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[[Datei:Gamsgrubenweg innen.jpg|thumb|Blick in den Gamsgrubentunnel]]
[[Datei:Gamsgrubenweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.JPG|thumb| der Gamsgrubenweg beginnt auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] links des Besucherzentrums]]
[[Datei:Gamsgrubenweg_15.jpg|thumb|am Gamsgrubenweg]]
[[Datei:Gamsgrubenweg_14.jpg|thumb|am Gamsgrubenweg, der Pfeil markiert die [[Oberwalder Hütte]]]]
[[Datei:Gamsgrubenweg_05.jpg|thumb|im Gamsgrubentunnel]]
[[Datei:Gamsgrubenweg-Klaus_Dapra.jpg|thumb|Schautafeln entlang des Gamsgrubenwegs informieren die Besucher über Natur und die Berge]]
[[Datei:Gamsgrubenweg_2014.jpg|thumb|left| Wiedereröffnung am 4. Juli 2014]]
Der '''Gamsgrubenweg''' ist ein Wanderweg bei der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] am Endpunkt der [[Großglockner Hochalpenstraße]].
== Allgemeines==
Der wohl eindrucksvollste Wanderweg an der Großglockner Hochalpenstraße im [[Nationalpark Hohe Tauern]] ist der Naturlehr- und Sagenweg Gamsgrube auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Nach umfangreichen Felssicherungsarbeiten, die bereits im Spätherbst 2013 begonnen hatten, ist dieser Panoramaweg seit Anfang Juli 2014 wieder frei und sicher begehbar.
Dieser bequeme, breite und ohne wesentliche Steigungen (der Höhenunterschied beträgt 200 Meter) Panoramaweg verläuft oberhalb des imposanten Gletscherstromes der [[Pasterze]], genau gegenüber des alles überragenden [[Großglockner]]s.
Am Ende des Weges, nach knapp einer Stunde Wanderung, kann man eine außerordentliche Rarität in den Alpen bestaunen: Gigantische [[Gletscherschliff]]e. Das sind auffallend glatte Felsen, die der mittlerweile abgeschmolzene Gletscher einst regelrecht poliert hatte. Denn ein Kubikmeter Eis wiegt fast eine Tonne. Ein langsam gleitender Gletscher von zehn Meter Dicke fräst somit den Fels mit fast zehn Tonnen Gewicht je Quadratmeter ab.
Unterhalb des Gamsgrubenweges fällt eine eigenartige Linie auf. Oberhalb Bewuchs mit Gras und Blumen, unterhalb nichts als glatter Fels. Diese Linie markiert den Höchststand der Pasterze um 1856, als Kaiser [[Franz Joseph I.]] bis zu der nach ihm benannten Höhe aufgestiegen ist.
===Bergkristall, ewiges Eis und verschwundene Hochalm ===
Neben dem Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe beginnt der Weg, der zunächst durch sechs Tunnels führt. Im längsten von ihnen, dem Gamsgrubentunnel, taucht der Wanderer in die geheimnisvolle Welt der Sagen rund um die Entstehung der Pasterze ein. Sie erzählt von einem Ereignis in längst vergangener Zeit, wo am Frauentag ein großer Jahrmarkt mit einer Feldmesse abgehalten wurde und durch den Übermut einiger wohlhabenden Bauern das Schicksal gnadenlos seinen Lauf nahm. Auf einer Länge von 650 m hat die Kärntner Designerin Michaela Fink Installationen aus Stein, Licht, Ton und Malerei errichtet. Bei sieben interaktiven Stationen wird der Besucher eingeladen, die mystische Welt des Berges zu erleben. Am Ende der sagenhaften Reise durch den Tunnel der Vergangenheit wird er mit einem grandiosen Blick auf die Pasterze und den Großglockner belohnt.
