| − | Die '''Geschichte von Zell am See''' begann mit der Gründung [[740]] als ''Cella in Bisontia''. [[1357]] erlangte [[Zell am See]] das Marktrecht (Bannmarkt) und [[1928]] wurde Zell am See zur Stadt erhoben. | + | Die '''Geschichte von Zell am See''' reicht in die Frühgeschichte zurück, die erste Erwähung der Gründung als ''Cella in Bisontia'' erfolgte in der [[Notitia Arnonis]] im Jahr [[788]]/[[790]]. [[1357]] bekam [[Zell am See]] weitere Marktprivilegeienm, das Marktrecht (als Bannmarkt) reicht in das frühe 14. Jahrhundert zurück. [[1928]] wurde Zell am See zur Stadt erhoben. |
| | Ein jähes Ende des allgemeinen Aufschwungs brachte der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]]. In Zell am See mussten 270 Männer einrücken, 62 kehrten nicht mehr von den zahlreichen Fronten zurück. Im Hinterland machten sich die Kriegsjahre außer durch die Todesnachrichten von den Schauplätzen des Krieges hauptsächlich durch die drastische Verknappung und der dadurch notwendigen Rationierung der Lebensmittel bemerkbar. Erschwerend für die Ernährungssituation war auch, dass schon bald nach Kriegsbeginn die k. k. Militärbehörde die Unterbringung Verwundeter in Zell am See angeordnet hatte. Auch die Schaffung eines TBC-Heimes – bei gleichzeitiger Beibehaltung des Rufes als Kurort – erforderten vom damaligen Bürgermeister Mag. pharm. [[Josef Wisgrill]] einen hohen persönlichen Einsatz. So war es nicht verwunderlich, dass Wisgrill unmittelbar nach Kriegsende das Bürgermeisteramt an den bei Bürgermusik und Feuerwehr verdienten „ersten Gemeinderat“, [[Anton Gassner]] (Deutsche Arbeiterpartei > DAP), abgab. | | Ein jähes Ende des allgemeinen Aufschwungs brachte der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]]. In Zell am See mussten 270 Männer einrücken, 62 kehrten nicht mehr von den zahlreichen Fronten zurück. Im Hinterland machten sich die Kriegsjahre außer durch die Todesnachrichten von den Schauplätzen des Krieges hauptsächlich durch die drastische Verknappung und der dadurch notwendigen Rationierung der Lebensmittel bemerkbar. Erschwerend für die Ernährungssituation war auch, dass schon bald nach Kriegsbeginn die k. k. Militärbehörde die Unterbringung Verwundeter in Zell am See angeordnet hatte. Auch die Schaffung eines TBC-Heimes – bei gleichzeitiger Beibehaltung des Rufes als Kurort – erforderten vom damaligen Bürgermeister Mag. pharm. [[Josef Wisgrill]] einen hohen persönlichen Einsatz. So war es nicht verwunderlich, dass Wisgrill unmittelbar nach Kriegsende das Bürgermeisteramt an den bei Bürgermusik und Feuerwehr verdienten „ersten Gemeinderat“, [[Anton Gassner]] (Deutsche Arbeiterpartei > DAP), abgab. |
| | Ihm folgte von [[1919]] bis [[1922]] [[Anton Werber]] von den Sozialdemokraten, er wurde krankheitsbedingt von August [[1920]] bis September [[1921]] von dem bürgerlichen Vizebürgermeister [[Leo Gastgeber]] vertreten. Nach dem Wahlgang des Jahres [[1922]], der wiederum den Sozialdemokraten die Stimmenmehrheit gebracht hatte, einigte man sich im bürgerlichen und nationalen Lager auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten, den Nationalen [[Josef Ernst]]. Sicher auch beeinflusst durch die deutschen und deutschösterreichischen Pioniere des Fremdenverkehrs war in politischer Hinsicht in Zell am See eine „deutsch“ - nationale Einstellung weit verbreitet. So hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg eine starke Gruppe der sog. Hitlerbewegung (DAP, später in Österreich DNSAP) etabliert, der auch der Zeller Bürgermeister [[Josef Ernst]] angehörte. 1925 kandidierte in Zell eine „Einheitsliste der wirtschaftlich vereinigten christlichsozialen, großdeutschen und nationalsozialistischen Parteien in Zell am See“.<ref>Wahlliste; Bezirksarchiv Pinzgau, Zell am See</ref> Listenführer war Dr. [[Ludwig Margreiter]], ihm folgte an zweiter Stelle und als Bürgermeisterkandidat [[Josef Ernst]]. | | Ihm folgte von [[1919]] bis [[1922]] [[Anton Werber]] von den Sozialdemokraten, er wurde krankheitsbedingt von August [[1920]] bis September [[1921]] von dem bürgerlichen Vizebürgermeister [[Leo Gastgeber]] vertreten. Nach dem Wahlgang des Jahres [[1922]], der wiederum den Sozialdemokraten die Stimmenmehrheit gebracht hatte, einigte man sich im bürgerlichen und nationalen Lager auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten, den Nationalen [[Josef Ernst]]. Sicher auch beeinflusst durch die deutschen und deutschösterreichischen Pioniere des Fremdenverkehrs war in politischer Hinsicht in Zell am See eine „deutsch“ - nationale Einstellung weit verbreitet. So hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg eine starke Gruppe der sog. Hitlerbewegung (DAP, später in Österreich DNSAP) etabliert, der auch der Zeller Bürgermeister [[Josef Ernst]] angehörte. 1925 kandidierte in Zell eine „Einheitsliste der wirtschaftlich vereinigten christlichsozialen, großdeutschen und nationalsozialistischen Parteien in Zell am See“.<ref>Wahlliste; Bezirksarchiv Pinzgau, Zell am See</ref> Listenführer war Dr. [[Ludwig Margreiter]], ihm folgte an zweiter Stelle und als Bürgermeisterkandidat [[Josef Ernst]]. |