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Der ursprüngliche Stammsitz der bayrischen Linie der Hagenauer lag bei Schrobenhausen (Hagenovve, Hof mit Hube) und wurde nach Verwüstungen verlassen. [[1348]] wurde der Edelsitz schließlich verkauft. Heute findet man keine Spuren mehr von diesem wahrscheinlich hölzernen Edelsitz. 1364 suchten Kriegsgräuel dieses Gebiet nordlich von Schrobenhausen heim und Wittelsbacher Soldaten zogen gegen die kaisertreuen Vögte Ulrich und Paulus von Oberarnbach. Der Wittelsbacher Herzog Stephan II von Niederbayern-Oberbayern ließ durch seinen Hauptmann Ritter Hiltpolt von Stein den Landstrich zwischen dem Donaumoos und dem Hagenauer Forst verheeren. In diesem Jahr [[1364]] wurde auch der ehemalige Edelsitz Hagenau geschliffen. Als man in diesem Gebiet danach wieder an den Aufbau ging, gab es keine Einödbauern mehr, keine Einzelhöfe, keine Burgsitze, keine großen Edelmannsgüter.  
 
Der ursprüngliche Stammsitz der bayrischen Linie der Hagenauer lag bei Schrobenhausen (Hagenovve, Hof mit Hube) und wurde nach Verwüstungen verlassen. [[1348]] wurde der Edelsitz schließlich verkauft. Heute findet man keine Spuren mehr von diesem wahrscheinlich hölzernen Edelsitz. 1364 suchten Kriegsgräuel dieses Gebiet nordlich von Schrobenhausen heim und Wittelsbacher Soldaten zogen gegen die kaisertreuen Vögte Ulrich und Paulus von Oberarnbach. Der Wittelsbacher Herzog Stephan II von Niederbayern-Oberbayern ließ durch seinen Hauptmann Ritter Hiltpolt von Stein den Landstrich zwischen dem Donaumoos und dem Hagenauer Forst verheeren. In diesem Jahr [[1364]] wurde auch der ehemalige Edelsitz Hagenau geschliffen. Als man in diesem Gebiet danach wieder an den Aufbau ging, gab es keine Einödbauern mehr, keine Einzelhöfe, keine Burgsitze, keine großen Edelmannsgüter.  
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Der neue gewählte Stammsitz der Herren von Hagenau, ebenso ein alter Besitz der Hagenauer, befand sich seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts bei Allershausen. Er wurde aber bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts verkauft. Im späten Mittelalter verarmten viele Ritter und die ritterliche Kultur ging endgültig zu Ende. Als im [[15. Jahrhundert]] die Feuerwaffen aufkamen und sich die gut organisierten Fußtruppen etabliert hatten, verloren die Ritter ihre ursprüngliche Funktion als Krieger. Viele konnten ihren Unterhalt nur noch durch Raubüberfälle auf Bürger und Bauern bestreiten und oft endeten sie in Knechtschaft um nicht verhungern zu müssen. Wenn sie es geschickt anstellten wurden sie Bauern oder Müller, oder noch besser, wenn es ihnen gelang Bürger einer Stadt zu werden. Manche Familien (oder Mitglieder dieser Familien) stiegen auf der sozialen Leiter wieder auf, anderen gelang es nicht mehr.
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Der nachfolgende bayerische Stammsitz der Herren von Hagenau war ebenso ein alter Besitz der Hagenauer und befand sich bei Allershausen. Er wurde jedoch bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts ebenfalls verkauft. Im späten Mittelalter verarmten viele Ritter und die ritterliche Kultur ging endgültig zu Ende. Als im [[15. Jahrhundert]] die Feuerwaffen aufkamen und sich die gut organisierten Fußtruppen etabliert hatten, verloren die Ritter ihre ursprüngliche Funktion als Krieger. Viele konnten ihren Unterhalt nur noch durch Raubüberfälle auf Bürger und Bauern bestreiten und oft endeten sie in Knechtschaft um nicht verhungern zu müssen. Wenn sie es geschickt anstellten wurden sie Bauern oder Müller, oder noch besser, wenn es ihnen gelang Bürger einer Stadt zu werden. Manche Familien (oder Mitglieder dieser Familien) stiegen auf der sozialen Leiter wieder auf, anderen gelang es nicht mehr.
    
Der neuen Stammsitz bei Allershausen war bereits in früheren Urkunden als Besitz der Herren von Hagenau erwähnt worden. Der letzte Besitzer dieses Sitzes war Stephan Hagenauer zu Allershausen, der diesen im Jahr [[1484]] verkauft hatte (Oberbayrisches Archiv). Im [[15. Jahrhundert]] tauchten viele Hagenauer der Bayrischen Linie in Freisinger Urkunden und in Urkunden des Stiftes Indersdorf auf. Im Jahr [[1420]] bestätigte Georg Hagenauer die Übergabe einiger seiner Güter und im Jahr [[1431]] verkaufte Arnold Hagenauer 2 Huben an den Herzog Wilhelm III. von Bayern. In einem Protokoll von [[1432]] finden wir den in Moosburg (nordöstlich von Freising) geborenen ''"Herren Peter Hagenauer"'' (Canonicus) als Zeugen. Im Jahr [[1435]] bezeugte Conrad Hagenauer die Stiftung einer Wochenmesse an den Dom von Freising und [[1464]] tauchte der bereits oben erwähnte ''"Stephan Hagenauer der Erbar"'' bei Freising  erneut in einer Urkunde auf. Im Jahr [[1487]] finden wir noch einmal ''"Stephan Hagenauer zu Allershausen"'' bei Freising, der aber bereits 1484 den letzten bayerischen Stammsitz der Hagenauer verkauft hatte.  
 
Der neuen Stammsitz bei Allershausen war bereits in früheren Urkunden als Besitz der Herren von Hagenau erwähnt worden. Der letzte Besitzer dieses Sitzes war Stephan Hagenauer zu Allershausen, der diesen im Jahr [[1484]] verkauft hatte (Oberbayrisches Archiv). Im [[15. Jahrhundert]] tauchten viele Hagenauer der Bayrischen Linie in Freisinger Urkunden und in Urkunden des Stiftes Indersdorf auf. Im Jahr [[1420]] bestätigte Georg Hagenauer die Übergabe einiger seiner Güter und im Jahr [[1431]] verkaufte Arnold Hagenauer 2 Huben an den Herzog Wilhelm III. von Bayern. In einem Protokoll von [[1432]] finden wir den in Moosburg (nordöstlich von Freising) geborenen ''"Herren Peter Hagenauer"'' (Canonicus) als Zeugen. Im Jahr [[1435]] bezeugte Conrad Hagenauer die Stiftung einer Wochenmesse an den Dom von Freising und [[1464]] tauchte der bereits oben erwähnte ''"Stephan Hagenauer der Erbar"'' bei Freising  erneut in einer Urkunde auf. Im Jahr [[1487]] finden wir noch einmal ''"Stephan Hagenauer zu Allershausen"'' bei Freising, der aber bereits 1484 den letzten bayerischen Stammsitz der Hagenauer verkauft hatte.  

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