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| − | Die Epoche der [[Bronzezeit]] (1900 - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des [[Kupferbergbau]]s in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In [[Mitterberg (Pongau)|Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten [[Bergbau]]gebieten im Bereich [[Bischofshofen]] - [[Götschenberg]] wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert. | + | Die Epoche der [[Bronzezeit]] (1900 - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des [[Kupferbergbau]]s in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte. |
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| − | Ein 3.600 Jahre altes Grab (also 1.600 v.Chr.) mit seltenem Bronzeschmuck wurde 5/2014 am Fuß des Untersberg in Großgmain/Mazoll gefunden (Quelle: ORF online). Es ist der bisher älteste Grabfund in Salzburg (In Bischofshofen datieren die ältesten um 1.300 v. Chr.). | + | == Funde== |
| | + | In [[Mitterberg (Pongau)|Mitterberg]] bei [[Mühlbach am Hochkönig]] und in den benachbarten [[Bergbau]]<nowiki>gebieten</nowiki> im Bereich [[Bischofshofen]] - [[Götschenberg]] wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20 000 Tonnen Kupfer gefördert. |
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| | + | Ein 3 600 Jahre altes Grab (also 1600 v.Chr.) mit seltenem Bronzeschmuck wurde im Mai 2014 am Fuß des [[Untersberg]]s im Bereich von [[Großgmain]]-[[Marzoll]] gefunden<ref>Quelle: ORF online</ref>. Es ist der bisher älteste Grabfund in Salzburg. In Bischofshofen datieren die ältesten um 1300 v. Chr.). |
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| | Auf dem [[Schlossberg (Taxenbach)|Schlossberg]] von [[Taxenbach]] ist ein e Niederlassung dieser Menschen gewesen. Beim Forsthaus wurden zwei bronzene Armreifen, in [[Högmoos]] Tongeschirr aus der Bronzezeit gefunden<ref>Quelle Salzburgwiki-Beitrag [[Taxenbach]]</ref>. | | Auf dem [[Schlossberg (Taxenbach)|Schlossberg]] von [[Taxenbach]] ist ein e Niederlassung dieser Menschen gewesen. Beim Forsthaus wurden zwei bronzene Armreifen, in [[Högmoos]] Tongeschirr aus der Bronzezeit gefunden<ref>Quelle Salzburgwiki-Beitrag [[Taxenbach]]</ref>. |
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| − | == Funde==
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| | Im Herbst [[2009]] machten Archäologen einen Sensationsfund. Bei Grabungen am Mitterberg entdeckte man am ''Troiboden'' in 1 700 [[m ü. A.]] eine alte Holzkiste. Diese etwa einen mal einen Meter große Kiste ist ein Werkskasten, der auf das 10. bis 15. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Der [[Torfstechen|Torfboden]] konservierte nicht nur das Holz, sondern auch die darin befindliche Mechanik. | | Im Herbst [[2009]] machten Archäologen einen Sensationsfund. Bei Grabungen am Mitterberg entdeckte man am ''Troiboden'' in 1 700 [[m ü. A.]] eine alte Holzkiste. Diese etwa einen mal einen Meter große Kiste ist ein Werkskasten, der auf das 10. bis 15. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Der [[Torfstechen|Torfboden]] konservierte nicht nur das Holz, sondern auch die darin befindliche Mechanik. |
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| | Die Archäologen entdeckten aber auch noch eine zweite, bisher völlig unbekannte Fundstelle. Dabei handelte es sich um einen Friedhof aus der Spätbronzezeit, und zwar aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. „''Erstmals konnten wir in Salzburg ein sogenanntes Schwertgrab aus dieser Zeit freilegen, das wir auf dem mehr als zwei Kilometer langen Baufeld entdeckt haben. Dabei fanden wir eine Urne mit Spuren menschlicher Überreste. In der Urne befanden sich auch eine Art Trink- und Schöpfgefäß aus Ton sowie ein Schwert aus Bronze. Das Schwert deutet als Statussymbol darauf hin, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann aus der sozialen Oberschicht handelte. Insgesamt konnten wir zwei solcher Gräber freilegen, Brandbestattungen waren in der sogenannten [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]] üblich''“, so der Archäologe. | | Die Archäologen entdeckten aber auch noch eine zweite, bisher völlig unbekannte Fundstelle. Dabei handelte es sich um einen Friedhof aus der Spätbronzezeit, und zwar aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. „''Erstmals konnten wir in Salzburg ein sogenanntes Schwertgrab aus dieser Zeit freilegen, das wir auf dem mehr als zwei Kilometer langen Baufeld entdeckt haben. Dabei fanden wir eine Urne mit Spuren menschlicher Überreste. In der Urne befanden sich auch eine Art Trink- und Schöpfgefäß aus Ton sowie ein Schwert aus Bronze. Das Schwert deutet als Statussymbol darauf hin, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann aus der sozialen Oberschicht handelte. Insgesamt konnten wir zwei solcher Gräber freilegen, Brandbestattungen waren in der sogenannten [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]] üblich''“, so der Archäologe. |
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