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Nicht genug dem Leid der Mühldorfer. Da die Mühldorfer lieber eine freie Stadt werden wollten, um von ständigen Kämpfen anderen Herrscher verschont zu bleiben, leisteten sie [[1331]]  sogar bewaffneten Widerstand gegen den Erzbischof, welcher aber aufgrund der Übermacht der Salzburger im Keim erstickt wurde.  
 
Nicht genug dem Leid der Mühldorfer. Da die Mühldorfer lieber eine freie Stadt werden wollten, um von ständigen Kämpfen anderen Herrscher verschont zu bleiben, leisteten sie [[1331]]  sogar bewaffneten Widerstand gegen den Erzbischof, welcher aber aufgrund der Übermacht der Salzburger im Keim erstickt wurde.  
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Mühldorf baute weiter fleißig an seinen Verteidigungsanlagen, denn sie hatten Angst vor den Bayern. Schließlich lag es als Enklave der Salzburger umgeben im bayerischen Feindesland. Bis [[1348]]  andere Sorgen die Bevölkerung quälten:  der Schwarze Tod, die Pest, forderte fast 1400 Todesopfer.
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Mühldorf baute weiter fleißig an seinen Verteidigungsanlagen, denn sie hatten Angst vor den Bayern. Schließlich lag es als Exklave von Salzburg im bayerischen Feindesland. Bis [[1348]]  andere Sorgen die Bevölkerung quälten:  der Schwarze Tod, die Pest, forderte fast 1400 Todesopfer.
    
Wie wichtig die Befestigungsanlagen für Mühldorf am Inn waren, zeigte sich knapp dreißig Jahre später. Beim Erbstreit um das Land Tirol stellte sich der Salzburger Erzbischof auf die Seite Rudolfs IV. von Österreich, was dessen Kontrahenten Stephan II. von Bayern dazu veranlasste, Salzburger Gebiete anzugreifen, darunter auch Mühldorf. Am [[3. Juni]] [[1364]] begann er mit seiner 3000 Mann starken Streitmacht, die Stadt zu belagern, wobei er bereits primitive Feuerwaffen benutzte. Mit nur 15 Salzburger Soldaten war die Mühldorfer Bevölkerung in dieser Situation nahezu auf sich allein gestellt.  Allerdings waren die Bewohner von Mühldorf schon seit dem 13. Jahrhundert verpflichtet, sich mit Waffen und Rüstungen zu versehen, um die Stadt im Notfall selbst verteidigen zu können. Nachdem Mühldorf über Monate den Angreifern trotzte, entschlossen sich die österreichischen Verbündeten, Truppen zu schicken und die Bayern zurückzuschlagen.  
 
Wie wichtig die Befestigungsanlagen für Mühldorf am Inn waren, zeigte sich knapp dreißig Jahre später. Beim Erbstreit um das Land Tirol stellte sich der Salzburger Erzbischof auf die Seite Rudolfs IV. von Österreich, was dessen Kontrahenten Stephan II. von Bayern dazu veranlasste, Salzburger Gebiete anzugreifen, darunter auch Mühldorf. Am [[3. Juni]] [[1364]] begann er mit seiner 3000 Mann starken Streitmacht, die Stadt zu belagern, wobei er bereits primitive Feuerwaffen benutzte. Mit nur 15 Salzburger Soldaten war die Mühldorfer Bevölkerung in dieser Situation nahezu auf sich allein gestellt.  Allerdings waren die Bewohner von Mühldorf schon seit dem 13. Jahrhundert verpflichtet, sich mit Waffen und Rüstungen zu versehen, um die Stadt im Notfall selbst verteidigen zu können. Nachdem Mühldorf über Monate den Angreifern trotzte, entschlossen sich die österreichischen Verbündeten, Truppen zu schicken und die Bayern zurückzuschlagen.  

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