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Neuanlage
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! colspan="2" | Karte
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! colspan="2" |
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! colspan="2" | Basisdaten
|- bgcolor="#ffffff"
| Politischer Bezirk: || [[Pinzgau|Zell am See]] (<tt>ZE</tt>)
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| Fläche: ||29,64km²
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| Geografische Koordinaten: ||47° 16' N, 12° 31' O
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| Höhe: ||789 m ü. A.
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| Einwohner: ||1573 (''<small>(31. Dezember 2005)</small>''
|- bgcolor="#ffffff"
| Postleitzahl(en): ||5724
|- bgcolor="#ffffff"
| Vorwahl: ||0 65 62
|- bgcolor="#ffffff" valign="top"
| Gemeindekennziffer: ||50 621
<!-- unzutreffende Zeile beim Punkt Gliederung loeschen -->
|- bgcolor="#ffffff"
| Gliederung Gemeindegebiet: || 1 Katastralgemeinde
<!-- unzutreffende Zeilen beim Punkt Adresse loeschen -->
|- bgcolor="#ffffff" valign="top"
| Gemeindeamt: ||5724 Stuhlfelden Nr. 21<br />
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| Offizielle Website: || [http://www.stuhlfelden.salzburg.at www.stuhlfelden.salzburg.at] <!-- Bitte nur offizielle Webseite der Verwaltung -->
|-
! colspan="2" | Politik
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| Bürgermeister: || [[Sonja Ottenbacher]] ([[Österreichische Volkspartei|ÖVP]])
|- bgcolor="#ffffff" valign="top"
| Gemeinderat: || 17 Mitglieder: <br /> 10 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br /> 5 [[Sozialistische Partei Österreichs|SPÖ ]], <br /> 2 [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]]
|}

'''Stuhlfelden''' ist eine Ortsgemeinde im [[Pinzgau]].

==Geographische Lage==
Die Gemeinde Stuhlfelden liegt im [[Nationalpark Hohe Tauern]], am Fuß des 2.363 Meter hohen [[Gaißsteins]], dem höchsten Grasberg Europas, im [[Oberpinzgau]]. Nachbargemeinden sind im Westen und Südwesten [[Mittersill]], im Norden [[Saalbach-Hinterglemm]] sowie östlich und südöstlich die Gemeinde [[Uttendorf]]. Im Norden grenzt Stuhlfelden dazu noch an die Tiroler Gemeinde Jochberg.
==Gliederung==
Die Fläche Stuhlfeldens beträgt 29,64 km². Die Ortsgemeinde umfasst die beiden Katastralgemeinden ''Stuhlfelden'' und ''Dürnberg''. Weiters unterteilt sich Stuhlfelden in die Ortschaften:

* Bam ''59''
* Dürnberg ''80''
* Pirtendorf ''230''
* Stuhlfelden ''1.062''
* Wilhelmsdorf ''10''

'''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr [[2001]] angegeben.
==Etymologie==
Stuhlfelden wurde erstmals in der um das Jahr [[963]] zu Lengdorf zitierten Urkunde als „Stuolueldum“ erwähnt, mit der die edle Frau Rosmout dem damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Friedrich I.]] eine Hube (=Bauernlehen) bei [[Taxenbach]], mit großen Wäldern vom [[Erlbach]] bei der [[Fuscher Ache]] bis zur [[Gasteiner Ache]], mitsamt allen Rechten übergab und dafür als Entschädigung eine Hube bei Stuhlfelden („unam hoban ad Stoulueldum“) mitsamt Zehentrecht erhielt.

Das aus dem Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen stammende Bestimmungswort „Stuol“ reiht sich in die vor allem im [[Pinzgau]] und [[Pongau]] häufig vorkommenden „Stuhl“-Namen ein, und bedeutet „Stuhl“ bzw. auch „Dachstuhl“.

Als „Stuhl“ käme nach Lahnsteiner (Ur- und Pfarrgeschichte Stuhlfelden, Seite 3) der heute bereits schotterverdeckte Stein in Betrach, an dem die älteste Kapelle „Maria auf dem Stein“ errichtet worden war. Eine Deutung als Königs- oder Richterstuhl ist für diese Gegend nicht zulässig.
==Geschichte==</noinclude>
Stuhlfelden war bereits in prähistorischer Zeit [[Bergbau]]stätte. Bereits für das Jahr [[1160]] lässt sich mit Heinrich von Stuhlfelden ein Pfarrer im Ort nachweisen. Bis in das [[13. Jahrhundert]] war Stuhlfelden die alleinige Pfarre des gesamten Oberpinzgaus.

[[1215]] gründete Erzbischof [[Eberhard II.]] das Bistum Chiemsee und verleibte diesem zur Sicherung dessen Einkünfte mehrere Salzburger Pfarreien, darunter Stuhlfelden, [[Zell am See]] und [[Bischofshofen]], ein. Aus der Zahl der festgesetzten, zu haltenden Geistlichen, lässt sich ersehen, dass Stuhlfelden damals eine behäbige Pfarre mit besseren Einkünften gewesen sein muss.

