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==Geographische Lage==  
 
==Geographische Lage==  
Die Gemeinde liegt im westlichen [[Oberpinzgau]] und grenzt an die Nachbargemeinden [[Wald im Pinzgau]], [[Krimml]] und [[Bramberg]]. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland Tirol (Kirchberg), südlich der Hohen Tauern Osttirol (Prägraten und Virgen). Neukirchen liegt außerdem am Oberlauf der [[Salzach]] und am Fuße des [[Großvenediger]]s, des höchsten Berges [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]s.   
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Die Gemeinde liegt im westlichen [[Oberpinzgau]] und grenzt an die Nachbargemeinden [[Wald im Pinzgau]], [[Krimml]] und [[Bramberg]]. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland [[Nordtirol|Tirol]] (Kirchberg), südlich der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] [[Osttirol]] (Prägraten und Virgen). Neukirchen liegt außerdem am Oberlauf der [[Salzach]] und am Fuße des [[Großvenediger]]s, des höchsten Berges [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]s.   
    
Bekannt ist Neukirchen mit seinem über Jahrhunderte gewachsenen, idyllisch zwischen den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im Süden und den Kitzbüheler Alpen im Norden eingebetteten Dorfbild als der nach [[Mittersill]] wichtigste Ort des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] und als (ebenfalls nach Mittersill) zweitgrößte Tourismusgemeinde des Oberpinzgaus.   
 
Bekannt ist Neukirchen mit seinem über Jahrhunderte gewachsenen, idyllisch zwischen den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im Süden und den Kitzbüheler Alpen im Norden eingebetteten Dorfbild als der nach [[Mittersill]] wichtigste Ort des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] und als (ebenfalls nach Mittersill) zweitgrößte Tourismusgemeinde des Oberpinzgaus.   
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Die Herrschaft über den Ort übten die Herren von Neukirchen aus, die von [[1126]] bis [[1547]] nachweisbar sind. Diese dienten den [[Salzburger Erzbischöfe]]n und stellten zeitweise die Gerichtsbarkeit im Oberpinzgau. Ihnen folgten die Grafen von Khuenburg, die von [[1558]] bis [[1849]] die Herrschaft in Neukirchen inne hatten.  
 
Die Herrschaft über den Ort übten die Herren von Neukirchen aus, die von [[1126]] bis [[1547]] nachweisbar sind. Diese dienten den [[Salzburger Erzbischöfe]]n und stellten zeitweise die Gerichtsbarkeit im Oberpinzgau. Ihnen folgten die Grafen von Khuenburg, die von [[1558]] bis [[1849]] die Herrschaft in Neukirchen inne hatten.  
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[[1433]] tritt ein [[Johann Chartel]] als der erste genannte Wirt des Gasthauses zur Post auf, einer alten Taverne, die bereits um [[1400]] bestanden haben dürfte und [[1970]] abgetragen wurde. [[1513]] fand der Samerhof erstmals urkundliche Erwähnung, der zur Zeit der Samerei (Tragtierverkehr) über den Tauern und ins Zillertal eine wichtige Zwischenstation bildete.
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[[1433]] tritt ein [[Johann Chartel]] als der erste genannte Wirt des Gasthauses zur Post auf, einer alten Taverne, die bereits um [[1400]] bestanden haben dürfte und [[1970]] abgetragen wurde. [[1513]] fand der Samerhof erstmals urkundliche Erwähnung, der zur Zeit der [[Samer|Samerei]] (Tragtierverkehr) über den Tauern und ins [[Zillertal]] eine wichtige Zwischenstation bildete.
    
Selbst zur Zeit Napoleons - als im Oberpinzgau nach Österreichs Kriegserklärung an die Franzosen gekämpft wurde - lassen sich keine geschichtlichen Fakten nachweisen, obwohl Neukirchen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Schauplatz von Kampfhandlungen gewesen sein muss.  
 
Selbst zur Zeit Napoleons - als im Oberpinzgau nach Österreichs Kriegserklärung an die Franzosen gekämpft wurde - lassen sich keine geschichtlichen Fakten nachweisen, obwohl Neukirchen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Schauplatz von Kampfhandlungen gewesen sein muss.  
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Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ([[1914]]-[[1918]]) ließen 36 Neukirchner ihr Leben für den österreichischen Kaiser, weitere sechs wurden als vermisst gerechnet.
 
