Änderungen

25 Bytes hinzugefügt ,  13:05, 22. Aug. 2007
Zeile 11: Zeile 11:  
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich wurde sie wegen ihres politischen Engagements von der Gestapo mehrfach verhört und bis [[1945]] weitere drei Mal inhaftiert. Als ihr Ehemann und der älteste Sohn zu Beginn des Zweiten Weltkriegs eingezogen wurden, musste sie ihrem Mann versprechen, "politisch stillzuhalten". Primocic blieb jedoch weiterhin aktiv, unterstützte Widerstandsgruppen und sammelte Geld für die Familien politisch Verfolgter. Obwohl sie für ihren beiden weiteren Kinder zu sorgen hatte, half sie dem oberösterreichischen Widerstandskämpfer Josef Plieseis und weiteren Gefangenen bei seiner Flucht aus dem KZ. Ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten begründete sie Jahre später damit, dass sie ihr Leben lang kein ruhiges Gewissen mehr haben hätte können, wenn sie einfach weggeschaut hätte, als Menschen in Not um ihre Hilfe baten. ''"Man muss anfangen, wenn Unrecht geschieht, denn nach dem Unrecht kommt die Gewalt".''  
 
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich wurde sie wegen ihres politischen Engagements von der Gestapo mehrfach verhört und bis [[1945]] weitere drei Mal inhaftiert. Als ihr Ehemann und der älteste Sohn zu Beginn des Zweiten Weltkriegs eingezogen wurden, musste sie ihrem Mann versprechen, "politisch stillzuhalten". Primocic blieb jedoch weiterhin aktiv, unterstützte Widerstandsgruppen und sammelte Geld für die Familien politisch Verfolgter. Obwohl sie für ihren beiden weiteren Kinder zu sorgen hatte, half sie dem oberösterreichischen Widerstandskämpfer Josef Plieseis und weiteren Gefangenen bei seiner Flucht aus dem KZ. Ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten begründete sie Jahre später damit, dass sie ihr Leben lang kein ruhiges Gewissen mehr haben hätte können, wenn sie einfach weggeschaut hätte, als Menschen in Not um ihre Hilfe baten. ''"Man muss anfangen, wenn Unrecht geschieht, denn nach dem Unrecht kommt die Gewalt".''  
   −
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs riskierte sie ihr eigenes Leben, als sie mit ihrer Freundin Mali Ziegenleder den Kommandanten eines Außenlagers des KZ Dachau in der Nähe von Hallein mit dem bevorstehenden Einmarsch der amerikanischen Truppen unter Druck setzte und rettete mit ihrem Mut mehr als 17 bereits zum Tode verurteilte Gefangene, darunter den späteren Halleiner Bürgermeister [[Schani Staffenberger]] vor der angeordneten Erschießung.
+
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs riskierte sie ihr eigenes Leben, als sie mit ihrer Freundin Mali Ziegenleder den Kommandanten eines Außenlagers des KZ Dachau in der Nähe von Hallein mit dem bevorstehenden Einmarsch der amerikanischen Truppen unter Druck setzte und rettete mit ihrem Mut mehr als 17 bereits zum Tode verurteilte Gefangene, darunter den späteren Halleiner Polizeichef [[Georg Staffenberger|Georg "Schani" Staffenberger]] vor der angeordneten Erschießung.
    
== Ihr Wirken nach dem Krieg ==
 
== Ihr Wirken nach dem Krieg ==
3.390

Bearbeitungen