Im Jahr [[1216]] fand erstmals das heute zu mehreren kleinen Höfen aufgeteilte Bauernlehen Wilhelmsdorf Erwähnung. Weitere alte Höfe aus dieser Zeit sind Bam (Poum) ob Pirtendorf, das Oellehen, das Gut auf dem Puhel in Pirtendorf und das Zehentergut (Gut Pirtendorf). Der erste Hof im Dorf war das Stuhlfeldnergut (heute Unterbäck).

Im Hochmittelalter war in Stuhlfelden das Urbaramt (hier „Kellenamt genannt“) der [[Grafen von Matrei-Lechsgemünd]], die die [[Grafschaft Pinzgau]] vom Reich zu Lehen hatten. Als [[1228]] der Pinzgau an das [[Erzbistum Salzburg]] kam, blieb dieses „Kellenamt“ in Stuhlfelden, neben dem Pfleggericht in Mittersill, bestehen.

Nach der [[Säkularisation]] kam das bis dahin eigenständige, nunmehrige Fürsterzbistum Salzburg während der französischen Kriege abwechselnd unter bayrische, französische und österreichische Herrschaft. Erst [[1816]], mit der Teilung des Landes (Salzburg verlor etwa ein Drittel seiner Fläche an Bayern, darunter den ertragreichen heutigen [[Rupertiwinkel]], Tirol, Kärnten und der Steiermark) kam das einstmalige Erzbistum und damit der Pinzgau zu Österreich.
<noinclude>==Wappen==
Das Wappen ist eng an jenes der Grafen von Matrei-Lechsgemünd angelehnt und soll damit auf die ersten nachweisbaren Grundherren sowie auf das hohe Alter des Ortes Stuhlfelden hinweisen.

Beschreibung: „In von Blau über Gold geteiltem Schilde ein rechtsgewendeter, feuerspeiender roter Panther“.

Die Verleihung des Wappens durch die [[Salzburger Landesregierung]] fand am [[8. Jänner]] [[1930]] statt.
==Religion und Kirche==
Die Dekanatspfarre zu U. L. Frau Himmelfahrt ist die älteste und bis ins [[13. Jahrhundert]] einzige Pfarre des Oberpinzgaus. Die Dekanatskirche Maria Himmelfahrt wurde erstmals 1140 urkundlich erwähnt. Der Kirchenbau wurde ursprünglich im gotischen Stil ausgeführt, Teile der Kirche wurden aber später einer Romanisierung unterzogen. Sehenswert sind neben der Innenausstattung der 58 Meter hohe Spitzhelmturm und das romanische Rundbogenportal.

Neben der Pfarrkirche befinden sich im Gemeindegebiet noch die ebenfalls sehenswerten, aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammende Antoniuskapelle und die Toten- oder Michaelskapelle.
==Politik==
Das Bürgermeisteramt übt seit [[2004]] [[Sonja Ottenbacher]] von der [[ÖVP]] aus. Stuhlfelden ist damit eine der wenigen Salzburger Gemeinden denen eine Frau als Oberhaupt vorsteht. Das Amt des Vize-Bürgermeisters bekleidet [[Johann Rattensberger]] von der [[SPÖ]].

Die Gemeindevertretung besteht aus 17. Mitgliedern und setzt wie folgt zusammen:

{|border="0" cellpadding="3"
|- valign="top"
|
* [[ÖVP]] (10)
* BM Sonja Ottenbacher
* Herbert Hörfarter
* Alexander Wallner
* Christian Egger-Gassner
* Ing. Christian Egger
* Rosina Kirchner
* Hannes Altenberger
* Stefan Papp
* Christian KlettnerIng. Christian Klettner
* Cornel Knapp
|
* [[SPÖ]] (5)
* Vize-BM Johann Rattensberger
* Heinz Steiner
* Harald Haitzmann
* Albert Kogler
* Peter Höller
|
* [[FPÖ]] (2)
* Vital Enzinger
* Herwig Rangetiner
|}
Eine Auflistung aller Gemeindevorsteher und Bürgermeister der Ortsgemeinde seit [[1860]] findet sich [[Bürgermeister der Ortsgemeinde Stuhlfelden|hier]].
==Sehenswertes==
* [[Kaiser Franz Denkmal (Stuhlfelden)|Kaiser Franz Denkmal]]
::Das Denkmal besteht aus einem Serpentinstein aud dem ein vom österreichisch-ungarischen Doppeladler gekrönter Obelisk ruht. Es wurde [[1837]] auf Initiative von [[Ignaz von Kürsinger]] zu Ehren Kaiser Franz I. errichtet, der am [[12. Juli]] [[1832]] auf der Rückreise von Tirol, die Versumpfung des Pinzgaues in Augenschein nahm und sofort Hilfe zusagte.
* [[Schloss Lichtenau]]
::Das aus dem ersten Jahrzehnt des [[16. Jahrhundert]]s stammende und mit fünf Ecktürmchen versehen Schloss wurde von den Bergwerksherren Rosenberg mitten im Ort erbaut und beherbergt heute die Allgemeine Sonderschule.
* [[Schloss Labach]]
::Das Schloss wurde urkundlich erstmals [[1323]] erwähnt und gleicht in seiner Ausführung einem Bauernhaus.
* [[Heilbad Burgwies]]
::Das am Berghang errichtete Haus fand [[1450]] erstmals urkundlich Erwähnung. Es dient heute als Heilbad mit kalten Schwefel- und Eisenquellen, die künstlich erwärmt werden. Das Wasser soll in Verbindung mit anderen Anwendungen vor allem bei rheumatischen Erkrankungen, Neuralgien und Frauenleiden Linderung verschaffen.