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ([[1914]]-[[1918]]) ließen 36 Neukirchner ihr Leben für den österreichischen Kaiser, weitere sechs wurden als vermisst gerechnet.
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Mit Beschluss vom [[4. Jänner]] [[1929]] wurde Neukirchen aufgrund seiner wachsenden Bedeutung für den Fremdenverkehr zum Markt erhoben. Im Februar des selben Jahres erhielt die neue Marktgemeinde, einhergehend mit der Umbenennung auf "Neukirchen am Großvenediger". von der [[Salzburger Landesregierung]] ihr Wappen verliehen.
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Mit Beschluss vom [[4. Jänner]] [[1929]] wurde Neukirchen aufgrund seiner wachsenden Bedeutung für den [[Fremdenverkehr]] zum Markt erhoben. Im Februar des selben Jahres erhielt die neue Marktgemeinde, einhergehend mit der Umbenennung auf "Neukirchen am Großvenediger". von der [[Salzburger Landesregierung]] ihr Wappen verliehen.
    
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Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Neukirchen lässt sich auf das Jahr [[1243]] datieren. Da der Ortsname Neukirchen allerdings schon früher Bestand hat, deutet Vieles darauf, dass eine Kirche schon vorher existiert haben muss. Zu dieser Zeit war Neukirchen allerdings noch eine Filialkirche der Mutterpfarre [[Bramberg]]. Dies änderte sich erst [[1555]], als der Bramberger Pfarrer [[Rupert Ramsauer]] die Trennung von der [[Pfarre Bramberg]] vollzog. Neukirchen wird zum Vikariat erhoben und umfasst neben dem eigenen Pfarrgebiet die Dörfer Wald und Krimml als Filialkirche, das seinerseits [[1784]] die Selbständigkeit erreicht.  
 
Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Neukirchen lässt sich auf das Jahr [[1243]] datieren. Da der Ortsname Neukirchen allerdings schon früher Bestand hat, deutet Vieles darauf, dass eine Kirche schon vorher existiert haben muss. Zu dieser Zeit war Neukirchen allerdings noch eine Filialkirche der Mutterpfarre [[Bramberg]]. Dies änderte sich erst [[1555]], als der Bramberger Pfarrer [[Rupert Ramsauer]] die Trennung von der [[Pfarre Bramberg]] vollzog. Neukirchen wird zum Vikariat erhoben und umfasst neben dem eigenen Pfarrgebiet die Dörfer Wald und Krimml als Filialkirche, das seinerseits [[1784]] die Selbständigkeit erreicht.  
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Gegen Ende des [[17. Jahrhundert]]s entwickelte sich eine bedeutende Wallfahrt zur Gnadenstatue am Hochaltar "Unserer Lieben Frau von Neukirchen", die besonders am Rosenkranzfest und an den Goldenen Samstagen von den Pilgern aufgesucht wurde. Als Unterkunft für den Vikar diente das alte Mesnerhaus, und ab [[1734]] der neu erbaute und noch heute bestehende Pfarrhof.  
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Gegen Ende des [[17. Jahrhundert]]s entwickelte sich eine bedeutende [[Wallfahrt]] zur Gnadenstatue am Hochaltar "Unserer Lieben Frau von Neukirchen", die besonders am Rosenkranzfest und an den Goldenen Samstagen von den Pilgern aufgesucht wurde. Als Unterkunft für den Vikar diente das alte Mesnerhaus, und ab [[1734]] der neu erbaute und noch heute bestehende Pfarrhof.  
    
[[1859]] wird Neukirchen zur Pfarre erhoben. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Johannes geweiht.
 
[[1859]] wird Neukirchen zur Pfarre erhoben. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Johannes geweiht.
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* [[Schaubergwerk Hochfeld]]
 
* [[Schaubergwerk Hochfeld]]
:: Der Schwerpunkt des Schaubergwerks liegt auf dem historischen Kupferbergbau. Die Führung durch die alten Stollen vermittelt die Arbeitsbedingungen und die Lebensweise der Knappen in der über 500jährigen Bergbaugeschichte des Ortes.  
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:: Der Schwerpunkt des Schaubergwerks liegt auf dem historischen [[Kupferbergbau]]. Die Führung durch die alten Stollen vermittelt die Arbeitsbedingungen und die Lebensweise der Knappen in der über 500jährigen Bergbaugeschichte des Ortes.  
    
==Sport und Freizeit==  
 
==Sport und Freizeit==