| Zeile 16: |
Zeile 16: |
| | [[1989]] ging dann die Jahrtausende alte Salzgewinnung in [[Hallein]] mit der Schließung der Saline zu Ende. | | [[1989]] ging dann die Jahrtausende alte Salzgewinnung in [[Hallein]] mit der Schließung der Saline zu Ende. |
| | | | |
| − | ==Transport des Salzes== | + | ==Salztransport== |
| | + | : ''Hauptartikel: [[Salztransport]]'' |
| | + | |
| | Das Salz wurde hauptsächlich auf der [[Salzach]] verschifft. Es wurde in kegelförmigen Holzbehälter gepresst und so auf Schiffe verladen, die die [[Salzach]] und den Inn bis Passau hinunter fuhren. Eine nicht ungefährliche Arbeit, bei der es immer wieder zu Zwischenfällen und Todesopfern gekommen war (siehe auch [[Salzachschifffahrt]]). | | Das Salz wurde hauptsächlich auf der [[Salzach]] verschifft. Es wurde in kegelförmigen Holzbehälter gepresst und so auf Schiffe verladen, die die [[Salzach]] und den Inn bis Passau hinunter fuhren. Eine nicht ungefährliche Arbeit, bei der es immer wieder zu Zwischenfällen und Todesopfern gekommen war (siehe auch [[Salzachschifffahrt]]). |
| − |
| |
| − | Durch die Beherrschung des Wasserwegs auf der [[Salzach]], der einzigen leistungsfähigen Transportroute, konnten die [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] auch den Export der konkurrierenden Salinen Reichenhall und [[Salzbergwerk Berchtesgaden|Berchtesgaden]] kontrollieren. Die [[Salzachschifffahrt|Salzschifffahrt]] von [[Hallein]] über Laufen nach Passau wurde noch im [[13. Jahrhundert]] durch erzbischöfliche Urkunden genau geregelt. Der Salzexport blieb bis zum Ende der geistlichen Herrschaft die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle der [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]].
| |
| − |
| |
| − | [[825]] finden sich in der [[Laufen]]er Chronik erste Hinweise auf eine Salzachschifffahrt.
| |
| − |
| |
| − | Natürlich und vor allem wurde das Salz auf der Salzach verschifft. Früher befuhren die Schöffleute auf ihren Zillen (Plätten) die Salzach, beladen mit Salz. Von den Salinen [[Hallein]]s, [[Salzbergwerk Berchtesgaden|Berchtesgadens]] und [[Bad Reichenhall]]s wurde das Salz über die Salzach, den Inn und die Donau ins Schwarze Meer transportiert.
| |
| − |
| |
| − | Auf Anordnung von Kaiser Ludwig dem Bayern aus dem Jahr [[1333]] durfte das Salz aus [[Hallein]] nur noch auf dem Fluß verfrachtet werden.
| |
| − |
| |
| − | In [[Oberndorf]]-[[Laufen]] musste das Salz von den kleineren Zillen auf die größeren Plätten umgeladen werden. Der Grund war zum einen die geringere Wasserführung der Salzach auf der Strecke von [[Hallein]] bis zur Einmündung der [[Saalach]] bei Freilassing und zum anderen der „Nocken“, ein gefährliches Hinderniss im Flußlauf bei Laufen. Die großen Salzschiffe, die bis Passau fuhren, wurden auf den Schopperplätzen in Laufen gebaut.
| |
| − |
| |
| − | Aber auch alle anderen Waren mussten umgeladen werden und so erlangten diese beiden Städte großen Wohlstand. Zum Schutze der Schiffer gegen kriegerische und räuberische Überfälle auf die Salzzillen wurde [[1278]] von Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]] die [[Schiffergarde]] gegründet, welche bis zum heutigen Tag besteht.
| |
| − |
| |
| − | [[1866]] findet der letzte königlich bayerischer Salztransport nach Passau auf dem Wasserweg statt.
| |
| | | | |
| | ==Salzgewinnung heute in Salzburg== | | ==Salzgewinnung heute in Salzburg== |