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Die Königin der [[Niederlande]], Wilhemina, traf inkognito unter dem Namen „Gräfin van der Uren“ am [[30. Jänner]] [[1937]] in Zell am See zu einem Winterurlaub ein und nahm im [[Hotel Excelsior|Hotel „Excelsior“]] (heute Raika) in der [[Bahnhofstraße (Zell am See)|Bahnhofstraße]] Logis. Höhepunkt ihres Aufenthalts war eine Rodelpartie in der winterlichen Natur aus dem Schmittental. Die Passanten staunten nicht schlecht über die ältere vornehme Dame auf dem Schlitten und deren Begleitung.
 
Die Königin der [[Niederlande]], Wilhemina, traf inkognito unter dem Namen „Gräfin van der Uren“ am [[30. Jänner]] [[1937]] in Zell am See zu einem Winterurlaub ein und nahm im [[Hotel Excelsior|Hotel „Excelsior“]] (heute Raika) in der [[Bahnhofstraße (Zell am See)|Bahnhofstraße]] Logis. Höhepunkt ihres Aufenthalts war eine Rodelpartie in der winterlichen Natur aus dem Schmittental. Die Passanten staunten nicht schlecht über die ältere vornehme Dame auf dem Schlitten und deren Begleitung.
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Meine Großeltern<ref>Cavaliere [[Horst Scholz]] vom [[Bezirksarchiv Pinzgau]], Urheber des Beitrags in der [[Pinzgauer Woche]]</ref>, die in den [[1920er]]-Jahren aus den Niederlanden nach Zell gezogen waren, errichteten in der [[Schmittenstraße (Zell am See)|Schmittenstraße]] die [[Pension Wilhelmine|Pension „Wilhelmine“]] und bewahrten die von der Königin benützte Rodel sorgsam auf, sie steht nun im Zeller [[Stadt-Museum im Vogt- oder Kastnerturm|Vogtturm-Museum]].
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Meine Großeltern<ref>Cavaliere [[Horst Scholz]] vom [[Bezirksarchiv Pinzgau]], Urheber des Beitrags in der [[Pinzgauer Nachrichten]]</ref>, die in den [[1920er]]-Jahren aus den Niederlanden nach Zell gezogen waren, errichteten in der [[Schmittenstraße (Zell am See)|Schmittenstraße]] die [[Pension Wilhelmine|Pension „Wilhelmine“]] und bewahrten die von der Königin benützte Rodel sorgsam auf, sie steht nun im Zeller [[Stadt-Museum im Vogt- oder Kastnerturm|Vogtturm-Museum]].
    
In den Nachkriegsjahren war in der Schmittenstraße zur Talstation der Seilbahn sehr bescheidener Autoverkehr, und so nützten wir – trotz Verbot – die Straße als Rodel und Bob-Bahn. Ich hatte einen „Davoser Rennschlitten“ und so war die Schmittenstraße für uns Buben eine tolle Rennstrecke, zum Ärger für die Postbuslenker. Man hängte sich an den Skiständern am Autobusheck an und erreichte so mühelos den Start. Sonst zogen wir mit vereinten Kräften die Schlitten in das Schmittental, um dann in sausender Fahrt, die zugleich „stählernen Nerven“ erforderte, das Tal wieder zu erreichen. Ausgeschlossen war es freilich nicht, dass sich so mancher Schlitten irgendwo plötzlich zu oberst kehrte und aus einer tiefen Schneewehe an der Seite des Weges dann nur noch zappelnde Beine sichtbar waren.
 
In den Nachkriegsjahren war in der Schmittenstraße zur Talstation der Seilbahn sehr bescheidener Autoverkehr, und so nützten wir – trotz Verbot – die Straße als Rodel und Bob-Bahn. Ich hatte einen „Davoser Rennschlitten“ und so war die Schmittenstraße für uns Buben eine tolle Rennstrecke, zum Ärger für die Postbuslenker. Man hängte sich an den Skiständern am Autobusheck an und erreichte so mühelos den Start. Sonst zogen wir mit vereinten Kräften die Schlitten in das Schmittental, um dann in sausender Fahrt, die zugleich „stählernen Nerven“ erforderte, das Tal wieder zu erreichen. Ausgeschlossen war es freilich nicht, dass sich so mancher Schlitten irgendwo plötzlich zu oberst kehrte und aus einer tiefen Schneewehe an der Seite des Weges dann nur noch zappelnde Beine sichtbar waren.

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