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==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Als ''Altstadt'' von Salzburg wird vor allem das Gebiet links der [[Salzach]] zwischen dem [[Klausentor]] im Nordwesten, dem [[Mönchsberg]], der die Altstadt im Süden und Südwesten umschließt und dem [[Rudolfsplatz]] im Osten bezeichnet. Im Norden bot einst der [[Müllner Hügel]] mit der alten Vorstadt [[Mülln]] eine höhere strategische Sicherheit. Auf diese Weise von drei Seiten durch [[Salzburger Stadtberge|Berge]] geschützt wird die Altstadt im Osten durch den Flusslauf der Salzach begrenzt. Der südlichste Teil der Altstadt um die [[Kaigasse]] wird allgemein als [[Kaiviertel]] bezeichnet. In der Altstadt leben gut 2&nbsp;000 Bewohner.   
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Als ''Altstadt'' von Salzburg wird vor allem das Gebiet links der [[Salzach]] zwischen dem [[Klausentor]] im Nordwesten, dem [[Mönchsberg]], der die Altstadt im Süden und Südwesten umschließt und dem [[Rudolfsplatz]] im Osten bezeichnet. Im Norden bot einst der [[Müllner Hügel]] mit der alten Vorstadt [[Mülln]] eine höhere strategische Sicherheit. Auf diese Weise von drei Seiten durch [[Salzburger Stadtberge|Berge]] geschützt wird die Altstadt im Osten durch den Flusslauf der Salzach begrenzt. Der südlichste Teil der Altstadt um die [[Kaigasse]] wird allgemein als [[Kaiviertel]] bezeichnet. In der Altstadt leben 2&nbsp;400 Bewohner (Zählbezirk Altstadt-[[Mülln]], Stand 2014).   
    
Die [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitige Altstadt]] umfasst den [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] mit der [[Steingasse]], das [[Platzl]] mit [[Linzer Gasse]]. Die Steingasse ist schon seit dem [[Mittelalter]] eine Einfahrtsstraße für Salzburg. Weiters gehören zur rechtsseitigen Altstadt die Teile um den [[Makartplatz]] sowie das [[Schloss Mirabell]] samt [[Mirabellgarten]] (nicht mehr jedoch der [[Mirabellplatz]] und die [[Paris-Lodron-Straße]].
 
Die [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitige Altstadt]] umfasst den [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] mit der [[Steingasse]], das [[Platzl]] mit [[Linzer Gasse]]. Die Steingasse ist schon seit dem [[Mittelalter]] eine Einfahrtsstraße für Salzburg. Weiters gehören zur rechtsseitigen Altstadt die Teile um den [[Makartplatz]] sowie das [[Schloss Mirabell]] samt [[Mirabellgarten]] (nicht mehr jedoch der [[Mirabellplatz]] und die [[Paris-Lodron-Straße]].
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Ein neuer Trend in der salzburger Altstadt ist das sog. [[Sightrunning]].
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Nach 2010 kam in der Salzburger Altstadt das sogenannte [[Sightrunning]] auf.
    
== UNESCO Weltkulturerbe ==
 
== UNESCO Weltkulturerbe ==
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Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den heiligen [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]] geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s war.  
 
Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den heiligen [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]] geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s war.  
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Als der Dom bei einem [[Brände Salzburger Dom|Brand]] [[1598]] schwer beschädigt wurde, ließ Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Sein Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister [[Santino Solari]] geplant) konnte  [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden.  
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Als der Dom bei einem [[Brände Salzburger Dom|Brand]] [[1598]] schwer beschädigt wurde, ließ Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Sein Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister [[Santino Solari]] geplant) konnte  [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden.  
    
==== Stiftskirche St. Peter ====
 
==== Stiftskirche St. Peter ====
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==== Benediktinenstiftskirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ====
 
==== Benediktinenstiftskirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ====
 
: ''Hauptartikel: [[Benediktinenstift Nonnberg]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Benediktinenstift Nonnberg]]''
Um [[715]] gründete Hruodpert (Rupert von Worms) am [[Nonnberg]] das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition. Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste Äbtissin.  
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Um [[715]] gründete Hruodpert (Rupert von Worms) am [[Nonnberg]] das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition. Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissin]].  
    
