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| | '''Marlies Raich, geb. Schild''', (* [[31. Mai]] [[1981]] in Admont, [[Steiermark]]) ist eine ehemalige österreichische [[Liste erfolgreicher Salzburger Skirennläufer|Skirennläufer]]in. Sie ist in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] aufgewachsen, wo sie auch noch wohnt. | | '''Marlies Raich, geb. Schild''', (* [[31. Mai]] [[1981]] in Admont, [[Steiermark]]) ist eine ehemalige österreichische [[Liste erfolgreicher Salzburger Skirennläufer|Skirennläufer]]in. Sie ist in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] aufgewachsen, wo sie auch noch wohnt. |
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| − | Am [[2. September]] [[2014]] gab die 33jährige ihren Rücktritt vom aktiven Rennsport bekannt. In ihrer Lieblingsdisziplin ist die Slalom-Weltmeisterin von 2011 mit 35 Weltcup-Erfolgen die Rekordhalterin. Mit ihrem Erfolg in Lienz Ende Dezember 2013 machte sie sich vor der Schweizerin Vreni Schneider zur Nummer eins. Insgesamt holte Raich in 212 Weltcuprennen 37 Siege. Marlies Raich beendete nach vier Olympia- und sieben WM-Medaillen ihre aktive Karriere. | + | Am [[2. September]] [[2014]] gab die 33jährige ihren Rücktritt vom aktiven Rennsport bekannt. In ihrer Lieblingsdisziplin ist die Slalom-Weltmeisterin von 2011 mit 35 Weltcup-Erfolgen die Rekordhalterin. Mit ihrem Erfolg in Lienz Ende Dezember 2013 machte sie sich vor der Schweizerin Vreni Schneider zur Nummer eins. Insgesamt holte Marlies in 212 Weltcuprennen 37 Siege. Marlies beendete nach vier Olympia- und sieben WM-Medaillen ihre aktive Karriere. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Mit zwei Jahren rutschte Marlies Raich das erste Mal auf zwei Bretteln den kleinen Hügel vor dem Elternhaus in Saalfelden am Steinernen Meer hinunter. Schon damals konnte sie kaum genug davon bekommen, und so entstand langsam der Wunsch, Skirennläuferin zu werden. Dieses Ziel sollte mit den Jahren immer konkreter werden. | + | Mit zwei Jahren rutschte Marlies das erste Mal auf zwei Bretteln den kleinen Hügel vor dem Elternhaus in Saalfelden am Steinernen Meer hinunter. Schon damals konnte sie kaum genug davon bekommen, und so entstand langsam der Wunsch, Skirennläuferin zu werden. Dieses Ziel sollte mit den Jahren immer konkreter werden. |
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| | Bereits mit sechs Jahren fuhr sie ihre ersten Rennen, beim Kinder-Cup gewann sie die ersten Pokale. Mit zehn Jahren wurde sie in den Salzburger Schülerkader aufgenommen. Zunächst wurde sie Schülerin der [[Hauptschule Zell am See]], wo es auch heute noch den Zweig „Ski alpin“ gibt. Später wechselte sie in das Skigymnasium in Stams ([[Tirol]]). | | Bereits mit sechs Jahren fuhr sie ihre ersten Rennen, beim Kinder-Cup gewann sie die ersten Pokale. Mit zehn Jahren wurde sie in den Salzburger Schülerkader aufgenommen. Zunächst wurde sie Schülerin der [[Hauptschule Zell am See]], wo es auch heute noch den Zweig „Ski alpin“ gibt. Später wechselte sie in das Skigymnasium in Stams ([[Tirol]]). |
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| | Sie startete früher für den Verein [[SC Dienten am Hochkönig]]. | | Sie startete früher für den Verein [[SC Dienten am Hochkönig]]. |
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| − | Trotz einiger Verletzungen schaffte Marlies Raich im Jahr [[1998]] den Aufstieg in die ÖSV-Nachwuchsmannschaft. Über FIS-Rennen ging es in den Europacup und in der Saison [[2001]]/[[2002]] schließlich in den Weltcup. Nebenbei beendete sie im Jahr [[2000]] das Skigymnasium Stams mit bestandener Matura. Seitdem widmet sie sich ganz dem Skifahren. | + | Trotz einiger Verletzungen schaffte Marlies im Jahr [[1998]] den Aufstieg in die ÖSV-Nachwuchsmannschaft. Über FIS-Rennen ging es in den Europacup und in der Saison [[2001]]/[[2002]] schließlich in den Weltcup. Nebenbei beendete sie im Jahr [[2000]] das Skigymnasium Stams mit bestandener Matura. Seitdem widmete sie sich ganz dem Skifahren. |
