Änderungen

353 Bytes hinzugefügt ,  11:12, 23. Sep. 2014
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 13: Zeile 13:     
==== Quelle ====
 
==== Quelle ====
* [[Datei:Humboldt Legende.pdf|thumb|"Die Entstehung einer Legende" von [[Robert Hoffmann (Historiker)|Robert Hoffmann]]]]
+
* [[Datei:Humboldt Legende.pdf]] "Die Entstehung einer Legende" von [[Robert Hoffmann (Historiker)|Robert Hoffmann]]
    
== Alle Salzburger Erzbischöfen waren Geistliche zum Zeitpunkt ihrer Wahl ==
 
== Alle Salzburger Erzbischöfen waren Geistliche zum Zeitpunkt ihrer Wahl ==
Nein, es gab auch Erzbischöfe, die erst nach ihrer Wahl die Priesterweihe und meist einem "Durchgang" auch die Bischofsweihe erhielten. Da wäre zu nennen [[Erzbischof]] [[Burkhart I. von Ziegenhain]], der am [[25. Februar]] [[1247]] zum  Erzbischof von Salzburg gewählt, aber erst am [[6. März]] in Lyon, [[Frankreich]], zum Priester und Bischof geweiht wurde. Auch Erzbischof [[Philipp von Spanheim]], Nachfolger von Burkhart I. von Ziegenhain, ließ sich nicht zum Bischof weihen, weil mit der Annahme der höheren  Weihen ex lege ein Verzicht auf den Titel des Herzogs von Kärnten verbunden gewesen wäre<ref name="Erzbischof">Quellen - die Beiträge über die beiden Erzbischöfe im Salzburgwiki</ref>.
+
Nein, es gab auch Erzbischöfe, die erst nach ihrer Wahl die Priesterweihe und meist in einem "Durchgang" auch die Bischofsweihe erhielten. Da wäre zu nennen [[Erzbischof]] [[Burkhart I. von Ziegenhain]], der am [[25. Februar]] [[1247]] zum  Erzbischof von Salzburg gewählt, aber erst am [[6. März]] in Lyon, [[Frankreich]], zum Priester und Bischof geweiht wurde. Auch Erzbischof [[Philipp von Spanheim]], Nachfolger von Burkhart I. von Ziegenhain, ließ sich nicht zum Bischof weihen, weil mit der Annahme der höheren  Weihen ex lege ein Verzicht auf den Titel des Herzogs von Kärnten verbunden gewesen wäre<ref name="Erzbischof">Quellen - die Beiträge über die beiden Erzbischöfe im Salzburgwiki</ref>.
    
== Salzburger Erzbischöfe lebten zölibatär ==
 
== Salzburger Erzbischöfe lebten zölibatär ==
 
Es gibt zumindest zwei Salzburger Erzbischöfe, von den man sicher weiß, dass sie mit einer Frau (zusammen) lebten: Erzbischof [[Bernhard von Rohr]], er war des „wollusts begierig“. Er richtete sogar das [[1483]]  aufgelassene [[Domfrauenkloster]], in das er vom Bischofssitz über einen verdeckten Gang gelangen konnte, als Wohnung für seine Konkubinen ein.  
 
Es gibt zumindest zwei Salzburger Erzbischöfe, von den man sicher weiß, dass sie mit einer Frau (zusammen) lebten: Erzbischof [[Bernhard von Rohr]], er war des „wollusts begierig“. Er richtete sogar das [[1483]]  aufgelassene [[Domfrauenkloster]], in das er vom Bischofssitz über einen verdeckten Gang gelangen konnte, als Wohnung für seine Konkubinen ein.  
   −
Weiters Erzbischof [[Friedrich V. Graf von Schaunberg]], einer der unfähigsten Salzburger Erzbischöfe. Er war dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan und benutzte den von Bernhard von Rohr  gebauten geheimen Gang zu seinen Konkubinen häufig. Eine dieser  ehebrecherischen Mätressen führte dabei – sich selbst bereichernd –  wesentlich die Staatsgeschäfte mit, indem sie regelmäßig Ämter und Lehen  verlieh. Der erzbischöfliche Hof wurde  
+
Weiters Erzbischof [[Friedrich V. Graf von Schaunberg]], einer der unfähigsten Salzburger Erzbischöfe. Er war dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan und benutzte den von Bernhard von Rohr  gebauten geheimen Gang zu seinen Konkubinen häufig. Eine dieser  ehebrecherischen Mätressen führte dabei – sich selbst bereichernd –  wesentlich die Staatsgeschäfte mit, indem sie regelmäßig Ämter und Lehen  verlieh. Der erzbischöfliche Hof wurde ''"unter diesem Weibe zu einem Zufluchtsort für Räuber, Diebe und anders Gesindel, die – ihr Geschenke  reichend – frei und ungestraft ihr Unwesen treiben konnten"'' ([[Heinz Dopsch]], Band I/1, S. 564).
''"unter diesem Weibe zu einem Zufluchtsort für Räuber, Diebe und anders Gesindel, die – ihr Geschenke  reichend – frei und ungestraft ihr Unwesen treiben konnten"'' ([[Heinz Dopsch]], Band I/1, S. 564).
     −
Der bekannteste Erzbischof in dieser Hinsicht dürfte aber [[Wolf Dietrich von Raitenau]] gewesen sein. Er hatte zusammen mit seiner Frau [[Salome Alt]] 15 Kinder, für die er das [[Schloss Altenau]] erbauen ließ, einen Vorgängerbau des [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]]<ref name="Erzbischof">Erzbischof</ref>.
+
Der bekannteste Fürsterzbischof in dieser Hinsicht dürfte aber [[Wolf Dietrich von Raitenau]] gewesen sein. Er hatte zusammen mit seiner Frau [[Salome Alt]] 15 Kinder, für die er das [[Schloss Altenau]] erbauen ließ, einen Vorgängerbau des [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]]<ref name="Erzbischof">Erzbischof</ref>.
    