==== Bürgerspitalskirche St. Blasius ====
 
==== Bürgerspitalskirche St. Blasius ====
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==== Franziskanerkirche Zu Unserer Lieben Frau ====
 
==== Franziskanerkirche Zu Unserer Lieben Frau ====
 
: ''Hauptartikel: [[Franziskanerkirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Franziskanerkirche]]''
Die erste Kirche ist vermutlich älter als der Dombau des hl. [[Virgil]]. Sie war dabei ursprünglich Tauf- und Synodalkirche der Stadt. Zwischen [[1130]] und [[1583]] war sie zudem Klosterkirche der [[Petersfrauen]]. Von [[1189]] bis [[1635]] wurde sie Pfarrkirche der Stadt (vorher war dies die St. Michaelskirche, nachher der Dom). Eine neue Weihe der Kirche im Jahr [[1223]] lässt auf einen damals eben fertig gestellten Neubau schließen. Die heutige Kirche dürfte im Langhausbereich aber bereits ins [[12. Jahrhundert]] zurückreichen.
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Die erste Kirche ist vermutlich älter als der [[Salzburger_Dom#Virgilianische_Dom|Dombau]] des hl. [[Virgil]]. Sie war dabei ursprünglich Tauf- und Synodalkirche der Stadt. Zwischen [[1130]] und [[1583]] war sie zudem Klosterkirche der [[Petersfrauen]]. Von [[1189]] bis [[1635]] wurde sie Pfarrkirche der Stadt (vorher war dies die St. Michaelskirche, nachher der Dom). Eine neue Weihe der Kirche im Jahr [[1223]] lässt auf einen damals eben fertig gestellten Neubau schließen. Die heutige Kirche dürfte im Langhausbereich aber bereits ins [[12. Jahrhundert]] zurückreichen.
    
==== Kollegienkirche (Universitätskirche) ====
 
==== Kollegienkirche (Universitätskirche) ====
 
: ''Hauptartikel: [[Kollegienkirche]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Kollegienkirche]]''
 
[[Bild:Universitaetskirche_2.jpg|thumb|Die [[Kollegienkirche]] vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen]]
 
[[Bild:Universitaetskirche_2.jpg|thumb|Die [[Kollegienkirche]] vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen]]
Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], der „Stifter“, setzte gegen manche Widerstände den lang geplanten Kirchenbau um. Der Architekt der Kollegienkirche war Johann [[Fischer von Erlach]]. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem Salzburger Dom, ein Hauptwerk des Barockarchitekten Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang.
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Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], der „Stifter“, setzte gegen manche Widerstände den lang geplanten Kirchenbau um. Der Architekt der Kollegienkirche war Johann [[Fischer von Erlach]]. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem Salzburger Dom, ein Hauptwerk des Barockarchitekten Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang.
    
==== Kajetanerkirche St. Maximilian ====
 
==== Kajetanerkirche St. Maximilian ====
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: ''Hauptartikel: [[Ursulinenkirche St. Markus]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Ursulinenkirche St. Markus]]''
 
[[Bild:Markuskirche 1.JPG|thumb|Die Markuskirche in der Altstadt]]
 
[[Bild:Markuskirche 1.JPG|thumb|Die Markuskirche in der Altstadt]]
Dem Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein waren als Landesfürsten soziale Aufgaben stets wichtig. So berief er [[1695]] zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen]] nach Salzburg, die zuerst außerhalb der Stadt im heutigen [[Schloss Arenberg]] (früher Schloss Bürgelstein) untergebracht wurde, bald aber stadtnahe zum [[Klausentor]] hin übersiedelte. [[1699]] wurde hier daher der Grundstein für das [[Ursulinenkloster]] und die angeschlossene Kirche St. Markus gelegt.   
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Dem Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein waren als Landesfürsten soziale Aufgaben stets wichtig. So berief er [[1695]] zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen]] nach Salzburg, die zuerst außerhalb der Stadt im heutigen [[Schloss Arenberg]] (früher Schloss Bürgelstein) untergebracht wurde, bald aber stadtnahe zum [[Klausentor]] hin übersiedelte. [[1699]] wurde hier daher der Grundstein für das [[Ursulinenkloster]] und die angeschlossene Kirche St. Markus gelegt.   
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Das Kloster der Ursulinen mit seinem angeschlossenen [[Privatgymnasium St. Ursula]] wurde [[1957]] nach [[Glasenbach]] hin verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt.
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Das Kloster der Ursulinen mit seinem angeschlossenen [[Privatgymnasium St. Ursula]] wurde [[1957]] nach [[Glasenbach]] verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt.
    
