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Worin Michael Stadler auch als Spezialist galt, sind kulinarische Beiträge aus den Ländern, die er bereiste. So berichtete er beispielsweise in seiner Reportage ''Zum Barbecue in die Arktis''<ref>[[Salzburger Nachrichten]], 25. Juli 2009</ref> von einem "Grillteller, bestehend aus Fleisch von Wal, Robbe und Rentier sowie Fisch". Von seiner mehrmonatigen Seidenstraßen-Reise brachte er Interessantes zurück: ''Pferdedarm & Hammelfleisch'<ref>Salzburger Nachrichten, 30. Mai 2009</ref>, in ''Kulinarisch im Niemandsland''<ref>Salzburger Nachrichten, 2. Mai 2009</ref> lässt seinen kulinarischen Frust ob der Eintönigkeit des Essens in Usbekistan, Tadschikistan und Kasachstan erkennen.
 
Worin Michael Stadler auch als Spezialist galt, sind kulinarische Beiträge aus den Ländern, die er bereiste. So berichtete er beispielsweise in seiner Reportage ''Zum Barbecue in die Arktis''<ref>[[Salzburger Nachrichten]], 25. Juli 2009</ref> von einem "Grillteller, bestehend aus Fleisch von Wal, Robbe und Rentier sowie Fisch". Von seiner mehrmonatigen Seidenstraßen-Reise brachte er Interessantes zurück: ''Pferdedarm & Hammelfleisch'<ref>Salzburger Nachrichten, 30. Mai 2009</ref>, in ''Kulinarisch im Niemandsland''<ref>Salzburger Nachrichten, 2. Mai 2009</ref> lässt seinen kulinarischen Frust ob der Eintönigkeit des Essens in Usbekistan, Tadschikistan und Kasachstan erkennen.
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Stadler war ein profunder Kenner Italiens, wobei auch hier seine Liebe den Kleinoden im Land gilt. In ''Zwei Kilometer Mythos''<ref>Salzburger Nachrichten 13. März 2010</ref> ist er dem wohl kürzesten Fluss Italiens auf der Spur, dem Timavo in [[Friaul-Julisch Venetien]], er besuchte ''Norditaliens kleine Camargue''<ref>Salzburger Nachrichten 8. November 2008</ref>, das Naturschutzgebiet im Mündungsgebiet des Isonzo, machte einen ''Abstecher in die Provinz''<ref>Salzburger Nachrichten 8. Mai 1999</ref>, nämlich in der Toskana ins Hinterland von Arezzo. Oder sein Geheimtipp 1997 - ''Treviso - ein norditalienischer Geheimtip''<ref>[[Salzburger Woche]], Ausgabe [[Flachgauer Nachrichten]], 6. März 1997</ref>, den er zusammen mit einem zweiten Italienkenner, [[Peter Krackowizer]], erkundete.  
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Stadler war ein profunder Kenner Italiens, wobei auch hier seine Liebe den Kleinoden im Land gilt. In ''Zwei Kilometer Mythos'' ist er dem wohl kürzesten Fluss Italiens auf der Spur, dem Timavo in [[Friaul-Julisch Venetien]], er besuchte ''Norditaliens kleine Camargue'', das Naturschutzgebiet im Mündungsgebiet des Isonzo, machte einen ''Abstecher in die Provinz'', nämlich in der Toskana ins Hinterland von Arezzo. Oder sein Geheimtipp 1997 - ''Treviso - ein norditalienischer Geheimtip'', den er zusammen mit einem zweiten Italienkenner, [[Peter Krackowizer]], erkundete.  
    
Michael Stadler lebte seit vielen Jahren in [[Adnet]] im [[Tennengau]]. Er erlag im März 2015 der heimtückischen Krankheit ALS<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Amyotrophe_Lateralsklerose Amyotrophe Lateralsklerose]</ref>, die ihm im Juli 2007 diagnostiziert wurde. Obwohl ihm damals die Ärzte nicht viel Zeit gegeben hatten, kämpfte Stadler mutig und tapfer noch fast acht Jahre gegen diese Krankheit.
 
Michael Stadler lebte seit vielen Jahren in [[Adnet]] im [[Tennengau]]. Er erlag im März 2015 der heimtückischen Krankheit ALS<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Amyotrophe_Lateralsklerose Amyotrophe Lateralsklerose]</ref>, die ihm im Juli 2007 diagnostiziert wurde. Obwohl ihm damals die Ärzte nicht viel Zeit gegeben hatten, kämpfte Stadler mutig und tapfer noch fast acht Jahre gegen diese Krankheit.
    
Die Salzburger Medienlandschaft verliert mit Michael Stadler nicht nur einen großartigen Qualitätsjournalisten, sondern auch einen besonderen Menschen mit viel Empathie, feinem Humor, großem Optimismus und unbändigen Lebensmut.
 
