| − | '''Maria Winkler''' (* [[18. Oktober]] [[1880]] in Waidring in [[Tirol]], † [[16. November]] [[1955]] in Salzburg) war eine [[Christlichsoziale Partei|christlichsoziale]] [[Gemeinderat|Gemeinderätin]] in der [[Stadt Salzburg]]. | + | '''Maria Winkler''' (* [[18. Oktober]] [[1880]] in Waidring in [[Tirol]], † [[16. November]] [[1955]] in Salzburg) war eine [[Christlichsoziale Partei|christlichsoziale]] [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderätin]] in der [[Stadt Salzburg]]. |
| | Sie engagierte sich in der [[Katholische Frauenorganisation|Katholischen Frauenorganisation]] (KFO). Dafür erhielt sie im Jahr [[1917]] das Verdienstkreuz des Kaisers verliehen. Die KFO erfüllte in der Ersten Republik die Funktion des weiblichen Flügels der Christlichsozialen Partei. [[1908]] war in Salzburg von katholischen Frauen der Frauenbund gegründet worden, [[1915]] wurde der Verein in „Katholische Frauenorganisation für das [[Herzogtum Salzburg]]“ umbenannt. Erst mit einem Mandat oder einer Funktion in der Frauenorganisation wurden politisch engagierte Katholikinnen zu Parteipolitikerinnen. | | Sie engagierte sich in der [[Katholische Frauenorganisation|Katholischen Frauenorganisation]] (KFO). Dafür erhielt sie im Jahr [[1917]] das Verdienstkreuz des Kaisers verliehen. Die KFO erfüllte in der Ersten Republik die Funktion des weiblichen Flügels der Christlichsozialen Partei. [[1908]] war in Salzburg von katholischen Frauen der Frauenbund gegründet worden, [[1915]] wurde der Verein in „Katholische Frauenorganisation für das [[Herzogtum Salzburg]]“ umbenannt. Erst mit einem Mandat oder einer Funktion in der Frauenorganisation wurden politisch engagierte Katholikinnen zu Parteipolitikerinnen. |
| − | 1919 wurde sie als christlichsoziale Kandidatin in den Gemeinderat gewählt und war Mitglied im Ausschuss „Armenwesen, Stiftungsangelegenheiten, Stadtarmenkommission, Versorgungshauskomitee“, trat aber kaum aktiv in Erscheinung. Vielleicht agierte sie mehr im Hintergrund, vielleicht trifft auf sie auch die Beobachtung zu, dass katholisch-konservative Frauen in der Ersten Republik oft nur zaghaft bereit waren, sich in öffentlichen politischen Gremien zu Wort zu melden. Als Maria Winkler im Jahr [[1928]] Vizebürgermeister [[Richard Hildmann]] heiratete, musste sie aufgrund der damals geltenden Unvereinbarkeitsbestimmungen aus dem Gemeinderat ausscheiden. Zwei in der Salzburger Lokalpolitik bedeutende Männer standen also am Anfang und am Ende ihrer politischen Karriere: Zuerst war es der Onkel, durch den sie nach Salzburg und vermutlich auch zur Christlichsozialen Partei kam, dann der Ehemann, der aufgrund der Eheschließung ihre Aktivität im Gemeinderat indirekt beendete. Maria Winkler dürfte aber ihre Erfüllung ohnehin vielmehr im Engagement für die Katholische Frauenorganisation, der sie auch als Diözesanpräsidentin vorstand, gefunden haben. | + | 1919 wurde sie als christlichsoziale Kandidatin in den Gemeinderat gewählt und war Mitglied im Ausschuss „Armenwesen, Stiftungsangelegenheiten, Stadtarmenkommission, Versorgungshauskomitee“, trat aber kaum aktiv in Erscheinung. Vielleicht agierte sie mehr im Hintergrund, vielleicht trifft auf sie auch die Beobachtung zu, dass katholisch-konservative Frauen in der Ersten Republik oft nur zaghaft bereit waren, sich in öffentlichen politischen Gremien zu Wort zu melden. Als Maria Winkler im Jahr [[1928]] Vizebürgermeister [[Richard Hildmann]] heiratete, musste sie aufgrund der damals geltenden Unvereinbarkeitsbestimmungen aus dem Gemeinderat ausscheiden. Zwei in der Salzburger Lokalpolitik bedeutende Männer standen also am Anfang und am Ende ihrer politischen Karriere: Zuerst war es der Onkel, durch den sie nach Salzburg und vermutlich auch zur Christlichsozialen Partei kam, dann der Ehemann, der aufgrund der Eheschließung ihre Aktivität im Gemeinderat indirekt beendete. Maria Winkler dürfte aber ihre Erfüllung ohnehin viel mehr im Engagement für die Katholische Frauenorganisation, der sie auch als Diözesanpräsidentin vorstand, gefunden haben. |
| − | * {{Quelle SW-SN|9. Oktober 2014, ein Beitrag von Ricky Knoll und dortige Quellenangabe:}} | + | * {{Quelle SW-SN|9. Oktober 2014, ein Beitrag von [[Ricky Knoll]] und dortige Quellenangabe:}} |
| | * [[Sabine Veits-Falk|Veits-Falk, Sabine]]: ''Pionierinnen oder ,Alibifrauen‘'' | | * [[Sabine Veits-Falk|Veits-Falk, Sabine]]: ''Pionierinnen oder ,Alibifrauen‘'' |