=== Sehenswerte historische Profanbauten ===
 
=== Sehenswerte historische Profanbauten ===
 
==== Alte Salzburger Residenz ====
 
==== Alte Salzburger Residenz ====
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Residenz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Residenz]]''
Die ''Alte Residenz'' ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage. Sie liegt zwischen dem heutigen [[Residenzplatz]], dem [[Alter Markt|Alten Markt]], der heutigen [[Sigmund-Haffner-Gasse]] und dem [[Domplatz]]. Sie ist erstmals um [[1120]] urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten vor allem im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert]], vor allem unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.
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Die ''Alte Residenz'' ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage. Sie liegt zwischen dem heutigen [[Residenzplatz]], dem [[Alter Markt|Alten Markt]], der heutigen [[Sigmund-Haffner-Gasse]] und dem [[Domplatz]]. Sie ist erstmals um [[1120]] urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten vor allem im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert]], vor allem unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.
    
==== Neue Salzburger Residenz ====
 
==== Neue Salzburger Residenz ====
 
: ''Hauptartikel: [[Neue Residenz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Neue Residenz]]''
Die ''Neue Residenz'' errichtete Wolf Dietrich von Raitenau um [[1600]]. Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1786]] das dortige [[Zeughaus]] räumen und größtenteils zu Verwaltungsräumen umbauen. Seit 2007 befindet sich in der Neuen Residenz das [[Salzburg Museum]]. Hier ist auch das bekannte [[Panorama Museum|Sattler-Panorama]] zu bewundern, das [[Johann Michael Sattler]] mit Hilfe von [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Schindler]] (Figuren) malte.   
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Die ''Neue Residenz'' errichtete Wolf Dietrich von Raitenau um [[1600]]. Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1786]] das dortige [[Zeughaus]] räumen und größtenteils zu Verwaltungsräumen umbauen. Seit 2007 befindet sich in der Neuen Residenz das [[Salzburg Museum]]. Hier ist auch das bekannte [[Panorama Museum|Sattler-Panorama]] zu bewundern, das [[Johann Michael Sattler]] mit Hilfe von [[Friedrich Loos]] (Landschaft) und [[Johann Schindler]] (Figuren) malte.   
    
Für das [[Glockenspiel]] wurde der von Wolf Dietrich von Raitenau dem Bau vorgesetzte, ursprünglich fünfgeschossige Turm um [[1701]] aufgestockt.
 
Für das [[Glockenspiel]] wurde der von Wolf Dietrich von Raitenau dem Bau vorgesetzte, ursprünglich fünfgeschossige Turm um [[1701]] aufgestockt.
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==== Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula====
 
==== Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula====
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Universität]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Alte Universität]]''
Der äußerlich schlichte Bau der alten Universität wurde [[1618]] begonnen, als [[Markus Sittikus von Hohenems]] den Vorläufer der [[Universität]], das erste Salzburger Gymnasium gründete. Damals entstand auch die dem hl. Borromäus geweihte Kapelle des ''Saecellum''. [[1627]] begann unter der Leitung Santino Solaris der Ausbau des Gebäudes für die [[1623]] begründete neue Benediktineruniversität. Nach [[1630]] wurde der Nordflügel mit der [[Große Aula|Großen Aula]] erbaut, [[1652]] bis [[1655]] der Bau des Südflügels.
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Der äußerlich schlichte Bau der alten Universität wurde [[1618]] begonnen, als [[Markus Sittikus von Hohenems]] den Vorläufer der [[Universität]], das erste Salzburger [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Benediktinergymnasium]] gründete. Damals entstand auch die dem hl. Borromäus geweihte Kapelle des ''Saecellum''. [[1627]] begann unter der Leitung Santino Solaris der Ausbau des Gebäudes für die [[1623]] begründete neue Benediktineruniversität. Nach [[1630]] wurde der Nordflügel mit der [[Große Aula|Großen Aula]] erbaut, [[1652]] bis [[1655]] der Bau des Südflügels.
    