Die Salzburger Medienlandschaft verliert mit Michael Stadler nicht nur einen großartigen Qualitätsjournalisten, sondern auch einen besonderen Menschen mit viel Empathie, feinem Humor, großem Optimismus und unbändigen Lebensmut.
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== Von seinen Artikeln ==
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'''Auszug aus seinen Italien-Artikeln '''
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* ''Wo der Markuslöwe zur Katze schrumpft'' führte Stadler in die Lagunenstadt Chioggia ([[Salzburger Nachrichten|SN]], 1. Februar 1997)
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* sein Geheimtipp 1997 - ''Treviso - ein norditalienischer Geheimtip' ("Salzburger Woche", Ausgabe [[Flachgauer Nachrichten]], 6. März 1997)
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* ''Gondeln aus Glas'' ist ein Bericht über die Glasbläserkunst zwischen Kunst und Kitsch auf der venezianischen Laguneninsel Murano (SN, 24. Mai 1997)
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* ''Alla Bolognese - eine Philosophie'', Stadler in der Feinschmecker-Metropole Bologna unterwegs (SN 1. August 1998)
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* ''Abstecher in die Provinz'', nämlich in der Toskana ins Hinterland von Arezzo (SN, 8. Mai 1999)
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* Auf den Spuren von Rainer Maria Rilke bewegte er sich in ''Elegien als "Reiseproviant"'' in Friaul-Julisch Venetien (23. September 2004)
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* ''Schwarzbau als Wahrzeichen'', das italienischen Filmmuseum in der Mole Antonelliana in Turin, einer Stadt mit alter Kaffeehaustradition (SN, 11. Februar 2006)
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* ''Insel unter dem Atem Afrikas'' führte ihn nach Sardinien "''zwei Welten, drei Schafe pro Einwohner, sechs Jahreszeiten und 1&nbsp850 Kilometer Küste''" (SN, 25. November 2006)
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* ''Norditaliens kleine Camargue'', das Naturschutzgebiet im Mündungsgebiet des Isonzo (SN, 8. November 2008)
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* ''Zwei Kilometer Mythos'' ist er dem wohl kürzesten Fluss Italiens auf der Spur, dem Timavo in [[Friaul-Julisch Venetien]] (SN, 13. März 2010)
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* den ''Erzengel als Schnäppchen'' fand Stadler im süditalienischen Monte Sant'Angelo um € 6,50 im Andenkenladen (SN, 25. September 2010)
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* ''Auf Harlekins großer Bühne'' in Bergamo - er berichtet über das Theaterleben in dieser norditalienischen Stadt (SN, 19. November 2011)
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'''Von kulinarischen Abenteuern berichtete Michael Stadler unter anderen'''
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* ''Calamari zum Hummerpreis'' fand Stadler an der Seidenstraße (SN, 7. Februar 2009)
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* ''Makrelen-Döner in Istanbul'' und allerlei türkischen Ess-Legenden (SN, 14. März 2009)
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* ''Zum Essen in den Hamman'' ging Stadler in seinem Artikel in der kulinarischen Landschaft zwischen Täbris und Maschhad (SN, 4. April 2009)
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* '' Kulinarisch im Niemandsland'' beleuchtet das spärliche gastronomische Angebot Zentralasiens (SN, 2. Mai 2009)
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* ''Pferdedarm und Hammelpenis'' in der Küche Turkmenistans zählten nicht zu Stadlers bevorzugten Speisen (SN, 30. Mai 2009)
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* ''Garnelen, völlig betrunken'' werden in der chinesischen Provinz Shaanxi serviert (SN, 27. Juni 2009)
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* ''Zum Barbecue in die Arktis'', wo er Robbenfleisch kostete (SN, 25. Juli 2009)
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* ''Parfum aus rohen Fischen'' entdeckte er in Vietnam, "Nouc mam - auch "essbares Parfum genannt" (SN, 8. August 2009)
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* ''Gewürze für 1001 Nacht'' bestimmen die Küche Tunesiens - Stadler war dort (SN, 23. Jänner 2010)
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== Wie war Michael Stadler ==
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* ''Michael Stadler war nicht nur ein Reisejournalist mit außergewöhnlichem geografisch-geschichtlich-kulinarischem Detailwissen, sondern er besaß auch eine tiefe Leidenschaft zur Kulinarik und zu Italien. Ein Gespräch mit ihm war stets eine, wir würden heute sagen, 'google-Abfrage' über Besonderheiten, altes Wissen und Feinheiten. Einige Male begleitete er mich auf meinen Reisen in Italien und stets machte er mich auf mir noch Unbekanntes aufmerksam, verließ auch gerne einmal die Gruppe, um in Hinterhöfen oder auf Märkte etwas zu entdecken, was andere nicht sahen. Michael Stadler war sicherlich einer meiner reisejournalistischen Vorbilder.'' meint [[Peter Krackowizer]].
    
==Quellen==
 
==Quellen==
 
*{{Quelle SN| u. a. 22. März 2011 sowie Nachruf am 12. März 2015}}
 
*{{Quelle SN| u. a. 22. März 2011 sowie Nachruf am 12. März 2015}}
 
* Salzburger Woche u. a. 28. Oktober 2010  
 
* Salzburger Woche u. a. 28. Oktober 2010  
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* Archiv von [[Peter Krackowizer]]
 
<references/>
 
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