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| | Sie brütet häufig in Kolonien. In Dörfern und Städten baut sie ihre Nester an Gebäuden, ist aber auch an Klippen in nicht besiedelten Landstrichen zu finden. Sie ist ein Sommervogel, der von April bis September hierzulande zu beobachten ist. Die Mehlschwalbe überwintert in Afrika. Außerhalb der Brutzeit übernachtet sie in Schwärmen auf Bäumen und in arteigenen Nestern, jedoch nicht im Schilf. | | Sie brütet häufig in Kolonien. In Dörfern und Städten baut sie ihre Nester an Gebäuden, ist aber auch an Klippen in nicht besiedelten Landstrichen zu finden. Sie ist ein Sommervogel, der von April bis September hierzulande zu beobachten ist. Die Mehlschwalbe überwintert in Afrika. Außerhalb der Brutzeit übernachtet sie in Schwärmen auf Bäumen und in arteigenen Nestern, jedoch nicht im Schilf. |
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| − | Ihre Lehm-Nester sind kunstvoll geschlossene Gebilde, meist viertelkugelförmig, die sie immer an der Außenseite von Gebäuden, oft direkt unter dem Dach, aber auch an Brücken, ja sogar an pendelnden Fähren anbringt. Sie nutzt aber auch Überhänge und Nischen an Felswänden als Nistplatz. Nach der Brutzeit sind Mehlschwalben in Gruppen auf Leitungsdrähten, in [[Kolm-Saigurn]] selbst auf den Seilen der Lastenseilbahn zwischen Ammererhof und [[Sonnblick-Wetterstation]], aufgereiht versammelt. | + | Ihre Lehm-Nester sind kunstvoll geschlossene Gebilde, meist viertelkugelförmig, die sie immer an der Außenseite von Gebäuden, oft direkt unter dem Dach, aber auch an Brücken, ja sogar an pendelnden Fähren anbringt. Sie nutzt aber auch Überhänge und Nischen an Felswänden als Nistplatz. Nach der Brutzeit sind Mehlschwalben in Gruppen auf Leitungsdrähten, in [[Kolm-Saigurn]] selbst auf den Seilen der Lastenseilbahn zwischen Ammererhof und [[Observatorium Sonnblick]], aufgereiht versammelt. |
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| | + | Ihre Jagd nach Insekten betreiben die Mehlschwalben bis in große Höhen. Als Kulturfolger nutzen Mehlschwalben auch Gebäude bis in große Höhen und sind z.B. im Bereich der [[Kaiser Franz Josefs-Höhe]] an der [[Großglockner-Hochalpenstraße]] auf rund 2400 [[m ü. A.]] zu beobachten. Das wurde auch in einer Studie des [[Glockner-Öko-Fonds]] bestätigt, in deren Rahmen auch der [[Hausrotschwanz]] und die [[Alpendohle]] als Kulturfolger bis in große Höhen beobachtet und beschrieben werden konnten. |
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| − | Ihre Jagd nach Insekten betreiben die Mehlschwalben bis in große Höhen. Als Kulturfolger nutzen Mehlschwalben auch Gebäude bis in große Höhen und sind z.B. im Bereich der [[Kaiser-Franz-Josefshöhe]] an der [[Großglockner-Hochalpenstraße]] auf rund 2400 [[m ü. A.]] zu beobachten. Das wurde auch in einer Studie des [[Großglockner-Öko-Fonds]] bestätigt, in deren Rahmen auch der [[Hausrotschwanz]] und die [[Alpendohle]] als Kulturfolger bis in große Höhen beobachtet und beschrieben werden konnten.
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| | ==Bestand und Gefährdung== | | ==Bestand und Gefährdung== |
| | In Österreich steht die Mehlschwalbe als heimischer [[Brutvogel]] auf der Vorwarnstufe, d.h. sie gilt als potentiell gefährdet. Im [[Bundesland Salzburg]] ist sie mit geschätzten 1.001 bis 10.000 Brutpaaren gegenwärtig nicht gefährdet. | | In Österreich steht die Mehlschwalbe als heimischer [[Brutvogel]] auf der Vorwarnstufe, d.h. sie gilt als potentiell gefährdet. Im [[Bundesland Salzburg]] ist sie mit geschätzten 1.001 bis 10.000 Brutpaaren gegenwärtig nicht gefährdet. |