| − | Joseph Konradt wurde um 1773 in Würzburg geboren wo er, wie seine Brüder, zunächst eine Ausbildung zum Tischler absolviert haben dürfte. Da in Salzburg die Witwe des Hoforgelmachers, Maria Anna Schmidt (geb. Würth), keinen Nachfolger für ihr ererbtes Orgelmacher-Gewerbe finde konnte, verkaufte sie den auf [[Johann Ev. Schmidt]] lautenden Gerechtsnamen 1813/14 an Joseph Konradt.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 131.</ref> Die erste von Konradt nachgewiesene Arbeit in Salzburg ist die Reparatur eines ''schadhaften Piano Forte'' im [[Sigmund-Haffner-Gasse#Kapellhaus|Kapellhaus]] 1817.<ref>Salzburger Landesarchiv, ''Königliche Oberbau Commission Salzburg'' 693e. Zitiert nach: Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 131.</ref> 1819 reparierte er die Orgel in Elsbethen, 1824/25 die vier [[Salzburger Dom#Vierungsorgeln|Pfeilerorgeln]] und die [[Salzburger Dom#Große Orgel|große Orgel]] im [[Salzburger Dom]]. 1827 richtete er das Chorpositiv des Salzburger Doms und das Positiv der [[St.-Sebastians-Kirche|Sebastianskirche]] her.<ref>Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 131.</ref> Seine größte Arbeit in Salzburg war offenbar die Wiederherstellung der großen Orgel im [[Stift St. Peter]] im Jahre 1823,<ref>Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 131 und 135f.</ref> die der ''Simplifikationsheld''<ref>[[Stift Sankt Peter (Salzburg)#Archiv|ASP]], Handschriftenarchiv (HsA) 84 pag. 96 und 387. Zitiert nach: Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 135.</ref> Abbé Vogler durch seinen Umbau 1805 ruiniert hatte.<ref>Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 132f.</ref> In seinen letzten Lebensjahren dürfte Konradt nur mehr Klaviere gebaut haben, da ihm [[Ludwig Mooser]] als Orgelbauer den Rang abgelaufen hatte. Er starb kinderlos am 9. September 1838 in seinem Haus, ''Kapuzinerstiege Nr. 389'' und wurde vermutlich im [[Sebastiansfriedhof]] beerdigt. In seinem Nachlass befanden sich ein Fortepiano im Schätzwert von 30 [[Gulden|fl.]], ein kleineres Fortepiano von 10 fl. und zwei nicht fertiggestellte Fortepiani im Wert von ca. 20 fl.<ref>Salzburger Landesarchiv, ''Verlässe 1811–1850''. Sperrsrelation 7870. Zitiert nach: Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 136.</ref> | + | Joseph Konradt wurde um 1773 in Würzburg geboren wo er, wie seine Brüder, zunächst eine Ausbildung zum Tischler absolviert haben dürfte. Da in Salzburg die Witwe des Hoforgelmachers, Maria Anna Schmidt (geb. Würth), keinen Nachfolger für ihr ererbtes Orgelmacher-Gewerbe finde konnte, verkaufte sie den auf [[Johann Ev. Schmidt]] lautenden Gerechtsnamen 1813/14 an Joseph Konradt.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 131.</ref> Die erste von Konradt nachgewiesene Arbeit in Salzburg ist die Reparatur eines ''schadhaften Piano Forte'' im [[Kapellhaus]] 1817.<ref>Salzburger Landesarchiv, ''Königliche Oberbau Commission Salzburg'' 693e. Zitiert nach: Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 131.</ref> 1819 reparierte er die Orgel in Elsbethen, 1824/25 die vier [[Salzburger Dom#Vierungsorgeln|Pfeilerorgeln]] und die [[Salzburger Dom#Große Orgel|große Orgel]] im [[Salzburger Dom]]. 1827 richtete er das Chorpositiv des Salzburger Doms und das Positiv der [[St.-Sebastians-Kirche|Sebastianskirche]] her.<ref>Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 131.</ref> Seine größte Arbeit in Salzburg war offenbar die Wiederherstellung der großen Orgel im [[Stift St. Peter]] im Jahre 1823,<ref>Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 131 und 135f.</ref> die der ''Simplifikationsheld''<ref>[[Stift Sankt Peter (Salzburg)#Archiv|ASP]], Handschriftenarchiv (HsA) 84 pag. 96 und 387. Zitiert nach: Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 135.</ref> Abbé Vogler durch seinen Umbau 1805 ruiniert hatte.<ref>Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 132f.</ref> In seinen letzten Lebensjahren dürfte Konradt nur mehr Klaviere gebaut haben, da ihm [[Ludwig Mooser]] als Orgelbauer den Rang abgelaufen hatte. Er starb kinderlos am 9. September 1838 in seinem Haus, ''Kapuzinerstiege Nr. 389'' und wurde vermutlich im [[Sebastiansfriedhof]] beerdigt. In seinem Nachlass befanden sich ein Fortepiano im Schätzwert von 30 [[Gulden|fl.]], ein kleineres Fortepiano von 10 fl. und zwei nicht fertiggestellte Fortepiani im Wert von ca. 20 fl.<ref>Salzburger Landesarchiv, ''Verlässe 1811–1850''. Sperrsrelation 7870. Zitiert nach: Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg'', S. 136.</ref> |