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| − | Ein schwerer Sturz bremste Marlies Raich vor dem Saisonauftakt 2008/2009. Am [[9. Oktober]] [[2008]] stürzte sie beim Riesentorlauftraining auf dem Rettenbachferner bei Sölden (Tirol) und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Bein. Nach über einem Jahr Pause gab sie am [[14. November]] [[2009]] in Levi (FIN) ihr Renncomeback und belegte dabei Rang 6. Bereits in ihrem zweiten Rennen stand sie als Zweite wieder auf dem Podest, und zwei Rennen später feierte sie in Lienz ihren 21. Weltcupsieg. Bei den [[Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver|Olympischen Winterspielen in Vancouver]] holte Raich die Silbermedaille. Zum Saisonausklang gewann sie in Innerkrems ([[Kärnten]]) am [[15. März]] [[2010]] ihren insgesamt vierten österreichischen Meistertitel in der allgemeinen Klasse im Slalom. | + | Ein schwerer Sturz bremste Marlies vor dem Saisonauftakt 2008/2009. Am [[9. Oktober]] [[2008]] stürzte sie beim Riesentorlauftraining auf dem Rettenbachferner bei Sölden (Tirol) und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Bein. Nach über einem Jahr Pause gab sie am [[14. November]] [[2009]] in Levi (FIN) ihr Renncomeback und belegte dabei Rang 6. Bereits in ihrem zweiten Rennen stand sie als Zweite wieder auf dem Podest, und zwei Rennen später feierte sie in Lienz ihren 21. Weltcupsieg. Bei den [[Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver|Olympischen Winterspielen in Vancouver]] holte Raich die Silbermedaille. Zum Saisonausklang gewann sie in Innerkrems ([[Kärnten]]) am [[15. März]] [[2010]] ihren insgesamt vierten österreichischen Meistertitel in der allgemeinen Klasse im Slalom. |
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| − | Im WM-Winter 2011 konnte sie vor der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen erneut ihre Sonderstellung im Slalom untermauern: Fünf Weltcupsiegen standen zwei Ausfälle gegenüber, immer wenn Raich durchkam, gewann sie auch. Bei der WM selbst errang sie mit dem Team (in dem auch die weiteren Salzburger [[Anna Fenninger]], [[Michaela Kirchgasser]] und [[Philipp Schörghofer]] standen) Silber, sowie am [[19. Februar]] Gold im Salom. Mit dem 6. Saionsieg am [[12. März]] in Spindlermühle holt sich Marlies Schild nicht nur den Tagessieg, sondern auch die kleine Kristallkugel im Slalom. Zum Saisonabschluss gewann sie in Saalbach-Hinterglemm auch noch ihren fünften österreichischen Meistertitel im Slalom. | + | Im WM-Winter 2011 konnte sie vor der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen erneut ihre Sonderstellung im Slalom untermauern: Fünf Weltcupsiegen standen zwei Ausfälle gegenüber, immer wenn Raich durchkam, gewann sie auch. Bei der WM selbst errang sie mit dem Team (in dem auch die weiteren Salzburger [[Anna Fenninger]], [[Michaela Kirchgasser]] und [[Philipp Schörghofer]] standen) Silber, sowie am [[19. Februar]] Gold im Salom. Mit dem 6. Saionsieg am [[12. März]] in Spindlermühle holt sich Marlies nicht nur den Tagessieg, sondern auch die kleine Kristallkugel im Slalom. Zum Saisonabschluss gewann sie in Saalbach-Hinterglemm auch noch ihren fünften österreichischen Meistertitel im Slalom. |
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| − | Auch in der darauffolgenden Saison war Marlies Raich die überragende Athletin zwischen den Slalomstangen. Sechs Siege brachten sie mit nun 33 Siegen bis auf einen Sieg an die Rekordhalterin Vreni Schneider heran und sicherten ihr ein weiteres Mal die Disziplinenwertung im Slalom-Weltcup. | + | Auch in der darauffolgenden Saison war Marlies die überragende Athletin zwischen den Slalomstangen. Sechs Siege brachten sie mit nun 33 Siegen bis auf einen Sieg an die Rekordhalterin Vreni Schneider heran und sicherten ihr ein weiteres Mal die Disziplinenwertung im Slalom-Weltcup. |
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| − | Zu Beginn der WM-Saison [[2013]] schied Marlies Raich zwar im ersten Slalom in Levi aus, deutete aber mit Platz 2 vierzehn Tage später schon wieder an, dass mit ihr auch in diesem Winter zu rechnen sei. Zudem überraschte sie mit Rang 5 im Riesentorlauf von St. Moritz, dem besten Resultat seit 2007 in einer Disziplin, die sie nach ihrem schweren Unfall 2008 nur mehr mit Vorsicht bestritten hatte. Kurz darauf zog sich Raich aber bei einem Trainingssturz am [[20. Dezember]] [[2012]] in Aare (Schweden) einen Riss des Innenbandes im rechten Knie zu. Damit schien unvermeidlich zu sein, dass die WM-Saison für sie beendet sei<ref>{{Quelle SN|21. Dezember 2012}}</ref>. Vor der WM in Schladming machte dann allerdings zuerst das Gerücht die Runde, dass Marlies Raich doch noch mit einem Antreten spekuliere<ref>{{Quelle SN|1. Februar 2013}}</ref>, später bestätigte sie diese Vermutung<ref>{{Quelle SN|13. Februar 2013}}</ref>. Rang 