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'''Manfred Reiffenstein''' (* [[1894]] in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], † [[1986]] in Wien) war Ingenieur.  
 
'''Manfred Reiffenstein''' (* [[1894]] in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], † [[1986]] in Wien) war Ingenieur.  
[[Datei:Manfred Reiffenstein.gif|thumb|Manfred Reiffenstein.gif]]
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[[Datei:Manfred Reiffenstein.gif|thumb|Manfred Reiffenstein]]
    
== Leben ==
 
== Leben ==
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Er war verheiratet mit Liesel, geb. Wörle. Der Ehe entstammten drei Mädchen.  
 
Er war verheiratet mit Liesel, geb. Wörle. Der Ehe entstammten drei Mädchen.  
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Seine beruflichen Tätigkeiten erstreckten sich neben Österreich auch auf Frankreich, Italien und die USA. 47 Patente, davon 34 auf dem Gebiet der Wasserturbinen, zeugen von seinem Erfindergeist. Dennoch zählt er zu den vergessenen Erfindern, denn in der Fachliteratur fand sich bis jetzt kaum ein Niederschlag seines Wirkens, obwohl heute noch ein Unternehmen in [[Oberösterreich]] Turbinen für Kleinkraftwerke nach seinen Patenten baut.
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Seine beruflichen Tätigkeiten erstreckten sich neben Österreich auch auf [[Frankreich]], [[Italien]] und die [[USA]]. 47 Patente, davon 34 auf dem Gebiet der Wasserturbinen, zeugen von seinem Erfindergeist. Dennoch zählt er zu den vergessenen Erfindern, denn in der Fachliteratur fand sich bis jetzt kaum ein Niederschlag seines Wirkens, obwohl heute noch ein Unternehmen in [[Oberösterreich]] Turbinen für Kleinkraftwerke nach seinen Patenten baut.
    
Eine seiner Patentschriften, das Schweizer Patent Nr. 178.860, erteilt vom Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum und veröffentlicht am [[1. November]] [[1935]], befasst sich mit dem Ersatz des geregelten Leitapparates durch ein spezielles Spiralgehäuse. Dieses Spiralgehäuse (logarithmische Spirale) mit einem so genannten Sporn und einem Freiraum zwischen Sporn und Laufrad ermöglicht, im Gegensatz zu den üblichen Spiralgehäusen, auch bei verschiedenen Betriebszuständen eine verlustarme Zuströmung zum Laufrad (Kaplan- oder auch Francislaufrad). Die Verwendung dieses speziellen Spiralgehäuses ergibt durch die automatische Anpassung der Eintrittswinkel der Wasserströmung an die Stellung der Laufschaufeln bei Kaplanlaufrädern, eine ähnliche Wirkung wie ein konventionelles Spiralgehäuse in Verbindung mit einem beweglichen Leitapparat, und ist außerdem mit einer wesentlichen Senkung des Turbinenpreises verbunden.  
 
Eine seiner Patentschriften, das Schweizer Patent Nr. 178.860, erteilt vom Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum und veröffentlicht am [[1. November]] [[1935]], befasst sich mit dem Ersatz des geregelten Leitapparates durch ein spezielles Spiralgehäuse. Dieses Spiralgehäuse (logarithmische Spirale) mit einem so genannten Sporn und einem Freiraum zwischen Sporn und Laufrad ermöglicht, im Gegensatz zu den üblichen Spiralgehäusen, auch bei verschiedenen Betriebszuständen eine verlustarme Zuströmung zum Laufrad (Kaplan- oder auch Francislaufrad). Die Verwendung dieses speziellen Spiralgehäuses ergibt durch die automatische Anpassung der Eintrittswinkel der Wasserströmung an die Stellung der Laufschaufeln bei Kaplanlaufrädern, eine ähnliche Wirkung wie ein konventionelles Spiralgehäuse in Verbindung mit einem beweglichen Leitapparat, und ist außerdem mit einer wesentlichen Senkung des Turbinenpreises verbunden.  

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