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Maria Winkler hatte einen prominenten Onkel: Domprälat [[Alois Winkler]], der bis [[1919]] [[Landeshauptmann]] von [[Bundesland Salzburg|Salzburg]] war und sie als „Hausdame“ beschäftigte.
 
Maria Winkler hatte einen prominenten Onkel: Domprälat [[Alois Winkler]], der bis [[1919]] [[Landeshauptmann]] von [[Bundesland Salzburg|Salzburg]] war und sie als „Hausdame“ beschäftigte.
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Im Sitzungssaal des [[Salzburger Rathaus]]es, bislang ein ausschließlich der „Männerwelt“ vorbehaltenes Terrain, nahmen am [[16. Dezember]] [[1918]] erstmals vier Frauen ihre Plätze ein. Die erste Generation von Gemeinderätinnen war in jenen Ausschüssen und Ressorts vertreten, die als „typisch weiblich“ galten, wie Armen- und Fürsorgewesen, Erziehung, Bildung und Kultur. In diesen Bereichen verfügten die meisten Frauen über Erfahrung und Qualifikation. Hier konnten sie sich auch gegenüber ihren männlichen Kollegen Gehör verschaffen. Die Handlungsspielräume, die man(n) den weiblichen Gemeinderatsmitgliedern zwischen 1918 und [[1938]] zugestand, waren jedoch beschränkt. Die Mehrheit der Frauen bewegte sich innerhalb des ihnen zugestandenen Rahmens. Nach Ende des [Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] setzte sich der [[Salzburger Gemeinderat]] zunächst analog den Ergebnissen der Reichsratswahl von 1911 zusammen. Die vier darin vertretenen Gemeinderätinnen waren von ihren Parteien ernannt worden.
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Im Sitzungssaal des [[Salzburger Rathaus]]es, bislang ein ausschließlich der „Männerwelt“ vorbehaltenes Terrain, nahmen am [[16. Dezember]] [[1918]] erstmals vier Frauen ihre Plätze ein. Die erste Generation von Gemeinderätinnen war in jenen Ausschüssen und Ressorts vertreten, die als „typisch weiblich“ galten, wie Armen- und Fürsorgewesen, Erziehung, Bildung und Kultur. In diesen Bereichen verfügten die meisten Frauen über Erfahrung und Qualifikation. Hier konnten sie sich auch gegenüber ihren männlichen Kollegen Gehör verschaffen. Die Handlungsspielräume, die man(n) den weiblichen Gemeinderatsmitgliedern zwischen 1918 und [[1938]] zugestand, waren jedoch beschränkt. Die Mehrheit der Frauen bewegte sich innerhalb des ihnen zugestandenen Rahmens. Nach Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] setzte sich der [[Salzburger Gemeinderat]] zunächst analog den Ergebnissen der Reichsratswahl von 1911 zusammen. Die vier darin vertretenen Gemeinderätinnen waren von ihren Parteien ernannt worden.
    
Als eine in diesem Rahmen klug agierende Ausnahmefrau könnte [[Alice Brandl]] (* [[1879]], † [[1950]]) bezeichnet werden. Sie saß für die [[Sozialistische Partei Österreichs|Sozialdemokraten]] im Gemeinderat und war die am längsten amtierende Salzburger Gemeinderätin der Ersten Republik (von 1919 bis 1934). Neben [[Fanny Heilmayr]] (* 1880, † [[1938]]) war Maria Winkler als Mandatarin der Großdeutschen Volkspartei in den Gemeinderat gewählt worden.
 
Als eine in diesem Rahmen klug agierende Ausnahmefrau könnte [[Alice Brandl]] (* [[1879]], † [[1950]]) bezeichnet werden. Sie saß für die [[Sozialistische Partei Österreichs|Sozialdemokraten]] im Gemeinderat und war die am längsten amtierende Salzburger Gemeinderätin der Ersten Republik (von 1919 bis 1934). Neben [[Fanny Heilmayr]] (* 1880, † [[1938]]) war Maria Winkler als Mandatarin der Großdeutschen Volkspartei in den Gemeinderat gewählt worden.

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