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| | [[Datei:St. Zeno, Altarraum.JPG|thumb|St. Zeno, Altarraum]] | | [[Datei:St. Zeno, Altarraum.JPG|thumb|St. Zeno, Altarraum]] |
| | [[Datei:St. Zeno, alte Darstellung.jpg|Datei:St. Zeno, alte Darstellung.jpg|thumb|St. Zeno, Kupferstich 18. Jahrhundert]] | | [[Datei:St. Zeno, alte Darstellung.jpg|Datei:St. Zeno, alte Darstellung.jpg|thumb|St. Zeno, Kupferstich 18. Jahrhundert]] |
| − | | + | Das Münster des '''Augustiner Chorherrenstifts San Zeno''' ist die älteste Kirche in [[Bad Reichenhall]] und hat eine lange geschichtliche Verbindung mit dem [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. |
| − | Das Münster des '''Augustinerchorherrenstifts St. Zeno''' ist die älteste Kirche in [[Bad Reichenhall]] und hat eine lange geschichtliche Verbindung mit dem [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. | |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Vermutlich zwischen [[807]] und [[810]] wurde vom Erzbischof [[Arn]] die Kirche mit dem Patrozinium St. Zeno gegründet. Da das Gebiet um Reichenhall durch seine Talkessellage schon von jeher von Überschwemmungen bedroht war (damit auch die Salzquellen von Reichenhall), fiel die Wahl auf den heiligen Zeno als Kirchenpatron, der als Schutzheiliger gegen Überschwemmungen galt. | | Vermutlich zwischen [[807]] und [[810]] wurde vom Erzbischof [[Arn]] die Kirche mit dem Patrozinium St. Zeno gegründet. Da das Gebiet um Reichenhall durch seine Talkessellage schon von jeher von Überschwemmungen bedroht war (damit auch die Salzquellen von Reichenhall), fiel die Wahl auf den heiligen Zeno als Kirchenpatron, der als Schutzheiliger gegen Überschwemmungen galt. |
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| − | Der [[Altstadt|Salzburger]] [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Konrad I.]] schuf als einzige Neugründung seiner Regierungszeit dann [[1136]] das Augustinerchorherrenstift St. Zeno. Das Stift wurde mit Gütern und Anteilen am [[Salzzehent]] ausgestattet. | + | Der [[Altstadt|Salzburger]] [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abensberg]] schuf als einzige Neugründung seiner Regierungszeit dann [[1136]] das Augustiner Chorherrenstift San Zeno. Das Stift wurde mit Gütern und Anteilen am [[Salzzehent]] ausgestattet. |
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| | Die Weihe fand [[1228]] statt. [[1342]] wurde von den [[Bad Reichenhall|Reichenhaller]] Mönchsherren zu San Zeno in einem bestehenden Gebäude im heutigen [[Hotel Kasererbräu]] in [[Salzburg]], [[Kaigasse]], ein Klosterherberge eingerichtet. | | Die Weihe fand [[1228]] statt. [[1342]] wurde von den [[Bad Reichenhall|Reichenhaller]] Mönchsherren zu San Zeno in einem bestehenden Gebäude im heutigen [[Hotel Kasererbräu]] in [[Salzburg]], [[Kaigasse]], ein Klosterherberge eingerichtet. |
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| | ==Im Kircheninneren== | | ==Im Kircheninneren== |
| − | ====Katechismustafeln====
| + | ===Katechismustafeln=== |
| | An den Seitenwänden der Vorhalle kann man vier Wandtafeln sehen. Zwei dieser Tafeln sind so genannte ''Katechismustafeln'' aus [[1521]]. Auf der einen stehen die zehn Gebote Gottes mit Wappen des Propstes Lueger darunter; die andere enthält den Text des Glaubensbekenntnisses, des ''Vaterunsers'' und des ''Englischen Grußes'' zusammen mit dem Stifts- und Propstwappen. | | An den Seitenwänden der Vorhalle kann man vier Wandtafeln sehen. Zwei dieser Tafeln sind so genannte ''Katechismustafeln'' aus [[1521]]. Auf der einen stehen die zehn Gebote Gottes mit Wappen des Propstes Lueger darunter; die andere enthält den Text des Glaubensbekenntnisses, des ''Vaterunsers'' und des ''Englischen Grußes'' zusammen mit dem Stifts- und Propstwappen. |
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| − | ====Taufbecken====
| + | ===Taufbecken=== |
| | Betritt man den Kirchenhauptraum, so befindet sich links die Taufkapelle. Der spätgotische Taufstein ist aus [[Adneter Marmor]]. Am Beckenrand sind zwölf Flachreliefs mit den Aposteln zu sehen. Der achtseitige Taufsteinsockel symbolisiert die schon seit frühchristlicher Zeit wichtige Zahl Acht bei der Gestaltung von Tauforten. | | Betritt man den Kirchenhauptraum, so befindet sich links die Taufkapelle. Der spätgotische Taufstein ist aus [[Adneter Marmor]]. Am Beckenrand sind zwölf Flachreliefs mit den Aposteln zu sehen. Der achtseitige Taufsteinsockel symbolisiert die schon seit frühchristlicher Zeit wichtige Zahl Acht bei der Gestaltung von Tauforten. |
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| − | ====Grabmäler====
| + | ===Grabmäler=== |
| | Von den vielen Grabmälern sei die niedrige Tumba von drei Pröpsten erwähnt, unter ihnen [[Wolfgang Lueger]] († [[1526]]), dem der Kirchenbau in seiner heutigen Form hauptsächlich zu verdanken ist. | | Von den vielen Grabmälern sei die niedrige Tumba von drei Pröpsten erwähnt, unter ihnen [[Wolfgang Lueger]] († [[1526]]), dem der Kirchenbau in seiner heutigen Form hauptsächlich zu verdanken ist. |
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