==== Rathaus ====
 
==== Rathaus ====
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Rathaus]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Rathaus]]''
Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit [[Rokoko]]<nowiki>fassade</nowiki> und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im [[14. Jahrhundert]] als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der [[Keutzl]] (''Keutzlturm'') genutzt und wurde [[1407]] von der Stadtgemeinde erworben. Unter Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems von [[1616]] bis [[1618]] vollständig umgebaut. Die heutige Rokokofassade kam [[1772]] hinzu.
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Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit [[Rokoko]]<nowiki>fassade</nowiki> und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im [[14. Jahrhundert]] als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der [[Keutzl]] (''Keutzlturm'') genutzt und wurde [[1407]] von der Stadtgemeinde erworben. Unter Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems von [[1616]] bis [[1618]] vollständig umgebaut. Die heutige Rokokofassade kam [[1772]] hinzu.
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Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von [[Magistrat Salzburg|Magistratsabteilungen]] genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates der Stadt Salzburg]] finden hier im Großen Saal im zweiten Stock statt. 2011/2012 wurde es komplett renoviert.
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Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von [[Magistrat Salzburg|Magistratsabteilungen]] genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderates der Stadt Salzburg]] finden hier im großen Saal im zweiten Stock statt. 2011/2012 wurde es komplett renoviert.
    
Unmittelbar neben dem Rathaus steht das vermutlich älteste erhaltene Patrizierhaus der Stadt Salzburg - das Haus [[Kranzlmarkt]] Nr. 3.
 
Unmittelbar neben dem Rathaus steht das vermutlich älteste erhaltene Patrizierhaus der Stadt Salzburg - das Haus [[Kranzlmarkt]] Nr. 3.
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==== Hofmarstall (Festspielhaus), Felsenreitschule und Marstallschwemme ====  
 
==== Hofmarstall (Festspielhaus), Felsenreitschule und Marstallschwemme ====  
 
: ''Hauptartikel: [[Hofmarstall]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Hofmarstall]]''
Der Hofmarstall wurde in der Anlage mit seiner langgestreckten Front zur [[Hofstallgasse]] von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. [[1662]] folgte eine Erweiterung, sowie die Errichtung der [[Winterreitschule]]. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum [[Herbert-von-Karajan-Platz]] und zur [[Pferdeschwemme (Sigmundstor)|Marstallschwemme]] hin wurde nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach [[1693]]/[[1694|94]] gestaltet.  
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Der Hofmarstall wurde in der Anlage mit seiner langgestreckten Front zur [[Hofstallgasse]] von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. [[1662]] folgte eine Erweiterung, sowie die Errichtung der [[Winterreitschule]]. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum (heutigen) [[Herbert-von-Karajan-Platz]] und zur [[Pferdeschwemme (Sigmundstor)|Marstallschwemme]] hin wurde nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach [[1693]]/[[1694|94]] gestaltet.  
    
In der [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Zeit der Monarchie]] war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt. [[1925]] erfolgte der ersten Umbau zum [[Kleines Festspielhaus|Kleinen Festspielhaus]] für die [[Salzburger Festspiele]] unter Architekt [[Eduard Hütter]], [[1926]] und [[1937]]/[[1938|38]] ein weiterer Ausbau unter Architekt [[Clemens Holzmeister]]. Nach Übersiedlung des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]] in das ehemalige Ursulinenkloster ([[1956]]) kam bis [[1960]] zum Neubau des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]] nach Plänen von Clemens Holzmeister.     
 
