In den Nachkriegsjahren war in der Schmittenstraße zur Talstation der Seilbahn sehr bescheidener Autoverkehr, und so nützten wir – trotz Verbot – die Straße als Rodel und Bob-Bahn. Ich hatte einen „Davoser Rennschlitten“ und so war die Schmittenstraße für uns Buben eine tolle Rennstrecke, zum Ärger für die Postbuslenker. Man hängte sich an den Skiständern am Autobusheck an und erreichte so mühelos den Start. Sonst zogen wir mit vereinten Kräften die Schlitten in das Schmittental, um dann in sausender Fahrt, die zugleich „stählernen Nerven“ erforderte, das Tal wieder zu erreichen. Ausgeschlossen war es freilich nicht, dass sich so mancher Schlitten irgendwo plötzlich zu oberst kehrte und aus einer tiefen Schneewehe an der Seite des Weges dann nur noch zappelnde Beine sichtbar waren. | In den Nachkriegsjahren war in der Schmittenstraße zur Talstation der Seilbahn sehr bescheidener Autoverkehr, und so nützten wir – trotz Verbot – die Straße als Rodel und Bob-Bahn. Ich hatte einen „Davoser Rennschlitten“ und so war die Schmittenstraße für uns Buben eine tolle Rennstrecke, zum Ärger für die Postbuslenker. Man hängte sich an den Skiständern am Autobusheck an und erreichte so mühelos den Start. Sonst zogen wir mit vereinten Kräften die Schlitten in das Schmittental, um dann in sausender Fahrt, die zugleich „stählernen Nerven“ erforderte, das Tal wieder zu erreichen. Ausgeschlossen war es freilich nicht, dass sich so mancher Schlitten irgendwo plötzlich zu oberst kehrte und aus einer tiefen Schneewehe an der Seite des Weges dann nur noch zappelnde Beine sichtbar waren. |