]]s waren [[Kaiser Franz Joseph I.]] und [[Kaiserin Elisabeth von Österreich ]] sowie Kaiser Wilhelm von Deutschland und Fürst Bismarck. König [[Leopold II. von Belgien]] Große Aufregung verursachte König [[Leopold II. von Belgien]], als dieser [[1901]] in waghalsiger Fahrt zur Kur ins Gasteinertal mit eigenem Auto (!) reiste. Vom [[Salzachtal|Salzach-]] ins Gasteinertal allerdings mussten Pferde vorgespannt werden. | + | Im Laufe der Geschichte und vor allem durch die Entwicklung zum [[Kurort|Kur-]] und Badeort wurde das [[Gasteinertal]] von vielen berühmten Gästen besucht. Dazu gehören unter anderem Kaiser Friedrich III. im [[15. Jahrhundert]] und der bekannte Arzt [[Paracelsus]] im [[16. Jahrhundert]]. Die bekanntesten Gäste des [[19. Jahrhundert]]s waren Kaiser [[Franz Joseph I.]] und Kaiserin [[Elisabeth von Österreich ]] sowie Kaiser Wilhelm von Deutschland und Fürst Bismarck. König [[Leopold II. von Belgien]] Große Aufregung verursachte König [[Leopold II. von Belgien]], als dieser [[1901]] in waghalsiger Fahrt zur Kur ins Gasteinertal mit eigenem Auto (!) reiste. Vom [[Salzachtal|Salzach-]] ins Gasteinertal allerdings mussten Pferde vorgespannt werden. |
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| | Die ersten wesentlichen Impulse zur Entwicklung des modernen Alpinismus gab [[Erzherzog Johann]], dessen Initiative u. a. die hochalpine Schutzhütte am Gipfel des Gamskarkogels zu verdanken ist. Ein weiterer Markstein in der Geschichte Gasteins war [[1904]] der Nachweis von Radongas im [[Gasteiner Thermalwasser]] durch die bekannte französische Chemikerin und Physikerin Marie Curie. Mit der Fertigstellung der [[Tauernbahn]] im Jahr 1909 begann allmählich das Einsetzen des Massentourismus der sich bis Mitte der [[1930er]] Jahre ausschließlich noch auf die Sommermonate beschränkte. | | Die ersten wesentlichen Impulse zur Entwicklung des modernen Alpinismus gab [[Erzherzog Johann]], dessen Initiative u. a. die hochalpine Schutzhütte am Gipfel des Gamskarkogels zu verdanken ist. Ein weiterer Markstein in der Geschichte Gasteins war [[1904]] der Nachweis von Radongas im [[Gasteiner Thermalwasser]] durch die bekannte französische Chemikerin und Physikerin Marie Curie. Mit der Fertigstellung der [[Tauernbahn]] im Jahr 1909 begann allmählich das Einsetzen des Massentourismus der sich bis Mitte der [[1930er]] Jahre ausschließlich noch auf die Sommermonate beschränkte. |