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| | Der [[Zeller See (Pinzgau)]] bildete bisher in fast allen Wintern eine geschlossene Eisdecke, die meist auch für die Begehung frei gegeben werden konnte, wenn Qualität und Stärke des Eises es erlaubten. Die Eisdecke wurde nach Josef Lahnsteiner früher um den 10. Jänner herum tragfähig und erreicht im Höchstfall eine Stärke von 50 cm. Sie hält in durchschnittlichen Wintern bis ca. Ende März. | | Der [[Zeller See (Pinzgau)]] bildete bisher in fast allen Wintern eine geschlossene Eisdecke, die meist auch für die Begehung frei gegeben werden konnte, wenn Qualität und Stärke des Eises es erlaubten. Die Eisdecke wurde nach Josef Lahnsteiner früher um den 10. Jänner herum tragfähig und erreicht im Höchstfall eine Stärke von 50 cm. Sie hält in durchschnittlichen Wintern bis ca. Ende März. |
| | In früheren Zeiten, als Wege und Straßen Richtung [[Thumersbach]] vom [[Salzachtal]] einerseits und von [[Zell am See]] andererseits notorisch schlecht waren, war die Eisbildung auf dem See eine ersehnte Erleichterung. Die Eisdecke des Sees bildete einen kurzen und angenehmen Weg von und nach Thumersbach, der zu Fuß und mit Fuhrwerken genutzt wurde. | | In früheren Zeiten, als Wege und Straßen Richtung [[Thumersbach]] vom [[Salzachtal]] einerseits und von [[Zell am See]] andererseits notorisch schlecht waren, war die Eisbildung auf dem See eine ersehnte Erleichterung. Die Eisdecke des Sees bildete einen kurzen und angenehmen Weg von und nach Thumersbach, der zu Fuß und mit Fuhrwerken genutzt wurde. |
| − | Seit dem weiter unten beschriebenen Unfall im Rahmen eines Sportbewerbes darf die Eisdecke, sobald sie behördlicherseits freigegeben ist, auch heute noch zu Fuß, mit den Langlaufschiern oder mit den Schlittschuhen genutzt werden, aber das Befahren mit Fuhrwerken, Motorrädern oder Pkw für Verkehrs- oder Sportzwecke ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt. | + | Seit einem weiter unten erwähnen Unfall im Rahmen eines Sportbewerbes darf die Eisdecke, sobald sie behördlicherseits freigegeben ist, auch heute noch zu Fuß, mit den Langlaufschiern oder mit den Schlittschuhen genutzt werden, aber das Befahren mit Fuhrwerken, Motorrädern oder Pkw für Verkehrs- oder Sportzwecke ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt. |
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| | ==Die Verwertung des Eises in früherer Zeit== | | ==Die Verwertung des Eises in früherer Zeit== |
| | Als es noch keine elektrisch betriebenen Kühlräume und Kühlschränke gab, behalf man sich mit Eis aus Seen, Teichen oder Flüssen. Die Eisgewinnung erfolgte in Handarbeit mittels spezieller Sägen. Es wurden ganze Blöcke heraus geschnitten und zu den sog. Eiskellern transportiert, in denen das dort deponierte Eis über die warme Jahreszeit Bier und Lebensmittel kühlte. Die Eisgewinnung war schwer und gefährlich und galt als Männerarbeit. Es ist aber bekannt, dass mancherorts auch Frauen armer Familien Eis gesägt und gehackt haben. | | Als es noch keine elektrisch betriebenen Kühlräume und Kühlschränke gab, behalf man sich mit Eis aus Seen, Teichen oder Flüssen. Die Eisgewinnung erfolgte in Handarbeit mittels spezieller Sägen. Es wurden ganze Blöcke heraus geschnitten und zu den sog. Eiskellern transportiert, in denen das dort deponierte Eis über die warme Jahreszeit Bier und Lebensmittel kühlte. Die Eisgewinnung war schwer und gefährlich und galt als Männerarbeit. Es ist aber bekannt, dass mancherorts auch Frauen armer Familien Eis gesägt und gehackt haben. |