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| − | Andreas Maislinger studierte Rechts- und Politikwissenschaft in [[Universität Salzburg|Salzburg]], sowie Politikwissenschaft und Geschichte in Wien mit Studienaufenthalten unter anderem in Frankfurt am Main, an der FU Berlin, der Universität Innsbruck und dem Salzburg Seminar. 1980 promovierte er zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Probleme der österreichischen Verteidigungspolitik. Im Folgenden war er mit[Joachim Schlör Freiwilliger im von Volker von Törne und Christoph Heubner geleiteten Polenreferat der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste tätig. Im Museum Auschwitz-Birkenau betreute er deutsche Jugendgruppen. Der Auschwitz-Überlebende Jerzy Adam Brandhuber war während dieser Zeit sein Vertrauter. Anschließend leistete Maislinger seinen [[Zivildienst#Regelung in Österreich|Zivildienst]] beim Internationalen Versöhnungsbund in Wien und arbeitete mit dem Service Civil International (SCI) zusammen. | + | Andreas Maislinger studierte Rechts- und Politikwissenschaft in [[Universität Salzburg|Salzburg]], sowie Politikwissenschaft und Geschichte in Wien mit Studienaufenthalten unter anderem in Frankfurt am Main, an der Freien Universität Berlin, der Universität Innsbruck und dem Salzburg Seminar. 1980 promovierte er zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Probleme der österreichischen Verteidigungspolitik. Im Folgenden war er mit Joachim Schlör als Freiwilliger im von Volker von Törne und Christoph Heubner geleiteten Polenreferat der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste tätig. Im Museum Auschwitz-Birkenau betreute er deutsche Jugendgruppen. Der Auschwitz-Überlebende Jerzy Adam Brandhuber war während dieser Zeit sein Vertrauter. Anschließend leistete Maislinger seinen [[Zivildienst#Regelung in Österreich|Zivildienst]] beim Internationalen Versöhnungsbund in Wien und arbeitete mit dem Service Civil International (SCI) zusammen. |
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| | Von 1982 bis 1991 war Maislinger am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, an der University of New Orleans, an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Johannes Kepler Universität Linz und an der Hebräischen Universität Jerusalem tätig. 1982 war er Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Friedensinitiativen Österreichs, 1986 Gründungsmitglied der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft Tirol und 1988 im Auftrag der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte in der DDR. Dieser und frühere DDR-Aufenthalte Maislingers wurden von der Stasi beobachtet. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Maislinger vor allem durch seine Auftritte im Club 2 bekannt. | | Von 1982 bis 1991 war Maislinger am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, an der University of New Orleans, an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Johannes Kepler Universität Linz und an der Hebräischen Universität Jerusalem tätig. 1982 war er Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Friedensinitiativen Österreichs, 1986 Gründungsmitglied der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft Tirol und 1988 im Auftrag der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte in der DDR. Dieser und frühere DDR-Aufenthalte Maislingers wurden von der Stasi beobachtet. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Maislinger vor allem durch seine Auftritte im Club 2 bekannt. |
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| | Seit 1992 ist Maislinger der wissenschaftliche Leiter der jährlich stattfindenden Braunauer Zeitgeschichte-Tage in [[Braunau am Inn]]. Bürgermeister Gerhard Skiba hatte diese von Maislinger vorgeschlagene Tagung ermöglicht. | | Seit 1992 ist Maislinger der wissenschaftliche Leiter der jährlich stattfindenden Braunauer Zeitgeschichte-Tage in [[Braunau am Inn]]. Bürgermeister Gerhard Skiba hatte diese von Maislinger vorgeschlagene Tagung ermöglicht. |