In der [[Kaiserliches Kronland (Überblick)|Zeit der Monarchie]] war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt. [[1925]] erfolgte der ersten Umbau zum [[Kleines Festspielhaus|Kleinen Festspielhaus]] für die [[Salzburger Festspiele]] unter Architekt [[Eduard Hütter]], [[1926]] und [[1937]]/[[1938|38]] ein weiterer Ausbau unter Architekt [[Clemens Holzmeister]]. Nach Übersiedlung des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]] in das ehemalige Ursulinenkloster ([[1956]]) kam bis [[1960]] zum Neubau des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]] nach Plänen von Clemens Holzmeister.     
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Die [[Felsenreitschule]] wurde [[1693]] unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein vermutlich nach Entwürfen von Johann Bernhard Fischer von Erlach ausgestaltet. Dieser Ort dient heute als Aufführungsstätte für die Salzburger Festspiele.  
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Die [[Felsenreitschule]] wurde [[1693]] unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein vermutlich nach Entwürfen von Johann Bernhard Fischer von Erlach ausgestaltet. Dieser Ort dient heute auch als Aufführungsstätte für die [[Salzburger Festspiele]].  
    
Die ''Marstallschwemme'', bekannter unter dem Namen ''Pferdeschwemme'', wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard Fischer von Erlach konzipiert.
 
Die ''Marstallschwemme'', bekannter unter dem Namen ''Pferdeschwemme'', wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard Fischer von Erlach konzipiert.
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==== Sigmundstor (früher "Neutor" genannt) ====
 
==== Sigmundstor (früher "Neutor" genannt) ====
 
: ''Hauptartikel: [[Sigmundstor]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Sigmundstor]]''
Der erste Versuch, den Berg zu durchschneiden, [[1676]] bis [[1687]] unter Erzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]], schlug fehl. Erst [[1766]] konnte der Tunnel eröffnet werden.
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Der erste Versuch, den Berg zu durchschneiden, [[1676]] bis [[1687]] unter Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg]], schlug fehl. Erst [[1766]] konnte der Tunnel eröffnet werden.
    
==== Reste alter Wehranlagen abseits der Festung ====
 
==== Reste alter Wehranlagen abseits der Festung ====
 
: ''Hauptartikel: [[Stadtbefestigungen]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Stadtbefestigungen]]''
Aus der Zeit der '''1. Stadtbefestigung''' (um [[1280]]) stammen:
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Aus der Zeit der '''ersten Stadtbefestigung''' (um [[1280]]) stammen:
 
* Stadtmauerreste in Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus]]es)   
 
* Stadtmauerreste in Altstadthäusern (nicht zugänglich; etwa im Keller des [[Rathaus]]es)   
 
* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]) und der [[Lambergturm]] am [[Mönchsberg]] (beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg ([[Richterhöhe]]).
 
* Der ''Rote Turm'' (heute [[Freyschlösschen]]) und der [[Lambergturm]] am [[Mönchsberg]] (beide heute stark verändert) und weitere Wehrtürme auf dem Mönchsberg ([[Richterhöhe]]).
 
* Wehrmauern beim Benediktinenstift Nonnberg und das [[Salzburger Stadttore|Stadttor]] [[Nonnbergtor]]  
 
* Wehrmauern beim Benediktinenstift Nonnberg und das [[Salzburger Stadttore|Stadttor]] [[Nonnbergtor]]  
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Aus der Zeit der '''2. Stadtbefestigung''' (etwa [[1470]] - [[1490]]) stammen:
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Aus der Zeit der '''zweiten Stadtbefestigung''' (etwa [[1470]] - [[1490]]) stammen:
 
* Die [[Bürgerwehr]] am Mönchsberg, ein achttürmiger Stadtmauerteil mit doppeltem Mauerzug samt aufgesetzten Wehrgängen (über Sigmundstor), [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt
 
* Die [[Bürgerwehr]] am Mönchsberg, ein achttürmiger Stadtmauerteil mit doppeltem Mauerzug samt aufgesetzten Wehrgängen (über Sigmundstor), [[2005]]/[[2006]] fanden erste Restaurierungsarbeiten unter Leitung von Ing. [[Rüdiger Schobersberger]] statt
 
* Die Reste des [[Erentrudistor]]es im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14 (heute Landeskindergarten)
 
* Die Reste des [[Erentrudistor]]es im Keller des Hauses [[Schanzlgasse]] 14 (heute Landeskindergarten)
 
   
 
   
Aus der Zeit der '''3. Stadtbefestigung''' (um [[1620]] bis[[1648]], der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] stammen:
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Aus der Zeit der '''dritte Stadtbefestigung''' (um [[1620]] bis[[1648]], der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] stammen:
 
* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte]] und [[Monikapforte]] und nächstgelegen dem Gstätten-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]). Der vordere Wehrgraben ist heute zugeschüttet und durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt.   
 
