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| − | Die '''Evangelische Kirche''' im [[Bundesland Salzburg]] ist Teil der [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|Diözese Salzburg-Tirol]], die von [[Superintendent]] in [[Mag. Luise Müller]] in Innsbruck geleitet wird. | + | Die '''Evangelische Kirche''' im [[Bundesland Salzburg]] ist Teil der [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|Diözese Salzburg-Tirol]], die von [[Superintendent]] in Mag. [[Olivier Dantine]] geleitet wird. |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
| − | Im gesamten Diözesangebiet leben ca. 30.000 bekennende Protestanten. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die evangelische Diözese Salzburg-Tirol befindet sie sich in [[Innsbruck]]. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in [[Salzburg]] ist im Evangelisches Schulamt in der [[Sinnhubstraße]] 10. | + | Im gesamten Diözesangebiet leben ca. 30 000 bekennende Protestanten. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|evangelische Diözese Salzburg-Tirol]] befindet sie sich in [[Innsbruck]]. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in [[Salzburg]] ist im Evangelisches Schulamt in der [[Sinnhubstraße]] 10. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Bereits kurz nach Beginn der Reformation Anfang des [[16. Jahrhundert]]s fasste die Lehre Martin Luthers auch in Salzburg Fuß. Der aus Schwaben stammende [[Paul Speratus]] verbreitete die neue Glaubenslehre in der [[Stadt Salzburg]]. | | Bereits kurz nach Beginn der Reformation Anfang des [[16. Jahrhundert]]s fasste die Lehre Martin Luthers auch in Salzburg Fuß. Der aus Schwaben stammende [[Paul Speratus]] verbreitete die neue Glaubenslehre in der [[Stadt Salzburg]]. |
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| − | Speratus wurde später von [[Erzbischof]] [[Matthäus Lang]] des Landes verwiesen, zahlreiche Bauern und Bürger hatten jedoch am neuen Glauben Gefallen gefunden und probten nun den Aufstand gegen den Erzbischof. | + | Speratus wurde später von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang]] des Landes verwiesen, zahlreiche Bauern und Bürger hatten jedoch am neuen Glauben Gefallen gefunden und probten nun den Aufstand gegen den Erzbischof. |
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| − | Unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]] - [[1612]]) verließen die ersten verfolgten Bürger, oftmals aus angesehenen Familien, aus Glaubensgründen die Stadt Salzburg. Innergebirg hielt sich der Protestantismus trotz aller Versuche seitens der Erzbischöfe ihn auszurotten. | + | Unter Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]] - [[1612]]) verließen die ersten verfolgten Bürger, oftmals aus angesehenen Familien, aus Glaubensgründen die Stadt Salzburg. [[Innergebirg]] hielt sich der [[Protestantismus]] trotz aller Versuche seitens der Fürsterzbischöfe ihn auszurotten. |
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| − | Unter [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] ([[1727]] - [[1744]]) setzte die folgenschwerste [[Protestantenvertreibung|Verfolgung der Protestanten]] ein: [[1731]]/[[1732|32]] wurden zahlreiche Bauern, die sich nun offen zum neuen Glauben bekannten, des Landes verwiesen. Etwa 22.000 Protestanten wanderten damals zum Großteil nach Ostpreußen, aber auch in die Niederlande und nach Amerika aus. | + | Unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] ([[1727]] - [[1744]]) setzte die folgenschwerste [[Protestantenvertreibung|Verfolgung der Protestanten]] ein: [[1731]]/[[1732|32]] wurden zahlreiche Bauern, die sich nun offen zum neuen Glauben bekannten, des Landes verwiesen. Etwa 22 000 Protestanten wanderten damals zum Großteil nach [[Ostpreußen]], aber auch in die [[Niederlande]] und nach [[Von Salzburgern, Indianern und schwarzen Sklaven|Amerika nach Eben-Ezer]] aus. |
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| − | Mitte des [[19. Jahrhundert]]s kehrten langsam wieder Protestanten in das nun säkularisierte Salzburg zurück. In den Jahren [[1863]] bis [[1868]] wurde das erste evangelische Gotteshaus, die [[Christuskirche]] am [[Elisabethkai]], errichtet. Erster Pfarrer der Evangelischen Gemeinde wurde der aus Coburg stammende Geistliche [[Heinrich Aumüller]]. | + | Mitte des [[19. Jahrhundert]]s kehrten langsam wieder Protestanten in das nun [[Säkularisation|säkularisierte]] Salzburg zurück. In den Jahren [[1863]] bis [[1868]] wurde das erste evangelische Gotteshaus in der [[Stadt Salzburg]], die [[Christuskirche]] am [[Elisabethkai]], errichtet. Erster Pfarrer der Evangelischen Gemeinde wurde der aus Coburg ([[Deutschland]]) stammende Geistliche [[Heinrich Aumüller]]. |
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| | In [[Bad Gastein]] entstand bis [[1872]] die [[Evangelische Christophoruskapelle Bad Gastein]] unter dem Patronat Kaiser Wilhelms I. von Preußen. | | In [[Bad Gastein]] entstand bis [[1872]] die [[Evangelische Christophoruskapelle Bad Gastein]] unter dem Patronat Kaiser Wilhelms I. von Preußen. |
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| | ==Statistik== | | ==Statistik== |
| − | *Gemeindemitglieder: 29.336 | + | *Gemeindemitglieder: 29 336 |
| − | *davon Augsburgischen Bekenntnisses: 29.024 | + | *davon Augsburgischen Bekenntnisses: 29 024 |
| | *Helvetischen Bekenntnisses: 312 | | *Helvetischen Bekenntnisses: 312 |
| | *Pfarrgemeinden: 16 | | *Pfarrgemeinden: 16 |
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| − | ==Superintendentin== | + | ==Superintendent== |
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| − | [[Mag. Luise Müller]] ist Superintendentin. Verheiratet ist sie seit [[1974]] mit Pfarrer Karlheinz Müller. Sie haben drei Kinder, Judith, Christiane und Lukas, die schon erwachsen sind.
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| | Die Stellung des/der Superintendenten/in entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird er/sie gewählt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt sowie österreichische/r Staatsbürger/in ist. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten. | | Die Stellung des/der Superintendenten/in entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird er/sie gewählt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt sowie österreichische/r Staatsbürger/in ist. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten. |
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| − | Als Superintendentin hat sie bischöfliche Aufgaben: | + | Als Superintendenten/in haben sie bischöfliche Aufgaben: |
| | * Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern | | * Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern |
| | * Visitation | | * Visitation |
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| | *[http://www.sichtbar-evangelisch.at/ Evangelische Kirche Salzburg-Tirol] | | *[http://www.sichtbar-evangelisch.at/ Evangelische Kirche Salzburg-Tirol] |
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| | + | [[Kategorie:Weltanschauung]] |
| | [[Kategorie:Religion]] | | [[Kategorie:Religion]] |
| | [[Kategorie:Geschichte]] | | [[Kategorie:Geschichte]] |
| | [[Kategorie:Evangelische Kirche|!]] | | [[Kategorie:Evangelische Kirche|!]] |