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| − | Maislinger ist der Gründer des österreichischen ''Gedenkdienstes''. Er setzte sich für die gesetzliche Verankerung dieser Art des Militärersatzdienstes ein, der die Aufklärung über den Holocaust zum Ziel hat. Unterstützt wurde er dabei vor allem von Simon Wiesenthal, Teddy Kollek, Ari Rath und Gerhard Röthler. Einer der Söhne Röthlers hat später Gedenkdienst geleistet. Als Vorsitzender des Vereins Gedenkdienst wurde er allerdings abgewählt und gründete, nach einer längeren Auseinandersetzung mit dem neuen Vorstand des Vereins Gedenkdienst den Verein [[Österreichischer Auslandsdienst]].<ref>[http://www.auslandsdienst.at/press/archive/kurier_5.12.1997.html Auslandsdienst-Kurier]</ref> | + | Maislinger ist der Gründer des österreichischen ''Gedenkdienstes''. Er setzte sich für die gesetzliche Verankerung dieser Art des Militärersatzdienstes ein, der die Aufklärung über den Holocaust zum Ziel hat. Unterstützt wurde er dabei vor allem von Simon Wiesenthal, Teddy Kollek, Ari Rath und Gerhard Röthler. Einer der Söhne Röthlers hat später Gedenkdienst geleistet. Als Vorsitzender des Vereins Gedenkdienst wurde er allerdings abgewählt und gründete, nach einer längeren Auseinandersetzung mit dem neuen Vorstand des Vereins Gedenkdienst, den Verein [[Österreichischer Auslandsdienst]].<ref>[http://www.auslandsdienst.at/press/archive/kurier_5.12.1997.html Auslandsdienst-Kurier]</ref> |
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| | Bis 1996 veröffentlichte Andreas Maislinger Kolumnen in der ''Jüdischen Rundschau'' und in der Innsbrucker Zeitung ''tip''. 1998 gründete er den Österreichischen Auslandsdienst. Außerdem ist er in Projekten zur Förderung hochbegabter Kinder tätig. | | Bis 1996 veröffentlichte Andreas Maislinger Kolumnen in der ''Jüdischen Rundschau'' und in der Innsbrucker Zeitung ''tip''. 1998 gründete er den Österreichischen Auslandsdienst. Außerdem ist er in Projekten zur Förderung hochbegabter Kinder tätig. |
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| | Seit 2003 leitet er das von ihm begründete ''Georg-Rendl-Symposion'', das sich mit Leben und Werk des Malers und Schriftstellers [[Georg Rendl]] befasst, dessen Bekanntschaft Maislinger schon als Kind in St. Georgen gemacht hatte. | | Seit 2003 leitet er das von ihm begründete ''Georg-Rendl-Symposion'', das sich mit Leben und Werk des Malers und Schriftstellers [[Georg Rendl]] befasst, dessen Bekanntschaft Maislinger schon als Kind in St. Georgen gemacht hatte. |
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| − | Bereits in den 80er-Jahren beschäftige er sich mit dem ehemaligen „Arbeitserziehungslager“ und „Zigeunersammellager“ Weyer in der Nachbargemeinde Sankt Pantaleon. Ludwig Laher griff den Stoff auf und veröffentlichte 2001 den Roman „Herzfleischentartung“. | + | Bereits in den 1980er-Jahren beschäftige er sich mit dem ehemaligen „Arbeitserziehungslager“ und „Zigeunersammellager“ Weyer in der Nachbargemeinde [[St. Pantaleon]]. Ludwig Laher griff den Stoff auf und veröffentlichte 2001 den Roman „Herzfleischentartung“. |
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| − | 2005 verlieh ihm Bundespräsident Heinz Fischer das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und Herwig van Staa und Luis Durnwalder die Verdienstmedaille des Landes Tirol. | + | 2005 verliehen ihm Bundespräsident Heinz Fischer das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und Herwig van Staa und Luis Durnwalder die Verdienstmedaille des Landes Tirol. |
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| − | Ab 2006 leitet Maislinger das zweijährlich in [[Bürmoos]] bei Salzburg stattfindende ''Ignaz-Glaser-Symposion'' zum Thema Integration. Im August 2006 verlegte Gunter Demnig auf Einladung Maislingers im Bezirk Braunau am Inn [[Stolpersteine]] für Opfer des Nationalsozialismus. Weiters stiftete Maislinger 2006 den Austrian Holocaust Memorial Award, welcher an Personen vergeben wird, die sich besonders für die Erinnerung an die Shoah einsetzen. Der am 29. September 2007 in Braunau am Inn zum ersten Mal vom Verein für Zeitgeschichte vergebene [[Egon Ranshofen-Wertheimer Preis]] wurde von Maislinger initiiert. | + | Ab 2006 leitet Maislinger das zweijährlich in [[Bürmoos]] bei Salzburg stattfindende ''Ignaz-Glaser-Symposion'' zum Thema Integration. Im August 2006 verlegte Gunter Demnig auf Einladung Maislingers im Bezirk Braunau am Inn [[Stolpersteine]] für Opfer des Nationalsozialismus. Weiters stiftete Maislinger 2006 den ''Austrian Holocaust Memorial Award'', welcher an Personen vergeben wird, die sich besonders für die Erinnerung an die Shoah einsetzen. Der am 29. September 2007 in Braunau am Inn zum ersten Mal vom Verein für Zeitgeschichte vergebene Egon Ranshofen-Wertheimer Preis wurde von Maislinger initiiert. |
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| | == Veröffentlichungen == | | == Veröffentlichungen == |
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| | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Maislinger, Andreas]] | | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Maislinger, Andreas]] |
| | [[Kategorie:Ausgroaste]] | | [[Kategorie:Ausgroaste]] |
| − | [[Kategorie:Sankt Georgen bei Salzburg]] | + | [[Kategorie:St. Georgen bei Salzburg]] |
| | [[Kategorie:Salzburger in Österreich]] | | [[Kategorie:Salzburger in Österreich]] |