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| | Die Familienbande der Familie Gandl (Gändl) aus St. Wolfgang Markt 84, gehen bis [[1400]] zum Ulrich Gandl in Urschlag, [[1520]] Hans Gandl auf der Steinmauer, zum Gandlhof bey Yschl ([[1551]]), zu den Spielleuten Gandel Georg, Geigenmacher um [[1640]] in Goisern, und zu den berühmten Geigenbauern des [[18. Jahrhundert]]s nach Goisern, um nur einige aus der Ahnenreihe der Spielmänner, der Goiserer – Lauten- und Geigenbauer Würth und Gastgeb wie Peckhen anzuführen. | | Die Familienbande der Familie Gandl (Gändl) aus St. Wolfgang Markt 84, gehen bis [[1400]] zum Ulrich Gandl in Urschlag, [[1520]] Hans Gandl auf der Steinmauer, zum Gandlhof bey Yschl ([[1551]]), zu den Spielleuten Gandel Georg, Geigenmacher um [[1640]] in Goisern, und zu den berühmten Geigenbauern des [[18. Jahrhundert]]s nach Goisern, um nur einige aus der Ahnenreihe der Spielmänner, der Goiserer – Lauten- und Geigenbauer Würth und Gastgeb wie Peckhen anzuführen. |
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| − | Die Aufzeichnungen aus den Taufbüchern des Stammbaumes der Geigenmacherfamilie Gandl aus Goisern zeigen die Fruchtbarkeit der einstigen Ahnen auf. 13 Kinder und mehr waren damals keine Seltenheit. Einer der sieben Gandl Söhne (Johann, Josef, Franz, Georg, Leopold, Michael, Paul) im 18. Jahrhundert, Johann Paul, Sohn des Michael und der Geigenmacherin Maria Anna, wird später am [[14. Juli]] [[1806]] als Bäcker auf dem Bürgerhaus St. Wolfgang Markt 84 mit der "Peckhengerechtigkeit" seit [[1720]] eingetragen, heute die [[Bäckerei Konditorei Cafe Gandl]]. Die verwitwete Geigenmacherin Maria Anna Gandl mit Sohn Johann Paul kam 1782 von Goisern nach St. Wolfgang und begründete mit ihrem siebenjährigem Sohn Johann Paul, die Fortsetzung der Familienlinie Gandl (Gändl) in [[St. Wolfgang]] im Salzkammergut. | + | Die Aufzeichnungen aus den Taufbüchern des Stammbaumes der Geigenmacherfamilie Gandl aus Goisern zeigen die Fruchtbarkeit der einstigen Ahnen auf. 13 Kinder und mehr waren damals keine Seltenheit. Einer der sieben Gandl Söhne (Johann, Josef, Franz, Georg, Leopold, Michael, Paul) im 18. Jahrhundert, [[Johann Paul Gandl|Johann Paul]], Sohn des Michael und der Geigenmacherin Maria Anna, wird später am [[14. Juli]] [[1806]] als Bäcker auf dem Bürgerhaus St. Wolfgang Markt 84 mit der "Peckhengerechtigkeit" seit [[1720]] eingetragen, heute die [[Bäckerei Konditorei Cafe Gandl]]. Die verwitwete Geigenmacherin Maria Anna Gandl mit Sohn Johann Paul kam 1782 von Goisern nach St. Wolfgang und begründete mit ihrem siebenjährigem Sohn Johann Paul, die Fortsetzung der Familienlinie Gandl (Gändl) in [[St. Wolfgang]] im Salzkammergut. |
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| | Das Violinspiel wurde schon im frühen Kindesalter gelehrt, man denke nur an die Wunderkinder, an das Etüden üben wie auch an [[Wolfgang Amadeus Mozart]] mit der kindgerechten Violinschule des Vaters [[Leopold Mozart|Leopold]] von [[1756]]. Große Künstler und Musiker bedienten sich der Goiserer Streichinstrumente, wie der Gandl-Geigen die über die Geigenstraße in die Welt der adeligen Königshäuser in Holland, Frankreich, Ungarn, USA kamen. Auch bei Geigenvirtuosen, Künstlern, Zigeunern Berufsmusikern, den Philharmonikern waren und sind diese Instrumente sehr begehrt. | | Das Violinspiel wurde schon im frühen Kindesalter gelehrt, man denke nur an die Wunderkinder, an das Etüden üben wie auch an [[Wolfgang Amadeus Mozart]] mit der kindgerechten Violinschule des Vaters [[Leopold Mozart|Leopold]] von [[1756]]. Große Künstler und Musiker bedienten sich der Goiserer Streichinstrumente, wie der Gandl-Geigen die über die Geigenstraße in die Welt der adeligen Königshäuser in Holland, Frankreich, Ungarn, USA kamen. Auch bei Geigenvirtuosen, Künstlern, Zigeunern Berufsmusikern, den Philharmonikern waren und sind diese Instrumente sehr begehrt. |
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| | Die Ausübung von Hausmusik mit der Jugend war immer ein besonders wichtiges Anliegen der Familie. Auf der Violine muss man sich die Töne suchen, erst durch diese Hörerziehung weiß man wie Musik im Zusammenspiel des Orchesters entsteht. Das "Backstubenorchester" war in der Fortführung der Geigenbauertradition und der Spielleute immer ein feststehender Bestand der Sippe in dem alle Musizierenden eingebunden waren. | | Die Ausübung von Hausmusik mit der Jugend war immer ein besonders wichtiges Anliegen der Familie. Auf der Violine muss man sich die Töne suchen, erst durch diese Hörerziehung weiß man wie Musik im Zusammenspiel des Orchesters entsteht. Das "Backstubenorchester" war in der Fortführung der Geigenbauertradition und der Spielleute immer ein feststehender Bestand der Sippe in dem alle Musizierenden eingebunden waren. |
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| − | Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein, und in St. Wolfgang ist die Geige der Spielleute von Tanz, Musik, Liedgeschichte und Unterhaltung des geselligen Lebens nicht weg zu denken. Vieles hat sich durch die Jahrhunderte in der Überlieferung der Geigentradition im Ort erhalten. Im fröhlichen Zusammenspiel quer durch alle Musikgebiete und im Vorbild nacheifern, wie in der Beständigkeit der Musikerzeihung hängt der Himmel im Salzkammergut immer noch voller Geigen. | + | Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein, und in St. Wolfgang ist die Geige der Spielleute von Tanz, Musik, Liedgeschichte und Unterhaltung des geselligen Lebens nicht weg zu denken. Vieles hat sich durch die Jahrhunderte in der Überlieferung der Geigentradition im Ort erhalten. Im fröhlichen Zusammenspiel quer durch alle Musikgebiete und im Vorbild nacheifern, wie in der Beständigkeit der Musikerzeihung hängt der Himmel im Salzkammergut immer noch voller Geigen. |
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