| | [[Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen]] lebte in [[Hallein]] und stellte zeitlebens eine bedeutende ornithologische Sammlung zusammen. Tschusi sammelte in seinem Leben mehr als 10 000 Exponate, die sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien, in der Zoologischen Staatssammlung München und im [[Haus der Natur]] in [[Salzburg]] befinden. Tschusi war auch ein eifriger und angesehener Fachschriftsteller. Er veröffentlichte mehr als 700 Arbeiten und übte auf die Entwicklung der Ornithologie in Österreich-Ungarn großen Einfluss aus. | | [[Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen]] lebte in [[Hallein]] und stellte zeitlebens eine bedeutende ornithologische Sammlung zusammen. Tschusi sammelte in seinem Leben mehr als 10 000 Exponate, die sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien, in der Zoologischen Staatssammlung München und im [[Haus der Natur]] in [[Salzburg]] befinden. Tschusi war auch ein eifriger und angesehener Fachschriftsteller. Er veröffentlichte mehr als 700 Arbeiten und übte auf die Entwicklung der Ornithologie in Österreich-Ungarn großen Einfluss aus. |
| | =====Paul Eduard Tratz, Salzburg===== | | =====Paul Eduard Tratz, Salzburg===== |
| − | [[Paul Eduard Tratz]] verbrachte bereits [[1912]] einige Studienmonate in der Königlichen Biologischen Anstalt auf Helgoland, denen mehrmonatige Forschungsarbeiten auf der Insel Brioni an der Adriatischen Küste folgten. Er gründete im Mai [[1913]] die [[Ornithologische Station Salzburg|Ornithologischen Station Salzburg]] in der [[Augustinergasse]] 14 und begann schon damals mit der [[Vogelberingung]] mittels kostenloser Abgabe eigener Ringe mit Aufschrift >Ornith. Station Salzburg< an Jäger, Jagdherren, Lehrer usw. (im Jahr 2017 waren bereits über 3 000 Vögel beringt und es lagen bereits zahlreiche Fundmeldungen vor). Weiters legte er eine paläarktische Vogelbälgesammlung, eine anatomisch-osteologischen Sammlung, eine Vogeleier-Sammlung, eine biologische Sammlung und eine Nester-Sammlung an. Er begann auch mit der Errichtung einer Vogelschutz-Abteilung und einer Fachbibliothek. [[1924]] folgte die Gründung des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]], dessen Leitung er bis [[1945]], sowie von [[1949]] bis 1976 innehatte. | + | [[Paul Eduard Tratz]] verbrachte bereits [[1912]] einige Studienmonate in der Königlichen Biologischen Anstalt auf Helgoland, denen mehrmonatige Forschungsarbeiten auf der Insel Brioni an der Adriatischen Küste folgten. Er gründete im Mai [[1913]] die [[Ornithologische Station Salzburg|Ornithologischen Station Salzburg]] in der [[Augustinergasse]] 14 und begann schon damals mit der [[Vogelberingung]] mittels kostenloser Abgabe eigener Ringe mit Aufschrift >Ornith. Station Salzburg< an Jäger, Jagdherren, Lehrer usw. (im Jahr 2017 waren bereits über 3 000 Vögel beringt und es lagen bereits zahlreiche Fundmeldungen vor). Weiters legte er eine paläarktische Vogelbälgesammlung, eine anatomisch-osteologischen Sammlung, eine Vogeleier-Sammlung, eine biologische Sammlung und eine Nester-Sammlung an. Er begann auch mit der Errichtung einer [[Vogelschutz]]-Abteilung und einer Fachbibliothek. [[1924]] folgte die Gründung des [[Haus der Natur|Hauses der Natur]], dessen Leitung er bis [[1945]], sowie von [[1949]] bis 1976 innehatte. |
| | Seine ausgeprägte nationalsozialistische Gesinnung, die ihm lediglich von 1945 bis 1949 seine Leitungsfunktion im Haus der Natur kostete, worauf er erneut Leiter wurde und es auch bis in das Jahr 1976 blieb, führte später - über Initiative der [[Bürgerliste Salzburg]] dazu -, dass alle Hinweise auf seine Person und damit auch auf seine unbestrittenen Leistungen entfernt wurden. | | Seine ausgeprägte nationalsozialistische Gesinnung, die ihm lediglich von 1945 bis 1949 seine Leitungsfunktion im Haus der Natur kostete, worauf er erneut Leiter wurde und es auch bis in das Jahr 1976 blieb, führte später - über Initiative der [[Bürgerliste Salzburg]] dazu -, dass alle Hinweise auf seine Person und damit auch auf seine unbestrittenen Leistungen entfernt wurden. |