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| | == Abstammung == | | == Abstammung == |
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| + | Er stammte aus dem alten [[Kärnten|Kärntner]] Adelsgeschlecht der [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburger]], das aus [[Ministerialen]]-Grafen von Ortenburg hervorgegangen war und sich zuerst nach einem Ort bei Sankt Thomas „am Zeiselberg“ nannte. Seit 1388 aber benannte sich das Adelsgeschlecht nach der Festung Kuenburg (östlich Hermagor in Südkärnten gelegen) „von Kuenburg“. |
| − | Er stammte aus dem alten [[Kärnten|Kärntner]] Adelsgeschlecht der [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburger]], das aus [[Ministerialen]]-Grafen von Ortenburg hervorgegangen war und sich zuerst nach einem Ort bei St. Thomas „am Zeiselberg“ nannte. Seit 1388 aber benannte sich das Adelsgeschlecht nach der Festung Kuenburg (östlich Hermagor in Südkärnten gelegen) „von Kuenburg“. | |
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| | == Zeit vor der Wahl zum Fürserzbischof == | | == Zeit vor der Wahl zum Fürserzbischof == |
| − | | + | Michaels Vater war der [[Pfleger]] (Richter) auf der Festung Obersachsenburg Christoph II. von Kuenburg. Dieser hatte aus drei Ehen insgesamt neunzehn Kinder. Michael studierte an der Universität Ingolstadt und wurde [[1538]] [[Domherr]] von [[Passau]], [[Bayern]]. In das Salzburger [[Domkapitel]] wurde er im Jahr [[1550]] aufgenommen. Der designierte Fürsterzbischof [[Ernst Herzog von Bayern]] hatte dem Domkapitel angeraten, möglichst bald die Neuwahl des Fürsterzbischofs zu vollziehen, um Streitigkeiten zu vermeiden. Kaiser Karl V. wollte nämlich den Bischof von Trient, Kardinal Christoph von Madruzzo, zum neuen Salzburger Landesfürsten wählen lassen. Bayrische Gesandte hingegen wollten gemeinsam mit Papst Julius III. den Bischof von Passau Wolfgang Graf von Salm zum Fürsterzbischof ernennen lassen. Das Domkapitel berief sich jedoch auf das freie Wahlrecht und wählte am [[21. Juli]] [[1554]] Michael von Kuenburg zum neuen Fürsterzbischof. Papst Julius III. bestätigte am [[29. Oktober]] die Wahl und verlieh das Pallium. |
| − | Michaels Vater war der [[Pfleger]] (Richter) auf der Festung Obersachsenburg Christoph II. von Kuenburg. Dieser hatte aus drei Ehen insgesamt neunzehn Kinder. Michael studierte an der Universität Ingolstadt und wurde [[1538]] [[Domherr]] von Passau, [[Bayern]]. In das Salzburger [[Domkapitel]] wurde er im Jahr [[1550]] aufgenommen. Der designierte Fürsterzbischof [[Ernst Herzog von Bayern]] hatte dem [[Domkapitel]] angeraten, möglichst bald die Neuwahl des Fürsterzbischofs zu vollziehen, um Streitigkeiten zu vermeiden. Kaiser Karl V. wollte nämlich den Bischof von Trient Kardinal Christoph von Madruzzo zum neuen Salzburger Landesfürsten wählen lassen, bayrische Gesandte hingegen wollten gemeinsam mit Papst Julius III. den Bischof von Passau Wolfgang Graf von Salm zum Fürsterzbischof ernennen lassen. Das Domkapitel berief sich jedoch auf das freie Wahlrecht und wählte am [[21. Juli]] [[1554]] Michael von Kuenburg zum neuen Fürsterzbischof. Der Papst bestätigte am [[29. Oktober]] die Wahl und verlieh das Pallium. | |
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| | == Michael Kuenburg als Fürsterzbischof == | | == Michael Kuenburg als Fürsterzbischof == |
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| | Michael, persönlich ein sittenstrenger und gegenüber den Armen wohltätiger Mann, erwies sich als Gegner der Protestanten und war bereit, die Missstände im katholischen Klerus zu bekämpfen. Michael Kuenburg gehörte zu den heftigsten Gegnern des Augsburger Religionsfriedens. Der neue Fürsterzbischof ging konsequent an eine Reform des Klerus im [[Erzstift Salzburg]]. | | Michael, persönlich ein sittenstrenger und gegenüber den Armen wohltätiger Mann, erwies sich als Gegner der Protestanten und war bereit, die Missstände im katholischen Klerus zu bekämpfen. Michael Kuenburg gehörte zu den heftigsten Gegnern des Augsburger Religionsfriedens. Der neue Fürsterzbischof ging konsequent an eine Reform des Klerus im [[Erzstift Salzburg]]. |
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| | == Literatur == | | == Literatur == |
| − | * [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2 | + | * [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2 |
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