== Herbert von Karajan war ein Motorradrennfahrer ==  
 
== Herbert von Karajan war ein Motorradrennfahrer ==  
Im Buch [[Salzburger Automobil- und Motorradgeschichte]],  das 1997 erschien, findet sich im Kapitel über das [[Internationales  Tauernrennen|Internationale Tauernrennen 1925]] der Hinweis, dass der  Sieger der 750 cm³ auf Douglas für Aufsehen sorgte - es war [[Herbert von Karajan]]! Doch diese Information ist nicht korrekt recherchiert. Schon im Buch ''Obertauern, einst und jetzt'', das 1994 von der Liftgemeinschaft  Obertauern herausgegeben wurde, findet sich dieser Fehler im Beitrag ''Die Tauern-Rennen des S.A.C. von 1925 - 1927'' von [[Helmut  Krackowizer|Prof. h.c. Dr. Helmut Krackowizer]].  
+
Im Buch [[Salzburger Automobil- und Motorradgeschichte]],  das 1997 erschien, findet sich im Kapitel über das [[Internationales  Tauernrennen|Internationale Tauernrennen 1925]] der Hinweis, dass der  Sieger der 750 cm³ auf Douglas für Aufsehen sorgte - es war [[Herbert von Karajan]]! Doch diese Information ist nicht korrekt recherchiert. Schon im Buch ''Obertauern, einst und jetzt'', das 1994 von der Liftgemeinschaft  Obertauern herausgegeben wurde, findet sich dieser Fehler im Beitrag ''Die Tauern-Rennen des S.A.C. von 1925 - 1927'' von [[Helmut  Krackowizer]].  
Schlägt man in der ''Allgemeine Automobil Zeitung 1925, Nr.  18, Seite 8'' und im ''Motorrad'' Jahrgang 1925 nach, so finden sich  Beschreibungen und Ergebnisse dieses Rennens mit Bildern. Doch diese  Originalquellen weisen einen [[Wolfgang von Karajan]] als Teilnehmer und  Sieger aus. Dass es Wolfgang gewesen sein muss und nicht Herbert,  darauf deutet noch ein anderes Faktum hin. Es war '''Wolfgang''' von Karajan,  der am [[31. August]] [[1930]] zusammen mit dem späteren Mozarteumsdirektor [[Bernhard Paumgartner|Prof. Dr. Bernhard  Paumgartner]] erstmals das [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]] im Radio übertragen kommentierte. Man  kann also davon ausgehen, dass Wolfgang der Motorsportinteressierte war. Zumal Wolfgang 1925 bereits 19 Jahre alt war, Herbert hingegen erst 17.
+
 
 +
Schlägt man in der ''Allgemeine Automobil Zeitung 1925, Nr.  18, Seite 8'' und im ''Motorrad'' Jahrgang 1925 nach, so finden sich  Beschreibungen und Ergebnisse dieses Rennens mit Bildern. Doch diese  Originalquellen weisen einen [[Wolfgang von Karajan]] als Teilnehmer und  Sieger aus. Dass es Wolfgang gewesen sein muss und nicht Herbert,  darauf deutet noch ein anderes Faktum hin. Es war '''Wolfgang''' von Karajan,  der am [[31. August]] [[1930]] zusammen mit dem späteren Mozarteumsdirektor  Prof. Dr. [[Bernhard  Paumgartner]] erstmals das [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]] im Radio übertragen kommentierte. Man  kann also davon ausgehen, dass Wolfgang der Motorsportinteressierte war. Zumal Wolfgang 1925 bereits 19 Jahre alt war, Herbert hingegen erst 17.
 +
 
 +
Auf diesen Fehler angesprochen, meinte [[Erich Lobensommer]], Landesvereinsdirektor des [[SAMTC]] und Chef des SAMTC-Archivs:  "''...unser aktueller Wissenstand geht davon aus, dass es sich auf dem Bild um HvK<ref>Anmerkung: Herbert von Karajan</ref> handelt. Wir nehmen jedoch Ihre Recherchen zum Anlass, weitere Nachforschungen anzustellen.''"<ref>Quelle Schriftverkehr mit [[Peter Krackowizer]]</ref>
    
== Bosna ist ein Imbiss, der vom Balkan stammt ==
 
== Bosna ist ein Imbiss, der vom Balkan stammt ==