| | Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war "zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken". Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen. | | Die napoleonischen Kriege, und die zwischen [[1803]] und [[1816]] durch den viermaligen Regierungswechsel einschneidendsten Umwälzungen Salzburgs, hatten sowohl das ehemalige Erzbistum als auch die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. Salzburg war nun keine eigenständige Provinz im Kaisertum Österreich geworden, sondern als [[Salzachkreis]] lediglich fünfter Kreis des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, mit dem Verwaltungssitz in [[Linz]]. Dies führte nach dem Verlust der jahrhundertelangen Machtposition des Landes im süddeutschen Raum zu einer Krise, die sich in den massiven wirtschaftlichen Einbußen und dem drastischen Bevölkerungsrückgang im gesamten Salzachkreis zeigte. Die Handelsgeschäfte der Hagenauer gingen schleppend, die männlichen Nachfolger zur Übernahme der Handelshäuser fehlten, und die einst in einflußreichen Positionen des Erzbistums sitzenden Verwandten waren nicht mehr vorhanden. Obwohl die Hagenauer in Salzburg unter anderem noch auf [[Schloss Mönchstein]], dem alten [[Gurkerhof]] oder auf der seit den Napoleonischen Kriegen beschädigten [[Burg Radeck]] (auch Schloss Radeck genannt) saßen, übersiedelte die nächste Generation der Hagenauer in die neue Hauptstadt (des Salzachkreises) Linz. Die Stadt Salzburg war "zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken". Um [[1816]] waren die meisten Hagenauer in Salzburg bereits ohne männliche Nachkommen gestorben oder, wie das Gros der einflussreichen und bedeutenden Salzburger Familien, von dort weggezogen. |