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, 14:57, 29. Aug. 2007
Der '''Verlag Anton Pustet''' ist die älteste Buchhandlung von [[Salzburg]].
==Geschichte==
Seit Konrad Kürner, der ([[1592]]) das erste Buch in Salzburg druckte, exisitieren Aufzeichnungen dieses Verlags unter häufig wechselnden Namen und veränderten Standorten.
Die ''Kürnersche Offizin'' befand sich in einem Haus in der [[Altstadt]] von Salzburg am heutigen [[Kajetanerplatz]], später in der [[Gstättengasse]], wo sie durch den [[Bergstürze|Bergsturz]] des Jahres [[1669]] zerstört wurde. Unter der Leitung des Buchdruckers Johann Baptist Mayr gelangte das Unternehmen zu einer ersten Blüte.
[[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Max Gandolf]], Stifter der berühmten Bibliothek in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]], verlieh Johann Baptist Mayr das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers und erhob ihn sogar in den Adelsstand. Dies war ein Zeichen für die Bedeutung des Buch- und Verlagswesens, das vor allem durch die Gründung der [[Universität Salzburg|Universität]] in Salzburg einen bedeutenden Aufschwung genommen hatte.
Ende des [[18. Jahrhundert]]s kam es zum Niedergang der Mayrschen Druckerei. Aufgrund eines Eklats, ausgelöst durch eine kirchenkritische Schrift, musste sie weit unter dem Verkehrswert verkauft werden und kam auf Umwegen an Franz Xaver Duyle.
==Ära Pustet==
Die Ära Pustet begann dann [[1862]], als der aus Regensburg in Bayern stammende [[Anton Pustet]] die Duylsche Buchdruckerei und Verlag übernahm und das Unternehmen unter dem neuen Namen ''Verlag Anton Pustet'' wieder zu stattlicher Größe führte. Seine versierte Tochter, Ida Rademann, leitete nach seinem Tod einen besonders erfolgreichen Abschnitt in der Verlagsgeschichte ein. Mit der russischen Emigrantin [[Alja Rachmanova]] hatte sie eine wahre Bestsellerautorin in ihrem Programm.
Unter den Nationalsozialisten wurde die Pustet-Druckerei dem NS-Gauverlag eingegliedert, nach dem Krieg als so genanntes deutsches Eigentum kommissarisch verwaltet und [[1963]] schließlich vom [[Salzburger Pressverein]] erworben. Heute befindet sich im altehrwürdigen „Pustet-Haus“ mit seinem für die Salzburger Altstadt typischen Innenhof unter anderem ein innovatives universitäres Forschungsinstitut. Das Haus wurde im Jahr 2004 beispielhaft renoviert.
==Firmenstruktur==
Der ''Verlag Anton Pustet'' steht im Eigentum des Salzburger Pressvereins, dem auch die [[Salzburger Druckerei]] und der Verlag der Salzburger Druckerei, ein Schulbuchverlag, angehören. Der Geschäftsführer der Pressvereinsbetriebe ist MMag. Gerald Klonner.
==Förderung==
Der ''Verlag Anton Pustet'' wird im Rahmen der Kunstförderung des Bundeskanzleramtes unterstützt.
==Quelle==
{{homepage|http://www.verlag-anton-pustet.at/}}
[[Kategorie:Unternehmen]]