Der Wanderer sieht nun Firndome und Gletscherbrüche, an den Berghängen Felsgrate, tief unten den Pasterzengletscher und gegenüber Österreichs höchsten Gipfel, den Großglockner. Blickt er nach vorne, so sieht er den 3 453 [[m ü. A.|Meter]] hohen [[Johannisberg]], der sich auf der Grenze [[Osttirol]]-[[Kärnten]] befindet. Vorbei am Sonderschutzgebiet Gamsgrube, Lebensraum für einige der seltensten Pflanzen in ganz Europa, wird zuletzt sogar der Rand des ewigen Eises, das Wasserfallwinkel Kees erreicht.
==Gamsgrubenweg führt auch zur Oberwalder Hütte ==
Manche schaffen es bis zum Hochalpinzentrum [[Oberwalder Hütte]], das über den bestens markierten alpinen Steig Gamsgrubenweg inklusive kurzem Gletscherübergang in rund 2,5 Stunden auch für Gäste mit weniger alpiner Erfahrung zu erreichen ist (vom Wasserfallwinkel etwa 400 Höhenmeter). Der Wirt der Oberwalder Hütte, Wolfgang Hackl, freut sich bis zu 120 Besucher zu bewirten und zu beherbergen. Auch [[Sepp Forcher]] arbeitete schon vor über 60 Jahren als Lastenträger auf der Oberwalder Hütte und hat dort nicht nur die Großglockner Hochalpenstraße („meine Traumstraße“) sondern auch seine Ehefrau „Heli“ kennen und lieben gelernt.
== Juli 2014: Gamsgrubenweg wieder sicher begehbar ==
Die Arbeiten zur Steinschlag-Schutzverbauung der sechs Gamsgrubentunnel am Gamsgrubenweg auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wurden Ende Juni 2014, gut einen Monat früher als geplant abgeschlossen. Schon seit dem Jahr 2003 führt der erste Abschnitt des Weges aufgrund der hohen Steinschlaggefahr durch sechs Tunnels. 2013/14 kam eine weitere Schutzverbauung hinzu.
„''Nun haben wir um knapp 900.000 € auch die Tunnelausgänge überbauen lassen - damit sind die sensationellen Ausblicke für die nächsten Jahre im wahrsten Wortsinn wieder „gesichert“!''“ meinte Dr. [[Johannes Hörl]], Vorstand der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]], bei der Wiederöffnung des Weges Anfang Juli 2014.
Die Gesamtkosten von knapp drei Millionen Euro wurden verteilt über einen Zeitraum von 12 Jahren vom Land Kärnten, dem [[Oesterreichischer Alpenverein|Oesterreichischen Alpenverein]] (OEAV) und der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) getragen. Der Gamsgrubenweg wurde 2011 vom „E.C.O. Institut für Ökologie“ als Themenweg des Jahres ausgezeichnet.
==Infos zur Wanderung ==
:Ausgangspunkt: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2&nbps;362 m ü. A.) an der Großglockner-Hochalpenstraße
:Gehzeit: drei bis vier Stunden (hin und retour)
:Höhendifferenz: ca. 200 m
:Schwierigkeit: leichte Wanderung im hochalpinen Gelände
:Charakteristik: Breiter, nahezu ebener Weg
:Familientauglicher Wanderweg
:Beste Jahreszeit: Juli - Oktober
Vom Anfang Juli bis Anfang September wird täglich eine kostenlose, geführte Wanderung am Gamsgrubenweg mit Nationalpark-Rangern angeboten. Treffpunkt: 11.00 Uhr, Informationsstelle im Besucherzentrum an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.
== Bildergalerie ==
'''Bilder von den Sicherungsarbeiten 2013/14'''
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Datei:Gamsgrubenweg_01.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_02.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_03.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_11.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_12.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_06.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_07.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_09.jpg|Herbst 2013
Datei:Gamsgrubenweg_17.jpg|Frühjahr 2014
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== Quellen ==
* Presseaussendung GROHAG 4. Juni 2014, sowie Informationen auf deren Homepage
* [http://www.nationalpark-hohetauern.at/de/Articles/View/368 www.nationalpark-hohetauern.at]
[[Kategorie:Großglockner]]
[[Kategorie:Kärnten]]
[[Kategorie:Hohe Tauern]]
[[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]]
[[Kategorie:Wandern]]
[[Kategorie:Ausflugsziel]]