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Werden daher keine entsprechenden Maßnahmen gesetzt, kommt es zur genetischen Verarmung der Wildtierpopulationen, da die dafür notwendigen Wanderungen und damit der genetische Austausch verunmöglicht werden. Wanderungsmöglichkeiten sind sowohl kleinräumig als auch großräumig, das heißt regional, überregional, länderübergreifend und für ganz Europa relevant.
 
Werden daher keine entsprechenden Maßnahmen gesetzt, kommt es zur genetischen Verarmung der Wildtierpopulationen, da die dafür notwendigen Wanderungen und damit der genetische Austausch verunmöglicht werden. Wanderungsmöglichkeiten sind sowohl kleinräumig als auch großräumig, das heißt regional, überregional, länderübergreifend und für ganz Europa relevant.
 
==Entscheidungs- und Handlungsebenen==
 
==Entscheidungs- und Handlungsebenen==
Für die anzustrebende Absicherung, bzw. Wiederherstellung der Lebensraumvernetzung sind daher gesetzliche Maßnahmen auf Europäischer Ebene, deren koordinierte länderübergreifende Umsetzung auf Ebene der Nationalstaaten, auf Länderebene und auf Gemeindeebene erforderlich. Bleiben Erstere in der Bevölkerung oft unbemerkt, lösen Letztere Verunsicherung und Debatten aus, wie derzeit – im Sommer 2014 - im [[Oberpinzgau]], weil sie vermeintlich die Rechte der Grundbesitzer betreffen und Einschränkungen ihrer Verfügungsgewalt befürchtet werden.
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Für die anzustrebende Absicherung, bzw. Wiederherstellung der Lebensraumvernetzung sind daher gesetzliche Maßnahmen auf Europäischer Ebene, deren koordinierte länderübergreifende Umsetzung auf Ebene der Nationalstaaten, auf Länderebene und auf Gemeindeebene erforderlich. Bleiben Erstere in der Bevölkerung oft unbemerkt, lösen Letztere Verunsicherung und Debatten aus, wie derzeit – im Sommer 2014 - im [[Oberpinzgau]], weil sie vermeintlich die Rechte der Grundbesitzer betreffen und von diesen Einschränkungen der Verfügungsgewalt über ihren Grund und Boden befürchtet werden.
 
   
 
   
Zusätzlich zu dieser Entscheidungs- und Handlungshierarchie besteht durch die betroffenen, auf unterschiedliche Ministerien und Behörden verteilten Kompetenzbereiche ein hoher Koordinations- und Vernetzungsbedarf. Denn was nützt es, wenn eine Autobahn (Bundeskompetenz, bzw. ASFINAG) mit einer teuer errichteten Wildpassage versehen und eine der daran anschließenden Grünzonen durch die nachfolgende Widmung eines Betriebsansiedlungsgebietes (Gemeindekompetenz) in ihrer Funktion als Grünzonenkorridor vernichtet wird.  
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Zusätzlich zu dieser Entscheidungs- und Handlungshierarchie besteht durch die betroffenen, auf unterschiedliche Ministerien und Behörden verteilten Kompetenzbereiche ein hoher Koordinations- und Vernetzungsbedarf. Denn was nützt es, wenn eine Autobahn (Bundeskompetenz, bzw. ASFINAG) mit einer teuer errichteten Wildpassage versehen und eine der daran anschließenden Grünzonen durch die nachfolgende Widmung eines Betriebsansiedlungsgebietes (Gemeindekompetenz) in ihrer Funktion als Grünzonenkorridor vernichtet wird.
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==Grünraumverbindungen als Pinzgauer Entwicklungsziel==
 
==Grünraumverbindungen als Pinzgauer Entwicklungsziel==
 
Haupttäler in den [[Alpen]] zählen zu jenen Gebieten, die durch wachsende Siedlungen, durch Widmung von Betriebsgebieten und durch den Ausbau des übergeordneten Verkehrsnetzes aufgrund der geografischen Gegebenheiten in besonderer Weise eine Verinselung der Lebensräume von Wildtieren bewirkt. Das Land Salzburg zählt andererseits nicht zu jenen Bundesländern, in denen die Verantwortlichen diesem lange bekannten Trend frühzeitig entgegen gewirkt haben. Erst am [[1. August]] [[2013]] wurden Grünzonenkorridore für die Aufnahme in das Regionalprogramm des [[Pinzgau]]s von der [[Salzburger Raumplanung]] vorgeschlagen  und noch im gleichen Jahr stimmten die Bürgermeister des [[Oberpinzgau]]s der Aufnahme der vorgeschlagenen 56 Grünkorridore in das Regionalprogramm Pinzgau zu. Seither sind die damals noch 56 für notwendig erachteten Grünzonenkorridore – wohl nicht ohne Interventionen und Zutun betroffener Interessenten - auf heute (im Juli 2014) 30 geschrumpft. Das entspricht einer Reduktion von annähernd  50 % der ursprünglich von allen befassten Seiten für sinnvoll angesehenen Korridore.
 
Haupttäler in den [[Alpen]] zählen zu jenen Gebieten, die durch wachsende Siedlungen, durch Widmung von Betriebsgebieten und durch den Ausbau des übergeordneten Verkehrsnetzes aufgrund der geografischen Gegebenheiten in besonderer Weise eine Verinselung der Lebensräume von Wildtieren bewirkt. Das Land Salzburg zählt andererseits nicht zu jenen Bundesländern, in denen die Verantwortlichen diesem lange bekannten Trend frühzeitig entgegen gewirkt haben. Erst am [[1. August]] [[2013]] wurden Grünzonenkorridore für die Aufnahme in das Regionalprogramm des [[Pinzgau]]s von der [[Salzburger Raumplanung]] vorgeschlagen  und noch im gleichen Jahr stimmten die Bürgermeister des [[Oberpinzgau]]s der Aufnahme der vorgeschlagenen 56 Grünkorridore in das Regionalprogramm Pinzgau zu. Seither sind die damals noch 56 für notwendig erachteten Grünzonenkorridore – wohl nicht ohne Interventionen und Zutun betroffener Interessenten - auf heute (im Juli 2014) 30 geschrumpft. Das entspricht einer Reduktion von annähernd  50 % der ursprünglich von allen befassten Seiten für sinnvoll angesehenen Korridore.
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