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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Der am Sandhof im Südtiroler Dorf St. Leonhard in Passeier geborene Andreas Hofer war der Sohn der Wirtsleute das Gasthofes "Am Sand" an der Jaufenstraße in Passeier, die bereits relativ früh verstarben. So war Andreas Hofer im Alter von sieben Jahren bereits elternlos und wurde von seiner Stiefmutter erzogen, die das Wirtshaus mit nicht sehr viel Geschick führte. | + | Der am Sandhof im Südtiroler Dorf St. Leonhard in Passeier geborene Andreas Hofer war der Sohn der Wirtsleute das Gasthofes "Am Sand" an der Jaufenstraße in Passeier, die bereits früh verstarben, die Mutter 1870, der Vater 1774. So waren Andreas Hofer und seine drei Schwestern aus der ersten Ehe des Vaters bereits früh elternlos und wurden von der Stiefmutter erzogen, die das Wirtshaus mit nicht sehr viel Geschick führte. |
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| − | Andreas ''"Anderl"'' Hofer besuchte die Schule, wie es die damals junge Schulreform von Landesfürstin [[Maria Theresia]] verlangte. Seine ersten Lehrer waren Priester. Doch konnte er auch in seinen späten Jahren nur nach der Mundart schreiben. | + | Andreas ''"Anderl"'' Hofer besuchte die Schule, wie es die damals junge Schulreform vom 6.Dezember 1774 der Königin [[Maria Theresia]] verlangte. Seine ersten Lehrer waren Priester. Doch konnte er auch in seinen späten Jahren nur nach der Mundart schreiben. |
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| | Besonders der Glaube war in Südtirol ein fester Teil des Lebens und die Kirche hatte ihren natürlichen Platz in der Welt der heranwachsenden Menschen. Auch die Gottergebenheit Hofers stellt eine besondere Eigenschaft dar. Hofer vertraute und gehorchte Bischöfen und Priestern mehr, als dem von ihm trotzdem hochgeschätzten Kaiser in Wien. Auch die kurze Regierungszeit Hofers in Innsbruck war eine von tiefer Religiosität geprägte Zeit. Jeden Tag begann Hofer sein Tagwerk mit einer heiligen Messe und am Abend wurde in der Hofburg der Rosenkranz gebetet, auch wurden alle militärischen Aktionen mit einer heiligen Messe begonnen. | | Besonders der Glaube war in Südtirol ein fester Teil des Lebens und die Kirche hatte ihren natürlichen Platz in der Welt der heranwachsenden Menschen. Auch die Gottergebenheit Hofers stellt eine besondere Eigenschaft dar. Hofer vertraute und gehorchte Bischöfen und Priestern mehr, als dem von ihm trotzdem hochgeschätzten Kaiser in Wien. Auch die kurze Regierungszeit Hofers in Innsbruck war eine von tiefer Religiosität geprägte Zeit. Jeden Tag begann Hofer sein Tagwerk mit einer heiligen Messe und am Abend wurde in der Hofburg der Rosenkranz gebetet, auch wurden alle militärischen Aktionen mit einer heiligen Messe begonnen. |
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| | Als Andreas Hofer in seinen Lehrjahren war, ging er mit einem guten Freund, es war ein Weinhändler wie Hofer selbst, auf Reisen und durchquerte viele Gebiete, wie zum Beispiel [[Nordtirol]], Südtirol und [[Osttirol]], [[Trentino|Welschtirol]] und Oberitalien. Bei diesen Reisen gewann er viele neue freundschaftliche Kontakte und auch Sprachkenntnisse, da er auch italienisch sprechende Gebiete bereiste. | | Als Andreas Hofer in seinen Lehrjahren war, ging er mit einem guten Freund, es war ein Weinhändler wie Hofer selbst, auf Reisen und durchquerte viele Gebiete, wie zum Beispiel [[Nordtirol]], Südtirol und [[Osttirol]], [[Trentino|Welschtirol]] und Oberitalien. Bei diesen Reisen gewann er viele neue freundschaftliche Kontakte und auch Sprachkenntnisse, da er auch italienisch sprechende Gebiete bereiste. |
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| − | Nachdem Andreas Hofer volljährig wurde, übernahm er den elterlichen Sandhof und tilgte die Schulden, die seine Stiefmutter gemacht hatte. Er ehelichte Anna Ladurner, welche die Tochter eines eher reicheren Bauers aus dem Dorf Algund in der Nähe von Meran war.
| + | Mit 22 Jahren übernahm er 1789 den elterlichen Sandhof und tilgte die Schulden, die seine Stiefmutter gemacht hatte. Im gleichen Jahr ehelichte er die um zwei Jahre ältere Anna Ladurner, welche die Tochter des Plonerhofbesitzers Peter Ladurner aus Algund in der Nähe von Meran war. |
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| | == Politische Karriere == | | == Politische Karriere == |