| − | Matthias Hauser († [[8. März]] [[2013]]), er war selbst geistig beeinträchtigt und seit 2001 Klient der Lebenshilfe, lebte im [[Seniorenwohnhaus St. Rupert]] in [[Straßwalchen]]. Sein innigster Wunsch war es, wieder auf dem Hof seiner verstorbenen Eltern zu wohnen. Gemeinsam mit seinem Sachwalter und auf eigene Kosten sanierte er das Untergeschoß als Wohnbereich. Die [[Landeshauptmannschaft Salzburg]], die Lebenshilfe Salzburg und Förderer übernahmen die Adaptierung der Räume im Obergeschoß, wo ein Aufenthaltsraum, eine Küche und Sanitärräume entstanden. Insgesamt wurden € 120.000.-- investiert. Dann sanierte man den Stall, der alten Backofen renoviert und der Vorplatz befestigt. In diese Arbeiten flossen weitere € 65.000.-- Euro. Die Lebenshilfe Salzburg erhielt einen Bestandsvertrag<ref>siehe [http://www.jus24.at/a/was-ist-ein-bestandvertrag Bestandsvertrag]</ref>. | + | Matthias Hauser († [[8. März]] [[2013]]), der Erbe des Seppenguts, war selbst geistig beeinträchtigt und seit 2001 Klient der Lebenshilfe. Er lebte im [[Seniorenwohnhaus St. Rupert]] in [[Straßwalchen]], sein Wunsch war es jedoch, wieder auf dem Hof seiner verstorbenen Eltern zu wohnen. Gemeinsam mit seinem [[Sachwalter]] und auf eigene Kosten sanierte er deswegen das Untergeschoß als Wohnbereich. Die [[Landeshauptmannschaft Salzburg]], die [[Lebenshilfe Salzburg]] und Förderer übernahmen die Adaptierung der Räume im Obergeschoß, wo ein Aufenthaltsraum, eine Küche und Sanitärräume entstanden. Insgesamt wurden € 120.000 investiert. Dann sanierte man den Stall, renovierte den alten Backofen und befestigte den Vorplatz. In diese Arbeiten flossen weitere € 65.000. Die Lebenshilfe Salzburg erhielt daraufhin einen Bestandsvertrag<ref>siehe [http://www.jus24.at/a/was-ist-ein-bestandvertrag Bestandsvertrag]</ref>. |
| − | Der Bauernhof wurde in Folge von insgesamt 14 Klienten der Lebenshilfe-Werkstätte [[Steindorf (Straßwalchen)|Steindorf]] benützt. Und er beherbergt seit Februar 2010 einen haus- und landwirtschaftlichen Betrieb mit beeinträchtigten Personen von der Lebenshilfe. Zur Zeit (Mai 2014) leben elf Personen am Hof. | + | Der Bauernhof wurde in Folge von insgesamt 14 Klienten der Lebenshilfe-Werkstätte [[Steindorf (Straßwalchen)|Steindorf]] benützt und beherbergt seit Februar 2010 einen haus- und landwirtschaftlichen Betrieb mit und für beeinträchtigte Personen der [[Lebenshilfe Salzburg]]. Zur Zeit (Mai 2014) leben elf Personen am Hof. |
| − | Der Wunsch von Matthias Hauser, am Hof seine letzte Ruhe zu finden, konnte ihm erfüllt werden. Er ist in einer Urne in der Seppengut-Kapelle begraben. Hauser hatte in der Reaktivierung seines elterlichen Hofes eine neue, wenn auch nur kurze, Lebensaufgabe gefunden und weitere Menschen mit geistiger Behinderung dafür begeistern können. Er hatte mit diesem Projekt aufgezeigt, dass Menschen mit geistiger Behinderung durchaus eine Bereicherung für die Gesellschaft sind, Leistung erbringen können und Menschen wieder eine Aufgabe in ihrem Leben bieten kann. Es war wohl auch der Wille Hausers, dass dieses, sein Projekt, nach seinem Tode weitergeführt wird<ref>Betreuer Gustav Eppenschwandtner in einer Präsentation vor dem Sozial-, Bildungs- und Generationenausschuss der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee am 14. Mai 2014 bei einer öffentlichen Sitzung</ref>. | + | Der Wunsch von Matthias Hauser, am Hof seine letzte Ruhe zu finden, konnte ihm erfüllt werden, er ist in einer Urne in der Seppengut-Kapelle begraben. Hauser hat in der Reaktivierung seines elterlichen Hofes eine neue, wenn auch nur kurze, Lebensaufgabe gefunden und weitere Menschen mit geistiger Behinderung dafür begeistern können. Er hat mit diesem Projekt aufgezeigt, dass Menschen mit geistiger Behinderung eine Bereicherung für die Gesellschaft sind, Leistung erbringen und sie so wieder eine Aufgabe in ihrem Leben haben. Es war wohl auch der Wille Hausers, dass sein Projekt auch nach seinem Tode weitergeführt wird<ref>Betreuer Gustav Eppenschwandtner in einer Präsentation vor dem Sozial-, Bildungs- und Generationenausschuss der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee am 14. Mai 2014 bei einer öffentlichen Sitzung</ref>. |