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Die Euphorie bei den zahlreichen Parteigängern und Sympathisanten des [[Anschluss]]es verflachte nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sehr rasch, auch hier musste schließlich alles den „kriegswirtschaftlichen Erfordernissen“ untergeordnet werden. Rund 1 050 Zeller waren zum Kriegsdienst eingezogen worden, die Gemeinde hatte schlussendlich 183 Tote und Vermisste zu beklagen.
 
Die Euphorie bei den zahlreichen Parteigängern und Sympathisanten des [[Anschluss]]es verflachte nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sehr rasch, auch hier musste schließlich alles den „kriegswirtschaftlichen Erfordernissen“ untergeordnet werden. Rund 1 050 Zeller waren zum Kriegsdienst eingezogen worden, die Gemeinde hatte schlussendlich 183 Tote und Vermisste zu beklagen.
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Anlässlich von Bauarbeiten für eine Segelflugschule des Nationalsozialistischen Fliegerkorps (NSFK) wurden auf Gemeindegrund ab 1939 von Zwangsarbeitern aus den besetzten Kriegsgebieten Baracken errichtet, auch wurde seitens der Gauleitung die Erbauung von Behelfsheimen für Bombengeschädigte in Zell am See angeordnet. Aber der Luftkrieg erreichte zunehmend auch das Gebirge, am [[25. Februar]] [[1944]] attackierten alliierte Verbände im Rahmen eines Großangriffes auf Süddeutschland Eisenbahnziele bei Zell am See, am [[29. Dezember]] 1944 wurde ein zwischen Zell und [[Bruck an der Großglocknerstraße|Bruck]] stehender und mit Munition beladener Güterzug in Tiefflügen angegriffen und durch Bordwaffenbeschuss zur Explosion gebracht. Bis Kriegsende hatte es schließlich 459 Mal Luftalarm gegeben<ref>Feuerwehrchronik; [[Horst Scholz]]; [[Bezirksarchiv Pinzgau]] Zell am See</ref>, die Stadt selbst blieb von Bombentreffern verschont.
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Anlässlich von Bauarbeiten für eine [[Flugplatz Zell am See|Segelflugschule]] des Nationalsozialistischen Fliegerkorps (NSFK) wurden auf Gemeindegrund ab 1939 von Zwangsarbeitern aus den besetzten Kriegsgebieten Baracken errichtet, auch wurde seitens der Gauleitung die Erbauung von Behelfsheimen für Bombengeschädigte in Zell am See angeordnet. Aber der Luftkrieg erreichte zunehmend auch das Gebirge, am [[25. Februar]] [[1944]] attackierten alliierte Verbände im Rahmen eines Großangriffes auf Süddeutschland Eisenbahnziele bei Zell am See, am [[29. Dezember]] 1944 wurde ein zwischen Zell und [[Bruck an der Großglocknerstraße|Bruck]] stehender und mit Munition beladener Güterzug in Tiefflügen angegriffen und durch Bordwaffenbeschuss zur Explosion gebracht. Bis Kriegsende hatte es schließlich 459 Mal Luftalarm gegeben<ref>Feuerwehrchronik; [[Horst Scholz]]; [[Bezirksarchiv Pinzgau]] Zell am See</ref>, die Stadt selbst blieb von Bombentreffern verschont.
    
Die von führenden Nationalsozialisten propagierte Alpenfestung war zwar ein Trugbild, dennoch befanden sich gegen Ende des Krieges Führungsstäbe der Wehrmacht und das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) in Zell am See und Thumersbach. Ganz allgemein erlebte die Stadt in der Kriegszeit und in den ersten Monaten danach die größte Invasion ihrer Geschichte. Waren schon seit [[1942]] [[Südtiroler]] (Optanten) und Reichsdeutsche in der „Neuen Heimat“ angesiedelt worden, so kamen in  den letzten Kriegsmonaten tausende Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in  Deutschland und Ostösterreich hinzu. In den Hotels und Gasthöfen mussten vielfach Lazarette eingerichtet werden, die Zahl der zivilen Bewohner stieg auf über 11&nbsp;000 an.
 
Die von führenden Nationalsozialisten propagierte Alpenfestung war zwar ein Trugbild, dennoch befanden sich gegen Ende des Krieges Führungsstäbe der Wehrmacht und das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) in Zell am See und Thumersbach. Ganz allgemein erlebte die Stadt in der Kriegszeit und in den ersten Monaten danach die größte Invasion ihrer Geschichte. Waren schon seit [[1942]] [[Südtiroler]] (Optanten) und Reichsdeutsche in der „Neuen Heimat“ angesiedelt worden, so kamen in  den letzten Kriegsmonaten tausende Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in  Deutschland und Ostösterreich hinzu. In den Hotels und Gasthöfen mussten vielfach Lazarette eingerichtet werden, die Zahl der zivilen Bewohner stieg auf über 11&nbsp;000 an.
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