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Riedenburg war der ursprüngliche Name des [[Rainberg]]-Felsens (''a rupe que Ritinburc appellatur'', [[1139]]), der inmitten von moorigen Wiesen = Rieden aufragte. Die Riedenburger Sümpfe („''Die Pferde sanken dort bis zum Bauch ein und verloren im Morast die Hufeisen''“) wurden erst ab dem [[16. Jahrhundert|16.]] bzw. [[17. Jahrhundert]] trocken gelegt.
 
Riedenburg war der ursprüngliche Name des [[Rainberg]]-Felsens (''a rupe que Ritinburc appellatur'', [[1139]]), der inmitten von moorigen Wiesen = Rieden aufragte. Die Riedenburger Sümpfe („''Die Pferde sanken dort bis zum Bauch ein und verloren im Morast die Hufeisen''“) wurden erst ab dem [[16. Jahrhundert|16.]] bzw. [[17. Jahrhundert]] trocken gelegt.
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Zwei Armen des [[Almkanal]]s fließen durch Riedenburg. Der Müllner Arm ist dabei noch älter als der Stiftsarm des Almkanales (nach [[1137]] erbaut) und versorgte ursprünglich, gespeist vom Überwasser des [[Leopoldskroner Moor]]es als Riedenburger Bach, schon im frühesten [[Mittelalter]] die Mühlen von [[Mülln]]. [[1335]] wurde der Städtische Arm ([[Bürgerspital]]sarm) durch den Mönchsberg gegraben, der vom Müllner Arm abzweigt und die innere Riedenburg von Süden nach Norden durchquert.
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Zwei Arme des [[Almkanal]]s fließen durch Riedenburg. Der Müllner Arm ist dabei noch älter als der Stiftsarm des Almkanales (nach [[1137]] erbaut) und versorgte ursprünglich, gespeist vom Überwasser des [[Leopoldskroner Moor]]es als Riedenburger Bach, schon im frühesten [[Mittelalter]] die Mühlen von [[Mülln]]. [[1335]] wurde der Städtische Arm ([[Bürgerspital]]sarm) durch den Mönchsberg gegraben, der vom Müllner Arm abzweigt und die innere Riedenburg von Süden nach Norden durchquert.
    
Im [[17. Jahrhundert]] wurden das Riedmoor (Niedermoor) von Riedenburg, ein nördlicher Ausläufer des großen [[Untersberger Moor]]es, trocken gelegt.  
 
Im [[17. Jahrhundert]] wurden das Riedmoor (Niedermoor) von Riedenburg, ein nördlicher Ausläufer des großen [[Untersberger Moor]]es, trocken gelegt.  
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[[1670]] erwarb [[Michael Springrueber]] einen größeren Teil der Riedenburger Talsenke und errichtete hier ein Bauerngut, das ''Neureit'' genannt war und das später als [[Ofenlochwirtshaus]] ([[Fürstenbrunnstraße]] 4) weitere Verwendung fand. Dieses Wirtshaus war von Anbeginn räumlich zweigeteilt. Der Wirtshausteil mit dem [[Rainbergkeller]] befand sich in der [[Rainbergstraße]] 5 und ist heute als Geschäftslokal der Fa. Roittner genutzt. In dem Haus Fürstenbrunnstraße 4 lebte jahrzehntelang der frühere Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Hans Lechner|Dr. Hans Lechner]] mit seiner großen Familie.     
 
[[1670]] erwarb [[Michael Springrueber]] einen größeren Teil der Riedenburger Talsenke und errichtete hier ein Bauerngut, das ''Neureit'' genannt war und das später als [[Ofenlochwirtshaus]] ([[Fürstenbrunnstraße]] 4) weitere Verwendung fand. Dieses Wirtshaus war von Anbeginn räumlich zweigeteilt. Der Wirtshausteil mit dem [[Rainbergkeller]] befand sich in der [[Rainbergstraße]] 5 und ist heute als Geschäftslokal der Fa. Roittner genutzt. In dem Haus Fürstenbrunnstraße 4 lebte jahrzehntelang der frühere Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Hans Lechner|Dr. Hans Lechner]] mit seiner großen Familie.     
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Riedenburg wurde [[1764]] bis [[1767]] durch den Bau des [[Sigmundstor]] (Neutor) von der [[Altstadt]] her erschlossen. Abgesehen von wenigen herrschaftliche Gärten und Höfen (Späthhof, [[Mölckhof]], Lebitschhof etc.) dem einst weitum berühmten Garten des Domherren [[Anton Willibald Graf von Waldburg-Wolfegg]] (anstelle des heutigen Altenheimes) und dem ''Ofenlochwirtshaus'' sowie den halbkreisförmigen Wehrbauten zur Sicherung des Sigmundstores war die Riedenburg bis Mitte des [[18. Jahrhundert]]s weitgehend unbebaut. [[1915]]/[[1916]] wurde die [[Straßenbahn]] durch das Sigmundstor bis in die Riedenburg hinein verlängert.  
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Riedenburg wurde [[1764]] bis [[1767]] durch den Bau des [[Sigmundstor]]s (Neutor) von der [[Altstadt]] her erschlossen. Abgesehen von wenigen herrschaftliche Gärten und Höfen (Späthhof, [[Mölckhof]], Lebitschhof etc.) dem einst weitum berühmten Garten des Domherren [[Anton Willibald Graf von Waldburg-Wolfegg]] (anstelle des heutigen Altenheimes) und dem ''Ofenlochwirtshaus'' sowie den halbkreisförmigen Wehrbauten zur Sicherung des Sigmundstores war die Riedenburg bis Mitte des [[18. Jahrhundert]]s weitgehend unbebaut. [[1915]]/[[1916]] wurde die [[Straßenbahn]] durch das Sigmundstor bis in die Riedenburg hinein verlängert.  
    
Eine wichtige Voraussetzung für die Verbauung der Riedenburg der [[Gründerzeit]] war die Parzellierung der [[Löwensternsche Gründe|Löwensternschen Gründe]] in den Jahren vor [[1880]]. Die genauen Richtlinien für die Gestaltung der vorgesehenen Straßen erfolge dann im Regulierungsplan des Jahres [[1886]].
 
Eine wichtige Voraussetzung für die Verbauung der Riedenburg der [[Gründerzeit]] war die Parzellierung der [[Löwensternsche Gründe|Löwensternschen Gründe]] in den Jahren vor [[1880]]. Die genauen Richtlinien für die Gestaltung der vorgesehenen Straßen erfolge dann im Regulierungsplan des Jahres [[1886]].
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