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| | Der ehemalige Kaufmann und spätere [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Sigmund Haffner]] erhielt noch vor seiner Amtszeit das Recht eigene Münzen, die "Haffner-Halbpaten" zu prägen, die ihm daraufhin zu Wohlstand verhalfen. | | Der ehemalige Kaufmann und spätere [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Sigmund Haffner]] erhielt noch vor seiner Amtszeit das Recht eigene Münzen, die "Haffner-Halbpaten" zu prägen, die ihm daraufhin zu Wohlstand verhalfen. |
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| − | Erzbischof [[Georg von Kuenburg]] ließ Münzen, die wegen der nur kurzen Regierungszeit zu den Seltenheiten zählen, sowohl nach der Reichsmünzordnung als auch nach der Landeswährung schlagen. Die Münzen seiner Zeit wurden immer noch mit Hammer und Amboss geschlagen.
| + | Fürsterzbischof [[Georg von Kuenburg]] ließ Münzen, die wegen der nur kurzen Regierungszeit zu den Seltenheiten zählen, sowohl nach der Reichsmünzordnung als auch nach der Landeswährung schlagen. Die Münzen seiner Zeit wurden immer noch mit Hammer und Amboss geschlagen. |
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| | Die Salzburger Münze mit ihren in Salzburg und in Friesach hergestellten Prägungen blieb nun jahrhundertelang ein Zeugnis der Selbständigkeit des Erzstiftes Salzburg. Die Münzstätte Salzburg, ursprünglich in der Münzgasse situiert, befand sich zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s am Ende der [[Getreidegasse]] nahe der Münzgasse. Ihr vorhergehender Standort ist nicht genau bekannt. Ab [[1580]] befand sich die Münzstätte Salzburg in der alten Kirchgasse, wurde aber wegen des geplanten Baues der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] bereits ab [[18. August]] [[1605]] wieder abgerissen. Die Münzstätte übersiedelte nun in die [[Griesgasse]] in ein Gebäude, das [[1953]] dem [[Griesgassendurchbruch]] weichen musste. | | Die Salzburger Münze mit ihren in Salzburg und in Friesach hergestellten Prägungen blieb nun jahrhundertelang ein Zeugnis der Selbständigkeit des Erzstiftes Salzburg. Die Münzstätte Salzburg, ursprünglich in der Münzgasse situiert, befand sich zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s am Ende der [[Getreidegasse]] nahe der Münzgasse. Ihr vorhergehender Standort ist nicht genau bekannt. Ab [[1580]] befand sich die Münzstätte Salzburg in der alten Kirchgasse, wurde aber wegen des geplanten Baues der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]] bereits ab [[18. August]] [[1605]] wieder abgerissen. Die Münzstätte übersiedelte nun in die [[Griesgasse]] in ein Gebäude, das [[1953]] dem [[Griesgassendurchbruch]] weichen musste. |
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| | ==Die wertvollste Prägung in der Geschichte der Münze== | | ==Die wertvollste Prägung in der Geschichte der Münze== |
| − | Der materiell wertvollste Prägeauftrag war ein Geschenk des Erzbischofs [[Johann Jakob Khuen von Belasi]]. Aus Anlass der Hochzeit des Herzogs Wilhelm mit der Prinzessin von Lothringen (1568) reiste Johann Jakob nach München und überreichte dem Bräutigam einen 1000-fachen Dukaten im Gewicht von rund 3,5 Kilogramm Gold als Hochzeitsgeschenk. Johann Jakobs größtes Interesse war das Münzwesen. So veranlasste er einen Neu- und Umbau der Salzburger Münze. Ab dem Jahr 1561 wurde die Münzstätte nicht mehr verpachtet, sondern arbeitete auf eigene Rechnung. | + | Der materiell wertvollste Prägeauftrag war ein Geschenk des Fürsterzbischofs [[Johann Jakob Khuen von Belasi]]. Aus Anlass der Hochzeit des Herzogs Wilhelm mit der Prinzessin von Lothringen (1568) reiste Johann Jakob nach München und überreichte dem Bräutigam einen 1000-fachen Dukaten im Gewicht von rund 3,5 Kilogramm Gold als Hochzeitsgeschenk. Johann Jakobs größtes Interesse war das Münzwesen. So veranlasste er einen Neu- und Umbau der Salzburger Münze. Ab dem Jahr 1561 wurde die Münzstätte nicht mehr verpachtet, sondern arbeitete auf eigene Rechnung. |
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| − | Beim mehrtägigen 1100-Jahr-Jubliäum [[1682]] erhielten ausländische Gäste von Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]] große Goldstücke geschenkt. Das Volk partizipierte am Münz-Segen, in dem man aus einem Fenster Gold- und Silbermünzen in die Menge warf. | + | Beim mehrtägigen 1100-Jahr-Jubliäum [[1682]] erhielten ausländische Gäste von Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] große Goldstücke geschenkt. Das Volk partizipierte am Münz-Segen, in dem man aus einem Fenster Gold- und Silbermünzen in die Menge warf. |
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| − | [[Georg Raphael Donner]] stellte während seiner Zeit in Salzburg Prägestöcke für die Salzburger Münze her. Anlässlich der Wahl des neuen Erzbischofs [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] arbeitete er eine goldene Schaumünze. | + | [[Georg Raphael Donner]] stellte während seiner Zeit in Salzburg Prägestöcke für die Salzburger Münze her. Anlässlich der Wahl des neuen Fürsterzbischofs [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] arbeitete er eine goldene Schaumünze. |
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| − | Vom [[22. Oktober]] bis [[23. November]] [[1772]] visierte [[Johann Martin Krafft]] als Gutachter unter Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] die Salzburger Münze. | + | Vom [[22. Oktober]] bis [[23. November]] [[1772]] visierte [[Johann Martin Krafft]] als Gutachter unter Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] die Salzburger Münze. |
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| | ==Von der Münze zur Medaille: ein Repräsentationsbedürfnis== | | ==Von der Münze zur Medaille: ein Repräsentationsbedürfnis== |