==Brauchtum==
Die Gemeinde Stuhlfelden ist Zentrum der Brauchtumspflege im Oberpinzgau. So findet als Unikum im gesamten Oberpinzgau alljährlich am Dreikönigstag ([[6. Jänner]]) der traditionelle [[Trestererlauf]] statt, bei dem eine Gruppe von sechs Tresterern, ein Hanswurst, zwei Klarinettisten (Schönperchten mit buntem Kopfschmuck) und Schiachperchten von Hof zu Hof ziehen und dort einen alten Kulttanz aufführen, der mithelfen soll, die bösen Geister für das kommende Jahr von den Höfen fernzuhalten.

Ebenfalls jährlich findet am [[5. Dezember]] ein großer [[Krampus]]rummel statt, weiters werden kirchliche Bräuche um die Advent- und Weihnachtszeit (Christmette, Turmblasen, Sternsingen, Anglöckeln) und die Osterbräuche (Palmweihe, Speiseweihe, Kreuzwegprozession, Fronleichnamprozession) gelebt und zelebriert.
<!--===Wirtschaft===-->
==Verkehr==
Der Ort ist sowohl über Straßen als auch mit der Bahn ([[Pinzgaubahn]]) gut erreichbar.
==Sport und Freizeit==
Stuhlfelden bietet als Tourismusgemeinde unzählige Möglichkeiten zur Ausübung von Winter- und Sommersportarten.

Eine Besonderheit ist das [[Ranggeln, eine frühe, körperbetonte Kampfsportart, die nur in den Alpenregionen ausgetragen wird und Jahr für Jahr nicht nur für sportliches Amüsement sorgt.
==Vereine==
===Politik, Religion und Soziale Angelegenheiten===
* [[Elternverein Stuhlfelden]]
* [[Freiwillige Feuerwehr Stuhlfelden]]
* [[Gemeindebücherei Stuhlfelden]]
* [[Katholische Frauenbewegung Stuhlfelden]]
* [[Katholisches Bildungswerk Stuhlfelden]]
* [[Kameradschaftsbund Stuhlfelden]]
* [[Österreichischer Alpenverein - Sektion Oberpinzgau]]
* [[Ortsbauern Stuhlfelden]]
* [[Ortsbäuerin Stuhlfelden]]
* [[Pensionisten Stuhlfelden]]
* [[Pfarrgemeinderat Stuhlfelden]]
* [[Salzburger Bildungswerk]]
* [[Salzburger Hilfswerk ]]
* [[Senioren Stuhlfelden]]
* [[Tourismusverband Stuhlfelden]]

===Musik, Unterhaltung, Brauchtum und Museen===
* [[Rhythmischer Chor Stuhlfelden]]
* [[Theatergruppe Stuhlfelden]]
* [[Krampusgruppe Stuhlfelden]]
* [[Trachtenmusikkapelle Stuhlfelden]]
* [[Tresterergruppe Stuhlfelden]]

===Sport und Freizeit===
* [[Stuhlfeldner Bogenschützenverein]]
* [[Eisschützenverein Stuhlfelden]]
* [[USV Stuhlfelden|Union Sportverein Stuhlfelden]] mit den Sektionen Fußball, Damen-Turnen, Fitness-Turnen, Volleyball und Wintersport
==Persönlichkeiten==
* Pfarrer GR OSR [[Josef Binder]], Ehrenbürger der Gemeinde
<!--===Söhne und Töchter der Gemeinde===-->
<!--==Personen mit Bezug zur Gemeinde==-->

== Quellen ==
* Website der Gemeinde Stuhlfelden
* Statistik Austria
* [[Friederike Zaisberger]], Nikolaus Pfeiffer: ''Salzburger Gemeindewappen.'' Verlag Alfred Winter. Salzburg 1985. ISBN 3-85380-048-3
* [[Franz Hörburger]]: Salzburger Ortsnamensbuch. 9. Ergänzungsband der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]. Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 1982.
<!--==Literatur==-->
==Weblinks==
* [http://www.stuhlfelden.salzburg.at Offizielle Homepage der Gemeinde Stuhlfelden]
* [http://www.statistik.at/blickgem/gemDetail.do?gemnr=50621&gemnam=Stuhlfelden Statistische Daten]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Stuhlfelden „Stuhlfelden“ in der wikipedia]

[[Kategorie:Ort]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
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