* [[Müllner Schanze]] als dreistufige Wehranlage mit [[Augustinerpforte]] und [[Monikapforte]] und nächstgelegen dem Gstätten-Kavalier ([[Humboldtterrasse]]). Der vordere Wehrgraben ist heute zugeschüttet und durch einen serpentinenartigen Straßenneubau stark beeinträchtigt.   
 
* durchgehender Wehrmauernzug und skarpierte Felsen des Mönchsbergs (in der ersten Anlage älter) mit Wehrtürmen des Lodronschen Zwingers der heutigen [[Richterhöhe]]     
 
* durchgehender Wehrmauernzug und skarpierte Felsen des Mönchsbergs (in der ersten Anlage älter) mit Wehrtürmen des Lodronschen Zwingers der heutigen [[Richterhöhe]]     
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=== Waagplatz ===
 
=== Waagplatz ===
 
: ''Hauptartikel: [[Waagplatz]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Waagplatz]]''
Der im Nordwesten an den Mozartplatz angrenzende kleine Waagplatz ist ein unregelmäßiger Platz, der ursprünglich als ältester [[Salzburger Märkte|Marktplatz]] und Gerichtsplatz diente. Hier befand sich die [[Stadttrinkstube]], die [[Schranne]] und die [[Pfalz]].
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Der im Nordwesten an den Mozartplatz angrenzende kleine Waagplatz ist ein unregelmäßiger Platz, der ursprünglich als ältester [[Salzburger Märkte|Marktplatz]] und Gerichtsplatz diente. Hier befanden sich die [[Stadttrinkstube]], die [[Schranne]] und die [[Pfalz]].
    
=== Getreidegasse ===
 
=== Getreidegasse ===
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== Literatur und Quellen ==
 
== Literatur und Quellen ==
*Lieselotte v. Eltz-Hoffmann; ''Salzburger Brunnen'', Verlag der Schriftenreihe "Kulturgut der Heimat", Stadtverein Salzburg, Salzburg, 1979  
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* Eltz-Hoffmann, Lieselotte v.: ''Salzburger Brunnen'', Verlag der Schriftenreihe "Kulturgut der Heimat", [[Stadtverein Salzburg]], Salzburg, 1979  
*Lieselotte v. Eltz-Hoffmann; ''Die Kirchen Salzburgs'', [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg, 1993, ISBN 3-7025-0308-0  
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* Eltz-Hoffmann, Lieselotte v.: ''Die Kirchen Salzburgs'', [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg, 1993, ISBN 3-7025-0308-0  
*[[Heinz Dopsch]], Robert Hoffmann ''[[Geschichte der Stadt Salzburg]]'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 1976, ISBN 3-7025-0340-4
+
*[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]];  [[Robert Hoffmann|Hoffmann, Robert]]: ''[[Geschichte der Stadt Salzburg]]'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 1976, ISBN 3-7025-0340-4
*Monikas Oberhammer ''Pustets Klosterführer'', Verlag Anton Pustet  Salzburg, 1998, ISBN 3-7025-0374-9
+
* [[Monika Oberhammer|Oberhammer, Monikas]]: ''Pustets Klosterführer'', Verlag Anton Pustet  Salzburg, 1998, ISBN 3-7025-0374-9
*Bernd Euler, Ronald Gobiet, Horst Huber: ''Dehio Salzburg'' - Stadt und Land, Verlag Anton Schroll & Co Wien, Wien, 1986, ISBN 3-7031-0599-2
+
* [[Bernd Euler|Euler, Bernd]]; [[Ronald Gobiet|Gobiet, Ronald]]; [[Horst Huber|Huber, Horst]]: ''Dehio Salzburg'' - Stadt und Land, Verlag Anton Schroll & Co Wien, Wien, 1986, ISBN 3-7031-0599-2
    
==Weblinks==
 
==Weblinks==

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