Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
27 Bytes hinzugefügt ,  20:26, 21. Mai 2015
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 3: Zeile 3:     
== Leben ==
 
== Leben ==
Abt Wolfgang Haberl stammte vom Haberlgut in [[Zell am Moos]]. Unter seiner Ära gelangte der Humanismus zur vollen Blüte. Aus dem Chronicon Lunelacense geht hervor, dass im Gefolge Kaiser Maximilians auch der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] wie der Arzt und Humanist Cuspinian im Jahre [[1506]] Gäste bei Haberl in Mondsee waren und weiter nach [[St. Wolfgang]] zogen. Haberl war Beichtvater und ein persönlicher Freund Kaiser Maximilians, der ihn meist nur "seinen Mönch" zu nennen pflegte. Abt Haberl war wie der Kaiser ein großer Förderer von Kunst und Wissenschaft, so wurde im Jahre [[1514]] das erste Mondseeer Stiftsgymnasium in [[Oberösterreich]] gegründet. Mondsee stand in dieser Zeit oft im Zentrum der Macht- und Finanzpolitik Kaiser Maximilians und des Salzburger Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach, der seine Vorteile zur Landnahme zu wahren wusste.
+
Abt Wolfgang Haberl stammte vom Haberlgut in [[Zell am Moos]]. Unter seiner Ära gelangte der Humanismus zur vollen Blüte. Aus dem Chronicon Lunelacense geht hervor, dass im Gefolge Kaiser [[Maximilian I.|Maximilians]] auch der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] wie der Arzt und Humanist Cuspinian im Jahre [[1506]] Gäste bei Haberl in Mondsee waren und weiter nach [[St. Wolfgang]] zogen. Haberl war Beichtvater und ein persönlicher Freund Kaiser Maximilians, der ihn meist nur "seinen Mönch" zu nennen pflegte. Abt Haberl war wie der Kaiser ein großer Förderer von Kunst und Wissenschaft, so wurde im Jahre [[1514]] das erste Mondseeer Stiftsgymnasium in [[Oberösterreich]] gegründet. Mondsee stand in dieser Zeit oft im Zentrum der Macht- und Finanzpolitik Kaiser Maximilians und des Salzburger Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach, der seine Vorteile zur Landnahme zu wahren wusste.
   −
Das berühmteste und wohl bekannteste Werk welches dieser gebildete Abt Wolfgang Haberl einerseits für St. Wolfgang, zu Ehren seines Namenspatrons 1515 schaffen ließ, andererseits für die zahlreichen ärmeren Wallfahrer, die sich rund um die Kirche lagerten, ist der [[Wolfgangibrunnen|Wolfgangi-Pilgerbrunnen]] von Lienhard Rännacher, Stadtbüchsenmeister zu Passau und Peter Mülich.  
+
Das berühmteste und wohl bekannteste Werk, welches dieser gebildete Abt Wolfgang Haberl einerseits für St. Wolfgang, zu Ehren seines Namenspatrons 1515 schaffen ließ, andererseits für die zahlreichen ärmeren Wallfahrer, die sich rund um die Kirche lagerten, ist der [[Wolfgangibrunnen|Wolfgangi-Pilgerbrunnen]] von Lienhard Rännacher, Stadtbüchsenmeister zu [[Passau]] und Peter Mülich.  
   −
Abt Wolfgang Haberl ließ über dem Wolfgangibrunnen einen kleinen, auf vier Säulen ruhenden Renaissance-Tempel errichten. Auf einer der Säulen befindet sich die Jahreszahl [[976]], hinweisend auf die Ankunft des [[Wolfgang von Regensburg|hl. Wolfgang]] hier am [[Wolfgangsee|See]]. Auf einer anderen sieht man das Fertigstellungsdatum des Bauwerkes: [[1518]]. Zur Verewigung des Abtes ist wiederum sein markantes Wappen eingemeißelt.
+
Abt Wolfgang Haberl ließ über dem Wolfgangibrunnen einen kleinen, auf vier Säulen ruhenden [[Renaissance]]-Tempel errichten. Auf einer der Säulen befindet sich die Jahreszahl [[976]], hinweisend auf die Ankunft des [[Wolfgang von Regensburg|hl. Wolfgang]] hier am [[Wolfgangsee|See]]. Auf einer anderen sieht man das Fertigstellungsdatum des Bauwerkes: [[1518]]. Zur Verewigung des Abtes ist wiederum sein markantes Wappen eingemeißelt.
    
Kurze Zeit nach diesem Höhepunkt brach im [[Mondseer Land]] die [[Pest]] aus und viele Bewohner dieses Landstriches fielen dem "Schwarzen Tod" zum Opfer, darunter ist auch der allseits geschätzte Abbas Wolfgangus Haberl zu beklagen, der am 12. Oktober 1521 sein Leben beendete und seine letzte Ruhestätte in der Äbtegruft der [[Basilika St. Michael]] des Klosters Mondsee fand.
 
Kurze Zeit nach diesem Höhepunkt brach im [[Mondseer Land]] die [[Pest]] aus und viele Bewohner dieses Landstriches fielen dem "Schwarzen Tod" zum Opfer, darunter ist auch der allseits geschätzte Abbas Wolfgangus Haberl zu beklagen, der am 12. Oktober 1521 sein Leben beendete und seine letzte Ruhestätte in der Äbtegruft der [[Basilika St. Michael]] des Klosters Mondsee fand.

Navigationsmenü