9 im WM Slalom war zwar angesichts der mangelnden Rennpraxis ein achtbares Resultat, allerdings forderte das verfrühte Comeback seinen Tribut. Raich musste nach der WM auf die restliche Saison verzichten und hatte durch den Start bei der WM ihren Verletztenstatus verloren. Damit musste sie sich im Slalom zu Beginn der Saison 2014 mit ungewöhnlich hohen Startnummern abfinden. <ref>{{Quelle SN|18. März 2013}}</ref>. | + | Zu Beginn der WM-Saison [[2013]] schied Marlies zwar im ersten Slalom in Levi aus, deutete aber mit Platz 2 vierzehn Tage später schon wieder an, dass mit ihr auch in diesem Winter zu rechnen sei. Zudem überraschte sie mit Rang 5 im Riesentorlauf von St. Moritz, dem besten Resultat seit 2007 in einer Disziplin, die sie nach ihrem schweren Unfall 2008 nur mehr mit Vorsicht bestritten hatte. Kurz darauf zog sich Marlies aber bei einem Trainingssturz am [[20. Dezember]] [[2012]] in Aare (Schweden) einen Riss des Innenbandes im rechten Knie zu. Damit schien unvermeidlich zu sein, dass die WM-Saison für sie beendet sei<ref>{{Quelle SN|21. Dezember 2012}}</ref>. Vor der WM in Schladming machte dann allerdings zuerst das Gerücht die Runde, dass Marlies Raich doch noch mit einem Antreten spekuliere<ref>{{Quelle SN|1. Februar 2013}}</ref>, später bestätigte sie diese Vermutung<ref>{{Quelle SN|13. Februar 2013}}</ref>. Rang 9 im WM Slalom war zwar angesichts der mangelnden Rennpraxis ein achtbares Resultat, allerdings forderte das verfrühte Comeback seinen Tribut. Marlies musste nach der WM auf die restliche Saison verzichten und hatte durch den Start bei der WM ihren Verletztenstatus verloren. Damit musste sie sich im Slalom zu Beginn der Saison 2014 mit ungewöhnlich hohen Startnummern abfinden. <ref>{{Quelle SN|18. März 2013}}</ref>. |
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| − | Der Winter 2014 begann für Raich erneut mit einem Ausfall in Levi, aber bereits beim zweiten Slalom am [[17. Dezember]] [[2013]] im französischen Courchevel gelang ihr nach 22 Monaten und sieben vergeblichen Versuchen endlich die Einstellung eines Allzeitrekordes: mit nun 34 Slalomsiegen zog Raich mit der Schweizerin Vreni Schneider gleich. Bereits am [[29. Dezember]] 2013 gelang ihr in [[Lienz]] der 35. Slalomsieg und ist sie seither alleinige Spitzenreiterin. | + | Der Winter 2014 begann für Marlies erneut mit einem Ausfall in Levi, aber bereits beim zweiten Slalom am [[17. Dezember]] [[2013]] im französischen Courchevel gelang ihr nach 22 Monaten und sieben vergeblichen Versuchen endlich die Einstellung eines Allzeitrekordes: mit nun 34 Slalomsiegen zog Marlies mit der Schweizerin Vreni Schneider gleich. Bereits am [[29. Dezember]] 2013 gelang ihr in [[Lienz]] der 35. Slalomsieg und ist sie seither alleinige Spitzenreiterin. |
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| | Nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang und dem 6. Zwischenrang nach dem ersten Durchgang gewinnt sie bei den Olympischen Winterspielen [[2014]] in Sotschi ([[Russland]]) am [[21. Februar]] 2014 noch die Silbermedaille im Slalom. Ihr 212. und letztes Rennen bestritt sie am [[15. März]] [[2014]] in Lenzerheide (Schweiz), standesgemäß verabschiedete sie sich mit einem Podiumsplatz (3. Rang) in das Frühjahr 2014, in dem sie über ihre aktive Zukunft nachdenken wollte. Im September 2014 verkündete Marlies dann offiziell ihren Rücktritt. Am [[25. April]] [[2015]] heiratet sie Benjamin Raich und trägt fortan seinen Familiennamen. <ref>http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/sport/sn/artikel/marlies-schild-und-benjamin-raich-haben-geheiratet-1-147424/</ref> | | Nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang und dem 6. Zwischenrang nach dem ersten Durchgang gewinnt sie bei den Olympischen Winterspielen [[2014]] in Sotschi ([[Russland]]) am [[21. Februar]] 2014 noch die Silbermedaille im Slalom. Ihr 212. und letztes Rennen bestritt sie am [[15. März]] [[2014]] in Lenzerheide (Schweiz), standesgemäß verabschiedete sie sich mit einem Podiumsplatz (3. Rang) in das Frühjahr 2014, in dem sie über ihre aktive Zukunft nachdenken wollte. Im September 2014 verkündete Marlies dann offiziell ihren Rücktritt. Am [[25. April]] [[2015]] heiratet sie Benjamin Raich und trägt fortan seinen Familiennamen. <ref>http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/sport/sn/artikel/marlies-schild-und-benjamin-raich-haben-geheiratet-1-147424/</ref> |