Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
4 Bytes hinzugefügt ,  19:48, 19. Jul. 2015
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 18: Zeile 18:  
Die Mühle ist „zweigängig“, weil sie mit zwei Mahlgängen (Mahlwerken, auch Gossen genannt) ausgestattet ist. Der Antrieb erfolgt über ein oberschlächtiges Wasserrad, dem über eine Holzrinne ein Teil des Wassers des Baderbaches zugeleitet wird. Zum Betrieb eines Mahlwerkes sind ungefähr 150 Liter Wasser je Sekunde notwendig. Manche Mühlen dieser Bauart wurden auch als „Wolkenbruchmühlen“ bezeichnet, weil nur nach einem starken Regen genügend Wasser zum Antrieb vorhanden war. Die Leistung eines oberschlächtigen Mühlrades ist größer als die eines unterschlächtigen, weil nicht nur die Strömungsenergie, sondern vor allem die Schwerkraftwirkung des auf die Oberseite des Rades zugeführten Wassers auf die Schaufeln ausgenützt wird. Sie beträgt bei der Baderbachmühle etwa 2 bis 4 KW. Die Bezeichnungen „ober-, mittel- oder unterschlächtig“ leiten sich vom Aufschlagen des Wassers auf die Schaufeln des Mühlrades ab. In der Mühle wurde bis in die [[1960er]]-Jahre Getreide verschiedener Art gemahlen (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer). Die Kapazität der Mühle betrug etwa 150 kg Mehl in 24 Stunden.
 
Die Mühle ist „zweigängig“, weil sie mit zwei Mahlgängen (Mahlwerken, auch Gossen genannt) ausgestattet ist. Der Antrieb erfolgt über ein oberschlächtiges Wasserrad, dem über eine Holzrinne ein Teil des Wassers des Baderbaches zugeleitet wird. Zum Betrieb eines Mahlwerkes sind ungefähr 150 Liter Wasser je Sekunde notwendig. Manche Mühlen dieser Bauart wurden auch als „Wolkenbruchmühlen“ bezeichnet, weil nur nach einem starken Regen genügend Wasser zum Antrieb vorhanden war. Die Leistung eines oberschlächtigen Mühlrades ist größer als die eines unterschlächtigen, weil nicht nur die Strömungsenergie, sondern vor allem die Schwerkraftwirkung des auf die Oberseite des Rades zugeführten Wassers auf die Schaufeln ausgenützt wird. Sie beträgt bei der Baderbachmühle etwa 2 bis 4 KW. Die Bezeichnungen „ober-, mittel- oder unterschlächtig“ leiten sich vom Aufschlagen des Wassers auf die Schaufeln des Mühlrades ab. In der Mühle wurde bis in die [[1960er]]-Jahre Getreide verschiedener Art gemahlen (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer). Die Kapazität der Mühle betrug etwa 150 kg Mehl in 24 Stunden.
   −
In der Mühle waren noch im Jahre 2000 folgende Inschriften zu lesen: "Wolfgang Raudaschl hat das geschrieben 1847";  "Wolfgang Raudschl hat hier gemahlen am ...März 1857";  "Matthias N. (Familienname unleserlich) 1872";  "Franz Lohninger hat hier gemalt [sic!], 14 Tag 1871 und 1873";  "Johann Friembichler 1887 (Wegmacher)";  "Matth. Höfner 1901";  "Roither 1.10.1941";  "Pichler Josef 13.11.1950";  "Höfner Matthias 8.11.1957";  die letzte Eintragung lautet: "Höfner Johann 17.11. 1966".
+
In der Mühle waren noch im Jahre 2000 folgende Inschriften zu lesen: "Wolfgang Raudaschl hat das geschrieben 1847";  "Wolfgang Raudschl hat hier gemahlen am ...März 1857";  "Matthias N. (Familienname unleserlich) 1872";  "Franz Lohninger hat hier gemalt [sic!], 14 Tag 1871 und 1873";  "Johann Friembichler 1887 ([[Wegmacher]])";  "Matth. Höfner 1901";  "Roither 1.10.1941";  "Pichler Josef 13.11.1950";  "Höfner Matthias 8.11.1957";  die letzte Eintragung lautet: "Höfner Johann 17.11. 1966".
    
Die Baderbach-Mühle wurde sehr geschickt im Gelände angelegt, weshalb die beim Baderbach oft als [[Wildbach]] vorbeistürzenden Fluten der Mühle nichts anhaben konnten.     
 
Die Baderbach-Mühle wurde sehr geschickt im Gelände angelegt, weshalb die beim Baderbach oft als [[Wildbach]] vorbeistürzenden Fluten der Mühle nichts anhaben konnten.     

Navigationsmenü